Freitag, 16. Januar 1987

Schaffen die VfL-Damen im Pokal beim TSV Munkbrarup endlich wieder einen Erfolg?

(mth) … Die Damen-Regionalligamannschaft greift erstmals in dieser Saison in den Pokalwettbewerb ein. In der ersten Runde auf Regionalebene muß die Truppe von Trainer Claus Schilk den TSV Munkbrarup aufsuchen.

Der VfL hat in der Vergangenheit schon mehrfach mit dem Team aus dem Landkreis Schleswig/Flensburg die Klingen gekreuzt. Dabei behielten die Oldesloerinnen letztendlich zwar immer die Oberhand, aber oft taten sie sich dabei reichlich schwer. Als klassenhöhere Mannschaft ist der VfL auch für die Partie am Sonntag – gespielt wird um 15 Uhr in der Scheersberghalle in Quern, einem kleinen Ort südlich der B 199 Flensburg-Kappeln – favorisiert, aber auf die leichte Schulter darf er das Spiel deswegen nicht nehmen.

Seine Chancen aber werden gewiß steigen, wenn die frühere ungarische Nationalspielerin Magdolna Csiha erstmals in den Reihen der Oldesloerinnen mitwirken darf, was bei Redaktionsschluß noch nicht endgültig feststand. Unabhängig davon bietet das Pokalspiel sicher eine gute Chance, mit einem Erfolgserlebnis neue Motivation für die noch anstehenden Punktspiele zu finden.

Die Mannschaft wird die Fahrt in den Norden mit einem Bus antreten. In dem können auch noch ein paar Zuschauer/Schlachtenbummler (Nichtraucher während der Fahrt!) gegen einen Fahrpreis von zehn Mark mitreisen. Sie sollten sich rechtzeitig vor Abfahrt des Busses, die um 10.15 Uhr erfolgt, auf der Teerplatte im Bürgerpark einfinden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.1.1987

 

Sonntag, 18. Januar 1987

TSV Munkbrarup – VfL Oldesloe 15:14 (3:3)

Mit den Oldesloer Damen geht's weiter bergab

Im Pokalwettbewerb ausgeschieden

(mth) Mit den Handballdamen des VfL Oldesloe geht es weiter bergab. Im Pokalwettbewerb – in den vergangenen Jahren oft der Lieblingswettbewerb der Oldesloer Damen und des

Oldesloer Publikums – bedeutete der Anfang auch zugleich das Ende. Beim Bezirksligisten TSV Munkbrarup (Bezirksliga Nord) unterlagen die Stormarner Kreisstädterinnen mit 14:15 (3:3). Insbesondere in der ersten Halbzeit bot der VfL dabei eine so erschreckend schwache Vorstellung, so daß man sich in den kommenden Wochen eine Wende zum Guten in der Regionalliga eigentlich kaum noch vorstellen kann. Im zweiten Spielabschnitt wußten sich die Oldesloerinnen, in deren Reihen die ungarische Ex-Nationalspielerin Magdolna Csiha noch immer nicht mitwirken konnte, zwar kämpferisch zu steigern, aber zu einem Sieg reichte es wieder nicht.

In der 56. Minute konnte der VfL zwar noch mit 13:12 in Führung gehen – nach zuvor ständig wechselnder Führung –‚ aber in einer dramatischen Schlußphase zog die Mannschaft dann doch noch den kürzeren. Wie so oft in dieser Saison, wenn es zum Schluß eines Spieles knapp und dramatisch wird!

Ein wenig Pech war für die Oldesloerinnen sicher auch mit im Spiel, denn der Siegtreffer für den TSV Munkbrarup fiel erst in der Schlußsekunde durch einen verwandelten Siebenmeter, über den man zumindestens geteilter Meinung sein konnte.

Aber es ist ja eine im Sport altbekannte Tatsache, daß Mannschaften das Pech förmlich hinterherläuft, wenn sie erst einmal „im Keller“ stehen. Die Umkehrung dieser „Weisheit“ haben ja gerade die VfL-Handballdamen in der Vergangenheit auch oft genug genossen.

Unverdient war im übrigen der Erfolg des TSV Munkbrarup, mit dem der VfL ja schon früher mehrfach seine liebe Mühe und Not gehabt hatte, auch wenn er letztendlich immer gewann, nicht. Der Bezirksligist, der zuvor ja schon Oberligaspitzenreiter SV Oldenburg (im letzten Jahr Sieger im Pokal über den VfL Oldesloe ebenfalls schon in der ersten Runde auf Regionalebene) aus dem Rennen geworfen hatte, war der Regionalligatruppe des VfL spielerisch zumindest ebenbürtig. Bezeichnend dafür ist schon, daß Torhüterin Martina Pusch beste Oldesloer Spielerin war, aber auch sie konnte das Verhängnis nicht aufhalten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.1.1987

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