Die Saison 1988/89

 

Extrem dünne Spielerinnendecke beim VfL
Fischer: Aus den Gegebenheiten das Beste machen

(ha) Vier Wochen bleiben Jörg Fischer, dem Trainer der Oberliga-Handballerinnen des VfL Oldesloe, noch, um seine Sieben in Schwung zu bringen. Gestern, zum ersten Training der neuen Saison, erschienen schon mal vier (Röhrs, Hasenberg, Melanie Bernecker und Gliewe). Sechs Spielerinnen waren entschuldigt.

„Es hat doch keinen Sinn Training anzusetzen, wenn nur wenige da sind“, so Fischers Erklärung zum späten Start – die Konkurrenz schwitzt schon seit Wochen – der Saisonvorbereitung. „Wir müssen eben sehen, daß wir aus den Gegebenheiten das Beste machen.“

Und die Gegebenheiten sind alles andere als gut. Da ist zunächst die extrem dünne Spielerinnendecke. Nur zwei definitive Neuzugänge, die Juds-Schwestern vom TSV Boostedt schlossen sich den Stormarnerinnen an, konnten den Kader nicht nennenswert auffüllen. Stefanie Bernecker, sicher eine der Stützen in der Vergangenheit, nimmt erstmal eine „Denkpause“. Ob sie wieder das Trikot überstreifen wird, ist ungewiß.

Ein ganz. trauriges Kapitel bietet zur Zeit der weibliche Handballnachwuchs. Die A-Jugend mußte mangels Spielerinnen aus der Oberliga abgemeldet werden. Allein Annabel Hartmann fand den Weg in die erste Mannschaft.

Auf konstruktives, das Spielverständnis und Zusammenspiel förderndes Training wird Fischer im zweiten Jahr seiner Tätigkeit wohl vorerst verzichten müssen. Die schlecht abgestimmte Urlaubsplanung führt dazu, daß er stets nur einen Teil seiner Aktiven dabei hat.

Kommen wir jetzt zu den Positiva: Das erste VfL-Spiel (4. September 1988 gegen Holstein Kiel II) wurde verlegt, da Melanie Bernecker auf einem DHB-Lehrgang weilt. Der Saisonstart erfolgt somit erst am 10. September in Kaltenkirchen.

Die zweite gute Meldung: Susanne Müller stellt sich zur Verfügung, wenn's besonders kneift. Bereits am Sonntag wird sie beim Oldenburger Turnier, an dem auch die Großenseerinnen teilnehmen, mit von der Partie sein.

 

Jörg Fischer

Den Optimismus haben Fischer und Betreuer Stäcker dennoch nicht verloren: „Wir wollen vorn mitmischen. Voraussetzung ist allerdings, daß die Mannschaft von folgenschweren Verletzungen verschont bleibt“, meinten beide auf die Frage nach dem anvisierten Saisonziel.

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.8.1988

VfL-Handballerinnen ausgeschieden

Großensee/Möhnsen stürmte ins Finale

(ha) Für Furore sorgten Großensees Handballerinnen beim Turnier in Oldenburg. Erst im Finale fand die Nahts-Sieben in Zweitligist TuS Alstertal mit 16:3 ihren Meister. Für die Oldesloerinnen, die nur mit sechs Spielerinnen anreisten, war nach der Vorrunde Endstation.

Beide Mannschaften hatten dieselbe Gruppe erwischt. Großensee qualifizierte sich nach Siegen über Oldesloe (7:6) und Hochdonn/Süderhastedt (7:3) bei einer Niederlage gegen Alstertal (5:20) für die Endrunde, die VfLerinnen verbuchten nur einen Sieg über Hochdonn/Süderhastedt. Das reichte nicht für die Endrunde.

Während der VfL die Koffer packte, ging es für die SG weiter. Die Gruppenzweiten der drei Staffeln ermittelten den vierten Halbfinalteilnehmer.

Hier setzte sich Großenseer mit 7:5 gegen den ETV Hamburg und 6:4 über den VfB Lübeck durch. Hochdramatisch dann das Halbfinale, das die SG gegen den hochgehandelten Oberliga-Konkurrenten Oldenburg erst nach Verlängerung und Sieben-Meter-Werfen mit 15:14 für sich entschied. Torfrau Martina Havemann hielt den letzten Siebener der Oldenburgerinnen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23..8.1988

Frauen-Oberliga startet
VfL Oldesloe setzt auf seine Ehemaligen

(ha) Der Countdown läuft. Am Wochenende startet die Handball-Oberliga der Frauen in die neue Saison. Dann wird sich zeigen, ob der VfL Oldesloe und die SG Großensee/Möhnsen die Vorbereitungsphase optimal genutzt haben, die Spielerinnen topfit in die erste Runde gehen.

Unter denkbar schlechten Voraussetzungen steht die Auftaktpartie der Oldesloerinnen. Aus der beantragten Spielverlegung wurde nichts. So wird die Fischer-Sieben das Spiel gegen Holstein Kiel Ii (Sonntag, 14.45 Uhr in der Stormarnhalle) gleich mit dem letzten Aufgebot bestreiten.

Heinke und Beate Juds weilen noch in den USA. Annabel Hartmann, die Jugend-Europameisterin der Bahngolfer, spielt ein Turnier. Melanie Bernecker (Knie verdreht) und Andrea Hasenberg (Zerrung), beide verletzten sich beim Oldenburger Turnier, wollen die Zähne zusammenbeißen und spielen.

In dieser prekären Situation – dem VfL stehen momentan nur fünf Feldspielerinnen zur Verfügung – setzt Betreuer Peter Stäcker auf Anja Müller und Stefanie Bernecker: „Ich kann nur hoffen, daß sie einspringen und uns in dieser mißlichen Lage nicht hängen lassen.“ Vor diesem Hintergrund nach der Spielerwartung zu fragen, erübrigt sich. Für den VfL kann es nur darum gehen. sich vernünftig aus der Affäre zu ziehen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.9.1988

Oldesloes Handballerinnen wie aufgedreht

(ha) Handball paradox zum Auftakt der Frauen-Oberliga-Saison. Da fegt der mit letztem Aufgebot gestartete VfL Oldesloe Holstein Kiel II mit 22:13 (8:8) aus der Halle, und der mit großen Ambitionen angetretene Aufsteiger aus Großensee/Möhnsen wird in Heide nach allen Regeln der Handballkunst zerpflückt. 10:26 (5:15), wann hat die SG zuletzt eine solch vernichtende Niederlage kassiert?

80 Zuschauer hatten den Weg in die Stormarnhalle gefunden. Sie erlebten in der ersten Halbzeit eine kampfbetonte, ausgeglichene Partie mit ständig wechselnder Führung. In der 15. Minute stockte ihnen der Atem: Martina Gliewe (6) – sie führte zusammen mit Stefanie Bernecker (2) glänzend Regie – blieb nach einem Foul verletzt am Boden liegen. VfL-Trainer Jörg Fischer verfolgte mit steinerner Miene, wie sie vom Platz getragen wurde.

Doch ihre Mitspielerinnen steckten den Schock weg, hielten die Begegnung offen. Mit 8:8 ging es in die Kabinen.

Wer gedacht hatte, nach der Pause würde die VfL-Rumpfmannschaft konditionell einbrechen, wurde eines besseren belehrt. Martina Gliewe kam wieder, das gab der Fischer-Sieben neuen Schwung. Andrea Hasenberg (5) narrte ein ums andere Mal die Holstein-Abwehr und deprimierte die gegnerische Torhüterin mit ihren Hebern. Dörte Knickrehm (6/1), Anja Müller (2) und Nicole Röhrs (1/1) schraubten das Resultat über 10:8 (35.), 13:10 (41.) auf 22:12 (58.). Die Halle stand Kopf, auch wenn die Kielerinnen mit ihrem 13. Treffer den Schlußpunkt setzten. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.9.1988

VfL-Damen in Kaltenkirchen
Optimistisch zum Erzrivalen

(mth) Die Prognosen, die der Damen-Handballmannschaft des VfL Oldesloe zum Saisonstart in der schleswig-holsteinischen Oberliga mit auf den Weg gegeben wurden, waren nicht die besten gewesen. Der kleine Mannschaftskader – schon in der letzten Serie ja Hauptmanko bei den Stormarnerinnen – war dabei Ursache für die Skepsis.

Als zum Saisonstart dann auch noch Melanie Bernecker, die beiden Juds-Schwerstern und Annabel Hartmann ausfielen, schienen Trainer Jörg Fischer endgültig die Felle davonzuschwimmen. Aber die Mannschaft bewies dann wieder einmal – wie so oft in der Vergangenheit –‚ daß sie auch mit Widrigkeiten fertig zu werden weiß. Holstein Kiel Il wurde mit 22:13 förmlich aus der Stormarnhalle „gefegt“ und plötzlich ist wieder Zuversicht und Optimismus beim VfL eingekehrt.

Nicht zuletzt ist dieses Stefanie Bernecker und Anja Müller zu verdanken, die eigentlich eine Pause machen beziehungsweise den Handballsport ganz an den Nagel hängen wollten, die dann in personeller Notlage ihre alte Truppe aber nicht hängen ließen. Eine wirklich großartige sportliche Einstellung.

Da auch für das zweite Spiel am Sonnabend um 19 Uhr bei der Kaltenkirchener Turnerschaft mit Sicherheit die beiden Juds-Schwestern noch nicht wieder zur Verfügung stehen und auch ein Einsatz von Melanie Bernecker noch nicht sicher ist, hofft man beim VfL darauf, daß Steffi und Anja erneut aushelfen.

Gerade beim Erzrivalen vergangener Jahre, mit dem man so manchen harten und spannenden Kampf in Oberliga- und Regionalliga-Zeiten ausgefochten hat, würde man zu gerne so stark wie möglich antreten, denn ein Sieg dort würde das Selbstbewußtsein der Mannschaft ganz bestimmt enorm stärken und ließe auf einen positiven Saisonverlauf hoffen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.9.1988

12:16-Niederlage in Kaltenkirchen

Tempogegenstöße wurden den Oldesloerinnen zum Verhängnis

(mth) Nach dem deutlichen Erfolg zum Saisonauftakt gegen Holstein Kiel II war die Oberliga-Mannschaft des VfL Oldesloe eigentlich ganz zuversichtlich zum Auswärtsspiel beim Erzrivalen TS Kaltenkirchen gereist,

Gewiß: Mit den Juds-Schwestern und Melanie Bernecker fehlten wichtige Spielerinnen und auch Anja Müller konnte diesmal nicht aushelfen, aber ähnliche Handicaps hatte man zum Saisonstart ja auch bewältigt und die Kaltenkirchenerinnen, so ließ sich ihre Niederlage in Altenholz deuten, schienen noch nicht in Bestform zu sein.

 

Andrea Hasenberg

Aber es sollte für die Truppe von Trainer Jörg Fischer anders kommen. In der ganzen Partie, die über 60 Minuten hektisch verlief, ging der VfL nur ein einziges Mal in Führung. Das war in der 11. Minute, als die Oldesloerinnen mit drei Treffern in Folge die Anfangsführung der Kaltenkirchenerinnen wettmachte. Die Gastgeberinnen konterten aber schnell und führten schon zur 19. Minute wieder mit 6:3. Diesen Abstand konnte der VfL nie wieder verringern. Über einen 9:6-Pausenstand zogen die Kaltenkirchenerinnen auf 11:6 (34. Minute) davon und immer, wenn man beim VfL glaubte, man könne das Blatt noch einmal wenden (beispielsweise als man in der 53. Minute auf 10:13 herankam), schlichen sich wieder hanebüchene Fehler ein.

Viele von denen verhalfen der KTS zu Tempogegenstößen, die dem VfL letztendlich das Genick brachen. Nicht weniger als zehn der 16 Gegentore am Ende – die Partie endete 16:12 – resultierten aus Tempogegenstößen, von denen Beate Molzahl allein sieben verwertete.

Für den VfL waren Dörte Knickrehm (4/3), Stefanie Bernecker (3/2), Martina Gliewe (3) und Andrea Hasenberg (2) erfolgreich. Außerdem kamen noch Nicole Röhrs (völlig außer Form), Beate Lienau und Annabel Hartmann zum Einsatz.

 

Martina Gliewe

Im Tor spielte Jeanine Hildebrand 60 Minuten lang durch. Sie war noch beste VfLerin, aber ihr Gegenüber Orthmann stand ihr nicht nach. Beide zusammen waren mitverantwortlich für miserable Wurfausbeuten hüben wie drüben.

Ein Kuriosum am Rande. Daß Schiedsrichter zu einem Spiel nicht erscheinen, hat man ja schon (leider) oft erlebt. In Kaltenkirchen aber waren vor Spielbeginn gleich zwei Gespanne in der Halle, die pfeifen wollten. Man entschied sich nach dem Motto „wer zuerst kommt, malt zuerst“. Eine Entscheidung, mit der man sich beim VfL im Nachhinein nicht mehr anfreunden konnte, denn das Gespann erwies sich als „Heimschiedsrichterpaar“.

Das aber mag zwar das Ausmaß der Niederlage beeinflußt haben, hatte aber ursächlich mit ihr nichts zu tun.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.9.1988

 

12.9.1988 - Sieg durch starke Deckung
Kaltenkirchener TS - VfL Oldesloe 16:12

Nach einer 2:0 Führung gingen die routinierten Gäste mit 3:2 in Führung (11. Minute)., aber Kaltenkirchen fing sich schnell und lag nach dem 6:3 bis zur Halbzeit immer mit 2 oder 3 Toren in Front.

Kurzfristig gelang dem Gastgeber nach dem Wechsel sogar eine 5-Tore Führung (11:6 - 36. Minute). Oldesloe versuchte alles, um das Spiel noch herumzureißen, doch machte sich bemerkbar, dass nur eine Auswechselspielerin zur Verfügung stand. Obwohl es um einiges ging, blieb das Spiel über die gesamte Spielzeit fair.

VfL-Trainer Peter Fischer (heisst denn der Betreuer jetzt Jörg Stäcker) erkannte den Sieg neidlos an, ihm stand leider nur eine Rumpfsieben zur Verfügung.

Sport Aktuell

(mth) … Für den VfL Oldesloe war für das Wochenende ursprünglich das Heimspiel gegen den TSV Neustadt angesetzt. Da aber Melanie Bernecker am Wochenende mit der Deutschen Jugend-Nationalmannschaft unterwegs ist, ist die Partie auf einen späteren, jetzt noch nicht bekannten Termin verschoben worden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.9.1988

VfL-Damen sind doch im Einsatz

(mth) In unserem gestrigen Bericht über die Handballer des VfL Oldesloe sind wir leider einem Irrtum aufgesessen. Auch die Oberliga-Mannschaft der Damen des VfL ist am Wochenende im Einsatz. Sie tritt am Sonntag um 16.30 Uhr bei FT Neumünster an. Erstmals in dieser Saison wird dann auch Jugendnationalspielerin Melanie Bernecker in der Truppe von Trainer Jörg Fischer mitwirken, was die Erfolgsaussichten gewiß steigert. Mit dabei sind auch Heinke und Beate Juds, so daß der VfL erstmals seit langer, langer Zeit mit einer fast kompletten Mannschaft (mindestens elf Spielerinnen/zwölf sind pro Spiel erlaubt) in ein Spiel gehen kann. Wir bitten unseren gestrigen Fehler zu entschuldigen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.9.1988

Glatter Sieg für VfL

(mth) … Der VfL Oldesloe gewann bei FT Neumünster sicher mit 19:14 (7:7) und hat mit 4:2 Punkten nun Anschluß an die Verfolgergruppe des souveränen Spitzenreiters SV Oldenburg (8:0 Punkte).

FT Neumünster – VfL Oldesloe 14:19 (7:7)

VfL-Trainer Jörg Fischer konnte erstmals seit langer Zeit auf eine üppig besetzte Bank bauen. Gleich elf Spielerinnen standen ihm zur Verfügung. Trotzdem kam die Mannschaft nur schwer aus den Startlöchern. In der hektischen Partie lag man anfangs sogar zurück (1:3 und 2:4), ehe man bis zur Pause wenigstens ausgleichen konnte.

Im zweiten Durchgang sorgten die Oldesloerinnen dann aber schnell für klare Verhältnisse. Bis zur 41. Minute führten sie mit 14:11 und diesen Abstand wahrten sie bis zur 57. Minute, ehe sie dann trotz Unterzahl sogar noch weiter davonzogen. Beste VfL-Spielerinnen waren Torhüterin Jeanine Hildebrand (hielt unter anderem auch einen Siebenmeter) und Dörte Knickrehm, die mit sieben Treffern auch erfolgreichste Werferin ihres Teams war. Die weiteren Tore teilten sich Melanie Bernecker (4), die sich leider erneut leicht verletzte, Martina Gliewe (3), Heinke Juds, Nicole Röhrs (je 2) und Andrea Hasenberg. Außerdem gehörten noch Beate Juds, Annabel Hartmann, Stefanie Bernecker und Doris Ohlhöft zum siegreichen VfL-Team.

26.9.1988 - FT brach wieder ein - Oldesloe war insgesamt cleverer
FT Neumünster - VfL Oldesloe 14:19

Ausgeglichen verlief die erste Hälfte, zwar ging die FT mit 4:2 in Führung, doch nach inzwischen schon normalen Einbruch drehte Oldesloe den Spieß um um und lag mit 6:5 in Front. Bis zur Pause wechselte die Führung ständig, das Halbzeitresultat ging in Ordnung.

Nach dem 8:8 in der 36. Minute wiederholten die Neumünsteranerinnen den erwähnten, aber unerklärlichen Einbruch, der VfL setzte sich innerhalb von 10 Minuten auf 11:14 und 13:16 (50.Minute) ab. Neumünster stellte um auf offene Deckung, zwar konnte einige Male der Ball ergattert werden, doch dann entstanden kuriose Ballverluste, Fangfehler und eklatante Ballverluste. Vor allem Dörte Knickrehm konnte sich von Außen durchsetzen.

Doch eine Schwalbe (Name der FT-Torhüterin), sie hielt in der Schlußphase hervorragend, macht allein keinen Sommer und vorn darf man einfach nicht so viel Mist machen, so FT Trainer Meier.
Sport Aktuell

 

VfL-Damen wollen zur Spitzengruppe aufschließen

(mth) In der schleswig-holsteinischen Oberliga der Handballdamen hat der VfL Oldesloe am Sonnabend um 16.45 Uhr Aufsteiger DJK Kiel zu Gast in der Stormarnhalle. Die Oldesloerinnen, die zuletzt bei FT Neumünster ja einen glatten Sieg herausholten, hoffen mit einem Sieg in die Spitzengruppe der Klasse vorstoßen zu können.

 

Jeanine Hildebrandt

VfL-Trainer Jörg Fischer muß in diesem Spiel zwar auf seine Stammtorhüterin Jeanine Hildebrand verzichten, die in dieser Saison bislang eine wichtige Leistungsträgerin seiner Mannschaft war, aber auch auf die zweite Keeperin, Doris Ohlhöft, ist in der Vergangenheit ja immer Verlaß gewesen, wenn sie gefordert wurde.

Bei den Feldspielerinnen kann Fischer inzwischen ja – für ihn eine neue und ungewohnte Situation – fast „aus dem Vollen“ schöpfen. Der Mannschaft wird daß Vorhandensein einer gut besetzten Bank sicherlich zugute kommen, ist die Truppe doch nun nicht mehr so leicht auszurechnen. DJK Kiel darf vom VfL zwar gewiß nicht unterschätzt werden, müßte aber, wenn alles normal läuft, doch zu schlagen sein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.9.1988

 

Vor dem Stormarner Kreisderby: Riesenjubel in Großensee, aber Ernüchterung beim VfL Oldesloe

(mth) Sieg und Niederlage an einem Wochenende als Ausbeute für die beiden Stormarner Mannschaften in der schleswig-holsteinischen Oberliga der Handballdamen, das ist in dieser Saison nicht die Ausnahme, sondern die Regel gewesen. Die bestätigte sich auch am Wochenende wieder. Nur wurden diesmal die Vorzeichen vertauscht.

Die SG Großensee/Möhnsen, zuvor noch ohne Punktgewinn, gewann bei der vorher noch ungeschlagenen Vertretung von Blau-Weiß Wittorf mit 17:16. Das war zweifellos die Überraschung des Spieltages. Unerwartet aber kam auch die deutliche 18:23-Niederlage des VfL Oldesloe gegen Aufsteiger DJK Kiel. Für das erste Kreisderby am kommenden Sonnabend in Trittau ist also Zündstoff gegeben und Spannung angesagt.

VfL Oldesloe – DJK Kiel 18:23 (8:10)

Der VfL fand in dieser Partie nur ganz sporadisch zur Normalform. Überzeugen konnte die Truppe dabei nur sechs Minuten lang (zwischen der 19. und 25. Minute), als sie aus einem 2:7-Rückstand ein 7:7 machte. Aber die Hoffnungen der knapp 100 Zuschauer, beim VfL sei damit nach katastrophal schwachem Beginn der Knoten geplatzt, trog.

 

Martina Gliewe

Die Mannschaft fiel bald wieder in den alten Trott zurück und mußte sich einem cleveren Gegner verdient geschlagen geben. Chancen, das Blatt noch einmal zu wenden, hatte die Truppe von Trainer Jörg Fischer nur bis zur 46. Minute bei einem Zwischenstand von 13:15. Dann zogen die Kielerinnen unaufhaltsam davon. Der Abstand betrug danach durchweg drei Treffer oder mehr und der VfL in der Form vom Sonnabend war nie in der Lage, solche Rückstände zu überbrücken.

Eine der Ursachen für den herben Rückschlag lag sicher in der Torhüterbesetzung. Doris Ohlhöft, in der letzten Saison stets auf Draht, wenn sie Jeanine Hildebrand ersetzen mußte, fand nie Bande zum Spiel. Kein Wunder, denn ihr fehlt es nicht nur an Spielpraxis, sie kann zur Zeit auch noch nicht einmal regelmäßig trainieren (aus beruflichen Gründen) und ohne Training kann man in der Oberliga natürlich nicht bestehen.

 

Melanie Bernecker und Andrea Hasenberg

Allerdings ist ihr die Niederlage gewiß nicht allein anzulasten. Auch andere VfLerinnen, wie beispielsweise Dörte Knickrehm, waren völlig von der Rolle.

Die 18 Treffer für den VfL teilten sich Melanie Bernecker (6/2), Martina Gliewe, Nicole Röhrs (je 3), Andrea Hasenberg, Heinke Juds (je 2), Stefanie Bernecker und Dörte Knickrehm. Beate Juds und Annabel Hartmann wurden nicht eingesetzt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.10.1988

 

3.10.1988 - Beate Schmidt erschoß den VfL
VfL Oldesloe - DJK Kiel 18:23

Kalt erwischt wurde der VfL Oldesloe, die Kielerinnen hatten nach einer Minute bereits zweimal getroffen. Die junge Doris Ohlhöft, die die verhinderte Jeanine Hildebrandt vertreten mußte, machte dabei keine gute Figur, ihr fehlt einfach die Spielpraxis.

Nachdem die DJK Mitte der ersten Hälfte bereits mit fünf Toren führte, ging ein Ruck durch die Oldesloer Reihen. Innerhalb von 8 Minuten glich der VfL aus (7:7), die DJK machte aber zwei Tore hintereinander.

Nach dem Wechsel setzten sie sich dann aber entscheidend ab, das 13:17 in der 53. Minute bedeutete die Entscheidung. In dieser Phase agierte der Oldesloer Angriff zu drucklos, außerdem hielt Ilka Nolde im DJK-Tor hervorragend. Die Kielerinnen nutzen die Abwehrschwäche der Oldesloerinnen skrupellos aus, besonders Beate Schmidt war mit ihren acht Toren nicht zu halten.

Der Sieg der DJK geht aufgrund der größeren Cleverness voll in Ordnung. Beim Gastgeber hofft man, daß vor allem die Abwehrleistung verbessert werden kann, denn ein Team muß auch einmal mit schlechten Angriffsleistungen wie z.B. der von Dörte Knickrehm gewinnen können.
Sport Aktuell

 

24 Stunden vor dem Handball-Lokalderby

Um Punkte und Prestige

(kx) „Ein Lokalderby hat seine eigenen Gesetze. Die Chancen stehen 50:50“ (Ingo Naths, Trainer der Handballdamen der SG Großensee/Möhnsen).

„Wir wollen die Punkte, um den Anschluß an die Spitze zu halten. Eine besondere Rivalität von unserer Seite besteht nicht“ (Peter Stäcker, Betreuer der Handballdamen vom VfL Oldesloe).

Die Nerven sind angespannt. Vor dem Oberliga-Duell zwischen der SG Großensee/Möhnsen und dem VfL Oldesloe (Sonnabend 16.30 Uhr in Trittau) versuchen beide Seiten, die Brisanz aus dem Aufeinandertreffen der besten Stormarner Handball-Teams zu nehmen. So recht gelingt das jedoch niemandem. Zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen.

Auf der einen Seite der Emporkömmling aus Großensee: Vor einigen Jahren noch in der Kreisliga, jetzt zum ersten Mal in der Oberliga. Auf der anderen Seite der VfL Oldesloe: Jahrelang die unangefochtene „Nummer Eins“ in Stormarn, sogar mit einem kurzzeitigen Ausflug in die Regionalliga. Und jetzt gibt es plötzlich Konkurrenz „von nebenan“.

Eine sehr selbstbewußte Konkurrenz. „Wir haben und vom Schreck der ersten Niederlagen erholt“, sagt SG-Trainer Ingo Nahts. Nach dem ersten Sieg beim vorher ungeschlagenen Blau-Weiß Wittorf wollen die Großenseerinnen zwei weitere Punkte. „In erster Linie geht es um den Anschluß an das Mittelfeld, dann erst um die Vorherrschaft im Kreis“, sagt Nahts. Zudem wollen die Gastgeber die 18:19-Niederlage des letzten Pokalspiels ausgleichen. Bis auf Karen Willers (Urlaub) sind alle Mädchen dabei.

Eine Urlauberin muß auch der VfL Oldesloe ersetzen. Martina Gliewe fehlt, dafür kehrt Jeanine Hildebrand ins VfL-Tor zurück. Mit einer konzentrierten Abwehrleistung hofft Betreuer Stäcker, die Großenseer zu schlagen: „Wir fahren hin, um zu gewinnen.“ In 24 Stunden wird sich zeigen, wessen Tip besser war.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.10.1988

 

Die Handballdamen des VfL Oldesloe bleiben die Nummer eins in Stormarn

Stefanie Bernecker: Erst im Pech, dann gefeiert

(kx) Der Jubel war er verhalten. Gerade hatten die Handballspielerinnen vom VfL Oldesloe die Vormachtstellung in Stormarn mit dem 13:11 (5:3) bei der SG Großensee/Möhnsen behauptet, doch überschäumende Freude über den Sieg im Nachbarschaftsderby mochte nicht aufkommen.

Wahrscheinlich wußten auch die Mädchen, daß die vorherigen 60 Minuten nicht gerade eine „Handball-Lehrstunde“ waren.

Genau vier Tore warfen beide Mannschaften in den ersten 28 Minuten – insgesamt. Die Großenseerinnen ließen sogar mehr als eine Viertelstunde verstreichen, ehe Andrea Ketzel den ersten Treffer zum 1:3 erzielte. Zwar wehrte Jeanine Hildebrand, die wieder im Oldesloer Tor stand, mehrere Stille reaktionsschnell ab, doch die meisten Großenseer Wurfversuche blieben entweder in der Abwehr hängen oder verfehlten ihr Ziel um einige Meter.

„Spielt doch mal einen Angriff aus“, versuchte SGM-Trainer Ingo Naths seine Mädchen zu mehr Ruhe anzuhalten, Sein Wunsch verhallte jedoch ungehört. Fehlpässe und überhastete Würfe bestimmten weiterhin das Spielgeschehen. Vielleicht hatten die Oldesloerinnen ja Mitleid, jedenfalls paßten sie sich der Spielweise der Gastgeber an und versäumten so, die Begegnung schon in der ersten Hälfte mit einem deutlichen Vorsprung zu entscheiden. Zudem mußten die VfL-Mädchen bereits nach 60 Sekunden einen Schock verkraften. Stefanie Bernecker hatte sich bei einem Abwehrversuch den kleinen Finger der rechten Wurfhand ausgekugelt, der sofort furchterregend anschwoll.

Zur Pause ging Großensees Torhüterin Martina Havemann mit einem ungläubigen Blick auf die Anzeigetafel in die Kabine. „Drei zu fünf, das ist doch lächerlich“, meinte sie zu ihren Mitspielerinnen. Peter Stäcker, Betreuer der Oldesloer Damen Damen, nahm die magere Torausbeute mit Humor. „Vier Tore in zwei Minuten, das ist doch nicht schlecht“, faßte Stäcker die letzten 120 Sekunden der ersten Hälfte zusammen, als beide Teams ihre Nervosität kurzzeitig ablegten.

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischte die Spielgemeinschaft. Tor um Tor holte die SGM auf. „In der Schlußphase sind unsere Spiele gegen Großensee immer komisch“, kommentierte VfL-Torsteherin Jeanine Hildebrand die Aufholjagd. Und als Margitta Koops mit einem überlöegten Heber den 8:8-Ausgleich erzielte, wachten auch die etwa 200 Zuschauer in der Trittauer Halle auf und feuerten die Großenseerinnen lautstark an. Dafür, daß die SGM-Anhänger bald wieder verstummten, sorgte ausgerechnet der „Pechvogel“ der Begegnung: Oldesloes Steffi Bernecker. „Ich will wieder spielen“, sagte sie beim 8:8 zu ihrem Trainer Jörg Fischer und biß die Zähne zusammen.

Eine Einwechslung, die sich in wenigen Minuten bezahlt machte. Mit einem Verband um den lädierten Finger leitete Stefanie den Zwischenspurt ihres Teams ein, der zum Sieg reichte. Auf 11:8 zog der VfL davon, die Partie war praktisch entschieden.

Die Torschützen – SG Großensee/Möhnsen: Andrea Ketzel (4), Margitta Koops (2), Katharina Schönberger (2), Sabine Schäfer, Catrin Ketzel und Heidi Göbel; VfL Oldesloe: Melanie Bernecker (5), Dörte Knickrehm (4), Heinke Juds (2), Nicole Röhrs und Andrea Hasenberg.

Aus der Sicht der Trainer

  • Jörg Fischer (VfL Oldesloe): „Wir haben schlecht gespielt, Großensee noch schlechter, und deshalb haben wir gewonnen. Der Ausfall von Stefanie Bernecker in der ersten Minute hat die Mannschaft doch geschockt. Dadurch war das Spiel sehr zerfahren. Es hat einige Zeit gedauert, bis die Mädchen diesen Schock verdaut hatten. Zudem war Andrea Hasenberg durch eine Fußverletzung gehandicapt, ein starker Schnupfen machte ihr zu schaffen. Dafür findet sich Neuzugang HeinkeJuds mit jedem Spiel besser zurecht.“
  • Ingo Naths (SG Goßensee/Möhnsen): „Die Partie hatte zu keiner Phase Oberliga-Niveau. Wir haben unsere Tugenden, das schnelle Tempospiel und Zweikampfstärke, überhaupt nicht entfaltet. Warum, weiß ich leider nicht. Das einzig Positive war die gute Arbeit der Deckungsreihen und die Leistung beider Torhüterinnen. Wir haben eine Riesenchance vergehen, denn noch einmal treffen wir die Oldesloer bestimmt nicht in so schlechter Verfassung an.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.10.1988

 

10.10.1988 - Stormarnderby an Oldesloe
Die SG enttäuschte in einem schwachen Spiel
SG Großensee/Möhnsen - VfL Oldesloe 11:13

Starke Abwehrreihen und die Torhüterinnen dominierten während der gesamten Spielzeit, die Angriffsleistungen erreichten dagegen bei beiden Teams kein Oberligaformat.

Die erste Viertelstunde ging klar an den Gast aus Oldesloe, erst in der 16. Minute erzielte die SG ihr erstes Tor durch einen 7m. Doch dann war der VfL wieder stärker, das 3:5 zur Pause war korrekt.

Mitte der zweiten Halbzeit hatte die SG ihre stärkste Phase. In der 47. Minute gelang sogar der Ausgleich (8:8). Doch anstatt konzentriert weiterzuspielen,wurde die Nahts-Truppe nervös, bekam Angst vor der eigenen Courage und ließ den VfL auf 8:12 davonziehen. Damit war das Spiel entschieden, in der restlichen Zeit ließen die cleveren Oldesloerinnen nichts mehr anbrennen und brachten den insgesamt verdienten Sieg sicher über die Runden.
Sport Aktuell

10.10.1988 - Handball-Infos
Reinbek spielt gegen Oldesloe

Nur fünf Tage nach dem "großen" Stormarnderby in der Oberliga der Frauen kommt es am Donnerstag, den 13. Oktober 1988 in Reinbek zum "kleinen" Stormarnderby. Dort erwartet der einheimische TSV Reinbek (Bezirksliga) die Damen des VfL oldesloe zu einem freundschaftlichen Vergleich.

Zuletzt trafen beide Mannschaften im Mai 1988 in Bad Segeberg bei einem Turnier des SC Rönnau 74 aufeinander, wo der VfL dem TSV keine Chance ließ. Aber die meisten VfL-Spielerinnen sind dem jetzigen TSV-Coach Claus Schilk noch aus seiner Zeit bestens bekannt.

Aber auch für ihn, wie für seinen Trainer-Kollegen Jörg Fischer, dürfte der Spielausgang zweitrangig sein. Für Jörg Fischer ist dieser freundschaftliche Vergleich eine willkommende Gelegenheit, seine Neuzugänge besser in das VfL - Mannschaftsgefüge einzubauen.
Sport Aktuell

 

Schlüsselspiele für VfL und Großensee

(mth) Beide Stormarner Mannschaften in der schleswig-holsteinischen Oberliga der Handballdamen haben an diesem Wochenende Heimrecht. Die SG Großensee/Möhnsen erwartet am Sonnabend um 16.30 Uhr in der Sporthalle in Trittau FT Neumünster und der VfL Oldesloe hat eine Viertelstunde später den TSV Altenholz in der Stormarnhalle zu Gast.

Nach den ja nun alles andere als berauschenden Leistungen im Kreisderby am letzten Sonnabend – diese Einschätzung gilt für den Verlierer (Großensee/Möhnsen) in gleichem Maß wie für den Gewinner (Oldesloe) – gehen beide Mannschaften aus unserem Kreis nicht gerade als Favoriten in Spiel. Nur mit gewaltigen Leistungssteigerungen werden Punktgewinne oder gar Siege möglich sein.

Der VfL liegt in der Tabelle zwar einen Rang vor dem Regionalliga-Absteiger aus dem Kieler Vorort, aber gerade gegen diesen Gegner haben sich die Storrnarner Kreisstädterinnen stets schwer getan. In gemeinsamen Oberliga-Zeiten ebenso wie in der Regionalliga.

Dabei wäre ein Sieg gerade in der augenblicklichen Situation wichtig für den VfL, der damit sich endgültig in der Verfolgergruppe von Spitzenreiter SV Oldenburg festsetzten würde. Aber dorthin wollen auch die Altenholzerinnen (zur Zeit 6:6 Punkte) noch kommen, was für sie bei einer Niederlage auf Sicht unerreichbar würde. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.10.1988

 

Die „Wespen“ aus Altenholz zeigten ihre Stachel

(kx) Sie sahen aus wie Wespen, die Handballspielerinnen vom TSV Altenholz. In gelb-schwarz gestreiften Trikots und gleichfarbigen Hosen liefen die Altenholzerinnen zum Duell bei den Damen vom VfL Oldesloe auf. Und die „Wespen“ stachen in der Stormarnhalle zu, sie entführten mit einem nie gefährdeten 17:13 (10:6) beide Punkte aus der Stormarner Kreisstadt.

 

Martina Gliewe

„In Heimspielen haben wir oft drei Gegner“, machte VfL-Trainer Jörg Fischer seinem Ärger nach der Partie Luft. „Als erstes die gegnerische Mannschaft, als zweites unsere Zuschauer. Und als drittes manchmal noch die Schiedsrichter, die durch die Zwischenrufe der Zuschauer gegen uns eingestellt werden“, ergänzte der sichtlich enttäuschte Coach. Tatsächlich müssen die Oldesloer Damen die eisige Stimmung in der eigenen Halle mehr fürchten als ihre Kontrahenten. „Ich habe das Gefühl, die meisten Zuschauer kommen nur, um uns verlieren zu sehen“, versuchte Fischer, eine Erklärung für die fehlende Unterstützung von der Tribüne zu finden.

Einen weiteren, beinahe schon obligatorischen Rückschlag mußten die Oldesloerinnen vor der Begegnung hinnehmen. Gleich drei Spielerinnen fielen kurzfristig aus. Am schlimmsten hatte es Annabel Hartmann erwischt. Die Bahnengolfspielerin war mit ihrem Team auf der Reise nach Frankfurt, als der Wagen auf der Autobahn bei Soltau von der Fahrbahn abkam und sich überschlug. Annabel hatte einen Schutzengel, sie kam bei dem schweren Unfall mit einem Schleudertrauma davon.

 

Heinke Juds

Im Rückraum fehlte Stefanie Bernecker an allen Ecken und Kanten. Ihre Fingerverstauchung aus dem Großensee-Spiel hatte sie zwar überwunden, aber in einem Trainingsspiel gegen die TSV Reinbek knickte sie nach einem Sprungwurf mit dem Fuß um und zog sich eine Bänderdehnung zu. Zudem war Beate Juds nicht dabei: Sie hütete mit einer Mandelentzündung das Bett. Damit Ersatztorhüterin Doris Ohlhöft nicht so einsam auf der Bank sitzen mußte, gesellte sich eine „alte Bekannte“ zu ihr. Anja Müller stand nach einem Anruf von Fischer als einzige Auswechselspielerin bereit.

Auf konditionelle Mängel ist die Niederlage jedoch nicht zurückzuführen. Vielmehr waren es viele kleine Fehler, die immer wieder zu unnötigen Ballverlusten führten. Ungenaue Pässe über wenige Meter landeten beim Gegner oder im Seitenaus, zudem wiesen die Oldesloerinnen in der ersten Hälfte Lücken in der Abwehr auf.

 

Melanie Bernecker

Ein Beweis für das angeschlagene Nervenkostüm der VfL-Damen waren die Strafwürfe. Gleich drei Siebenmeter wurden nicht verwandelt. „Unverständlich, das ist eigentlich eine Stärke von uns“, war Trainer Fischer ratlos. … Die 13 Treffer gegen Altenholz teilten sich Melanie Bernecker (4), Martina Gliewe (4), Dörte Knickrehm (3), Nicole Röhrs und Andrea Hasenberg.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.10.1988

 

17.10.1988 - Ohne Drei = ohne Chance
VfL Oldesloe - TSV Altenholz 13:17

Gleich drei Spielerinnen konnte VfL-Trainer Jörg Fischer im Spiel gegen Altenholz nicht einsetzen: Stephanie Bernecker hatte in einem Freundschaftsspiel eine Bänderdehnung und Annabell Hartmann bei einem Verkehrsunfall ein Schleudertrauma erlitten. Zu guter Letzt war auch noch Beate Juds wegen einer Mandelentzündung nicht mit von der Partie.

 

Heinke Juds

Besonders die dadurch entstandenen Schwächen in der Abwehr nutzte der Gast immer wieder aus. Der VfL hatte nur zwei einigermaßen gute Phasen: Nach der 1:0 Führung hielt man bis zur 7. Minute das Spiel noch offen, in der zweiten Hälfte gelangen kurz nacheinander drei Tore zum 12:15.
Sport Aktuell

 

Schwere Brocken für Oldesloe und Großensee

(kx) Schwere Brocken warten auf die beiden Stormarner Teams in der Handball-Oberliga der Frauen. Während die Oldesloerinnen den Tabellendritten Blau-Weiß Wittorf empfangen, müssen die Großeneerinnen zum Zweiten DJK Kiel reisen. Sind damit zwei weitere Niederlagen der Stormarner Mannschaften programmiert?

Ohne Training geht der VfL Oldesloe am Sonnabend in die Begegnung mit BW Wittorf (Beginn: 16.45 Uhr, Stormarnhalle). Da die Sporthallen der Kreisstadt während der Herbstferien geschlossen sind, mußten die Handballspielerinnen auf die gewohnten Übungsstunden verzichten. Trainer Jörg Fischer gewann dieser Tatsache angesichts der Personallot im VfL-Lager noch eine positive Seite ab. „Da kann sich wenigstens niemand verletzen“, meinte er.

Gegen Wittorf hofft Fischer, wieder auf Stefanie Bernecker zurückgreifen zu können. Nach ihrer Zwangspause wegen einer Bänderdehnung im Fuß soll sie für neue Ideen im Oldesloer Spiel und für Tore aus dem Rückraum sorgen. Gewarnt sind die Gastgeberinnen auf jeden Fall durch den 13:10-Sieg der Wittorferinnen über Tabellenführer Oldenburg am letzten Wochenende. Zudem ist Wittorf der Unentschieden-Spezialist der Oberliga: In sieben Spielen erreichte die Mannschaft drei Unentschieden. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.10.1988

 

Oldesloer Damen erkämpften 18:15

Dörte Knickrehms Nasenstüber war schon bald vergessen

(kx) Frisch geduscht erklomm Dörte Knickrehm, Handballspielerin im VfL Oldesloe, die Treppen im Vorraum der heimischen Stormarnhalle. „Zeig mal deine Nase“, forderte VfL-Trainer Jörg Fischer seine Spielerin auf. Nach kurzer Untersuchung stellte Fischer beruhigt fest: „Alles wieder in Ordnung, vom Kratzer ist nichts mehr zu sehen.“

 

Andrea Hasenberg

Der Nasenstüber, den Dörte in einem Zweikampf von ihrer Gegenspielerin einstecken mußte, war schnell vergessen, der 18:15 (9:4)-Erfolg der Oldesloerinnen über den Tabellendritten Blau-Weiß Wittorf jedoch nicht.

Wie entfesselt spielten die Gastgeberinnen in der ersten Hälfte auf. Die Abwehr wies kaum Lücken auf, im Angriff wurde konzentriert geworfen. Zudem schien Torfrau Jeanine Hildebrand unüberwindbar, erst nach 16 Minuten ließ sie den ersten Treffer der Wittorferinnen zu. So zogen die VfL-Damen bis auf 9:2 davon. Einziger Schönheitsfehler der ersten Hälfte: In der letzten Minute gelangen den Gästen zwei Treffer zum 4:9-Halbzeitstand.

 

Melanie Bernewcker

Wie umgewandelt kamen die Oldesloerinnen aus der Kabine. Tor um Tor schmolz die sichere Führung dahin, plötzlich hieß es nur noch 9:8. Und als Dörte Knickrehm nach einem Zweikampf mit einer kleinen Platzwunde über der Nase am Boden liegen blieb, waren ihre Mitspielerinnen noch einmal geschockt. Doch ein kleines Pflaster wirkte Wunder, nach drei Minuten war Dörte wieder auf dem Feld.

 

Nicole Röhrs

Trotzdem nutzten die Mädchen aus dem Neumünsteraner Stadtteil die Verwirrung und gingen durch zwei verwandelte Siebenmeter erstmals mit 12:11 in Führung. Jetzt besannen sich die Oldesloerinnen auf ihren Kampfgeist. Mit der lautstarken Unterstützung des jugendlichen Publikums im Rücken glich Martina Gliewe aus, Melanie Bernecker gelang die 13:12-Führung. Sie war es auch, die mit zwei genauen Rückraumwürfen für die Entscheidung sorgte. Den Schlußpunkt setzte schließlich Dörte Knickehm, die sich mit dem Treffer zum 18:15 für erlittene Schmerzen revanchierte.

 

Stefanie Bernecker

„Eine Halbzeit Handball aus dem Lehrbuch, eine Halbzeit viel Kampf“, so faßte Trainer Fischer die Partie zusammen. Dagegen hatte Dörte Knickrehm bereits andere Sorgen. „Wie hat eigentlich Bayern München gespielt?“ fragte sie in die Runde.

Die Tore gegen Wittorf warfen Melanie Bernecker (7), Andrea Hasenberg (3), Dörte Knickrehm, Heinke Juds, Nicole Röhrs und Martina Gliewe (alle 2). Am kommenden Donnerstag vollen die VfL-Damen ihren Höhenflug im Nachholspiel gegen den TSV Neustadt fortsetzen (Beginn: 20.15 Uhr in der Heinrich-Vogler-Halle).

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.10.1988

 

24.10.1988 - Sieben Tore von Melanie
Oldesloes Leistung mit Höhen und Tiefen
VfL Oldesloe - BW Wittorf 18:15

"Die ersten zwanzig Minuten waren das Beste, was Oldesloe in dieser Saison gezeigt hat", waren die ersten Worte von Betreuer Peter Stäcker. Doch dann erhielt Wittorfs Karin Reitz eine Zeitstrafe. Dadurch wurden die Blau-Weißen motiviert, das zwischenzeitliche 9:2 (25. Minute) wurde bis zur Pause noch verbessert. Nach 36 Minuten stand es nur noch 9:8, dreizehn Minuten später lag Wittorf sogar mit 12:11 in Front. Großen Anteil hatte dabei die nun sehr offensive BW-Abwehr, auch die eingesprungene Dräger im Tor war kaum noch zu bezwingen.

 

Melanie Bernecker

Doch als dann Christa Radtke nach drei Zwei-Minutenstrafen ausscheiden mußte und in der Deckung fehlte, kam der große Auftritt von Melanie Bernecker, die mit ihren Toren ihr Team entscheidend in Führung brachte (15:13, 57. Minute).

Laut Peter Stäcker zeigte Oldesloe in der Anfangsphase endlich die Leistung, zu der die Truppe fähig ist. Hinten wurde aggressiv gearbeitet, vorn wurden die Chancen schön herausgespielt und auch konsequent genutzt.
Sport Aktuell

 

21:15-Triumph der Oldesloer Handballdamen über den TSV Neustadt
„Denen haben wir das Hemd ausgezogen“

(kx) Völlig außer Atem kam Jeanine Hildebrand, Handballtorhüterin beim VfL Oldesloe, aus der Halbzeitpause. Während sich ihre Mitspielerinnen in der Kabine erholten, spielte Jeanine mit ihrer Stellvertreterin Doris Ohlhöft Fußball. „Jetzt bin ich richtig warm“, meinte die Torsteherin nach Abschluß des kleinen Spielchens. So ließ Jeanine Hildebrand beim 21:15 (10:9)-Triumph über den TSV Neustadt in der zweiten Halbzeit lediglich sechs Gegentreffer zu.

 

Martina Gliewe

„Denen haben wir heute das Hemd ausgezogen“, freute sich VfL-Trainer Jörg Fischer nach Spielschluß über den deutlichen Sieg gegen den amtierenden Landesmeister aus Neustadt. „Bis auf einige Schwächen in der Anfangsphase stimmte heute einfach alles“, lobte Fischer den Galaauftritt seiner Mannschaft.

Bis auf die ersten zehn Minuten, als die Neustädterinnen sogar mit zwei Treffern in Führung gingen, hatten die Gäste dem konzentrierten Spiel der Oldesloerinnen nichts entgegenzusetzen. Nach dem 6:6-Ausgleich von Melanie Bernecker übernahmen die VfL-Damen das Kommando, bis zur Halbzeit führten sie mit 10:9. Was nach dem Seitenwechsel folgte, war eine Handball-Lektion für den TSV Neustadt.

Dörte Knickrehm

Mit einer offensiven Deckung ließen die Stormarnerinnen ihren Gästen keine Freiräume zur Entfaltung. Im Angriff warteten die Mädchen mit dem Wurf so lange, bis sich eine Lücke auftat. Und sogar Tempogegenstöße, sonst nicht unbedingt die Stärke der VfL-Damen, wurden erfolgreich und sicher abgeschlossen. Den krönenden Abschluß der gelungenen Vorstellung setzte Dörte Knickrehm, mit acht Treffern auch erfolgreichste Werferin. Drei Sekunden vor dem Abpfiff täuschte sie erst ihre Gegenspielerin, um danach überlegt zum 21:15-Endstand einzuwerfen.

 

Martina Gliewe

„Das haben wir beide doch gut gemacht“, meinte dann auch Ersatztorhüterin Doris Ohlhöft lachend zur verletzten Stefanie Bernecker, die neben ihr auf der Bank saß. Stefanies kleiner Finger wurde nach mehreren Verletzungen vorsorglich mit einer Plastikschiene gestützt, der Arzt hat ihr sechs Wochen Pause verordnet.

Die Tore für den VfL warfen Dörte Knickrehm (8), Martina Gliewe (5), Heinke Juds (3), Melanie Bernecker (3), Nicole Röhrs und Andrea Hasenberg. Zudem trafen die Damen sechsmal den Pfosten und vergaben einen Siebenmeter.

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.10.1988

 

14.11.1988 - Verdienter Sieg des VfL
VfL nutzte Fehler im Spiel des OSV
Oldenburger SV - VfL Oldesloe 18:21

Auch nach der dreiwöchigen Pause setzte sich die Mißerfolgsserie des OSV fort. Obwohl die Deckung einigermaßen stand, konnte das Spiel nicht zu eigenen Gunsten entschieden werden, da im Angriff einfach zuwenig passierte. Keine Spielerin erreichte Normalform. Dagegen scheint beim VfL endlich Heinke Juds nach guten Ansätzen zu ihrem wahren Leistungsvermögen zu finden.

In der ersten Halbzeit führte der VfL immer mit einem Tor, erst nach der Pause gelang mit dem 8:12 ein größerer Vorsprung. OSV-Trainer Günter Hansen ließ dann seine Abwehr offensiver spielen, drei Spielerinnen griffen die Oldeloerinnen schon früh an, und darauf verkürzte Oldenburg auf 13:15. Doch die Konzentration ließ nach, fünf Minuten vor dem Schluß führte der Gast wieder mit vier Toren.

 

Insgesamt war der Sieg des VfL verdient, die Mannschaft nutzte die Fehler des Gegners konsequent aus.
Sport Aktuell

Nach Meinung von Experten ist der Oldenburger SV Titelfavorit. Doch nach einer Niederlagenserie mußte die Mannschaft die Führung, die sie seit dem zweiten Spieltag innne hatte, abgeben. Der VfL Oldesloe zeigte dem OSV die Schwächen auf und liegt jetzt an zweiter Stelle. Neuer Tabellenführer ist jetzt der Aufsteiger DJK Kiel.

 

VfL stürzte den Spitzenreiter

(mth) Der VfL Oldesloe siegte beim bisherigen Tabellenführer SV Oldenburg mit 21:18. Die Oldesloerinnen schoben sich mit diesem Sieg auf den zweiten Tabellenplatz vor. Nur Aufsteiger DJK Kiel (20:9 gegen KSV Holstein Kiel II) liegt jetzt noch einen Zähler vor der Truppe von Trainer Jörg Fischer. …

SV Oldenburg – VfL Oldesloe 18:21 (6:7)

Die Oldesloerinnen traten in dieser Partie erstmalig in neuen, von der Firma August Ernst gestifteten Trikots an und darin fühlten sie sich offenbar pudelwohl. Während der gesamten 60 Minuten geriet der VfL, der auf die verletzte Andrea Hasenberg verzichten mußte, nie in Rückstand.

 

Dabei stand die Partie in der ersten Halbzeit im Zeichen zweier überragender Deckungsreihen. Nur beim 5:3 in der 19. Minute konnte sich der VfL einmal mit zwei Toren absetzen, mußte dann aber den OSV wieder aufkommen lassen, weil Melanie Bernecker mehrfach nur Pfosten und Latte traf.

 

Die Entscheidung fiel dann zwischen der 33. und 42. Minute, als der VfL durch drei Tore von Martina Gliewe und einen Treffer von Nicole Röhrs von 8:8 auf 12:8 davonzog. Davon konnten sich die Oldenburgerinnen nie mehr erholen. Ab der 40. Minute mit Manndeckung spielend kamen sie nur noch zweimal (10:12 in der 44. Minute und 13:15 in der 51. Minute) auf zwei Treffer heran, aber der VfL konnte dann stets kontern.

 

In überragender Form präsentierte sich dabei Heinke Juds, die mit sechs Toren auch erfolgreichste Werferin ihrer Mannschaft war. Ihr folgt mit je fünf Toren Martina Gliewe und Melanie Bernecker. Je zwei Treffer buchten Stefanie Bernecker und Nicole Röhrs, ein Treffer gelang Dörte Knickrehm. Im Tor bot Jeanine Hildebrand eines ihrer bislang besten Spiele im VfL-Dress.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.11.1988

 

Oldesloe scheiterte bereits in der ersten Runde

(kx) Bereits in der ersten Runde des schleswig-holsteinischen Pokals war für die Handballdamen aus Stormarn Endstation. Sowohl der VfL Oldesloe als auch die SG Großensee/Möhnsen schieden nach knappen Niederlagen aus dem Wettbewerb aus. So können sich beide Teams nun ohne Ablenkung auf die Punktspiele in der Oberliga konzentrieren. …

FT Neumünster – VfL Oldesloe 18:16 (7:8)

Auch ohne Andrea Hasenberg (Urlaub) und Stefanie Bernecker (Grippe) lief zu Beginn alles nach Wunsch für die Oldesloerinnen. Die Gäste kontrollierten das Spiel und zogen über 2:0 auf 7:4 davon. Weitere Treffer verhinderten Pfosten und Latte sowie die gute Torhüterin aus Neumünster. Als jedoch Martina Gliewe nach einem Zusammenprall mit einem schmerzhaften „Pferdekuß“ ausscheiden mußte, verloren die VfL-Damen völlig ihren Faden.

„Das war ein heilloses Durcheinander“, kommentierte Betreuer Peter Stäcker das Spielgeschehen. Tor um Tor holten die Gastgeberinnen auf. Einen unglücklichen Einstand hatte dann Jeanine Hildebrand, die Doris Ohlhöft in der zweiten Hälfte im Tor ablöste. Gleich zweimal wurde sie „kalt erwischt“, plötzlich führten die Gastgeber mit 14:11. Jetzt kam Martina Gliewe wieder auf das Feld und die Truppe von Trainer Jörg Fischer riß sich zusammen. Heinke Juds gelang der Anschluß, Nicole Röhrs traf zum 15:14. Eine erneute unerklärliche Schwächephase bedeutete den vorzeitigen k.o. Mit vier Toren in Folge zog die FT uneinholbar davon. Für den VfL trafen Dörte Knickrehm (5), Martina Gliewe (4), Heinke Juds (4), Nicole Röhrs (2) und Melanie Bernecker, die während der gesamten Partie eng gedeckt wurde.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.11.1988

 

Für die VfL-Damen steht viel auf dem Spiel

(mth) Drei Mannschaften weisen in der schleswig-holsteinischen Oberliga der Handballdamen zur Zeit sechs Minuspunkte auf und sind damit Spitzenreiter DJK Kiel bis auf einen Punkt auf den Leib gerückt. Neben dem VfL Oldesloe sind dieses der TSV Altenholz und die zweite Mannschaft des VfL Bad Schwartau.

Allerdings wird auf Sicht vorerst nur eines der beiden letztgenannten Teams diese Ausgangsposition behalten, denn über das Spiel beider Mannschaften, das am 23. Oktober stattfinden sollte, steht noch eine Entscheidung am grünen Tisch aus. Wen es letztendlich aber von beiden trifft: Rivalen für den VfL im Kampf um eine Placierung in der Spitzengruppe sind beide Mannschaften und deshalb ist die Partie der Schützlinge von Trainer Jörg Fischer am Sonnabend bei VfL Bad Schwartau II, die um 17.45 Uhr beginnt, von besonderer Bedeutung. Mit einem Sieg in diesem wichtigen Auswärtsspiel könnte sich der VfL endgültig in der Spitzengruppe festsetzen.

Da trifft es sich gut, daß der VfL-Coach alle Spielerinnen seines Kaders wieder zur Verfügung hat. Auch Andrea Hasenberg ist nach ihrem Urlaub wieder mit von der Partie. In den letzten Punktspielen lief es für Stormarnerinnen ja recht gut. Im Pokalspiel Bußtag allerdings gab es FT Neumünster einen Rückschlag.

Aber vielleicht ist es ganz gut, daß der VfL nun ganz auf die Oberliga-Punktrunde konzentrieren kann. Der Kader von Trainer Jörg Fischer ist zwar nicht mehr so minimal in der letzten Saison, aber üppig, daß er nun Vielfachbelastungen locker wegstecken könnte, ist er noch lange nicht.

In Bad Schwartau werden die Oldesloerinnen sich schon in Höchstform präsentieren müssen, wenn sie erfolgreich bestehen wollen, denn der Gastgeber verfügt über eine ausgeglichene und routinierte Mannschaft.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.11.1988

 

Der VfL hat sich in der Spitzengruppe festgesetzt

(mth) In der Spitzengruppe der schleswig-holsteinischen Oberliga der Handballdamen festgesetzt hat sich der VfL Oldesloe, der langsam aber sicher an bessere Zeiten aus der Vergangenheit anknüpfen kann. Bei der zweiten Mannschaft des VfL Bad Schwartau kam die Truppe von Trainer Jörg Fischer zu einem glatten 17:14-Erfolg, mit dem sie ihren zweiten Rang hinter Aufsteiger DJK Kiel stärkte.

Die Oldesloerinnen haben sogar noch eine Chance auf den Gewinn der inoffiziellen Halbzeitmeisterschaft. Dafür müssen sie am nächsten Spieltag unbedingt den MTV Heide bezwingen und auf einen gleichzeitigen Ausrutscher der Kielerinnen gegen FT Neumünster hoffen.

In Bad Schwartau begann der VfL sehr konzentriert und führte schnell mit 3:0 (4. Minute) und 4:1 (7. Minute). Dann aber ließ die Konzentration nach und die Schwartauerinnen, die behäbig aussehenden, unorthodoxen Handball spielen, glichen bis zur 14. Minute zum 4:4 aus.

Bis zur 25. Minute (6:6) war die Partie dann ausgeglichen. ehe der VfL Oldesloe wieder auf 8:6 davonziehen konnte. Trotz Unterzahl aber konnte der Gastgeber noch vor der Pause auf 7:8 verkürzen.

Die Schwartauerinnen erwischten im zweiten Spielabschnitt den besseren Start und führten in der 36. Minute plötzlich ihrerseits mit 10:8. Danach nahm Jörg Fischer die nach ihrem Urlaub noch nicht in Bestform spielende Andrea Hasenberg aus denn Spiel und plötzlich lief es bei den Stormanerinnen ähnlich gut wie zuletzt beim Sieg in Oldenburg.

Bis zur 40. Minute (11:11) hatten sie schon wieder ausgeglichen und mit fünf Toren in Folge – mi, etwas Glück hätten es auch zehn Treffer in dieser Zeitspanne sein können – zogen sie bis zur 53, Minute auf 16:11 uneinholbar davon.

Als das unsichere Schiedsrichtergespann Beck/Lorenzen dann Melanie Bernecker und Nicole Röhrs gleichzeitig mit Zwei-Minuten-Strafen belegte, kamen die Schwartauerinnen zwar noch einmal auf 11:16 heran, aber Melanie Bernecker setzte dann mit einem verwandelten Siebenmeter für den SchIußpunkt hinter den verdienten Oldesloer Sieg.

Für den VfL, bei dem Jeanine Hildebrand im Tor, Dörte Knickrehm und Heinke Juds besonders zu gefallen wußten, warfen Dörte Knickrehm (6/2), Melanie Bernecker (5/2), Heinke Juds (4/1), Martina Gliewe und Nicole Röhrs die 17 Treffen. Leer gingen Stefanie Bernecker und Andrea Hasenberg aus. Doris Ohlhöft und Annabel Hartmann wurden nicht eingesetzt. Beate Juds fällt wegen einer Verletzung für die nächsten Wochen aus.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.11.1988

 

28.11.1988 - VfL Oldesloe weiter auf Erfolgskurs
VfL Bad Schartau II - VfL Oldesloe 14:17

Der starke Oldesloer Rückraum sorgte für die Entscheidung in dieser Partie. Die Regionalligareserve hatte Melanie Bernecker, Heinke Juds und Martina Gliewe in der erste Halbzeit noch einigermaßen im Griff, doch nach dem Wechsel, als die Kondition der älteren Schwartauerinnen auch nachließ, waren die Oldesloerinnen nicht mehr zu bremsen. Außerdem fehlte beim Gastgeber Elke Kallweit wegen Verletzung, so daß kaum Gefahr von der Rechtsaußenposition ausging.

Oldesloe erwischte den besseren Start (0:3), doch in der Folgezeit konnte Schwartau das Spiel offen gestalten, da die Gastmannschaft einige Male zu überhastet abschloß.

Nach dem Wechsel ging Schwartau mit 10:8 und 11:10 in Führung, doch fünf Oldesloer Tore in Folge bedeuteten die Vorentscheidung. In dieser Phase konnte sich Torhüterin Jeanine Hildebrandt auszeichnen, vorn sorgten Heinke Juds und Dörte Knickrehm für die Tore.
Sport Aktuell

 

Schlüsselspiel für den VfL

(mth) Zum Abschluß der Hinrunde in der schleswig-holsteinischen Oberliga der Handballdamen gibt es für die beiden Stormarner Mannschaften, VfL Oldesloe und SG Großensee/Möhnsen, noch einmal ausgesprochene Schlüsselspiele. Sie treffen auf unmittelbare Tabellennachbarn und in solchen Spielen werden ja zumeist die Weichen für die Zukunft gestellt.

Für den VfL Oldesloe geht es dabei im Spiel gegen den MTV Heide am Sonntag um 14.45 Uhr in der Stormarnhalle um einen festen Platz in der Spitzengruppe. Die Truppe von Trainer Jörg Fischer hat bei einem Sieg eventuell sogar noch die Chance, Herbstmeister zu werden.

Dafür allerdings müßte DJK Kiel mindestens noch einen, besser zwei Punkte einbüßen und auch der TSV Altenholz dürfte seine beiden noch ausstehenden Spiele zumindestens nicht zu deutlich gewinnen.

Aber natürlich ist die – ohnehin inoffizielle – Halbzeitmeisterschaft nur Nebensache. Für den VfL kommt es darauf an, Aufsicht Anschluß an die Spitze zu halten und dazu wäre ein Heimsieg über einen der Verfolger sehr wichtig. Zuletzt zeigte sich der VfL, abgesehen vom Pokalspiel in Neumünster, ja in guter Form. Bis auf Beate Juds stehen Jörg Fischer alle Spielerinnen seines Kaders zur Verfügung.

Vor dem Gegner gewarnt müßten die Oldesloerinnen dazu sein, denn die Dithmarscherinnen sorgten am letzten Wochenende mit einem 23:9-Erfolg über die ansonsten ja gewiß nicht schwache Vertretung von Blau-Weiß Wittorf für viel Aufsehen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.12.1988

 

Zur Halbzeit Tabellenzweiter

18:14-Erfolg: Die VfL-Damen setzten ihre tolle Serie fort

(mth) Halbzeit in der schleswig-holsteinischen Oberliga der Handballdamen. Die beiden stammender Vertreter in dieser Klasse konnten dabei mit dem Abschluß der Halbserie hochzufrieden sein. Aufsteiger SG Großensee/Möhnsen gewann bei der zweiten Mannschaft des KSV Holstein Kiel mit 19:15 und hat damit erstmalig in dieser Saison die Abstiegsränge verlassen. Als Viertletzter der Tabelle hat die Mannschaft von Trainer Ingo Nahts nun sogar den Anschluß ans Mittelfeld gefunden.

Dem ist mit einer tollen Serie von 10:9 Punkten aus den letzten fünf Spielen der VfL Oldesloe wohl endgültig entkommen. Mit dem 18:14 (7:3)-Erfolg gegen den MTV Heide festigten die Damen um Mannschaftsführer Andrea Hasenberg den zweiten Platz hinter DJK Kiel. Die inoffizielle Herbstmeisterschaft verpaßten sie dabei nur um einen Punkt.

 

Melanie Bernecker

Gibt es in der Rückrunde keine Überraschungen am laufenden Band, dann wird die Meisterschaft in der Oberliga wohl nur noch zwischen den Oldesloerinnen, DJK Kiel und TSV Altenholz (gleiche Anzahl von Minuspunkten wie der VfL, aber mit einem Spiel mehr) entschieden.

Der VfL begann in der Stormarnhalle sehr konzentriert. Schließlich war man vor den Heiderinnen gewarnt, denn die hatten eine Woche zuvor gegen BW Wittorf einen Rekordsieg gelandet. Insbesondere die Oldesloe Abwehr ließ die Dithmarscherinnen überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Erst in der 14. Minute gelang ihnen der erste Treffer durch einen Tempogegenstoß von Stefanie Küppers.

Allerdings lief es auch im VfL-Angriff nicht nach Wunsch. Melanie Bernecker und Martina Gliewe laufen zur Zeit ihrer Bestform ein gutes Stück hinterher - beide haben wie auch Stefanie Bernecker kaum Gelegenheit zu regelmäßigem Training – und diesmal blieb auch Nicole Röhrs auf Rechtsaußen ziemlich blaß.

 

Melanie Bernecker und Andrea Hasenberg

So führte trotz der mageren Ausbeute der Heiderinnen (ganze drei Treffer in der ersten Halbzeit) der VfL bis zur 28. Minute bestenfalls mit zwei Toren Vorsprung. Erst in den Schlußminuten der ersten Halbzeit wurde der Vorsprung dann deutlicher (7:3).

Damit aber war die Partie noch lange nicht entschieden. Hatten die Gäste für drei Tore noch die ganze erste Halbzeit gebraucht, benötigten sie dafür nach dem Wechsel nur knapp 130 Sekunden. Bei einem Zwischenstand von 7:6 stand die Partie natürlich wieder auf des Messers Schneide und dabei blieb es bis zur 50. Minute.

Zwischenzeitlich hatten die Heiderinnen einmal sogar ausgeglichen (41. Minute 9:9) und danach gab es sogar eine Chance zur Führung für sie, als Astrid Wutz einen Siebenmeter über das VfL-Tor zirkelte (42. Minute).

 

Andrea Hasenberg

Das war im übrigen von Jeanine Hildebrand wieder einmal glänzend gehütet. Sie spielte 60 Minuten ohne Fehl und Tadel und wartete gerade in entscheidenden Situationen mit Glanzparaden auf.

Erst als der VfL dann zwischen der 48. und 50. Minute von 11:10 auf 14:10 davonzog, war die Begegnung zugunsten des VfL gelaufen. Die Heiderinnen gaben sich zwei noch immer nicht geschlagen, aber die Kraft, das Blatt noch einmal zu wenden, hatten sie nun nicht mehr.

 

Stefanie Bernecker

Beste Feldspielerin des VfL war vor gut 200 Zuschauern Heinke Juds, die mit sechs blitzsauberen Treffern auch erfolgreichste Werferin ihrer Mannschaft war. Auf fünf Tore (davon drei Siebenmeter) kam Dörte Knickrehm. Melanie Bernecker (4/1), Martina Gliewe, Nicole Röhrs und die erheblich Form verbesserte Andrea Hasenberg teilten sich die weiteren Treffer.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.12.1988

 

5.12.1988 - VfL Oldesloe besiegte auch Heide
VfL Oldesloe - MTV Heide 18:14

Eine auf hohem technischen Niveau stehende Partielieferten sich der Vizemeister und der MTV heide. Zur Halbzeit schien nach Meinung aller Beteiligten alles gelaufen zu sein, denn der VfL hatte sich innerhalb von 7 Minuten von 4:2 auf 7:3 abgesetzt und beherrschte den gegner, da die offensive Deckung das Heider Kombinationsspiel unterband und den MTV damit aus dem Konzept brachte.

 

 

Doch nach dem Wechsel kämpfte sich Heide heran, im Gegensatz zur ersten Halbzeit trafen auf einmal fast alle Würfe. Beim 9:9 glich der Gast dann sogar aus. Doch als dann Astrid Wutz einen 7m über das Tor setzte, nutzte Oldesloe den psychologischen Vorteil aus. 14:10 und 15:11 hießen die Zwischenstationen zum am Ende doch sicheren Sieg, auch der Heider Zwischenspurt zum 16:14 konnte die Gastgeberinen nicht schocken.

Der Grundstock für den Sieg des VfL war die sichere Abwehr, im Angriff wurde dagegen häufig zu überhastet abgeschlossen.
Sport Aktuell

 

Start in die Rückrunde

(kx) Mit einem Tausch der Gegner vom letzten Wochenende starten die Stormarner Vertreter in die Rückrunde der Handballoberliga der Damen. Am Sonnabend reisen die Mädchen vom VfL Oldesloe zu Holstein Kiel II, das gegen die SG Großensee/Möhnsen in eigener Halle eine 15:19-Niederlage einstecken mußte. Die Spielgemeinschaft erwartet ihrerseits am Sonntag den MTV Heide, der zuletzt mit 14:18 beide Punkte in Oldesloe ließ.

Zu einer recht ungewöhnlichen Zeit laufen die Handballerinnen vom VfL Oldesloe bei Holstein Kiel II auf: am Sonnabend um 19.30 Uhr. „Da kann man doch kein Handball spielen“, kommentierte Oldesloes Melanie Bernecker die seltene Anstoßzeit. Kann man vielleicht nicht, muß man aber.

Trotzdem dürften die Oldesloerinnen beim Oberliga-Schlußlicht keine Probleme haben. Schon im Hinspiel landete die Truppe von Trainer Jörg Fischer einen sicheren Sieg, was bei konzentrierter Spielweise am Sonnabend erneut möglich sein sollte. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.12.1988

 

Erfolg stand früh fest

Siegesserie der VfL-Damen auch bei Holstein Kiel II fortgesetzt

(mth) Weiter auf Erfolgskurs befindet sich in der schleswig-holsteinischen Oberliga der Handballdamen die Vertretung des VfL Oldesloe. Zum Auftakt der Rückrunde kam die Truppe von Trainer Jörg Fischer bei der zweiten Mannschaft von Holstein Kiel zu einem glatten 24:17 (12:5)-Erfolg.

Damit sind die Stormarnerinnen nun schon seit sechs Spielen ohne jeden Punktverlust und sie festigten ihren zweiten Tabellenplatz. Vor dem VfL liegt weiterhin Aufsteiger DJK Kiel, der sich auch vom Oldenburger SV nicht stoppen ließ. Die Kielerinnen haben vor dem VfL einen Vorsprung von einem Punkt und weisen auch die deutlich bessere Tordifferenz auf.

In der Landeshauptstadt nahm der VfL das Heft schnell in die Hand und führte schon nach fünf Minuten mit 3:0. Dann aber ließ er die Zügel ein wenig schleifen, so daß nach 15 Minuten die Führung auf 4:3 zusammengeschmolzen war.

In den dann folgenden zehn Minuten wurde die Partie dann frühzeitig entschieden. Mit sechs Toren in Folge zog der VfL auf 10:4 davon und davon konnten sich die Kielerinnen nie wieder erholen. Allerdings muß man ihnen das Kompliment machen, trotz des hohen Rückstandes nie aufgesteckt zu haben.

Richtig in Bedrängnis geriet der VfL zwar nie wieder, aber immerhin kämpften sich die Gastgeberinnen noch zweimal bis auf drei Tore an den VfL heran. So in der 40. Minute zum 10:13, nachdem die Fischer-Truppe die ersten zehn Minuten nach dem Wechsel förmlich verschlief, und so in der 46. Minute beim Stand von 12:15.

Der VfL riß sich dann aber immer wieder für kurze Zeiträume zusammen und das reichte, um den Vorsprung fast nach Belieben auszubauen.

Erfolgreichste VfL-Werferin war Melanie Bernecker mit sieben Treffern. Dabei war auch ein verwandelter Siebenmeter. Auf je vier Tore brachten es Heinke Juds und Andrea Hasenberg. Dörte Knickrehm (3/1), Nicole Röhrs (3), Stefanie Bernecker (2) und Martina Gliewe teilten sich die restlichen Tore.

Martina Gliewe zog sich in Kiel eine Fingerverletzung zu und es ist ungewiß, ob sie am kommenden Sonntag im Spiel gegen TS Kaltenkirchen mit von der Partie sein kann. Im Tor spielte Jeanine Hildebrand wieder 60 Minuten durch. Ihre Vertreterin Doris Ohlhöft wurde ebenso nicht eingewechselt wie Annabel Hartmann und Beate Juds.

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.12.1988

 

Schafft die Fischer-Truppe den siebten Sieg hintereinander?

(mth) Die letzten Spiele des Jahres gibt es am Wochenende in der schleswig-holsteinischen Oberliga der Handballdamen. Auf die beiden Stormarner Mannschaften warten dabei schwere aber sicher nicht unlösbare Aufgaben. Der Tabellenzweite VfL Oldesloe ist am Sonntag um 14.45 Uhr in der Stormarnhalle Gastgeber für TS Kaltenkirchen.

Spiele des VfL gegen KT – so die gebräuchliche Abkürzung für Kaltenkirchen der Turnerschaft in Sportlerkreisen – sind lange Zeit die Schlagerspiele in der Oberliga und für ein Jahr auch in der Regionalliga Nord gewesen. Beide Mannschaften standen stets in einem besonderen Konkurrenzverhältnis, was den Spielern untereinander seinen besonderen Reiz gab.

Dieser Reiz allerdings hat sich in jüngster Vergangenheit abgebaut. Sportlich ging es mit beiden Teams nicht zuletzt durch den Abgang von Leistungsträgerinnen – hier Andrea Güldenpfennig, dort Rosemarie Gudella – bergab. Inzwischen aber hat der VfL seine Talsohle ganz offensichtlich durchschritten. Trainer Jörg Fischer hat mit beharrlicher Arbeit ein neues homogenes Team aufgebaut, das nach nun sechs Siegen in Folge souveräner Tabellenzweiter und ein ernsthafter Meisterschaftsanwärter in der Oberliga ist.

Diesen Anspruch will die Mannschaft am Sonntag mit ihrem siebten Sieg hintereinander untermauern. Eigentlich müßte die Erfolgsserie die Oldesloer Handballfans mal wieder in größerer Zahl mobilisieren können. Die Truppe um Mannschaftsführerin Andrea Hasenberg ist nicht nur so erfolgreich wie in ihren besten Jahren, sie ist auch, was Spielstärke und Spielkultur angeht, wenigstens so attraktiv wie in den Boomjahren.

Der Gegner aus Kaltenkirchen ist dagegen sportlich offensichtlich noch auf dem absteigenden Ast. Deshalb aber ist die Mannschaft nicht zu unterschätzen. Zum einem ist vom früheren Konkurrenzkampf natürlich noch ein Rest übrig geblieben und zum anderen hat die KT dringend Punkte im Abstiegskampf nötig. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.12.1988

 

(mth) … Mit unserer Vorschau auf die Spiele der beiden Mannschaften unseres Kreises in der schleswig-holsteinischen Oberliga der Handballdamen hatten wir nicht recht Glück. Das Spiel des VfL Oldesloe gegen TS Kaltenkirchen wurde am Freitagabend auf Wunsch der KT von der Staffelleitung abgesetzt.

Bei den Oldesloern war man weder mit der Absage überhaupt noch mit der Begründung (mehrere Kaltenkirchener Spielerinnen hatten Grippe) einverstanden. Die KT, so meint man beim VfL, verfügt schließlich über mehrere Damenmannschaften, so daß man das Oberliga-Team aus den eigenen Reihen hätte ausfüllen können.

Ein ähnlich günstiger Termin wie der letzte Sonntag – das Spiel war praktisch ohne sportliche Konkurrenz in Oldesloe und Umgebung und hätte gewiß reichlich Zuschauer angezogen – wird sich im nächsten Jahr kaum finden, da die Stormarnhalle an allen Wochenenden besetzt ist. So wird man mutmaßlich an einem Trainingstag in der Vogler-Halle spielen müssen, wo erfahrungsgemäß nur wenig Zuschauer kommen. …

Der VfL Oldesloe greift am 14. Januar 1989 wieder in das Punktspielgeschehen ein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.12.1988

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