Saisonausklang mit Beigeschmack

Sonnabend, 19. April 1986

Auf den dritten Platz hinter den Oberligisten SV Oldenburg und VfL Kassel kam die Damen-Regionalligamannschaft des VfL Oldesloe bei einem Turnier des VfB Lübeck.

 

Masseur Ralph Gericke fungierte dabei als Interimstrainer, denn ein Nachfolger für den zurückgetretenen Ulli Meyer ist noch nicht gefunden. Kerstin Brunthaler, Sonja Taut (!), Wiebke Rickert, Dörte Knickrehm, Andrea Hasenberg, Maren Schröder, Anke Petersen, Martina Pusch (!) und Kerstin Timm vertraten den VfL auf diesem Turnier. Außerdem war auch noch Elsbeth Hein mit von der Partie. …

 

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.4.1986

Mittwoch, 7. Mai 1986

Die VfL-Handballdamen holten Turniersieg in Oberlahnstein

(st) Zum zweiten Mal in Folge gewannen die Damen des VfL den Wanderpokal der Stadt Oberlahnstein bei Koblenz. Durch die Initiative der Mannschaft wurde die Teilnahme an diesem Turnier doch noch möglich gemacht, nachdem die bisherige Mannschaftsleitung die Einladung ohne Kenntnis der Mannschaft abgesagt hatte.

Zum Turnier selbst: In der Vorrunde wurde der hessische Oberligist TV Flörsheim mit 9:4 besiegt. Dem folgte ein schwaches 7:7 gegen den rheinischen Oberligisten TV Moselweiß. Die zweite Mannschaft des Gastgebers war im letzten Vorrundenspiel beim 9:1 nur ein Trainingspartner und somit hatte der VfL den Gruppensieg errungen. In der Zwischenrunde war dann die erste Mannschaft der TG Oberlahnstein der Gegner. Noch nie hatte der VfL gegen dieses Team verloren, entsprechend kampfbetont war die Begegnung, die der VfL letztlich mit 7:5 für sich entschied.

Die Endrunde bestritten der TV Aldekerk, Wandsbek 72 und der VfL. Erster Gegner war der Niederrhein-Oberligist TV Aldekerk, der seine Kräfte in den Vor- und Zwischenrundenspielen verbraucht hatte. Mit 14:8 wurde ein deutliches Ergebnis erreicht, auch Wandsbek gewann sein Spiel sehr hoch und so kam es zu einem echten „Endspiel“. Für den VfL war es das beste Spiel des Turniers. Ruhiger Spielaufbau, wunderschöne Anspiele an den Kreis und herrliche Tore. Die vielen Zuschauer spendeten Beifall auf offener Szene.

Bis zur Halbzeit war Wandsbek 72 mit 7:2 entzaubert. In den zweiten 15 Minuten kamen die Hamburgerinnen dicht heran, der VfL entwickelte jetzt viel Pech bei Würfen aus der zweiten Reihe und Wandsbek hatte mit Dagmar Rindelaub eine Nationalspielerin im Kasten. So reichte am Ende das 9:8 zum Turniersieg.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.5.1986

Mittwoch, 21. Mai 1986

Die Oldesloer Damen erst im Halbfinale von Holstein gestoppt

(st) Traditionell zu Pfingsten veranstaltet der Sportclub Weißenhäuser Strand das Ostseepokalturnier. Dieses Kleinfeldturnier, das schon zum neuntenmal durchgeführt wurde, wird auf acht Rasenplätzen parallel ausgespielt. In diesem Jahr nahm zum erstenmal auch die erste Damenmannschaft des VfL Oldesloe an diesem Riesenturnier teil. Insgesamt waren 80 Mannschaften anwesend, davon 37 Damenmannschaften. Alle Spielklassen waren vertreten, von der 1. Bundesliga bis zur Kreisklasse und alles, was in Schleswig-Holstein Rang und Namen hat, war zur Stelle.

 

Kirstin Timm

Aufgeteilt in sieben Gruppen qualifizierten sich jeweils zwei Mannschaften für das Achtelfinale. Der VfL wurde in seiner Staffel nach vier Spielen Zweiter hinter Holstein Kiel. In diesen Vorrundenspielen blieben schon Teams wie der VfL Bad Schwartau, TuS Alstertal und die Regionalliga-Aufsteiger HT 16 aus Hamburg und die TSG Ober-Eschbach auf der Strecke.

Im Achtelfinale hieß der Gegner BW Wittorf aus der Oberliga Schleswig-Holstein. 4:2 setzte sich der VfL durch und qualifizierte sich für die Runde der letzten Acht, wo der Oldenburger SV (ebenfalls Oberliga Schleswig-Holstein) im besten Turnierspiel des VfL klar mit 9:4 bezwungen wurde. Es war gleichzeitig eine eindeutige Revanche für die beiden letzten Niederlagen gegen diesen Verein. Somit mußte man am Pfingstmontag noch einmal im Halbfinale antreten.

 

Sonja Taut und Andrea Hasenberg

Die beiden Spielpaarungen lauteten TSV Jarplund-Weding gegen SV Adelby (Endergebnis 7:4) und Holstein Kiel gegen den VfL. Der VfL knüpfte an die guten Leistungen des Vortages gegen Oldenburg an und führte nach zehn Minuten verdient mit 4:1 Toren (Spielzeit zweimal 12,5 Minuten). Im Gefühl eines sicheren Vorsprunges ließ man die Zügel etwas schleifen und prompt nutzten es die routinierten Kielerinnen. Sie glichen aus und übernahmen auch die Führung. Noch einmal egalisierte der VfL, doch zwei ganz unglückliche Entscheidungen der wirklich schwachen Schiedsrichter brachten Holstein mit 7:5 in Front. Es reichte nur noch zum Anschlußtreffer und somit war Holstein glücklich im Finale.

Im Spiel um Platz drei war beim VfL erst einmal die Luft raus und zur Pause führte Adelby deutlich mit 7:2 Toren. Es sah nach einem Debakel aus. Um sich nicht vollends zu blamieren, kämpfte die Mannschaft im zweiten Abschnitt enorm. Tor um Tor wurde aufgeholt und wären da nicht die drei vergebenen Siebenmeter gewesen, hätte es noch zum dritten Platzgereicht. So gewann Adelby letztlich knapp mit 8:7. Sieger des Turnieres wurde Jarplund-Weding durch einen verwandelten Siebenmeter in der Schlußsekunde mit 8:7 gegen Holstein Kiel.

Insgesamt betrachtet war es ein hervorragend organisiertes Turnier. Die Mannschaften wohnten in Appartements, in denen jeweils zwei bis drei Personen übernachten konnten. So gesehen war auch die Kurverwaltung Sieger dieser Veranstaltung, denn auf Schlag konnten über Pfingsten ca. 500 Appartements vermietet werden. Wer von den Kurgästen allerdings ein ruhiges Wochenende mit herrlichem Wetter erwartet hatte, wurde schwer enttäuscht. Jubelnde, singende und feiernde Sportler beherrschten die Szenerie. Es soll sogar Mannschaften gegeben haben, die direkt von der Feier zum Spiel auf dem Sportplatz erschienen.

 

Für die VfL-Damenmannschaft ist hiermit die Saison 1985/86 endgültig beendet. Nach Klärung der Trainerfrage in den nächsten Tagen beginnt dann schon die Vorbereitung für die kommende Saison. Das erste Punktspiel steigt dann um 13. September in Lüneburg.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.5.1986

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