Ferencvaros Budapest in Bad Oldesloe

 

Mittwoch, 25. Februar 1987

Ferencvaros Budapest gastiert in Stormarn

Zu einem internationalen Freundschaftsspiel erwartet morgen die Damen-Regionalligamannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe den vierfachen ungarischen Meister Ferencvaros Budapest. Die Ungarinnen weilen zur Zeit zu einem Trainingsaufenthalt in Norddeutschland und nutzen dabei die Gelegenheit zu zahlreichen Freundschaftsspielen. In Stormarn treten sie dabei sogar zweimal an. Einen Tag nach dem Spiel In Oldesloe – die Partie beginnt um 20.15 Uhr in der Vogler-Halle, da die Stormarnhalle nicht frei ist – spielt eine Stormarnauswahl gegen die mit zehn Junioren-Nationalspielerinnen gespickte ungarische Meistermannschaft. In der Stormarnauswahl stoßen noch Spielerinnen des SSV Großensee und der HSG Trittau/Lütjensee zu den VfL-Damen. Dieses Spiel beginnt um 20 Uhr in der Sporthalle in Trittau. Der „Star“ der Stormarner Handballszene, Andrea Güldenpfennig, steht in beiden Spielen wegen eines Urlaubs nicht zur Verfügung. Das mindert natürlich die Aussichten der einheimischen Teams auf ein ehrenvolles Abschneiden, aber hervorragenden Sport wird es für die Stormarner Handballfreunde deshalb dennoch zu

sehen geben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.2.1987


Liebe Handballfreunde,

die Damen-Regionalligamannschaft des VfL Oldesloe begrüßt sie recht herzlich am heutigen Donnerstag zum Freundschaftsspiel in der Heinrich-Vogler-Halle gegen unsere Gäste von Ferencvaros Budapest. Ein ganz besonderer Gruß gilt unseren Gästen aus Ungarn.

Die Sportler aus der ungarischen Landeshauptstadt verweilen bereits seit dem Sonntag in Bad Oldesloe. Untergebracht in privaten Quartieren bei Spielerinnen und Freunden der Mannschaft absolvieren sie ein umfangreiches Programm, sowohl in kultureller als auch in sportlicher Hinsicht. Sportlich wurden bereits Spiele in Wandsbek, Hastedt und Oldenburg (Oldenburg) durchgeführt. Am morgigen Freitag läuft die letzte sportliche Vorstellung in Trittau gegen die Kreisauswahl Stormarn.

Ansonsten war man viel unterwegs, bzw. steht noch viel auf dem Programm. Stadtbummel in Hamburg, Bremen und Lübeck, Besichtigungen bei MBB und Dräger mit jeweiligem gemeinsamen Essen in den Firmen, Teilnahme an einer Karnevalsveranstaltung in Trittau, eventuell ein Besuch im Fernsehstudio bei Sport III und viele Kontaktaufnahmen mit den Oldesloer Gastgebern. Einige mögliche Alternativen sind noch geplant, z.B. Hafenbesichtigung mit Empfang beim Senat in Hamburg. Zusagen erfolgen wahrscheinlich erst kurzfristig, so dass wir als Gastgeber bei den verschiedenen Programmpunkten etwas improvisieren müssen.

Die Rückfahrt ist dann für den kommenden Dienstag geplant. Bis dahin hoffen wir, dass sich alle Gäste hier noch sehr wohl fühlen und viele Freundschaften entstehen. Im Juli, bei dem geplanten Gegenbesuch in Budapest, besteht dann die Chance, diese Beziehungen zu vertiefen.

Peter Stäcker - aus Handball-Echo Nr. 9 vom 26.2.1987


Ferencvarosi Torna Club Budapest
Ein euröpäischer Spitzenclub

Der Verein ist einer der ältesten Sportvereine in Ungarn, er wurde bereits 1899 gegründet. Anfang der 50-er Jahre wurde die Handballabteilung mit Damen- und Herrenmannschaften aufgebaut.

1960 wurde in Ungarn die Meisterschaft auf Kleinfeld und Großfeld zu einer einzigen Meisterschaft zusammengefasst, seit dieser Zeit ist der Ferencvaros der einzige Verein im Land, der ständig in der 1. Liga gespielt hat.

Viermal wurde die Meisterschaft errungen, zweimal langte es zur Vizemeisterschaft. Der "Pokal der ungarischen Volksrepublik" konnte auch schon viermal in Empfang genommen werden.

1971 stand der Verein im Finale des Europapokals. 1978 wurde dann der größte Erfolg der Vereinsgeschichte gefeiert, indem man den Europapokal der Pokalsieger gewann. Ein Jahr später erreichte der Verein wieder das Finale, es reichte aber nur zur Vizemeisterschaft.

In der gesamten Zeit konnten 18 Spielerinnen für die Nationalmannschaft abgestellt werden, drei davon wurden Weltmeister mit dem Team, drei Spielerinnen nahmen an Olympischen Spielen teil und gewannen die Bronzemedaille. Aktuell besteht die Mannschaft aus sehr jungen Spielerinnen, von denen 10 in die ungarische Juniorinnen-Auswahl berufen wurden.

Unterstützt wird der Verein vom ungarischen Landwirtschaftsministerium, der sozusagen als Arbeitgeber auftritt. So haben die Spielerinnen ständig die Möglichkeit, Handball zu spielen und zu trainieren, was sich in mindestens sieben Trainingseinheiten pro Woche niederschlägt. Das Ergebnis einer solch intensiven Trainingsarbeit konnten wir ja schon an Magdolna Csiha erkennen, die von Ferencvaros Budapest kommt und möglicherweise noch in den letzten Punktspielen für den VfL Oldesloe zum Einsatz kommt.

Peter Stäcker - aus Handball-Echo Nr. 9 vom 26.2.1987

 

Mittwoch, 25. Februar 1987

Ferencvaros Budapest gastiert in Stormarn

Zu einem internationalen Freundschaftsspiel erwartet morgen die Damen-Regionalligamannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe den vierfachen ungarischen Meister Ferencvaros Budapest. Die Ungarinnen weilen zur Zeit zu einem Trainingsaufenthalt in Norddeutschland und nutzen dabei die Gelegenheit zu zahlreichen Freundschaftsspielen. In Stormarn treten sie dabei sogar zweimal an. Einen Tag nach dem Spiel In Oldesloe – die Partie beginnt um 20.15 Uhr in der Vogler-Halle, da die Stormarnhalle nicht frei ist – spielt eine Stormarnauswahl gegen die mit zehn Junioren-Nationalspielerinnen gespickte ungarische Meistermannschaft. In der Stormarnauswahl stoßen noch Spielerinnen des SSV Großensee und der HSG Trittau/Lütjensee zu den VfL-Damen. Dieses Spiel beginnt um 20 Uhr in der Sporthalle in Trittau. Der „Star“ der Stormarner Handballszene, Andrea Güldenpfennig, steht in beiden Spielen wegen eines Urlaubs nicht zur Verfügung. Das mindert natürlich die Aussichten der einheimischen Teams auf ein ehrenvolles Abschneiden, aber hervorragenden Sport wird es für die Stormarner Handballfreunde deshalb dennoch zu

sehen geben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.2.1987

 

Donnerstag, 26. Februar 1987

VfL Oldesloe – Ferencvaros Budapest 18:26 (7:14)

Nur 80 Zuschauer sahen die Erstliga-Truppe aus Ungarn

Ferencvaros Budapest tanzte Polka mit den VfL-Damen

(gg) Gewissermaßen im Vorbeigehen, ohne sich zu überanstrengen, gelang der ungarischen Handballspitzenmannschaft Ferencvaros Budapest in der Heinrich-Vogler-Halle ein erwarteter Sieg gegen die Regionalligisten des VfL Oldesloe.

Doch zogen sich – großes Kompliment – die Oldesloerinnen bei ihrer 18:26 (7:14)-Niederlage so gut aus der Affäre, wie man es nicht unbedingt hätte erwarten müssen. Trotzdem tanzten die durchtrainierten und athletischen Ungarinnen, die privat bei Spielerinnen und Betreuern wohnen, über weite Strecken der Partie eine ausgelassene Polka mit den Damen des VfL.

Ohne Andrea Güldenpfennig (Urlaub) und auch ohne Kirstin Timm (verletzt) waren die Gastgeberinnen vor nur knapp 80 Zuschauern natürlich restlos überfordert, doch darauf schließlich kam es bei dieser Begegnung auch gar nicht an. Vielmehr war es eine Augenweide, den Gästen aus Ungarn zuzusehen, die trotz ständig wechselnden Aufgebots nie ihre Linie, geschweige denn ihre Führung verlor.

Daß die VfL-Damen dennoch auf achtbare 18 Tore kamen, lag daran, daß sie eine ganze Reihe von Siebenmetern zugesprochen bekamen, die auch fast alle verwandelt worden sind. Doch auch über die Außenpositionen (Dörte Knickrehm, Heike Büttner) und vom Kreis (Andrea Hasenberg) erzielten die VfL-Damen schöne Tore. Bei Ferencvaros Budapest war zumindest im ersten Durchgang fast jeder Wurf ein Treffer. Gerade aus dem Rückraum mit der wurfgewaltigen Ungarin Dejtari hagelte es Wurfgeschosse auf das VfL-Tor.

Für die leider sehr wenigen Zuschauer hat sich der Weg aber allemal gelohnt. Auch wenn Ferencvaros, das sich in der letzten Vorbereitung für die Meisterschaft befindet, nicht nach allen Regeln der Kunst „gezaubert“ hat, so war die faire Partie, so wie es sich Abteilungsleiter Jürgen Dorn in seinen Begrüßungsworten gewünscht hatte, doch mit einer Menge Paprika gewürzt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.2.1987

 

Freitag, 27. Februar 1987

Vor der prächtigen Kulisse von gut 300 Zuschauern stellte in Trittau noch einmal die ungarische Handball-Erstliga-Mannschaft von Ferencvaros Budapest ihr Können unter Beweis. Die Damen der europäischen Spitzenmannschaft gewannen erwartungsgemäß hoch gegen eine von Claus Schilk und Ingo Naths betreute Stormarnauswahl. Beim Stande von 9:7 führten die Stormarnerinnen aufgrund einer tollen Torwartleistung von Janine Hildebrand sogar kurze Zeit, ehe die Ungarinnen dann doch „kurzen Prozeß“ machten. Für die Stormarnauswahl trafen Margitta Kops (SG Großensee/Möhnsen/4), Stefanie Bernecker (4), Dörte Knickrehm (beide VfL Oldesloe/4), Andrea Ketzel (SGM/2), Anja Müller, Martina Gliewe (beide VfL/je 1) und Bettina Kreidenberg (HSG Trittau/Lütjensee/1).

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.3.1987


Ferencvaros in Bad Oldesloe
Rück- und Ausblick

Es hat Nerven gekostet, aber es hat viel Spaß gemacht. 19 ungarische Sportler haben sich 10 Tage in Bad Oldesloe aufgehalten, sportlich aufgeräumt im positiven Sinne und viele neue Freunde gewonnen. Für die Gastgeber der einzelnen Spielerinnen und Betreuer war es ein hartes Stück Arbeit.

Das vorbereitete Programm lief nicht immer so, wie es geplant war und so musste immer wieder improvisiert werden. Letztlich war es schon fast zuviel, was sie unternehmen mussten und so kam häufig nur ein Wunsch auf, schlafen - schlafen!

Im Juli startet ein VfL-Team zu einem Gegenbesuch nach Budapest, wir freuen uns schon darauf. Die Organisation läuft in den nächsten Tagen an.

Im Herbst werden die Stormarner Handballfans dann ein Wiedersehen feiern können mit diesem herausragenden Handballteam, das dann zu einem großen Turnier in Stormarn anreisen wird. Weitere renommierte Vereine aus dem In- und Ausland werden weiter dabei sein.

Handball-Echo Nr. 10 vom 4.4 1987

 

Vor dem Spiel des VfL Oldesloe bei Ferencvarosi Budapest im Sommer 1986

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