Das Osterturnier des VfL Oldesloe


Ein Handball-Fan des Vfl-Oldesloe-Damen
Brief eines Meyer-Fans - plakatiert an der Stormarnhalle

"Anläßlich des Oster-Turniers versuchte Heinz Schild, ein Freund und glühender Anhänger von Trainer Meyer, mit einer Plakataktion den Förderkreis Handball anzugreifen und mich als "Namenlosen Schreiberling" zu provozieren. Leider hatte ihm niemand gesagt, welche Bedeutung ein Impressum besitzt, schade eigentlich. Jedenfalls zierte ein Text mit folgendem Inhalt den Eingang zur Stormarnhalle (Übrigens hat sich Heinz Schild nach dem unrühmlichen Abgang des Trainer Meyer auch als Fans aus dem Staub gemacht):"

 

Heinz Schildt - rechts außen

"Hiermit möchte ich mich bei der Handball-Damenmannschaft des VfL Oldesloe, für die erbrachte Leistung in der nun zum Ende kommende Saison mit einem großen Lob bedanken. Natürlich war auch ich einer derjenigen, der einer Meisterschaft in der Regional-Liga entgegenfieberte, aber im Grunde genommen den erreichten Platz, als eine enorme Leistung unserer Damen anerkennt. Es war eine Spannende, nervenzerfetzende, manchmal auch enttäuschende Saison, die doch viele neue Fans in die Halle lockte, wie man an den Zuschauerkulissen deutlich erkennen konnte. Leider gingen dabei einigen treuen fans manchmal die Nerven etwas durch, aber das zeugt doch nicht davon, das alle Fans sich so verhalten.

Im Handball-Echo, wurden die Fans dieser Entgleisungen nicht nur einmal angeprangert, sondern mit Vorwürfen bedacht, wovon der leider ohne Namen nennende Verfasser, genau wusste, wer diese Unart begangen hatte. Das dies auch kein richtiger Fan des Handballs war, diese muß dem Namenlosen Schreiberling, allerdings bekannt gewesen sein. Gemeint ist der letzte Vorfall, wo man dem Gast-Trainer die Sitzgelegenheit unter dem Hintern wegzog. Leider zogen diese namenlosen Berichte sich wie ein roter faden durch diese Saison.

Mal wurde gegen die Mannschaft gewettert, mal gegen den Spartenleiter, mal gegen die Schiedsrichter, mal gegen die Zuschauer und fast immer gegen den Trainer, nur über einige wichtige Punkte wurde vom Schreiberling nicht berichtet. Zum Beispiel vom sogenannten "Förderkreis" zum Gunsten der Handballsparte. Davon konnte man keine Einnahmen und auch Ausgaben erkennen, trotzdem bestimmt einige Spenden einliefen. Ich finde die Anhänger des Handballs, die auch spenden, haben ein Recht auf einen Bericht vom Verbleib der Gelder die sie spenden. Was hat der Förderkreis mit den Spenden getan? Wieviel wurde gespendet? Warum hat der Förderkreis seinen Spendenaufruf plötzlich ohne jede Anmerkung eingestellt? Sollte Oldesloe auch einen eigenen Spendenskandal haben? Alles fragen, die einem so durch den Kopf gehen, im laufe einer Saison. Und da der Schreiberling auch nur seine eigene Meinung in einer bösartigen Form in diesem Heft zum Ausdruck bringen kann, muß doch einem Fan auch mal diese Gelegenheit geboten werden, seine Meinung zu äußern. Man sollte jedem das Recht zu gestehen seine Meinung zu schreiben, jedoch sollte dies nicht anonym geschehen. So könnten die falschen Leute in Verdacht geraten, so schon vereinsschädigende Berichte zu verfasst zu haben.

Oder hat der namenlose Schreiberling von Vornherein eine andere Absicht geplant, zum Beispiel eine bewusst herbeigeführte Unruhe in eine bestimmte Sache zu bringen? In diesem Fall in die Handballmannschaft der Damen? So benutze man diesen ´Weg, den der namenlose Schreiberling aus dem "ef - ef" beherrschen muß.

Leider darf dieser Schreiberling das Handball-Echo, welches durch Werbung finaziert wird, in dem bekannte Firmen ihre Produkte und Leistungen, in sauberer Form anbieten, seine ketzerischen Berichte namenlos mit anbieten.

Dieses sollte dem Herausgeber des Handball-Echos auch bewusst werden und dem Schreiberling dazu auffordern seinen Namen unter seinen Bericht zu setzen.

Nun hat sich auch mal ein Fan seinem Herzen etwas Luft gemacht, aber ehrlich gesagt, ich finde es nicht schön das man so etwas von sich geben muß. Wir wollen doch hoffen, das wir in der nächsten Saison wieder Freude am Spiel aller unserer Mannschaften haben werden, ob sie gewinnen oder verlieren sollten. Es sind Menschen wie Du und ich, nicht immer in gleicher guter Form, mit Sachwankungen die uns das Leben auferlegt. Der Verein, das sind Aktive und Passive Mitglieder, das sind die Zuschauer, die nur einmal kommen und das sind die Zuschauer, die immer kommen.

Das sind die guten Seelen die für die Halle sorgen, für das Leibliche - Wohl aller, das sind alle die an dem geschehen teilnehmen das einen Verein zu einer großen Gemeinschaft werden lässt.

Und da kann man Leute vom Schlage eines Schreiberlings, die nur Unruhe stiften, weil sie mit ihrer begierigen Anerkennung unzufrieen sind, fast nicht gebrauchen. Auch er sollte seinen Namen nennen und man kann dann sagen;" Na ja, es war wieder mal der oder die, wir sind es gewohnt, sie können nicht anders und das ist schade!"

Laßt uns mit Freude zum Handball gehen, lasst uns gemeinsam leiden, gemeinsam im Siegestaumel treiben, aber auch mit Würde eine Niederlage diskutieren. Laßt uns für die Leistung , die alle bringen danken und laßt nicht zu, dass Einzelne eine ganze Gemeinschaft zerstören nur um eigene Gefühle zu befriedigen. "Frohe Ostertage", ein gutes Oster-Turnier, viele gute Spiele, ein erfolgreiches letztes Auswärtsspiel und eine neue gute Saison mit einer geschlossenen und ehrlichen Vereinsgemeinschaft das wünsche ich euch allen.

Heinz Schild
Lübeck

PS: Der Brief wurde im Wortlaut und Punktion nicht geändert

 

Donnerstag, 27. März 1986

Turnier der der Oldesloer Handballdamen

(mth) Die Damen-Regionalligamannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe veranstaltet am Sonnabend in der Stormarnhalle ein-Osterturnier, zu dem sie Mannschaften eingeladen hat, bei denen sie in den letzten Jahren selbst Gast bei Turnieren waren. Nicht alle eingeladenen Mannschaften haben letztendlich eine Zusage geben können, aber immerhin werden vier auswärtige Mannschaften in der Stormarner Kreisstadt erwartet.

Es sind dieses die TG Oberlahnstein aus der Regionalliga West – gegen diesen Verein spielte der VfL ja auch 1980 im Halbfinale um die Deutsche Jugendmeisterschaft, die TSG Obereschbach (Frankfurt) aus der Oberliga Hessen, zu der die Oldesloerinnen schon lange Zeit Kontakte pflegen, der SC Langenhagen/Hannover aus der Bezirksliga Niedersachsen und der Jenfelder SV aus der Hamburger Bezirksliga, bei dem der VfL ebenso wie in Oberlahnstein Turniersieger wurde.

Das Turnier, bei dem gegen jeden spielt, beginnt um 10.30 Uhr. Das letzte Spiel wird um 16.30 Uhr angepfiffen. Gegen 17 Uhr erfolgt dann die Siegerehrung, bei der ein Wanderpokal für den Turniersieger und außerdem Anerkennungspokale für alle Mannschaften verteilt werden.

Außerdem ist ein umfangreiches Rahmenprogramm vorbereitet worden. Die auswärtigen Gäste werden nämlich schon am Karfreitag in Oldesloe erwartet und treten erst am Ostermontag die Heimreise an.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.3.1986

 

Sonnabend, 29. März 1986

Vier Siege in vier Spielen

Die VfL-Handballdamen siegten deutlich bei ihrem eigenen Osterturnier

(mth) Die Damenmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe ist in den letzten Jahren außerhalb der Punktspielsaison oft Gast auf Turnieren gewesen. Um sich für die dabei in Anspruch genommene Gastfreundschaft einmal zu bedanken, hatte die Truppe von Trainer Ulli Meyer über die Osterfeiertage ein paar der Vereine, bei denen man im letzten Jahr weilte, nach Bad Oldesloe eingeladen.

In erster Linie natürlich, um Kontakte zu pflegen und auszubauen – dafür hatte man von Karfreitag (Anreisetag) bis Ostermontag (Rückreisetag) ein umfangreiches Programm erstellt –‚ aber natürlich auch, um bei einem Turnier sportlich die Kräfte zu messen.

Gäste des VfL waren die TSG Obereschbach (Oberliga Hessen), der SC Langenhagen (Bezirksliga Hannover), die TG Oberlahnstein (Regionalliga West) und der Jenfelder SV (2. Division in Hamburg). Beim Turnier in der Stormarnhalle erwischte der VfL mit einem deutlichen 15:4-Erfolg über den SC Langenhagen einen hervorragenden Start.

 

Andrea Hasenberg

Die Oldesloerinnen, die bei diesem Turnier ohne Andrea Güldenpfennig und Maren Schröder antraten, übernahmen mit diesem Sieg gleich die Spitze des Feldes, denn die vermeintlich schärfsten Rivalen, TSG Obereschbach und TG Ober-lahnstein, trennten sich im nächsten Spiel 8:8.

Weit mehr Mühe hatte die Truppe von Trainer Ulli Meyer dann in ihrer zweiten Begegnung gegen die Oberlahnsteinerinnen, auf die man ja 1980 im Halbfinale um die Deutsche Jugendmeisterschaft getroffen war. Mit 10:9 aber behielt der VfL schließlich auch in dieser Partie die Oberhand

Leicht fiel den Oldesloerinnen dann im dritten Spiel gegen den SV Jenfeld der Erfolg. Mit 21:9 sprang der höchste Sieg des Turniers heraus, wobei 21 Treffer bei einer Spieldauer von nur 30 Minuten wirklich eine beachtliche Ausbeute sind.

 

Anja Müller und Jürgen Dorn

Das letzte Spiel mußte dann den Ausschlag über den Turniersieg geben. Die TSG Oberlahnstein, schon mit einem Minuspunkt belastet und mit dem schwächeren Torverhältnis ausgestattet, mußte das Schlußspiel gegen den VfL unbedingt gewinnen, um noch Turniersieger zu werden, denn den Oldesloerinnen hätte dagegen auch ein Remis gereicht. Die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer führten aber schon beim Seitenwechsel mit 6:4 und hatten am Ende mit 9.5 ziemlich deutlich die Nase vorn.

Mit 8:0 Punkten und 55:28 Toren gewannen sie den von der Firma „Schuh-Karton“ (Bargteheide) gestifteten Wanderpokal sehr deutlich vor TSG Obereschbach (5:3/41:32), SC Langenhagen (4:4/35:48), TSG Oberlahnstein (3:5/38:38) und SV Jenfeld (0:8/38:62).

Auch alle placierten Mannschaften bekamen Pokale, die vom Lederhaus Schulz (Oldesloe) gestiftet waren. Als beste Spielerin des Turniers wurde Sibylle Arras (TSG Obereschbach) ebenso gesondert ausgezeichnet wie Gudrun Fandrey (VfL) als beste Torhüterin und Angelika Moskopp (Oberlahnstein) und Ute Saust (Langenhagen), die mit je 17 Treffern die erfolgreichsten Torwerferinnen des Turniers waren.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.4.1986


Zum Osterturnier am 29.3.1986


Es sollte ein schöner Saisonabschluss werden, es wurde leider nur zu einem Festival der Eitelkeiten.

Teilnehmer an diesem Turnier:

SC Langenhagen
TSG Ober-Eschbach
TG Oberlahnstein
Jenfelder SV
VfL Oldesloe


Die auswärtigen Mannschaften wurden in der Jugendherberge und überwiegend privat aufgenommen. Nach der Anreise gab es bereits an Freitag einen gemütlichen Abend. Am Samstag begann das Turnier um 10.30 Uhr und endete am frühen Abend. Der Sieger hieß TSG Ober-Eschbach, das war irgendwie nebensächlich, es sollte der Start zu einer jährlich wiederkehrenden Aktion werden, leider blieb es bei diesem einen Event.

Vorangegangen waren die vermeintlich spektakulären Austritte von Trainer Meyer, Betreuer Fandrey und Freundin Gudrun Noack aus dem Förderkreis. Letztere waren zwar Mitglied, aber ansonsten war von ihnen an Aktivitäten nichts zu merken. Sportfreund Meyer konnte wenigstens den Förderkreis mit falschen Informationen über finanzpolitische Dinge füttern, die später nur mit Hilfe eines ranghöheren Mitarbeiter des Finanzamtes Lübeck wieder zurechtgebogen werden konnten. Andere haben den Platz im Förderkreis eingenommen, es wurde niemand vermisst. Ein Resultat auf diese Austritte ist auch der oben genannte Brandbrief.

Dementsprechend traten dann auch Gruppen auf, die sich nicht wirklich mochten. Meyer mit seinen Fans (siehe oben) und der Rest der Mannschaft mit vielen Spielerinnen aus den befreundeten Vereinen. Richtige Stimmung kam erst auf, als man sich in kleineren Gruppen zum Feiern zurückzog.

Das Treffen endete am nächsten Morgen auf dem Fischmarkt, zumindest die TSG Ober-Eschbach war dort vollzählig angetreten.

Was in den kommenden beiden Wochen passierte, kann man auf dieser Webpage nachlesen, die Mannschaft hat letztendlich die notwendigen, längst fälligen, Konsequenzen gezogen. In einem abschließenden offenen Brief sind sie noch sehr human miteinander umgegangen, das war vorher nicht unbedingt der Ton in der Diskussion.

Peter Stäcker

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