Die Aufstiegsrunde zur Regionalliga

 

Guter Start gegen FSV Harburg wäre für die VfL-Damen die „halbe Miete“

(mth) Die Pause seit Abschluß der Saison in der Oberliga bis zum Beginn der Aufstiegsrunde zur Regionalliga ist für die Damen-Handballmannschaft des VfL Oldesloe nur kurz gewesen. Aber das ist der Truppe um Spielertrainerin Ingrid Schilk nur recht, ist dadurch die Gefahr, aus dem gewohnten Rhythmus zu kommen, doch recht gering.

14 Tage nach dem letzten Oberliga-Punktspiel beginnt am Sonntag die Aufstiegsrunde zur Regionalliga. Um 16.30 Uhr in der Stormarnhalle – Hallenwartehepaar Raap beendet eigens dafür vorzeitig den verdienten Osterurlaub, was die VfL-Damen als besonderes Entgegenkommen zu schätzen wissen – trifft der VfL auf den FSV Harburg, den Zweiten der Hamburger Oberliga.

Natürlich wollen die Oldesloerinnen, wenn irgend möglich die Aufstiegsrunde, mit einem Sieg beginnen. Das ist in Aufstiegsspielen stets die „halbe Miete“ und gäbe für die weiteren Spiele in der Runde, die mit sechs Spielen innerhalb von 18 Tagen eine harte Bewährungsprobe wird, sicher enorm Auftrieb und Selbstvertrauen.

Eigenschaften, die der VfL natürlich auch in der langen Oberliga-Saison hat sammeln können. Die Mannschaft hat die Serie, von kleinen Schwankungen abgesehen, praktisch ohne Durchhänger durchgestanden und ist am Ende ganz souverän Meister geworden. Nun will sie die Saison auch mit dem Aufstieg in die Regionalliga, den sie vor einem Jahr ja nur um einen Treffer verpaßte, krönen.

Personell können Trainerin Ingrid Schilk und ihr Mann Claus, der als Betreuer ja auch das „Coaching“ von der Bank besorgt, weil sie zumeist mit „auf der Platte“ steht, für die Runde aus dem Vollen schöpfen. Möglicherweise greift selbst Stefanie Bernecker, die im letzten Saisondritten ja mit einer Handverletzung ausfiel, im Lauf der Runde noch in das Geschehen ein.

Die weiteren Gegner des VfL in der Gruppe A sind Niedersachsenmeister Eintracht Hildesheim und Rot-Weiß Damme (Zweiter der Nordsee-Oberliga). Heimspiele hat der VfL dabei noch am 1. (Hildesheim) und 5. Mai (Damme/jeweils um 16.30 Uhr). Nach Damme geht es am Mittwoch nächster Woche, nach Hildesheim am 28. April und zum Abschluß der Runde geht es am 9. Mai zum Rückspiel nach Harburg.

Automatisch steigt nur der Sieger der Gruppe in die Regionalliga auf. Der Zweite trägt am 12. Und 16. Mai vorsorglich noch Ausscheidungsspiele gegen den Zweiten der B-Gruppe aus, falls es durch die „gleitende Skala“ noch einen dritten Aufsteiger gibt.

Beim VfL hofft man, ohne diese vage Möglichkeit und ohne diese zusätzlichen Strapazen auskommen zu können. Zahlreiche und lautstarke Unterstützung – natürlich auch in den Auswärtsspielen – aber, insbesondere natürlich in den Heimspielen, würde dabei sicher nicht schaden und ist deshalb herzlich willkommen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.4.1990


Überzeugender Auftaktsieg
VfL Oldesloe - FSV Harburg 21:17

Was für ein Auftakt für den schleswig-holsteinischen Oberligisten. Nach dem Oldenburger SV gewann auch HVSH-Meister VfL Oldesloe seine erste Begegnung in der Regionalliga-Aufstiegsrunde. Mit einem deutlichen und am Ende noch zu knappen 21:17 (9:6) wurden dem Hamburger Vizemeister die Grenzen aufgezeigt.

Am Ende reichte die Konzentration bei den Schilk-Schützlingen nicht mehr so ganz, sonst wäre ein Sieg mit acht oder mehr Toren im Bereich des Möglichen gewesen. Doch die 60 Minuten hatten zuviel Kraft gekostet, denn beide Mannschaften gingen von An- bis zum Abpfiff ein "Wahnsinnstempo".

Von Beginn an übernahm vor gutgefüllter Stormarnhalle der VfL die Initiative und legte bis zur 23. Minute bereits ein 8:4 vor. Die Gastgeberinnen wussten dabei ihre Nervosität besser unter Kontrolle zu halten als die FSV-Spielerinnen, die sich in Abspielfehlern überboten.

Zudem zeigte sich der Oldesloer Rückraum mit Melli Bernecker, Gliewe und Juds einmal mehr in Topform und stach die weitaus schwerfälligeren Pendants um Längen aus. Und dann war da noch eine Andrea Hasenberg, die nicht nur jeden Ballkontakt in Tor oder Strafwurf ummünzte, sondern auch die Oldesloer Deckung glänzend organisierte.

Mit einem 9:6 ging es in die Kabine und nach dem Wiederanpfiff wurde der VfL noch sicherer in seinen Aktionen. 17:9 - Harburg schien in dieser Phase stehend K.0. und einem Debakel entgegensteuernd. Schade, dass die Stormarnerinnen am Ende einen Gang zurückschalteten und Harburg noch zur Ergebniskorrektur kam.

Dennoch war's ein durchweg überzeugender Sieg, RW Damme und auch die starken Niedersachsen aus Hildesheim werden sich warm anziehen müssen...

Sport Aktuell vom 23. April 1990

PS. Im zweiten Spiel trennten sich Hildesheim und Damme 12:12

 

21:17-Erfolg der Oldesloer Damen
Deutlicher Sieg zum Auftakt der Regionalliga-Aufstiegsrunde

(nu) Riesenstimmung in der Oldesloer Stormarnhalle! Die Meister-Damen des VfL Oldesloe besiegten im ersten Spiel der Aufstiegsrunde zur Handball-Regionalliga den Hamburger Oberliga-Vizemeister FSV Harburg deutlich mit 21:17 (9:6) vor 230 begeisterten Zuschauern. Die VfL-Handballerinnen waren den körperlich großgewachsenen Harburgerinnen spieltechnisch überlegen.

„Wir wollen versuchen, die Kreise von Rückraumspielerin Melanie Bernecker und Heinke Juds einzuengen“, sagte FSV-Trainer Gerd Lawrenz noch vor dem Anpfiff. Doch daraus wurde nichts, denn gerade Melanie Bernecker und Heinke Juds (2) schossen den VfL Oldesloe mit 3:1 in Führung.

45 Minuten spielte der schleswig-holsteinische Oberliga-Meister mit dem „ersten Sechser“ durch, stabilisierte damit die eigene Abwehr. „In der Anfangsphase wollen wir versuchen etwas Ruhe in den Rückraum reinzukriegen, damit wir sicher werden“, erklärte VfL-Betreuer Claus Schilk.

Auch wenn die VfL-Damen ihre Nervosität nie ganz ablegen konnten, der kompakte Rückraum stand sicher. Kreisläuferin Andrea Hasenberg (2) und Martina Gliewe besorgten in einem kurzen Zwischenspurt die Tore zum 7:4.

In der 20. Spielminute scheiterte Dörte Knickrehm mit einem Siebenmeter an der guten FSV-Torhüterin Beate Stüven. Bessere Nerven zeigte Melanie Bernecker, sie traf per Siebenmeter zum 8:4 (23.). Den Halbzeitstand von 9:6 besorgte die vierfache Torschützin Andrea Hasenberg.

„Ich habe mir die FSV-Damen im Konterspiel wesentlich besser vorgestellt“, urteilte Ex-VfL-Coach Ulli Meyer, er trainiert derzeit den Hamburger Regionalliga-Absteiger SG Union Bramfeld.

Die FSV-Handballerinnen erzielten zwar vor dem Pausenpfiff vier ihrer sechs Tore im Tempogegenstoß, blieben aber trotz ihrer körperlichen Größe – Beate Thiele, Constanze Wysocki, Valerie Tomm und Dörte Siewert messen mindestens 1,80 Meter – im Rückraum wirkungslos.

Auch im zweiten Spielabschnitt änderte sich nichts. Trotz lautstarker Unterstützung der etwa 50 mitgereisten FSV-Fans, sie feuerten ihre Damen mit rhythmischem Applaus ständig an, kam die von FSV-Trainer Gerd Lawrenz zitierte „erste und zweite Welle im Tempospiel“ auch in den zweiten 30 Minuten nicht zum tragen.

In der zweiten Halbzeit lief das VfL-Spiel wesentlich besser. Die VfL-Handballerinnen bauten ihre Führung auf 17:9 (!) aus. Die FSV-Damen steckten jedoch nicht auf, kamen nochmals auf 19:14 heran. Den Schlußpunkt setzte Dörte Knickrehm mit ihrem einzigen Tor zum 21:17-Endstand.

„Die Chancen müssen künftig noch konsequenter ausgenutzt werden“, resümierte VfL-Betreuer Claus Schilk freudestrahlend nach der Schlußsirene, denn seine Damen trafen allein siebenmal Holz.

„Wenn wir jedes Spiel 21:17 gewinnen sind wir aufgestiegen“, flachste Claus Schilk. „Dennoch schätze ich Eintracht Hildesheim und Rot-Weiß Damme schwächer ein als den FSV Harburg“, so der VfL-Betreuer, der als Beobachter der Partie zwischen Eintracht Hildesheim und RW Damme (12:12) auf der Tribüne saß. Uneinig in ihren Entscheidungen wirkte das Schiedsrichtergespann Becker/Melerski (TSV Verden).

Am Mittwoch dieser Woche (25. April) gastieren die VfL-Damen (20 Uhr) bei Rot-Weiß Damme (Vizemeister Oberliga Bremen). Die VfL-Tore erzielten Melanie Bernecker (7/2), Martina Gliewe (5), Andrea Hasenberg (4), Heinke Juds (3), Dörte Knickrehm und Nicole Röhrs. Zum Einsatz kamen außerdem Ingrid Schilk, Stefanie Bernecker, Annette Schümann, Nicole Greve, Alexandra Bartels und Christine Bohnhoff.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.4.1990

 

Aufstiegsrunde zur Regionalliga
Eine anstrengende Reise

(kx) Ein anstrengender Abend steht den Handballspielerinnen vom VfL Oldesloe am heutigen Mittwoch bevor. In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga müssen die Oldesloerinnen nämlich bei Rot-Weiß Damme antreten, dem Zweiten der Nordsee-Liga. Die Partie wird in der Sporthalle der Damme Hauptschule um 20 Uhr an gepfiffen.

Nach dem 21:17-Auftaktsieg gegen die FSV Harburg ist VfL-Betreuer Claus Schilk vor der langen Fahrt nach Damme (bei Osnabrück) optimistisch. „Die Mannschaft ist nicht so stark wie das Harburger Team“, erwartet Schilk eine durchaus lösbare Aufgabe. Der Mann von Spielertrainerin Ingrid Schilk beobachtete Rot-Weiß Damme im ersten Aufstiegsrundenspiel bei Eintracht Hildesheim, in dem die Gäste nicht über ein mageres 12:12 hinauskamen.

So könnten sich die Oldesloerinnen mit einem weiteren Erfolg schon am zweiten Spieltag von den Konkurrenten absetzen, da zur gleichen Zeit die FSV Harburg in eigener Halle auf Eintracht Hildesheim trifft.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.4.1990

 

Annette Schümann Garant des 16:14-Sieges in Damme

(mth) Der schleswig-holsteinische Meister der Handballdamen, der VfL Oldesloe, ist dem Aufstieg in die Regionalliga ein weiteres Stück näher gekommen. Die Truppe von Spielertrainerin Ingrid Schilk siegte beim Zweiten der Nordsee-Oberliga, Rot-Weiß Damme, mit 16:14 (10:8) und bleibt damit in der Aufstiegsrunde weiter ohne Punktverlust. Mit 4:0 Punkten führt der VfL nach zwei von sechs Spieltagen die Tabelle der Gruppe A an.

Vor dem Spiel in Damme hatten die Oldesloerinnen mit leichten Komplikationen fertig zu werden. Die Anfahrt nach Damme (kurz vor Osnabrück) gestaltete sich im Feierabendverkehr langwieriger als befürchtet. So traf man erst eine Dreiviertelstunde vor Spielbeginn in der Halle ein und konnte erst 30 Minuten vor dem Anpfiff mit dem Aufwärmen beginnen.

Aber das beeindruckte die Mannschaft so wenig wie plötzlicher erneuter Ärger auf dem Torhüterposten. Nicole Greve fühlte sich am Sonntag beim Auftakt der Aufstiegsrunde zurückgesetzt, als sie „nur“ in den letzten zehn Minuten zum Einsatz kommen sollte. Sie weigerte sich, dafür noch ins Spiel zu gehen und aus dem Disput darum mit Betreuer Claus Schilk hat sie offenbar für sich Konsequenzen gezogen. Auf jeden Fall stand sie der Mannhaft in Damme nicht zur Verfügung und es scheint fraglich, ob es da noch eine Rückkehr geben kann.

Es hat deswegen in Damme aber kein Torhüterproblem beim VfL gegeben. Im Gegenteil: Annette Schümann, die 60 Minuten durchspielte – als zweiite Torhüterin war Martina Pusch mitgefahren –, steigerte sich in eine prächtige Form und hat, so Claus Schilk, das Spiel für die Mannschaft fast allein entschieden. Sie hielt was zu halten war und war gerade in kritischen Phasen, die der VfL in Damme durchhaus zu überstehen hatte, der entscheidende Rückhalt.

Die Oldesloerinnen erwischten einen guten Start und gingen mit 2:0 in Führung. Das 2:2 wenige Minuten später war dann für lange Zeit der letzte Gleichstand für den Gastgeber. Über 4:2 zog der VfL auf 8:4 (21.) davon und sah schon wie der sichere Sieger aus. Dann aber kam ein Bruch in das VfL-Spiel, so daß Rot-Weiß Damme bis zum Pausenpfiff auf 8:10 herankommen konnte. Bei diesem Abstand blieb es ganze Weile. Zehn Minuten lang blieben beide Teams, die reichlich nervös wirkten, ohne Tor, dann erst schraubten sie das Torkonto auf 9:11. Danach wurde es für den VfL noch einmal eng, denn Damme konnte zum 11:11 ausgleichen (44.). Aber die Stormarnerinnen gerieten dank Annette Schümann auch jetzt nicht in Rückstand. Sie zogen ihrerseits noch einmal das Tempo an und spätestens beim 15:12 in der 52. Minute war die Partie gelaufen, auch wenn sich der Gastgeber nie aufgab und bis zum Schlußpfiff fightete.

Die 16 Tore für den VfL teilten sich Melanie Bernecker (5), Dörte Knickrehm (4), Andrea Hasenberg, Heinke Juds, Ingrid Schilk (je 2) und Martina Gliewe. Außerdem waren noch Nicole Röhrs, Alexandra Bartels, Stefanie Bernecker und Christine Bohnhoff mit von der Partie, in der sich die Oldesloerinnen vom Schiedsrichtergespann aus Niedermark reichlich benachteiligt fühlten. Während nämlich dem VfL jede Kleinigkeit abgepfiffen wurde – was ja angehen mag –‚ konnten die Dammerinnen schalten und walten wie sie wollten.

Nächste Aufgabe für den VfL ist nun am Sonnabend um 16.30 Uhr das Spiel beim Meister der Niedersachsen-Oberliga Eintracht Hildesheim. Die Oldesloerinnen werden zu diesem Spiel mit einem großen Reisebus fahren. Für Schlachtenbummler besteht die Möglichkeit, die Mannschaft auf dieser Fahrt (Fahrpreis etwa zehn Mark) zu begleiten. Sie sollten sich rechtzeitig vor Abfahrt des Busses am Sonnabend um 11.30 Uhr an der Stormarnhalle einfinden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.4.1990

PS. Im zweiten Spiel besiegte Harburg Hildesheim mit 14:13

 

(mth) Nach zwei Spieltagen in der Aufstiegsrunde zur Handball-Regionalliga hat die Damenmannschaft des VfL Oldesloe in der Gruppe A schon zwei Punkte Vorsprung. Der nächste Gegner der Schilk-Truppe, Eintracht Hildesheim, verlor am Mittwoch nämlich beim FSV Harburg mit 13:14 und hat damit wie Rot-Weiß Damme 1:3 Punkte.

Zum Spiel des VfL am Sonnabend um 16.30 Uhr in Hildesheim können auch Schlachtenbummler die Reise im Mannschaftsbus mitmachen. Interessenten sollten sich rechtzeitig vor Abahrt des Busses um 11.30 Uhr an der Stormarnhalle einfinden. Der Fahrpreis wird etwa zehn Mark betragen. Das Rückspiel gegen den Meister der Oberliga Niedersachsen steigt dann bereits am 1. Mai um 16.30 Uhr in der Stormarnhalle.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.4.1990

 

12:11-Sieg in Hildesheim
VfL weiter auf Aufstiegskurs

(mth) Die Damenmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe segelt weiter auf Aufstiegskurs. Sie gewann auch das dritte Spiel der Aufstiegsrunde bei Niedersachsenmeister Eintracht Hildesheim mit 12:11 (6:6) und hat damit weiter alle Trümpfe in der Hand.

Im zweiten Spiel der Gruppe A siegte der FSV Harburg bei Rot-Weiß Damme mit 22:15. Einiges spricht dafür, daß die letzte Partie des VfL in der Runde am 9. Mai um 20 Uhr in Harburg die Entscheidung über den Aufstieg bringen wird. Bis dahin aber haben die Oldesloerinnen noch zwei Heimspiele zu bestreiten. Eintracht Hildesheim kommt bereits morgen zum Rückspiel in die Stormarnhalle, Rot-Weiß Damme gastiert dort am Sonnabend dieser Woche.

Gewinnt der VfL diese beiden Heimspiele gegen Gegner, die mit je 1:5 Punkten schon jetzt praktisch aus dem Aufstiegsrennen sind, ginge er auf jeden Fall mit der besseren Ausgangsposition in ein solches „Endspiel“, das nur dann eines ist, wenn unter diesen Voraussetzungen auch die Harburgerinnen vorher ihre beiden Spiele (Mittwoch gegen Damme, Sonnabend in Hildesheim) unbeschadet überstehen.

So ganz selbstverständlich aber sind Siege der beiden Konkurrenten gerade gegen die Hildesheimerinnen nicht. Das hat der FSV Harburg am letzten Mittwoch in eigener Halle zu spüren bekommen, als er mühevoll mit 14:13 gewann, und das erfuhr auch der VfL am eigenen Leibe. Bis der 12:11-Erfolg unter Dach und Fach war, hatte die Mannschaft ein hartes Stück Arbeit zu leisten.

Die Eintracht erwies sich als unbequemer und unangenehmer Gegner. Die Truppe ist stark defensiv eingestellt und spielt ihre eigenen Angriffe sehr lange und sehr konsequent aus. Dabei übt sie dennoch viel Druck auf die gegnerische Deckung aus, so daß sie selten Gefahr läuft, wegen Zeitspiels abgepfiffen zu werden.

Schon gar nicht, wenn sie noch die Schiedsrichter – wie in der zweiten Halbzeit – auf ihrer Seite weiß. Das Göttinger (!!) Gespann jedenfalls legte nach sehr neutraler Leistung in der ersten Halbzeit im zweiten Durchgang fast alles zugunsten der Truppe aus ihrer Nachbarschaft aus.

Von den 60 Spielminuten war der VfL keine 20 im Angriff. Mehr als Zweidrittel der Spielzeit spielte sich das Geschehen vor dem VfL-Tor ab. Aber im Defensivbereich wuchsen die Oldesloerinnen über sich hinaus. Toll der Kampfgeist der gesamten Truppe, wobei in der Defensive Andrea Hasenberg und Ingrid Schilk ihre ganze Routine in die Waagschale warfen.

Glänzend disponiert war auch wieder Torhüterin Annette Schümann. Sie kassierte ganze sechs Tore aus dem Spiel heraus. Die fünf weiteren Gegentore resultierten aus verwandelten Siebenmetern. Höhepunkt der tollen Defensivarbeit waren die letzten vier Minuten. Nach 56 Minuten war der VfL mit 12:11 in Führung gegangen – die Führung hatte in der zweiten Halbzeit mehrfach gewechselt, ohne daß ein Team je mit mehr als einem Tor geführt hätte – und diesen Vorsprung hielt die Mannschaft bis zum Schluß ohne noch einmal in Ballbesitz zu kommen.

Vor der Halbzeit war die Ausgeglichenheit nur am Endergebnis der 30 Minuten abzulesen. Die ersten 20 Minuten hatten dabei die Niedersachsen dominiert, die bis dahin auch mit 5:2 führten. Dann drehte der VfL acht Minuten auf und ging seinerseits mit 6:5 (28. Minute) in Führung, ehe kurz vor dem Seitenwechsel der Ausgleich fiel.

Genau die Hälfte der Oldesloer Tore (6) erzielte Melanie Bernecker, den Rest teilten sich Dörte Knickrehm, Heinke Juds (je 2), Martina Gliewe und Ingrid Schilk. Andrea Hasenberg. Nicole Röhrs, Stefanie Bernecker, Alexandra Bartels, Christine Bohnhoff und Martina Pusch vervollständigten die Mannschaft, die von gut 30 mitgereisten Fans lautstark unterstützt wurden. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.4.1990

PS. Im zweiten Spiel unterlag Damme dem FSV Harburg mit 15:22

 

Der Aufstieg rückt immer näher
17:12 gegen Eintracht Hildesheim
VfL ist reif für die Regionalliga

(mth) Die Hoffnung bei Oldesloes Handballfans wächst, die Zweifel schwinden: Die Damenmannschaft des VfL gewann in der Stormarnhalle auch ihr viertes Spiel in der Aufstiegsrunde und kam damit dem ersehnten Saisonziel einen Riesenschritt näher.

Eintracht Hildesheim, Meister der Niedersachsen-Oberliga, den der schleswig-holsteinische Meister am Sonnabend nur denkbar knapp und auch mit einer Portion Glück im Hinspiel mit 12:11 geschlagen hatte, wurde souverän und überzeugend mit 17:12 (9:4) aus der Halle gefegt.

In der ersten Halbzeit bot die Mannschaft die vielleicht beste, weil konzentriertes Leistung, die je von einer VfL-Damenmannschaft in einem Heimspiel gezeigt wurde. Natürlich haben auch wir nicht die begeisterten Spiele vergessen, die Anfang und Mitte der achtziger Jahre in der Stormarnhalle zu sehen waren, als die Regionalliga ja schon einmal für zwei Jahre erreicht wurde und im Pokalwettbewerb aufsehenerregende Erfolge heraussprangen.

Aber die waren, rückblickend betrachtet, zumeist das Ergebnis überragender Einzelleistungen. Nicht nur, aber vor allem von Andrea Güldenpfennig. Die VfL-Mannschaft, die sich jetzt anschickt, an diese Erfolge anzuknüpfen, trägt dagegen auf mehr Schultern. Die „erste Sieben“ ist ausgeglichen besetzt, wirkt spielerisch reifer als ihre Vorgängerinnen und zeichnet sich, obwohl der Großteil der Mannschaft noch blutjung ist, durch taktische Flexibilität und Abgeklärtheit aus.

Überragende Einzelleistungen sind deswegen nicht ausgeschlossen. Das beste Beispiel ist Torhüterin Annette Schümann. Ursprünglich war sie ja nur als Nummer zwei für die Saison hinter Jeanine Hildebrandt vorgesehen gewesen. Als diese dann kurz vor Saisonbeginn die Mannschaft verließ, weil sie ein Angebot bekam, in Ungarns zu studieren und dort in der Staatsliga zu spielen, stieg Annette Schümann zur Nummer eins auf und wuchs an dieser Aufgabe, obwohl sie rund zwei Monate in der Sitzung mit schwerer Bänderverletzung aussetzen mußte.

Jetzt in der Aufstiegsrunde spielt sie geradezu sensationell. Nicht zuletzt sie brachte die Hildesheimerinnen schier zur Verzweiflung. Drei gehaltene Siebenmeter – zwei davon waren an den Pfosten gegangen und sie glänzte dann bei den nach Würfen – und ein spektakulär abgewehrter Tempogegenstoß (18. Minute) waren dabei sicher besondere Höhepunkte, die aber nur eine auch sonst überragende leistungsgekrönten.

Sprechchöre von der Tribüne, die wohl wegen des hochsommerlichen Wetters mit knapp 250 Zuschauern nicht ganz so toll wie erhofft besetzt war, waren dafür der verdiente Lohn.

In toller Form in der Aufstiegsrunde ist aber auch Melanie Bernecker. Sie warf zunächst die ersten der Tore (bis zum 4:2 in der 13. Minute) für den VfL ganz allein und sorgte so dafür, daß die Oldesloerinnen von Anfang an nie in Bedrängnis kamen. Am Ende standen auf dem Konto von „Melli“ neun Treffer (darunter vier sicher verwandelte Siebenmeter), also erneut mehr als die Hälfte aller Tore ihrer Mannschaft.

Aber auch alle anderen VfL-Spielerinnen spielten in Bestform oder nahe daran. Dabei war zu verschmerzen, daß Martina Gliewe mit ihren Würfen kein Glück hatte. Und natürlich ließ die Konzentration bei der Mannschaft in der zweiten Halbzeit angesichts des sicheren Vorsprungs – am höchsten war er beim 14:7 (39. Minute) und 17:10 (56.) – gelegentlich etwas nach.

Alles andere wäre unnatürlich gewesen, denn schließlich war es schon das vierte schwere Spiel innerhalb von zehn Tagen und in den nächsten acht Tagen folgen ja noch zwei weitere.

Die weiteren Tore für den VfL teilten sich Spielertrainerin Ingrid Schilk (3), Heinke Juds (2), Nicole Röhrs, Andrea Hasenberg und Alexandra Bartels. Außerdem gehörten noch Dörte Knickrehm (ohne Tor zwar, aber am Kreis vorn und hinten enorm fleißig), Martina Gliewe, Stefanie Bernecker und Martina Pusch zum VfL-Team.

Im zweiten Spiel der Gruppe A besiegte der FSV Harburg Rot-Weiß Dame mit 18:14. es spricht also noch immer einiges dafür, daß erst das Spiel des VfL am nächsten Mittwoch in Harburg die Entscheidung bringt. Ein „Endspiel“, in das zur Zeit der VfL mit den besseren Karten ginge. Er hat nach vier Spieltagen vor den Harburgerinnen einen Vorsprung von zwei Punkten und vier Toren.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.5.1990

 

17:14-Sieg gegen Rot-Weiß Damme gab den Ausschlag
Riesenjubel in der Stormarnhalle
VfL-Damen schafften vorzeitig den Regionalliga-Aufstieg

(mth) Jubel und Applaus gab es in der Stormarnhalle schon, als das Schiedsrichtergespann Möller/Böss aus Hamburg nach 60 Minuten das Aufstiegsspiel zur Handball-Regionalliga der Damen zwischen dem VfL Oldesloe und Rot-Weiß Damme abpfiff. 17:14 (7:6) hatte der VfL nach schwerem Kampf auch das fünfte Spiel der Runde für sich entschieden, und damit war klar, daß der Schleswig-Holstein-Meister allerbeste Chancen hatte, den Aufstieg zu schaffen.

 

Wenige Sekunden später aber steigerte sich der Jubelsturm in einen Orkan und die Begeisterung bei der Mannschaft auf der „Platte“ kannte keine Grenzen mehr: Viktor Bernecker, Vater der VfL Spielerinnen Melanie und Stefanie und seit Jahren ständiger Begleiter der Truppe, hatte einen kurzen Draht nach Hildesheim, wo zur gleichen Zeit das zweite Spiel der Gruppe A der Aufstiegsrunde zwischen Eintracht Hildesheim und FSV Harburg stattgefunden hatte.

„Ingrid, ihr seid aufgestiegen“, rief er von der Tribüne VfL-Spielertrainerin Ingrid Schilk zu. Die konnte ihr Glück zunächst gar nicht fassen, aber als dann als Information nachgereicht wurde, das Spiel in Hildesheim sei 12:12 ausgegangen, war der Triumph perfekt. Damit hat der VfL vor dem letzten Spiel der Runde am Mittwoch beim FSV Harburg drei Punkte Vorsprung und das „Endspiel“ um den Gruppensieg, auf das so vieles in der Aufstiegsrunde hingedeutet hatte, war geplatzt.

 

Bei den Oldesloerinnen aber war darob niemand böse. „Wir sind natürlich überglücklich, den Aufstieg in die Regionalliga, den wir im letzten Jahr nur um ein Tor verpaßt hatten, geschafft zu haben. Natürlich war es ein schweres Stück Arbeit – auch heute noch –, aber ich glaube, wir haben uns diesen Erfolg redlich verdient“, gab Ingrid Schilk die Stimmung der ganzen Mannschaft wieder.

Vor der Regionalliga ist ihr nicht bange: „Wir müßten mit unserer homogenen Truppe auch in der höheren Klasse bestehen können. Vielleicht können wir uns auf der einen oder anderen Position ja sogar noch verstärken oder ergänzen.“

Aber das ist noch Zukunftsmusik. Zurück zum Spiel: Ein Spaziergang ist das dritte und letzte Heimspiel für den VfL weiß Gott nicht geworden. Obwohl mit nur acht Spielerinnen in de Stormarner Kreisstadt angereist und mit 1:7 Punkten ja schon vorher im Kampf um den Aufstieg chancenlos, verkaufte sich Rot-Weiß Damme so teuer wie irgend möglich. Alle Achtung vor der sportlichen Einstellung des Zweiten der Nordsee-Oberliga, die im übrigen ja auch die Hildesheimer Eintracht, die gegen Harburg in der gleichen aussichtslosen Ausgangsposition war, an den Tag legte.

 

Der unverminderte Ehrgeiz des Gegners aber war nicht der einzige Grund, warum das Spiel in der Stormarnhalle lange auf der Kippe stand. Das hing auch damit zusammen, daß beim VfL nicht alle Spielerinnen ihre Bestform aus den letzten Spielen halten konnten. Auffällig war das insbesondere bei Melanie Bernecker und Torhüterin Annette Schümann.

„Melli“, die vorher mehr als die Hälfte der VfL-Tore in der Aufstiegsrunde geworfen hatte, faßte während des gesamten Spiels nicht recht Tritt und blieb ohne jeden Treffer. Die VfL-Keeperin ließ nur ganz sporadisch ihre Superform der letzten Spiele aufblitzen und kassierte ein paar unglückliche Gegentore.

Dazu war Martina Gliewe aus der Stamm-Sieben, wie schon zuletzt, ein gehöriges Stück von ihrer Bestform entfernt. Aber es zeichnet die Mannschaft gerade aus, wie sie schwächere Leistungen auch von Leistungsträgerinnen wegsteckt und kompensiert. Dafür sprangen vor allem Heinke Juds, Ingrid Schilk und Dörte Knickrehm in die Bresche.

35 Minuten war das Spiel absolut ausgeglichen. 8:8 stand es zu diesem Zeitpunkt, wobei bis zum 5:4 (17. Minute) zumeist der Gast einen Treffer vorgelegt hatte, danach dann stets der VfL. Innerhalb von 120 Sekunden machten dann Dörte Knickrehm und Ingrid Schilk (2) aus dem 8:8 ein 11:8. Dieser Drei-Tore-Vorsprung hielt bis zur 46. Minute (12:9), obwohl Ingrid Schilk sich beim 11:8 verletzte, Andrea Hasenberg wenig später eine Zwei-Minuten-Strafe bekam und ein von Dörte Knickrehm verwandelter Siebenmeter wegen Übertritts nicht als Tor gegeben wurde.

 

Dann aber drohte es für den VfL noch einmal eng zu werden. Plötzlich meinten es die Schiedsrichter gar nicht mehr gut mit dem VfL. Innerhalb von Sekunden gab es Zeitstrafen für Dörte Knickrehm und Andrea Hasenberg. Zusätzlich bei „Hasis“ vermeintlichem Foul einen Siebenmeter, den Dammes Haupttorwerferin Claudia Forth (8/4) zum 10:12 verwandelte.

Jetzt aber holte Heinke Juds, schon vorher in toller Form, zum ganz großen Schlag aus. In doppelter Unterzahl (vier gegen sechs Feldspielerinnen) baute sie mit zwei tollen Toren den Vorsprung auf 14:10 aus. Sie hatte vorher auch schon – unter anderem – das 12:9 erzielt, und setzte mit dem 15:10, als die Mannschaft wieder vollzählig war, noch einen drauf.

Damit war die Partie endgültig gelaufen, der Rest nur noch Formsache. Heinke Juds war mit sieben Treffern auch erfolgreichste Werferin ihrer Mannschaft gefolgt von Ingrid Schilk (5) und Dörte Knickrehm (4). Außerdem gelang nur noch Martina Gliewe ein Treffer.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.5.1990

 

 

Das VfL-Erfolgsteam

Andrea Hasenberg: Die Mannschaftsführerin ist die „Seele“ der Mannschaft. Kämpferisch unübertroffen und in der Abwehr und am Kreis.

Ingrid Schilk: Obwohl nur ein paar Wochen vor Saisonbeginn Mutter geworden, kam sie wegen Personalproblemen gleich nach Beginn der Punktspiele auch als Spielerin in die Mannschaft und war, auch als es keine Engpässe mehr gab, daraus nicht mehr wegzudenken.

Annette Schümann: Die VfL-Torhüterin hat eine tolle Entwicklung hinter sich. Sie füllte schnell die Lücke die Jeanine Hildebrandt hinterließ und wuchs nach zweimonatiger Pause (Bänderverletzung) über sich hinaus.

Melanie Bernecker: In der Punktspielrunde schon Haupttorschützin, aber da, was man der jungen Spielerin nachsehen muß, noch Schwankungen unterworfen. In der Aufstiegsrunde, als es um die Wurst ging, dann voll da.

Dörte Knickrehm: Neben Andrea Hasenberg die größte Kämpferin im Team. Ist physisch und konditionell von allen Oldesloer Spielerinnen wohl am besten drauf.

Heinke Juds: In der Oberliga-Hinrunde lief es bei ihr nicht nach Wunsch. Sie wurde aber gegen Saisonende aber immer stärker und war in der Aufstiegsrunde ein Trumpf-Ass.

Martina Gliewe: Sie hat von allen VfL-Spielerinnen wohl den härtesten Wurf. Aber sie setzt ihre Hauptwaffe oft nicht trickreich und variabel genug ein. Bei ihr liegen für die Zukunft sicher noch Reserven brach.

Stefanie Bernecker: Führte in der Mannschaft in der Saison lange Zeit Regie, ehe sie eine Fingerverletzung aus der Bahn brachte und zur Pause zwang. War aber zum Ende der Aufstiegsrunde wieder fit.

Nicole Röhrs: Die drahtige Außenspielerin ist Spezialistin für schnelle Tempogegenstöße. „Tiger“, die kleinste VfL-Spielerin, hat auch in der Abwehr große Fortschritte gemacht.

Alexandra Bartels: Hat sich mächtig herausgemacht. In der letzten Saison noch ein „Notnagel“, hat sie jetzt Anschluß an das Leistungsvermögen ihrer Mannschaftskameradinnen gefunden.

Christine Bohnhoff: Die Reinbekerin kam nur sporadisch zum Einsatz, hat dann aber im Rahmen ihrer Möglichkeiten meist Optimales geleistet.

Der Kreis der Personen, die Anteil am Erfolg der Mannschaft hatten, ist damit noch nicht abgerundet. Dazu gehören natürlich auch noch Claus Schilk, der sich offiziell Betreuer nennt, aber als Coach während der Spiele und „Mädchen für Alles“ sicher mehr als nur „heimlicher“ Trainer der Mannschaft ist, die Mannschaftsbetreuer Peter Stäcker (mußte nach Ende der Oberliga-Saison aufhören, da er sich beruflich nach Frankfurt verändert) und Reinhard Prömper, der Masseur des Teams.

Und auch der Kreis der Spielerinnen, die in der Saison dabei waren, ist nicht komplett. Minigolf-Europameisterin Annabel Hartmann stieg im letzten Spätherbst aus und wechselte zum VfL Rethwisch. Nicole Greve, um die es so viel Wirbel gab, leistete tüchtige Arbeit, als Annette Schümann verletzt war, verschaffte sich am Beginn der Aufstiegsrunde dann aber einen unrühmlichen Abgang.

Für sie sprang als Ersatztorhüterin – ohne aber zum Einsatz zu kommen – noch einmal Martina Pusch ein, die ihre Laufbahn eigentlich schon abgeschlossen hatte, ihrem Club sich aber in sportlich toller Geste noch einmal zur Verfügung stellte.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.5.1990

 

Spiel ohne Bedeutung

(mth) Auf den heutigen Tag hatten die Handballdamen des VfL Oldesloe eigentlich hingefiebert. In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga hatte vieles darauf hingedeutet, daß die Partie des Schleswig-Holstein-Meisters beim FSV Harburg um 20 Uhr in der Halle an der Kerschensteinerstraße in Hamburg 90 die Entscheidung in der Gruppe A bringen würde, also einem Endspiel fast gleich käme. Aber es kommt ja gerade im Sport anders, als man denkt. So auch in dieser Runde. Der VfL hat sein großes Saisonziel, den Aufstieg in die Regionalliga, schon vorzeitig erreicht. Er machte mit dem 17:14-Erfolg am letzten Sonnabend gegen RW Damme den Aufstieg schon perfekt, weil FSV Harburg zur gleichen Zeit bei Eintracht Hildesheim nur 12:12 spielte. Die heutige Partie ist deshalb ohne Bedeutung, da der VfL den ersten und de Harburgerinnen den zweiten Platz nicht mehr verlieren können. Entsprechend locker werden beide Teams in das Spiel gehen. Nicht nur der VfL, bei dem Melanie Bernecker wegen einer Klassenreise fehlen wird – hätte das Spiel noch Bedeutung gehabt, wäre sie von der vorzeitig zurückgekehrt –, auch die Harburgerinnen werden es ruhig angehen lassen. Sie haben noch mehr Grund, sich zu schonen, denn für sie geht der strapaziöse Kampf um den Aufstieg ja noch weiter. Innerhalb der nächsten Woche folgen für sie noch zwei Ausscheidungsspiele gegen den Oldenburger SV (Zweiter in der Gruppe B), in denen vorsorglich ein möglicher dritter Aufsteiger ausgespielt wird.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.5.1990

 

16:13: VfL gewann auch sechstes Spiel

(mth) Für den Aufstieg in die Regionalliga war das letzte Spiel der Handballdamen des VfL Oldesloe beim FSV Harburg zwar ohne Bedeutung – die Oldesloerinnen hatten ihr Ziel ja schon vorher erreicht –‚ aber die Truppe um Spielertrainerin Ingrid Schilk brachte dennoch genug Ehrgeiz auf, um auch das sechste Spiel der strapaziösen Runde mit einem Sieg zu beenden.

16:13 (9:6) hieß es am Ende für die Oldesloerinnen. Der Sieg geriet dabei auch ohne Torjägerin Melanie Bernecker (Klassenreise) nie in Gefahr. Nur einmal – zum 1:0 in der Anfangsphase – führten die Harburgerinnen, ansonsten bestimmte stets der VfL das Geschehen.

Die 16 Tore teilten sich dabei Heinke Juds, Martina Gliewe (je 4), Dörte Knickruhm (3), Ingrid Schilk (2), Nicole Röhrs, Alexandra Bartels und Stefanie Bernecker. Außerdem kamen noch Andrea Hasenberg, Christine Bohnhoff und Torhüterin Annette Schümann (wieder mit sehr guter Leistung) zum Einsatz.

Als weit weniger gut empfanden die Oldesloer die Leistung des Schiedsrichtergespanns Schwark/Tschirne (Büdelsdorf). Insbesondere nicht Betreuer Claus Schilk. Der verließ nach rund 50 Minuten deshalb auch die Bank. Er hatte sich vorher beim Kampfgericht abgemeldet, dennoch wurde sein Fortgang von den Unparteiischen als Unsportlichkeit ausgelegt und mit einer roten Karte bedacht.

Gegen die haben die Oldesloer entschieden Einspruch eingelegt, so daß die Aufstiegsrunde noch ein kleines Nachspiel haben wird.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.5.1990

 

VfL-Damen blieben ohne Verlustpunkt

Eine lange, strapaziöse, aber sehr erfolgreiche Handball-Saison beendeten die Damen des VfL Oldesloe mit einem 16:13 Sieg beim FSV Harburg. Damit schloss der VfL die Aufstiegsrunde mit einer makellosen Bilanz von 12:0 Punkten ab.

In einem Spiel, in dem es für beide Seiten um nichts mehr ging, sorgte eigentlich nur das Schiedsrichtergespann mit seinen Entscheidungen, abwechselnd für Heiterkeit und Entsetzen auf beiden Seiten. Höhepunkt war die - später zurückgenommene - Rote Karte gegen den Oldesloer Masseur Reinhard Prömper, der irrtümlicherweise für den (meckernden) Trainer gehalten wurde.

Im Spiel selbst setzte sich die technisch bessere Mannschaft durch. Durch einen Treffer von Heinke Juds zum 5:2 erspielte der VfL erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung, der bis zur Pause gehalten werden konnte. Nach der Pause kam Harburg nur einmal auf 12:13 in der 50. Minute heran, doch als Steffi Bernecker kurz darauf das 15:12 erzielte, war die Entscheidung gefallen. So kam der VfL auch ohne Melli Bernecker (Klassenfahrt) zu einem sicheren Erfolg.

Lübecker Nachrichten vom 11.5.1990

Sieger der zweiten Staffel und damit zweiter Aufsteiger in die Regionalliga wurde die Mannschaft aus Tostedt, die sich ganz knapp gegen den Oldenburger SV durchsetzen konnte.

Aber es gab noch einen dritten Aufsteiger - der Oldenburger SV konnte sich in den Relegationsspielen gegen den FSV Harburg durchsetzen und stieg mit auf..

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