Saison 1980/81 - 1. Halbjahr

VfL Oldesloe Handball
Weibliche Jugend A

 

Sonnabend, 28. Juni 1980

Eulenspiegelpokal erfolgreich verteidigt. VfL-Handballmädchen ungeschlagen Turniersieger.

(js). Zum zweiten Mal hintereinander hat die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe das Turnier um den Eulenspiegelpokal in Mölln gewonnen. Somit bleibt das Edelmetall, das bereits seit 1979 im Besitz der Mannschaft ist, für ein weiteres Jahr in der Stormarner Kreisstadt.

Trotz leichter Anfangsschwierigkeiten gelang es den Oldesloer Handballmädchen im Verlaufe des Turniers‚ alle ihre Gegner auszuspielen. Denkbar knapp siegten sie allerdings in den ersten Spielen der Vorrunde. Berlin-Spandau konnte nur mit 6:5 bezwungen werden, gegen HT 16 Hamburg fiel der Sieg mit 3:2 noch knapper aus.

Andrea Güldenpfennig

Dann allerdings schien die Truppe um Ulli Meyer, der wegen eines Trainerlehrganges verhindert war und von Ulli Münchow vertreten wurde, langsam warm zu werden. Ohne große Mühe siegten sie gegen TS Kaltenkirchen I mit 5:1 und gegen VfL Rethwisch sogar mit 10:0.

Auch in der Zwischenrunde schickten sie ihre Gegner geschlagen in die Kabinen: TS Kaltenkirchen II wurde mit 7:0 und TG Rangenberg mit 11:3 bezwungen. Selbst im Finale hatten die Mädchen noch genügend Luft, um ihren Gegner, den Wandsbeker FC glatt mit 7:0 zu besiegen und sich damit der ersten Pokalsieg der neuen Saison zu sichern.

Martina Pusch

Mit insgesamt 14 Treffern war Andrea Güldenpfennig wieder einmal die erfolgreichste Werferin des VfL. Ihr folgten Susanne Paetz (10), Martina Ivens, Anja Bünger (beide 6), Meike Schäfer (5), Andrea Struppek (4), Wiebke Rickert (3), Nicole Wilckens (2) und Martina Scholz (1 Treffer), Auch Martina Pusch bot im Tor wieder eine ausgezeichnete Leistung.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.7.1980

 

Mittwoch, 2. Juli 1980

Festball zu Ehren der Handballmädchen.

(js) Mit einem großen Festball in der Festhalle in der Grabauer Straße wird am kommenden Sonnabend, dem 5. Juli, ab 20 Uhr der neue und alte Deutsche Meister der weiblichen Handball A-Jugend, der VfL Bad Oldesloe, geehrt. Zu dem Ball, zu dem alle Oldesloer eingeladen sind, haben sich zahlreiche Prominente angesagt. Außerdem wird eine bekannte Tanzkapelle spielen. Der Eintritt zu der Veranstaltung kostet zehn Mark, um vorherige Anmeldung bei Ulli Meyer wird gebeten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.7.1980

 

Sonnabend, 5. Juli 1980
Die Nacht der VfL-Handballmädchen. Stadt ehrte deutsche Meister mit großem Festball.

(js) Wieder einmal standen die Handballmädchen des VfL Oldesloe ganz im Mittelpunkt des Geschehens. Diesmal allerdings nicht in sportlicher, sondern in gesellschaftlicher Hinsicht.

Im Rahmen eines großen Festballes, der eigens für den nunmehr zweifachen deutschen Meister der weiblichen Handball A-Jugend veranstaltet wurde, ehrte die Stadt Bad Oldesloe die Mädchen um Trainer Ulli Meyer.

In einer kurzen Ansprache hob Bürgerworthalter Dieter Achterberg noch einmal die großartige Leistung der Spielerinnen hervor. Das Stadtfest und die Erringung des zweiten Meistertitels, was beides auf einen Tag fiel, sei von der Bevölkerung in einmaliger Weise gefeiert worden, betonte Dieter Achterberg.

Im Anschluß daran überreichte er der Mannschaftsführerin Antje Schütt einen Gutschein für Trikots. Einen weiteren Scheck für seine Mannschaft konnte Trainer Ulli Meyer entgegennehmen. Nicht in der Ehrung teilnehmen konnte die Torhüterin des deutschen Meisters,Katrin Schäfer. Sie liegt zur Zeit mit einer Beinverletzung (Bänderriß) im Krankenhaus.

Bis in die frühen Morgenstunden feierten die Handballmädchen und ihre Fans in der Festhalle. Zwischendurch gab es um Mitternacht noch ein besonderes Ereignis: Die beiden Spielerinnen Antje Schütt und Anja Müller wurden 18 Jahre alt und müssen jetzt aus der A-Jugend ausscheiden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.7.1980

 

Mittwoch, 20. August 1980
Ein erfolgversprechender Auftakt des Deutschen Meisters. VfL-Handballmädchen begannen Saison in Holland.

(st) Für die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe, Deutscher Meister in den beiden letzten Jahren, begann die neue Saison am letzten Wochenende mit einem Turnier im holländischen Utrecht. Die Mannschaft von Erfolgstrainer Ulli Meyer hatte die Reise nach Holland in einem VW-Bus angetreten, den ihr Sponsor, die Oldesloer Firma Hako, zur Verfügung gestellt hatte. In HengeIn wurden die Oldesloer Mädchen von der Handballfamilie Johann van Harte überaus gastfreundlich aufgenommen.

Am ersten Tag ihres Aufenthaltes wurde den Stormarner Mädchen ein sehr abwechslungsreiches Programm geboten. Nach einem leichten Training vergnügte man sich zunächst im Hengeloer Freibad, ehe es nach Amsterdam ging, wo ein Flohmarktbesuch und ein Stadtbummel auf dem Programm standen. Abends wurden dann auf einer Disco viele neue Kontakte geknüpft.

Am Sonntag aber wurde es dann auch sportlich ernst, denn nun galt es die Hauptsache der Reise, das internationale Kleinfeldturnier, zu bewältigen. Im Eröffnungsspiel besiegte der VfL Gastgeber Achilles Utrecht recht mühevoll mit 4:0. In den anderen Vorrundenspielen gab es für die Stormarnerinnen darin klarere Erfolge. Sport Vercent Utrecht wurde mit 14:4 geschlagen und gegen MMO Hoogmade gab es einen glatten 10:3-Sieg.

Im Endspiel traf der VfL dann auf die sehr starke Vertretung von Aristos Amsterdam. Nach sehr spannendem Spielverlauf mit ständig wechselnder Führung gewannen die Amstedammerinnen schließlich mit 7:5 und verwiesen den Deutschen Meister damit auf den zweiten Platz.

Mit Andrea Güldenpfennig (8), Susanne Paetz (6), Martina Ivens, Andrea Struppek (je 5), Wiebke Rickert, Anja Bünger und Meike Schäfer (je 3) konnten sich im Verlauf des Turnieres alle eingesetzten Feldspielerinnen in die Torschützenliste eintragen. Im Tor setzte Trainer Ulli Meyer Martina Pusch und Anke Petersen ein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.8.1980

 

Mittwoch, 27. August 1980

Trainingslager auf der Insel Sylt.

(st) Der Deutsche Meister der weiblichen Handball-A-Jugend, der VfL Oldesloe, nutzte das letzte Wochenende zu einem Kurztrainingslager auf der Insel Sylt. Im Rahmen dieses Trainingslagers, bei dem auch die Annehmlichkeiten der Ferieninsel nicht zu kurz kamen, wurde auch ein Vorbereitungsspiel auf die neue Saison gegen die Sportfreunde List ausgetragen. Dabei zeigten die Insulanerinnen in der Anfangsphase überhaupt keinen Respekt vor dem Deutschen Meister und gingen sogar mit 5:3 in Führung. Bis zur Halbzeit aber konnte der VfL auf 8:8 ausgleichen und im zweiten Spielabschnitt waren die Stormarnerinnen dann konditionell klar überlegen und gewannen am Ende noch deutlich mit 19:10. Andrea Güldenpfennig (6), Martina Ivens (4), Susanne Paetz (3), Meike Schäfer, Anja Bünger und Wiebke Rickert (je 2) warfen dabei die Tore für die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer. Außerdem kam noch Anke Petersen im Tor zum Einsatz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.8.1980

 

Mittwoch, 3. September 1980

Der Deutsche Meister ist schon gut in Form. Die VfL-Mädchen gefielen bei einem Turnier in Altenholz. Heute nach Bonn abgereist.

(mth) Am letzten Wochenende beteiligte sich die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe an einem Hallenturnier des TSV Altenholz, an dem sich unter anderem sechs Oberliga-Mannschaften, darunter auch der norddeutsche Vizemeister TuS Alstertal, beteiligten. Der amtierende Deutsche Meister nutzte dieses Turnier als Vorbereitung auf die neue Saison und, obwohl am Ende „nur“ ein vierter Rang heraussprang, war Trainer Ulli Meyer mit den Leistungen seiner Schützlinge am Ende sehr zufrieden.

Die Vorrundenspiele begannen für den VfL mit einem sicheren 7:3-Sieg über Oberliga-Aufsteiger KSV Holstein Kiel. In der zweiten Begegnung leistete der TSV Nord Harrislee weit mehr Widerstand, aber auch dieses Spiel konnten die Oldesloerinnen mit 8:6 für sich entscheiden. SV Mönkeberg (9:4) und AMTV Hamburg (8:6) hießen die nächsten Stationen der Oldesloerinnen, ehe es zum entscheidenden Vorrundenspiel gegen den ebenfalls noch ungeschlagenen TS Riemann Eutin kam.

Die Ostholsteinerinnen legten einen Blitzstart hin und führten schnell mit einigen Toren. Im zweiten Spielabschnitt konnte sich der Deutsche Meister dann erheblich steigern, aber die Aufholjagd war vergebens, denn am Ende behielten die Eutinerinnen glücklich mit 8:7 die Oberhand und zogen damit ins Finale ein.

Unglücklich verlief für den VfL auch das Spiel um den dritten Platz gegen Gastgeber TSV Altenholz. Die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer führten in der zweiten Spielhälfte schon mit 6:3, anschließend wurden sie aber von den Schiedsrichtern benachteiligt, so daß Altenholz bis zum Ende der regulären Spielzeit noch auf 7:7 ausgleichen konnte. In der notwendig gewordenen Verlängerung siegten die Gastgeberinnen dann glücklich mit 10:9.

Trainer Ulli Meyer setzte in Altenholz folgende Spielerinnen ein: Martina Pusch, Anke Petersen (die sich beide im Tor abwechselten), Andrea Güldenpfennig (17 Tore), Susanne Paetz (6), Anja Bünger, Andrea Struppek, Martina Ivens, Wiebke Rickert und Meike Schäfer (je 5).

Mit dem Turnier in Altenholz hat der Deutsche Meister die Saisonvorbereitungen weitestgehend abgeschlossen. Das erste Punktspiel der Oldesloer Mädchen steigt am 14. September beim TSV Nord Harrislee. In eigener Halle stellen sich die Schützlinge erstmals am 28. September gegen den VfL Bad Schwartau vor. Zum Punktspielstart sind dann auch die Neuzugänge für den VfL spielberechtigt. Neben Anke Petersen, die aus der eigenen zweiten Mannschaft in den Oberliga-Kader aufstieg und schon in den meisten Vorbereitungsspielen als zweite Torhüterin eingesetzt wurde, sind dieses Katja Schoppenhauer und Deike Eumann, die bei vom TSV Bargteheide zum Deutschen Meister wechselten. Trainer Ulli Meyer verspricht sich von diesen Spielerinnen einiges.

Bevor aber mit den Punktspielen wieder der „Ernst des Lebens“ beginnt, wird den erfolgreichen VfL-Mädchen noch ein besonderer „Bonbon“ geboten. Heute um 7.30 Uhr ist die Meistertruppe zu einer viertägigen Reise in die Bundeshauptstadt Bonn aufgebrochen, zu der sie MdB Peter Kurt Würzbach nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft spontan eingeladen hatte. Neben dem umfangreichen Programm, das den Handballmädchen dabei geboten wird, kommt auf dieser Reise auch die sportliche Seite nicht zu kurz. Bereits am heutigen Abend treten die Oldesloerinnen zu einem Freundschaftsspiel beim Bonner TV an, und am Freitag kommt es in Oberlahnstein zu einer Revanche gegen Westmeister TG Oberlahnstein, den der VfL bekanntlich auf seinem Weg zum zweiten Meistertitel in der Vorschlußrunde ausgeschaltet hatte.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.9.1980

 

Freitag, 5. September 1980

Zwei Oldesloerinnen zum Auswahllehrgang.

(st) Voll im Stress sind schon vor dem Beginn der Punktspielserie, die am 14. September erfolgt, Meike Schäfer und Martina Pusch vom Deutschen Meister der weiblichen Handball-A-Jugend.

Martina Pusch

Unmittelbar nach ihrer Rückkehr aus Bonn, wo der VfL auf Einladung von MdB Peter Kurt Würzbach zur Zelt weilt, am frühen Sonnabendnachmittag, reisen die beiden Meistermädchen weiter nach Eckernförde, wo sie an einem zweitägigen Lehrgang der schleswig-holsteinischen Landesauswahl teilnehmen.

 

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.9.1980

 

Mittwoch, 10. September 1980

Der Deutsche Meister in der Hauptstadt. Die Bonn-Reise war ein tolles Erlebnis. Den VfL-Mädchen wurde viel geboten und sie bedankten sich mit großen Siegen.

(mth) Zu einem eindrucksvollen Erlebnis wurde für die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe die viertägige Bonn-Reise, zu der sie der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Kurt Würzbach nach dem Gewinn des zweiten Deutschen Meistertitels spontan eingeladen hatte.

Den Meistermädchen und ihrem Trainer Ulli Meyer wurde dabei ein umfangreiches und informatives Programm angeboten. Besuche in verschiedenen Ministerien mit ausführlichen Informationsgesprächen lösten sich mit weniger anstrengenden Veranstaltungen, wie zum Beispiel eine Stadtrundfahrt und eine Rheinschiffahrt, an der auch Gastgeber Peter Kurt Würzbach teilnahm, ab.

Aber auch die sportliche Seite kam bei der Reise nicht zu kurz. Schließlich beginnt am kommenden Sonntag mit dem Spiel beim TSV Nord Harrislee die Punktrunde in der schleswig-holsteinischen Oberliga und da wollte man natürlich nicht gerne „einrosten“. Schon am Mittwoch, dem Anreisetag, war am Abend eine Freundschaftsbegegnung gegen den Bonner TV angesetzt.

Der Deutsche Meister schüttelte dabei die Anstrengungen der neunstündigen Autobahnfahrt wie nichts aus den Gliedern. Vor gut 200 Zuschauern boten die Mädchen um Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig eine wahre Handballdemonstration, und „fegten“ die Bonner Gastgeberinnen mit 29:8 förmlich „von der Platte“. Die Hauptstädterinnen zeigten dabei zwar einige gute spielerische Ansätze, aber sie hatten doch viel zu viel Respekt vor dem Deutschen Meister und vor allem dem Tempo und der Kondition der „Nordlichter“ nichts entgegenzusetzen.

Andrea Güldenpfennig war mit sieben Toren standesgemäß die erfolgreichste Torwerferin. Aber auch Andrea Struppek, Anja Bünger, Meike Schäfer (je 5), Wiebke Rickert (4) und Susanne Paetz langten ganz schön hin. Außerdem wurden noch die beiden Torhüterinnen Martina Pusch und Anke Petersen eingesetzt.

Sportlich noch reizvoller aber war gewiß die Begegnung am Freitag beim amtierenden Westmeister TG Oberlahnstein. Gegen diese Mannschaft hatten die Oldesloerinnen ja im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft antreten müssen, und so wie im Frühjahr behielt der VfL auch dieses Mal die Oberhand. Zur Halbzeit führten die Stormarner Mädchen schon schier uneinholbar mit 7:2, dann aber kamen die Oberlahnsteinerinnen doch mächtig auf und konnten bis auf 6:9 herankommen. Die Oldesloerinnen überstanden aber auch diese Phase und Andrea Güldenpfennig, die mit sechs Toren wieder erfolgreichste Werferin war, schraubte mit drei erfolgreich abgeschlossenen Alleingängen das Endergebnis noch auf 12:8.

Meike Schäfer (2), Wiebke Rickert, Andrea Struppek, Susanne Paetz und Anja Bünger erzielten die weiteren Tore für den VfL. Wie schon in den Spielen um die Deutsche Meisterschaft brachte Martina Pusch, die sich im Tor mit Anke Petersen abwechselte, mit zwei gehaltenen Siebenmetern den Westmeister fast zur Verzweiflung.

Im Anschluß an das Spiel frischten die Spielerinnen beider Mannschaften und ihre Begleitpersonen die über Pfingsten geknüpften Kontakte bei einer gemütlichen Feier wieder auf.

Für zwei VfL-Meistermädchen, Martina Pusch und Meike Schäfer, ging es im übrigen gleich nach der Rückkehr aus Bonn am Sonnabend weiter. Zusammen mit Trainer Ulli Meyer reisten sie nach Eckernförde, wo sie an einem Lehrgang zur Bildung einer Landesauswahl teilnahmen. Auch diese Prüfung bestanden sie mit Glanz und Gloria. Beide schafften auf Anhieb den Sprung in den Auswahlkader. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.9.1980

 

Sonntag, 14. September 1980

Geehrt, geglänzt und dann gekrampft. Mühevoller 12:8-Sieg des Deutschen Meisters in Harrislee.

(mth) Vor dem Beginn der neuen Punktspielsaison in der schleswig-holsteinischen Oberliga wurde die weibliche Handball-A-Jugend des VfL noch einmal nachdrücklich an das erfolgreiche Ende der letzten Saison erinnert. Bevor es am Sonntag für die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer beim TSV Nord-Harrislee ernst wurde, wurden sie unter dem Beifall der Zuschauer vom Schleswig-Holsteinischen Handballverband für den erneuten Gewinn der Deutschen Meisterschaft geehrt.

Von dieser Ehrung wohl noch animiert, spielten die Oldesloer Mädchen dann auch in den ersten Minuten meisterlich auf und zogen über 2:0 und 4:1 schnell auf 5:2 davon. Als dann aber VfL Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig kurz gedeckt wurde, riß beim Deutschen Meister der Faden. Die anderen Spielerinnen trauten sich nicht zu, nun ihrerseits das Spiel zu übernehmen und ehe man sich versah, hatten die Gastgeberinnen zur Halbzeit auf 5:5 ausgeglichen.

Der zweite Spielabschnitt litt dann unter sehr schlechten Schiedsrichterleistungen, unter denen aber beide Teams gleichermaßen zu leiden hatten. Nach einem 5:6-Rückstand hatten die Oldesloerinnen das Glück, daß wenigstens Torhüterin Martina Pusch voll auf dem Posten war. Sie hielt drei Siebenmeter hintereinander und vereitelte damit eine höhere Führung der Flensburgerinnen. Auf der anderen Seite scheiterten die Oldesloerinnen bei vier klaren Tormöglichkeiten recht kläglich.

Mit ein wenig Glück, aber auch mit viel Kampfgeist überwand der VfL schließlich diese Phase und brachte das Spiel wieder unter seine Kontrolle. Der 12:8- Endstand für die Oldesloerinnen allerdings, daran kann kein Zweifel bestehen, schmeichelt dem Deutschen Meister ein wenig.

Andrea Güldenpfennig und Andrea Struppek, die unter anderem zwei Siebenmeter verwandelte, waren mit je drei Treffern die erfolgreichsten Torwerferinnen. Martina Ivens, Anja Bünger (je 2), Meike Schäfer und Susanne Paetz warfen die restlichen VfL-Tore. Außerdem kamen noch Martina Pusch, Wiebke Rickert und Katja Schoppenhauer zum Einsatz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.9.1980

 

Sonntag, 21. September 1980

Pfosten verhinderte Sieg.

(mth) Nach äußerst spannenden Spielverlauf büßte der amtierende Deutsche Meister der weiblichen Handball-A-Jugend, der VfL Oldesloe, in seinem zweiten Auswärtsspiel in der neuen Saison der schleswig-holsteinischen Oberliga bei Aufsteiger KSV Holstein Kiel mit einem 12:12-Unentschieden den ersten Punkt ein.

Die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer begannen sehr stark und führten nach fünf Minuten mit 2:0. Als danach ein Siebenmeter nicht verwandelt werden konnte, riß bei den Oldesloerinnen vorübergehend der Faden. Die Kielerinnen gingen mit 3:2 in Front und bauten diesen Vorsprung bis zum Seitenwechsel auf 6:4 aus.

Im zweiten Spielabschnitt gerieten die Stormarnerinnen dann sogar noch mehr in Rückstand. Mitte der zweiten Halbzeit sahen die Holsteinerinnen beim Stande von 9:6 schon wie die sicheren Siegerinnen aus, da aber bäumte sich der Deutsche Meister noch einmal mächtig auf. Er konnte auf 9:9 gleichziehen und auch eine folgende 11:9-Führung der Kielerinnen wurde schnell wieder egalisiert. Holstein Kiel ging anschließend noch einmal mit 12:11 in Führung, doch Martina Ivens konnte eine Minute vor Spielschluß wiederum ausgleichen und die gleiche Spielerin verpaßte fünf Sekunden vor dem Abpfiff sogar noch den Siegtreffer, als sie nach einem Alleingang nur den Pfosten des Kieler Tores traf.

Überhaupt war das Holz des gegnerischen Tores den Oldesloerinnen in diesem Spiel zu oft im Wege. Nicht weniger als sieben Mal scheiterten Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig und ihre Mannschaftskameradinnen an Pfosten und Latte des Holstein-Tores. Hinzu kamen zwei verworfene Siebenmeter und etliche Situationen, in denen die unsicheren Schiedsrichter der Truppe von Trainer Ulli Meyer solche Strafwürfe verweigerten.

Andrea Güldenpfennig und Meike Schäfer waren mit je vier Treffern die erfolgreichsten Werferinnen des VfL. Martina Ivens, Katja Schoppenhauer, Wiebke Rickert und Susanne Paetz warfen die restlichen Tore. Die Torhüterinnen Martina Pusch und Anke Petersen, Andrea Struppek und Anja Bünger kamen ferner noch zum Einsatz. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.9.1980

 

Freitag, 26. September 1980

VfL-Mädchen erstmals vor eigenem Publikum.

(mth) Der Deutsche Meister der weiblichen Handball-A-Jugend, der VfL Oldesloe, stellt sich am Sonntag zum ersten Mal seit dem erneuten Titelgewinn im Juni wieder vor eigenem Publikum in der Stormarnhalle vor. Gegner der Schützlinge von Trainer Ulli Meyer im dritten Spiel der neuen Saison in der schleswig-holsteinischen Oberliga ist um 16.30 Uhr der VfL Bad Schwartau.

Die Oldesloer Mädchen haben, wie berichtet, ihre ersten beiden Auswärtsspiele bei TSV Nord Harrislee und Holstein Kiel ohne Niederlage überstanden. Wer den Mädchen dabei den Punktverlust am letzten Wochenende in der Landeshauptstadt ankreidet, tut ihnen wahrhaftig unrecht. Zum einen hieße es, von der prächtigen Truppe zuviel zu verlangen, wenn man als einzigen Maßstab eine erfolgreiche Verteidigung des Landesmeistertitels anlegen würde – immerhin hat das Meisterteam mit Antje Schütt, Anja Müller und Kathrin Schäfer drei Leistungsträgerinnen abgeben müssen, die doch spürbare Lücken hinterlassen haben –‚ und zum anderen war in Kiel beim 12:12-Unentschieden wirklich viel Pech im Spiel der Oldesloerinnen.

Hinzu kommt noch, daß Trainer Ulli Meyer bislang nur auf einen äußerst schmalen Spielerkader zurückgreifen konnte. Von den Neuzugängen stand bisher nur Katja Schoppenhauer, die vom TSV Bargteheide zum Deutschen Meister überwechselte, zur Verfügung. Deike Eumann, die vom gleichen Verein zum VfL stieß, verletzte sich bedauerlicherweise in der Vorbereitungsphase und wird vermutlich erst im November wieder mitmischen können, und auch Landesauswahlspielerin Heinke Juds (vormals SV Boostedt), die man inzwischen noch „an Land ziehen“ konnte, wird noch ein paar Spiele zuschauen müssen, dla sie erst am 2. November für den VfL spielberechtigt wird.

Gegen den VfL Bad Schwartau haben die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer am Sonntag etwas gut zu machen. In der Schlußphase der letzten Oberliga-Saison unterlagen die Oldesloerinnen in Bad Schwartau überraschend mit 10:12, wodurch erst das nervenaufreibende Entscheidungsspiel um die Landesmeisterschaft gegen den MTV Herzhorn in Bad Bramstedt nötig wurde, das die Oldesloerinnen denkbar knapp (13:12) für sich entschieden. In der neuen Saison sind die Schwartauerinnen allerdings schlecht aus den Startlöchern gekommen, so daß alles andere als ein Sieg des VfL eine Sensation wäre. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.9.1980

 

Sonntag, 28. September 1980

Der Deutsche Meister hatte nur eine Halbzeit Mühe. Sicherer 17:11-Sieg über den VfL Bad Schwartau.

(mth) Zu einem überlegenen 17:11 (6:5)-Erfolg über den VfL Bad Schwartau kam in ihrem ersten Heimspiel der neuen Saison die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe in der schleswig-holsteinischen Oberliga. Eine Halbzeit hatte der amtierende Deutsche Meister mit den Mädchen aus der Marmeladenstadt einige Schwierigkeiten, im zweiten Durchgang aber hatte er das Heft jederzeit sicher in der Hand und siegte auch in dieser Höhe verdient.

Herausragende Spielerin war einmal mehr Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig, die Abwehr und Angriffsspiel ihrer Mannschaft dirigierte und selbst auch zehn Tore zum Erfolg beisteuerte. Ganz besonders bemerkenswert war dabei der 17. und letzte Treffer in der Schlußsekunde. als Andrea einen Freiwurf aus gut 15 Metern Entfernung trotz vor ihr aufgebauten Mauer der Schwartauerinnen unhaltbar verwandelte.

Mit drei Treffern zeigte aber auch Anja Bünger, daß sie bei weiterer kontinuierlicher Aufbauarbeit durchaus die ihr zugedachte Entlastungsrolle als Torwerferin spielen kann. Meike Schäfer (2), Wiebke Rickert und Andrea Struppek erzielten die restlichen Treffer. Außerdem setzte Trainer Ulli Meyer noch Martina Pusch, Susanne Paetz, Katja Schoppenhauer ein. Die zweite Torhüterin, Anke Peter-sen. kam nicht zum Einsatz. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.9.1980

 

Freitag, 3. Oktober 1980

(st) … Spielfrei ist die weibliche A-Jugend des VfL. Der Deutsche Meister bestreitet sein nächstes Spiel erst am 19. Oktober beim MTV Herzhorn, der in diesem Jahr erklärter Meisterschaftsfavorit ist.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.10.1980

 

Freitag, 17. Oktober 1980

(st) … Im Einsatz ist am Wochenende nach zweiwöchiger Punktspielpause auch wieder die weibliche A-Jugend in der schleswig-holsteinischen Oberliga. Der amtierende Deutsche Meister tritt am Sonntag um 9.30 Uhr beim vorjährigen Vizemeister MTV Herzhorn an. Die Steinburgerinnen, die im Gegensatz zum VfL gegenüber der letzten Saison keine Stammspielerinnen abgeben mußten, gelten in diesem Jahr als großer Meisterschaftsfavorit und wollen diesen Anspruch natürlich gerade gegen den Titelverteidiger unter Beweis stellen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.10.1980

 

Sonntag, 19. Oktober 1980

Der Deutsche Meister schon wieder auf dem Vormarsch. Toller 10:8-Sieg der VfL-Mädchen in Herzhorn.

(mth) Die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe ist in der schleswig-holsteinischen Oberliga schon wieder mächtig auf dem Vormarsch. Beim MTV Herzhorn, der in diesem Jahr eigentlich als erklärter Meisterschaftsfavorit gilt, kamen die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer zu einem 10:8 (5:4)-Erfolg. Der amtierende Deutsche Meister schob sich damit in der Tabelle an den Herzhornerinnen vorbei und belegt nun hinter dem erstaunlich starken Aufsteiger SV Itzehoe den zweiten Platz.

Der VfL bot in Herzhorn seine wohl bisher beste Saisonleistung und ging überaus konzentriert zu Werke. Die Gastgeberinnen konnten zwar mit 1:0 in Führung gehen, aber Andrea Güldenpfennig und Anja Bünger konterten postwendend und brachten ihrerseits den Deutschen Meister mit einem Tor in Front. Diesen knappen Vorsprung konnten die Oldesloerinnen bis zum 5:4-Halbzeitstand behaupten. Großen Anteil daran hatte Susanne Paetz, die ihre Aufgabe als „Manndeckerin“ der gefährlichen Kerstin Jönßon hervorragend löste. Kerstin erzielte zwar insgesamt fünf Tore, aber ihre Wirkungskreise wurden doch entscheidend eingeengt.

Der zweite Spielabschnitt begann für die Oldesloerinnen nicht sonderlich gut, so daß der MTV mit 6:5 in Front gehen konnte. Dann aber setzte sich wieder die ruhige und überlegte Spielweise des VfL durch. Andrea Güldenpfennig, Susanne Paetz und Andrea Struppek sorgten mit drei Treffern zum 8:6 wieder für klare Verhältnisse. Herzhorn konnte danach zwar noch einmal auf 8:8 herankommen, aber Anja Bünger und Meike Schäfer machten in den Schlußminuten mit Sprungwürfen den 10:8-Sieg perfekt. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.10.1980

 

Freitag, 31. Oktober 1980

Der Deutsche Meister will ungeschlagen bleiben.

(mth) In der schleswig-holsteinischen Oberliga der weiblichen Handball-A-Jugend stellt sich der VfL Oldesloe nach längerer Pause am Sonntag um 15 Uhr wieder einmal in der heimischen Stormarnhalle vor. Gegner des amtierenden Deutschen Meisters ist die Turnerschaft Riemann Eutin, die mit 6:2 Punkten nur einen Punkt ungünstiger in der Tabelle liegt als der VfL.

Ihre einzige Niederlage bezogen die Ostholsteinerinnen in ihrem letzten Spiel, als sie Spitzenreiter SV Itzehoe, der allein noch ohne jeden Punktverlust ist, unglücklich mit 5:8 unterlagen. Die Truppe von Trainer Ulli Meyer hat also allen Grund, den Gegner ernst zu nehmen.

Auf die leichte Schulter allerdings nimmt man beim VfL die Eutinerinnen ohnehin nicht. Frisch in Erinnerung ist bei den Oldesloer Mädchen noch das Turnier beim TSV Altenholz Anfang September dieses Jahres, als man im Halbfinale auf Riemann Eutin traf und durch eine knappe 9:10-Niederlage dem Gegner den Turniersieg überlassen mußte.

Der Deutsche Meister hat also am Wochenende etwas gutzumachen und da trifft es sich gut, daß Trainer Ulli Meyer erstmals in dieser Saison „aus dem Vollen“ schöpfen kann. Nachdem er, einschließlich zweiter Torhüterin, in den bisherigen Spielen stets mit nur zehn Spielerinnen auskommen mußte, und damit natürlich großer Variationsmöglichkeiten beraubt war, stehen ihm jetzt auch die Neuzugänge Heinke Juds und Deike Eumann zur Verfügung.

Insbesondere von Landesauswahlspielerin Heinke Juds, die vom SV Boostedt zum VfL wechselte, verspricht er sich eine Verstärkung seines Rückraumes. aber auch Deike Eumann, die schon seit Saisonbeginn spielberechtigt ist, bisher aber wegen einer Verletzung ausfiel, wird die Möglichkeiten des VfL gewiß erhöhen. Gelingt es dem VfL, Christina Grage, die als Linkshänderin im Rückraum gefährlichste „Waffe“ der Eutinerinnen ist, in ihrem Spielraum einzuengen, sollte er auch im fünften Saisonspiel ungeschlagen bleiben können. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 31.10.1980

 

Sonntag, 2. November 1980

VfL-Mädchen mischen wieder mit. Klarer 19:12-Erfolg über TS Riemann Eutin.

(mth) Die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe wird auch in dieser Saison in der schleswig-holsteinischen Oberliga ein entscheidendes Wort bei der Vergabe der Meisterschaft mitreden. Davon kann man wohl ausgehen.

Die Truppe von Trainer Ulli Meyer, der seit der letzten Woche im übrigen F-Lizenzträger ist, nachdem er zuvor seine Erfolge als reiner Autodidakt verbuchte, blieb auch gegen die gewiß nicht schwache Vertretung von Riemann Eutin klar mit 19:12 (8:5) erfolgreich. Für den VfL war es der vierte Sieg im fünften Spiel und mit 9:1 Punkten liegen die Oldesloer Mädchen nur einen Punkt hinter dem noch verlustpunktfreien SV Itzehoe, der am nächsten Wochenende in der Stormarnhalle antritt.

Anlaß zu den optimistischen Prognosen gibt dabei nicht alleine der sichere Sieg des amtierenden Deutschen Meisters über die Eutinerinnen. Vielmehr wurde in diesem Spiel deutlich, daß Trainer Ulli Meyer auch in dieser Saison wieder über einen starken Kader verfügt. Die beiden Neuzugänge, Heinke Juds und Deike Eumann, die erstmals für den VfL eingesetzt werden konnten, fügten sich glänzend in die Mannschaft ein und machten mit je zwei Treffern auch deutlich, daß sie zur Entlastung von Andrea Güldenpfennig, die mit fünf Toren wiederum erfolgreichste Werferin war, beitragen können.

An der Torausbeute waren im übrigen alle neun eingesetzten Feldspielerinnen beteiligt. Meike Schäfer, Katja Schoppenhauer, Wiebke Rickert und Anja Bünger erzielten ebenfalls je zwei Tore und Andrea Struppek und Susanne Paetz waren je einmal erfolgreich. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.11.1980

 

Freitag, 7. November 1980

Die VfL-Mädchen testen Spitzenreiter SV Itzehoe. Mit einem Sieg kann der VfL die Spitze übernehmen.

(mth) In der schleswig-holsteinischen Oberliga der weiblichen Handball-A-Jugend kommt es am Sonnabend um 16 Uhr in der Stormarnhalle zum absoluten Schlagerspiel dieser Klasse. Der amtierende Deutsche Meister, der VfL Oldesloe, erwartet dann den derzeitigen Spitzenreiter SV Itzehoe. Die Steinburger Mädchen sind erst in diesem Jahr in die Oberliga aufgestiegen und haben bislang erstaunlich stark gespielt. Sie führen mit 10:0 Punkten die Tabelle an und diese Position wollen sie natürlich auch gegen den Titelverteidiger behaupten.

Die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer sind den Itzehoerinnen mit 9:1 Punkten aber dicht auf den Fersen und sie sind nach ihrer hervorragenden Leistung am letzten Wochenende beim 19:12-Erfolg über TS Riemann Eutin sicher favorisiert. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.11.1980

 

Sonnabend, 8. November 1980

Andrea war so gut wie nie.

(mth) Der amtierende Deutsche Meister der weiblichen Handball-A-Jugend, der VfL Oldesloe, hat in der schleswig-holsteinischen Oberliga am sechsten Spieltag die Tabellenführung übernommen. Die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer bezwangen in der Stormarnhalle den bis dahin verlustpunktfreien Spitzenreiter SV Itzehoe sicher mit 13:7 (7:5) und zogen damit an dem Aufsteiger vorbei.

Mühe hatte der VfL mit den Steinburgerinnen nur in der ersten Halbzeit und den ersten Minuten des zweiten Durchgangs. Susanne Paetz hatte die Oldesloerinnen in diesem Spitzenspiel vor gut 300 Zuschauern schon in den ersten Minuten mit 2:0 In Front gebracht, aber ganz so schnell wollte sich der ISV nun doch nicht vernaschen lassen. Bis Mitte der Halbzeit hatten die Itzehoerinnen auf 3:3 ausgeglichen und auch bei einem Halbzeitstand von 7:5 für den VfL war noch nichts entschieden.

In den ersten sieben, acht Minuten der zweiten Halbzeit stand das Spiel dann zeitweilig sogar auf der Kippe. Andrea Güldenpfennig, die schon im ersten Durchgang drei Tore erzielt hatte, erhöhte die VfL-Führung zwar schnell auf 8:5, aber dann kamen die Gäste auf 7:8 heran und minutenlang wogte dann das Spiel ohne Torerfolg hin und her.

VfL-Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig war es dann in der Schlußviertelstunde vorbehalten, das Spiel quasi Im Alleingang zu entscheiden. Jeder, der die VfL-Mädchen in den letzten so erfolgreichen Jahren beobachtet hat, weiß natürlich, wie groß der Anteil von Andrea an den Erfolgen schon immer gewesen ist, so toll wie gegen den ISV hat sie aber noch selten aufgetrumpft. Bis zum Schlußpfiff warf sie nun noch fünf Treffer hintereinander, wobei ein Treffer

schöner als der andere ausfiel. Sie schraubte ihr Torkonto damit auf neun Treffer und hatte auch in der Abwehr großen Anteil daran, daß den Itzehoerinnen kein weiterer Treffer mehr gelang.

Neben Andrea Güldenpfennig und Susanne Paetz waren für den VfL noch Meike Schäfer und Wiebke Rickert je einmal erfolgreich. Außerdem wurden noch Martina Pusch, Andrea Struppek, Anja Bünger, Deike Eumann, Katja Schoppenhauer und Heinke Juds eingesetzt. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.11.1980

Freitag, 14. November 1980

VfL-Mädchen wollen Tabellenführer bleiben.

(mth) Die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe will am Sonnabend in der schleswig-holsteinischen Oberliga ihre am letzten Wochenende mit einem überzeugenden Sieg gegen den SV Itzehoe errungene Tabellenführung verteidigen. Gegner des amtierenden Deutschen Meisters ist um 19 Uhr In der Stormarnhalle der TSV Kremperheide.

Die Gäste, die im Frühjahr dem VfL noch eine empfindliche 11:9-Niederlage beifügen konnten, sind in diesem Jahr nicht sonderlich stark einzuschätzen. Die Mannschaft hatte einige Abgänge zu verzeichnen und liegt jetzt noch ohne Punktgewinn am Tabellenende. Unter normalen Umständen sollte es für die Truppe von Trainer Ulli Meyer in Bestbesetzung da keine Probleme geben. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.11.1980

 

Sonnabend, 15. November 1980

Glatter 16:7-Sieg. Die VfL-Mädchen waren nicht in Gefahr. Schlußlicht Kremperheide war nur „Sparringspartner“.

(mth) Die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe ist in der schleswig-holsteinischen Oberliga ganz offensichtlich nicht bereit, die am Wochenende zuvor eroberte Tabellenspitze so bald wieder abzugeben. Der amtierende Deutsche Meister kam in der Stormarnhalle gegen Schlußlicht Kremperheide zu einem jederzeit ungefährdeten 16:7 (10:3)-Erfolg.

Die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer sind damit auch nach sieben Spielen noch ohne Niederlage. Sie haben beste Aussichten, sich den inoffiziellen Herbstmeistertitel zu sichern und wer die Mannschaft in den letzten Jahren aufmerksam beobachtet hat und daher weiß, daß sie sich in der zweiten Saisonhälfte eigentlich immer noch zu steigern vermag, muß ihr wohl auch für eine erfolgreiche Verteidigung das Landesmeister-Titels gute Chancen einräumen.

Gegen den Gast aus Kremperheide, der bei weitem nicht mehr die Stärke des letzten Jahres hat, sorgten die Oldesloer Mädchen schnell für klare Verhältnisse. Schon nach knapp sechs Minuten führten sie mit 4:0 und niemand der rund 200 Zuschauer konnte noch einen Zweifel über den späteren Sieger haben. Über ein 8:1 steigerte der VfL den Vorsprung bis zum Seitenwechsel auf 10:3.

In der zweiten Halbzeit kamen die Gäste beim Spielstand von 12:7 noch einmal etwas näher heran, aber damit hatten sie ihr Pulver dann auch schon gänzlich verschossen und der Deutsche Meister erhöhte das Endergebnis noch auf 16:7. Hätte der Schiedsrichter das Spiel mit vielen unverständlichen und unmöglichen Entscheidungen nicht zerpfiffen, wäre der Erfolg für den VfL sicher noch erheblich klarer ausgefallen.

Aber auch so war man beim VfL mit dem Ergebnis natürlich sehr zufrieden, zumal die Mannschaft eine recht geschlossene Leistung bot und das Verständnis von „alten“ und „neuen“ Spielerinnen schon sehr gut klappte. Mit je drei Toren waren Andrea Güldenpfennig und Meike Schäfer die erfolgreichsten Werferinnen beim Deutschen Meister. Susanne Paetz, Wiebke Rickert, Heinke Juds, Andrea Struppek und Anja Bünger steuerten mit je zwei Treffern den Rest bei. Außerdem kamen noch Deike Eumann, Katja Schoppenhauer, Martina Pusch und Anke Petersen zum Einsatz. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.11.1980

 

Dienstag, 18. November 1980

Handballspiele auch am Bußtag.

(st) Auch am Buß- und Bettag rasten die Handballmannschaften des VfL Oldesloe nicht. … Auf Tour begibt sich die weibliche A-Jugendmannschaft. Der Deutsche Meister beteiligt sich an einem gut besetzten Turnier des TSV Bremervörde. 1975, 1976 und 1979 haben die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer dieses Turnier gewonnen, und sie haben sich vorgenommen, den ausgesetzten Siegerpokal ein viertes Mal an die Trave zu holen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.11.1980

 

Mittwoch, 19. November 1980

(mth) … Am Bußtag hatten sich die VfL-Mädchen am traditionellen Turnier in Bremervörde beteiligt und nach 1975, 1976, 1979 holten sich die Oldesloerinnen erneut den Turniersieg und den damit verbundenen Wanderpokal. Der VfL, der ohne Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig antrat, besiegte den MTV Soltau klar mit 8:3, behielt nach anfänglichen Schwierigkeiten mit 9:4 auch gegen die SG Wesermünde die Oberhand und besiegte schließlich im entscheidenden Spiel mit dem gleichen Ergebnis Gastgeber TSV Bremervörde. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.11.1980

 

Freitag, 21. November 1980

Die VfL-Mädchen müssen aufpassen.

(mth) Erneut ein Heimspiel hat am Wochenende der Deutsche Meister der weiblichen Handball-A-Jugend, der VfL Oldesloe, in der schleswig-holsteinischen Oberliga. Die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer treffen am Sonnabend um 18 Uhr in der Stormarnhalle auf den TSV Altenholz und wollen natürlich versuchen, mit einem neuerlichen Sieg auch am achten Spieltag ihre Spitzenposition zu behaupten. Zuletzt traf der VfL im September auf einem Turnier auf diesen Gegner und verlor dabei nach Verlängerung mit 11:13.

Die Oldesloerinnen, für die es in erster Linie darauf ankommen wird, die stärkste Altenholzer Spielerin, Barbara Temmler, in den Griff zu bekommen, sind also gewarnt und werden sicher mit aller Konzentration in dieses Spiel gehen. Trainer Ulli Meyer wird voraussichtlich auf die erkrankte Deike Eumann verzichten müssen, kann aber ansonsten auf seine Stammannschaft zurückgreifen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.11.1980

Freitag, 21. November 1980

Mit der Sportplakette Sportjugend Schleswig-Holsteins wurden in Kiel 110 junge Sportler ausgezeichnet, die sich 1980 durch besondere Leistungen hervorgetan haben. Wie im vergangenen Jahr war der Kreis Stormarn dabei stark vertreten. Allen voran die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe, die zum zweitenmal hintereinander Deutscher Meister wurde. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.11.1980

 

Sonnabend, 22. November 1980

VfL-Express überrollte auch Altenholz. Der Deutsche Meister blieb auch im achten Saisonspiel ungeschlagen.

(mth) Die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe bleibt in der schleswig-holsteinischen Oberliga weiter auf Erfolgskurs. Auch der TSV Altenholz konnte den amtierenden Meister in der Stormarnhalle nicht stoppen. Der VfL siegte am Ende schließlich glatt mit 15:7 und blieb damit auch im achten Saisonspiel ohne Niederlage.

Ein Selbstgänger allerdings war der Sieg für die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer keineswegs, auch wenn das Endergebnis eigentlich darauf hindeutet. Beide Mannschaften begannen reichlich nervös und erst nach sieben Minuten fiel der erste Treffer. Dieses 1:0, das Andrea Güldenpfennig mit einem verwandelten Siebenmeter für den VfL erzielte, war zugleich der 100. Treffer für die Oldesloerinnen in der laufenden Saison. Zuvor hatte Martina Pusch im übrigen schon einen Siebenmeter der Altenholzerinnen gehalten, wie überhaupt die Kieler Vorstädterinnen mit derartigen Aktionen nicht viel Glück hatten. Insgesamt scheiterten sie im ganzen Spiel bei sechs von sieben Versuchen.

Trotz der Schwäche bei den Siebenmetern aber hielten die Gäste in der ersten Halbzeit gut mit. Der VfL konnte bis zum Seitenwechsel seine Nervosität niemals ablegen, was sicher auch daher rührte, daß Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig in „Manndeckung“ genommen wurde. Die Altenholzerinnen konnten Andrea damit als erfolgreiche Torwerferin zwar nicht ausschalten, in das VfL-Angriffsspiel aber konnte sich Andrea dennoch nur selten einschalten.

Der Halbzeitstand von 7:5 für den VfL hatte eigentlich noch alles offen gelassen, aber als nach dem Seitenwechsel die sehr agile Heinke Juds trotz Unterzahl – Anja Bünger hatte eine Zwei-Minuten-Strafe abzusitzen – den Vorsprung auf 8:5 erhöhte, war der Widerstand der Altenholzerinnen weitestgehend gebrochen. Bis zum Schlußpfiff schraubte der VfL das Ergebnis dann noch auf 15:7.

Andrea Güldenpfennig war trotz der hautnahen Bewachung mit sechs Toren wieder erfolgreichste Torschützin der Oldesloerinnen. Heinke Juds, Anja Bünger (je 3), Andrea Struppek (2) und Susanne Paetz steuerten die restlichen Tore bei. Außerdem kamen noch Katja Schopenhauer, Wiebke Rickert, Meike Schäfer, Martina Pusch und Anke Petersen zum Einsatz. …

Die Tabelle hat nun folgendes Aussehen:

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.11.1980

 

Freitag, 5. Dezember 1980

Herbstmeistertitel winkt. VfL-Handballmädchen am Sonntag gegen Tarp.

(mth) Die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe will am Sonntag um 15 Uhr in der Stormarnhalle gegen den TSV Tarp im letzten Hinrundenspiel in der schleswig-holsteinischen Oberliga den Herbstmeistertitel endgültig unter Dach und Fach bringen. Geht der amtierende Deutsche Meister konzentriert an diese Aufgabe heran, sollte ihm dieses Vorhaben ohne große Schwierigkeiten gelingen.

Die Gäste aus der Nähe Flensburgs haben sich als Aufsteiger mit bisher sechs gewonnenen Punkten aus acht Spielen ganz achtbar geschlagen, gegen die Spitzenmannschaften der Klasse aber standen sie zumeist auf verlorenem Posten und unter normalen Umständen sollten sie nicht stark genug sein, um der Truppe um Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig das Wasser zu reichen.

Trainer Ulli Meyer kann für dieses Spiel bis auf die noch immer verletzten Deike Eumann auf seine Stammformation zurückgreifen und strebt im fünften Heimspiel hintereinander den fünften Sieg an. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.12.1980

 

Sonntag, 7. Dezember 1980

Die VfL-Mädchen hatten mit dem TSV Tarp keinerlei Mühe. Herbstmeister nach klarem 24:8-Erfolg.

(mth) Mit einem ungefährdeten 24:8 (11:4)-Erfolg über den TSV Tarp sicherte sich die weibliche Handball-A-Jugendmannschaft des VfL Oldesloe überlegen den Herbstmeistertitel in der schleswig-holsteinischen Oberliga. Die Truppe von Trainer Ulli Meyer hatte mit dem Aufsteiger aus dem Norden des Landes keinerlei Schwierigkeiten und hätte gut und gerne noch höher gewinnen können.

Der amtierende Deutsche Meister hat mit diesem Sieg die Vorrunde ohne Niederlage überstanden – nur bei Holstein Kiel gab es mit einem 12:12-Unentschieden einen „Ausrutscher“ – und besitzt allerbeste Chancen, sich zum viertenmal hintereinander den Landesmeistertitel zu sichern.

Die Oldesloer Mädchen machten mit dem TSV Tarp in der gut besetzten Stormarnhalle nicht viel Federlesen. Schon in der ersten Halbzeit machten die Spielerinnen um Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig alles klar. Ihr 11:4-Vorsprung zur Pause ließ schon keinen Zweifel über den späteren Sieger mehr aufkommen.

Auch im zweiten Durchgang hielt die klare Überlegenheit des VfL an und die Mannschaft konnte einiges für ihr ohnehin schon glänzendes Torverhältnis tun. Besonders bemerkenswert war die gute Ausbeute von Toren nach Tempogegenstößen, sonst nicht gerade eine der Stärken des Deutschen Meisters.

Mehr und mehr entwickelt sich bei den Oldesloerinnen im übrigen die neu hinzugekommene Heinke Juds zu einer wichtigen Leistungsträgerin. Sie hat die Lücken, die durch den Abgang von Antje Schütt und Anja Müller aus der Meisterschaft der letzten Saison entstanden waren, fast schon ausgefüllt.

Erfolgreichste Torschützin beim VfL war einmal mehr Andrea Güldenpfennig, die es auf sieben Treffer brachte. Aber auch alle anderen eingesetzten Feldspielerinnen konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Heinke Juds (4), Meike Schäfer, Wiebke Rickert, Anja Bünger (je 3), Andrea Struppek (2) Susanne Paetz und Katja Schoppenhauer teilten sich die restlichen Treffer. Im Tor wechselten sich Martina Pusch, die wiederum einen Siebenmeter parierte, und Anke Petersen ab. … Die Tabelle hat nun folgendes Aussehen:

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.12.1980

 

Dienstag, 16. Dezember 1980

Die VfL-Handballmädchen wollen im nächsten Sommer über den „großen Teich“. Einladung aus Kanada liegt vor. Finanzierung bereitet noch Sorgen.

(mth) Buchstäblich in letzter Minute erreichte eine Einladung aus dem kanadischen Bundesstaat Alberta die Handballmädchen des VfL Oldesloe. Der amtierende Deutsche Meister und derzeitige Tabellenführer der schleswig-holsteinischen Handball-Oberliga soll im Juli an einem Turnier in Edmonton teilnehmen, zu dem sich Spitzenmannschaften aus Kanada, den Vereinigten Staaten und Mexiko angesagt haben.

Als der Landessportverband Schleswig-Holstein von einer mündlichen Einladung aus Kanada erfuhr, wurde spontan die Zusage gemacht, einen Teil der Summe zu übernehmen, der zur Realisierung dieses sportlichen Ereignisses notwendig wird. Einzige Bedingung war die Stellung eines Antrages bis zum 15. dieses Monats. Die dazu notwendige schriftliche Einladung der „Alberta Team Handball Association“ kam gerade noch so rechtzeitig, daß die Frist noch durch einen per Eilboten zugestellten Brief gewahrt werden konnte.

„Die erste Hürde ist genommen“, meinte Trainer und Betreuer Ulli Meyer, „es ist mit Sicherheit nicht die größte“. Jetzt gilt es für die erfolgreichen Handballerinnen die finanziellen Probleme zu lösen. Jede Spielerin muß einen Eigenanteil von 1500 Mark aufbringen, was angesichts der Tatsache, daß die Mädchen ausnahmslos Schülerinnen oder Auszubildende sind, nicht leicht sein wird.

„Das ist für einige einfach zu teuer“, meinte Manager Manfred Fandrey, „wir müssen versuchen, den Anteil niedriger zu halten“. Sehr erfreut zeigten sich Trainer und Manager über eine Spende des Sparkassenvereins, die für die Fahrt nach Kanada gegeben wurde.

Weitere Hilfe bot der Bruder des Trainers, Peter Meyer, der die bekannte „Rollende Discothek“ betreibt, an, der sich bereiterklärte, mit Unterstützung eines Oldesloer Sicherheitsunternehmens zwei Musikgroßveranstaltungen zu übernehmen, deren Erlöse dem sportlichen Aushängeschild der Stadt Bad Oldesloe zufließen sollen.

Auf die Frage, ob er hoffe, daß die Stadt Bad Oldesloe finanzielle Mittel bereitstellen werde, meint Ulli Meyer gegenüber der Presse, daß man damit wohl nicht rechnen könne, da Städte und Gemeinden 1981 sparen müßten. „Wenn aber die Stadt uns für unsere Benefizveranstaltungen die notwendigen Räumlichkeiten kostenlos oder gegen geringes Entgelt zur Verfügung stellt, dann schaffen wir es sicherlich aus eigener Kraft“, meinte der Oldesloer Erfolgstrainer. Eine Bitte, die, so meinen wir, sicherlich nicht ungehört an den Ohren der Stadtväter vorbeigehen wird.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.12.1980

 

Freitag, 19. Dezember 1980

Zum Jahresabschluß wollen die VfL-Mädchen noch einen Sieg. TSV Nord Harrislee Gast in der Stormarnhalle.

(mth) Zu ihrem letzten Spiel in diesem Jahr tritt am Sonnabend um 16 Uhr in der Stormarnhalle die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe in der schleswig-holsteinischen Oberliga gegen den TSV Nord Harrislee an. Der amtierende Deutsche Meister will alles daransetzen, um das überaus erfolgreiche Jahr 1980 mit einem Sieg abzuschließen.

Die Voraussetzungen dafür sind eigentlich denkbar gut, denn Trainer Ulli Meyer kann voraussichtlich mit seiner besten Formation antreten. Deike Eumann, die in den letzten Spielen wegen einer Verletzung nicht zur Verfügung stand, wird wieder mit von der Partie sein, und auch mit dem Einsatz von Heinke Juds, die an den letzten Trainingstagen wegen einer leichten Mandelentzündung nicht mitmachen konnte, rechnet der Erfolgstrainer.

Der TSV Nord Harrislee belegt in der Tabelle zur Zeit den vierten Platz, hat mit 10:8 Punkten aber schon einen deutlichen Abstand zu den drei führenden Mannschaften und kann sich für die Rückrunde keine Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft mehr ausrechnen.

Kann der VfL auch nur in etwa an die guten Leistungen der letzten Spiele anknüpfen, müßte er mit einem weiteren Sieg die Tabellenführung behaupten können. …

 

Sonnabend, 20. Dezember 1980

VfL-Mädchen mußten sich mächtig strecken. Der Deutsche Meister gewann zum Jahresabschluß mühsam mit 16:12.

(mth) Mächtig strecken mußte sich die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe, um in der mit gut 250 Zuschauern wieder gut besetzten Stormarnhalle gegen den TSV Nord Harrislee ihren Nimbus als ungeschlagener Spitzenreiter der schleswig-holsteinischen Oberliga zu wahren. Die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer fanden nur selten zu dem sonst gewohnten Spielfluß und waren am Ende froh, mit 16:12 doch noch einen recht deutlichen Sieg unter Dach und Fach gebracht zu haben.

Die Oldesloer Mädchen begannen außerordentlich nervös und es dauerte bis zur zwölften Minute, ehe Andrea Struppek das erste Feldtor für den amtierenden Deutschen Meister erzielt hatte. Zuvor waren die Gäste mit 1:0 in Führung gegangen und Andrea Güldenpfennig hatte einen Siebenmeter zum Ausgleich verwandelt.

Aber auch nach dieser langen Anlaufphase hatte sich beim VfL die Nervosität noch nicht vollständig gelegt. Fangfehler (Deike Eumann und Katja Schoppenhauer), ungenaue Abspiele (Anja Bünger) und schlecht getimte Würfe (Anja Bünger und gelegentlich auch Andrea Güldenpfennig) waren fast über die gesamte Spielzeit zu sehen und führten dazu, daß der VfL bis weit in die zweite Spielhälfte hinein um den Sieg bangen mußte.

Erst als die Harrisleerinnen beim Stande von 13:12 für den VfL eine Spielerin durch eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe verloren, gewannen die Stormarnerinnen endgültig die Oberhand und mit drei weiteren Treffern sorgten sie noch für einen deutlichen Sieg.

Überbewerten sollte aber niemand die nicht immer überzeugende Leistung des Deutschen Meisters. Schließlich sind die Mädchen keine Maschinen, die Höchstleistungen am Fließband produzieren und eine alte Weisheit im Sport besagt, daß gerade Mannschaften, die auch ihre weniger überzeugenden Spiele gewinnen, beste Chancen auf Meisterschaften und Titel besitzen.

Mit neun Toren war Andrea Güldenpfennig einmal mehr die erfolgreichste Torwerferin beim VfL. Heinke Juds (2), Andrea Struppek, Meike Schäfer, Susanne Paetz, Katja Schoppenhauer und Anja Bünger steuerten die restlichen Treffer bei. Wiebke Rickert und Deike Eumann gingen leer aus. Nicht zum Einsatz kam in diesem Spiel die zweite Torhüterin Anke Petersen, obwohl Stammtorhüterin Martina Pusch auch nicht ihren besten Tag erwischt hatte. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.12.1980

 

Mittwoch, 24. Dezember 1980

Andrea Güldenpfennig wird Jugend-Nationalspielerin.

(mth) Einem neuen Höhepunkt strebt in diesen Tagen die Karriere der jungen Handballspielerin Andrea Güldenpfennig vom amtierenden Deutschen Meister VfL Oldesloe zu. Die 17jährige Andrea, die 1978 von ihrem Stammverein TSV Lütjensee zum VfL wechselte und maßgeblichen Anteil am zweimaligen Gewinn der Deutschen Meisterschaft der Oldesloer Mädchen hatte, wurde vom Deutschen Handballbund zusammen mit 18 anderen Spielerinnen zu einem Trainingslehrgang der Jugend-Nationalmannschaft im französischen Thon a Thonon les Bains (in der Nähe des Genfer Sees) eingeladen.

Dieser Lehrgang, der vom zweiten Weihnachtsfeiertag bis zum 2. Januar dauert, wird gemeinsam mit der französischen Jugend-Nationalmannschaft durchgeführt, und während des Lehrgangs werden auch drei offizielle Länderspiele ausgetragen, so daß Andrea mit Sicherheit ihr Debüt im deutschen Nationaltrikot geben wird.

Der Lehrgang mit der Nationalmannschaft und die Länderspiele sind aber nicht die einzige Abwechslung, mit der Andrea die kurze Winterpause – die Punktspiele in der schleswig-holsteinischen Oberliga werden erst am 24./25. Januar fortgesetzt – „überbrückt“. Am 10./11. Januar tritt sie zudem in der schleswig-holsteinischen Juniorenauswahl in Kopenhagen gegen eine dänische Auswahlmannschaft an. In diesem Team trifft sie im übrigen mit Antje Schütt zusammen, die mit ihr zu den beiden Meistermannschaften des VfL gehörte und jetzt in der Damenmannschaft ihres Stammvereins, dem SV Todesfelde, aktiv ist.

In Kopenhagen spielt zur gleichen Zeit auch die schleswig-holsteinische A-Jugend-Auswahlmannschaft, und auch in diesem Team ist der VfL Oldesloe mit Martina Pusch, Meike Schäfer und Heinke Juds glänzend vertreten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.12.1980

 

Freitag, 26. Dezember 1980

Handballmädchen-Auswahl errang zweiten Platz.

(st) Auch während der Weihnachtsfeiertage gönnten sich die Handballmädchen des VfL Oldesloe keine Ruhe. Mit einer Auswahlmannschaft aus Spielerinnen der Oberliga und der Kreisliga fuhren sie zum Weihnachtsturnier des TuS Lübeck.

Dabei gab es gleich im ersten Spiel eine Überraschung für die Truppe von Trainer Ulli Meyer. Mit 5:6 unterlag sie knapp der zweiten Mannschaft des Gastgebers. Wacker schlugen sich die Mädchen gegen die Oberliga-Mannschaft des VfL Bad Schwartau. Erst in der Endphase des Spiels konnte ihnen der Gegner auf 8:4 davonziehen.

Dann allerdings wachten die VfL Mädchen erst richtig auf. Mit 10:4, dem höchsten Turniersieg überhaupt, bezwangen sie die erste Mannschaft des TuS Lübeck. Im entscheidenden Spiel um den zweiten Platz in der Gesamtwertung siegte die Mannschaft von Ulli Meyer schließlich nach hartem Kampf mit 8:7 gegen den VfB Lübeck. Somit konnte der VfL Oldesloe hinter dem VfL Bad Schwartau den zweiten Rang einnehmen, gefolgt vom TuS Lübeck I, TuS Lübeck II und dem VfB Lübeck.

Für den VfL Oldesloe kamen Anke Petersen (im Tor), Susanne Paetz (acht Tore), Anja Bünger (neun Tore), Katja Schoppenhauer, Meike Schäfer (beide vier), Martina Pusch, Deike Eumann (beide ein Tor), Nicole Wilkens und Gaby Werneke zum Einsatz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.12.1980

JSN Epic template designed by JoomlaShine.com