Die weibliche A-Jugend wird zum vierten Mal in Folge Landesmeister


Die VfL-Mädchen sind wieder Landesmeister -
17:10-Sieg in Altenholz

Die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe hat es wieder geschafft. Mit einem klaren 17:10 (7:6)-Erfolg sicherte sich der VfL gestern beim TSV Altenholz zum vierten Mal hintereinander den Meistertitel des Landes Schleswig-Holstein. Die 0ldesloer Mädchen sind nach diesem Sieg bei nunmehr 31:1 Punkten auch theoretisch nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen.

Die beiden noch ausstehenden Spiele des amtierenden Deutschen Meisters beim TSV Tarp und beim TSV Kremperheide sind damit bedeutungslos geworden. Die 0ldesloer Mädchen haben sich damit erneut für die Spiele um die norddeutsche Meisterschaft qualifiziert. Im Halbfinale treffen sie dabei am 4./5. und 11./12.April auf den zurzeit noch nicht feststehenden Niedersachsenmeister. Im ersten Spiel haben die Oldesloerinnen dabei Heimrecht.


(ST 10.3.1981) - Neuer Triumph für die Mädchen
Der VfL Oldesloe steuert nun die Nordmeisterschaft an

Außerordentlich erfolgreich verlief das letzte Wochenende für die Handballerinnen des VfL Oldesloe. Für den absoluten Höhepunkt sorgte dabei wieder einmal die weibliche A-Jugend, die sich mit dem 17:10-Erfole beim TSV Altenholz den vierten Landesmeistertitel in Folge holte.

Der Sieg in Altenholz war dabei keineswegs so ungefährdet, wie es das klare Endergebnis ausdrückt. Fast zwei Drittel der Spielzeit hielten die Altenholzer Mädchen, die streckenweise gegen den amtierenden Deutschen Meister über sich hinauswuchsen, mit, und erst in der Schlussphase, als die Gastgeberinnen sich völlig verausgabt hatten, konnten die Oldesloer Mädchen schalten und walten wie sie wollten.

Die Madchen aus dem Kieler Vorort, das sah man von Anfang an, hatten sich gegen den VfL ganz besonders viel vorgenommen. Sie legten los "wie die Feuerwehr" und sorgten mit temporeichem Laufspiel immer wieder für mächtigen Druck vor den Oldesloer Kreis. Bis kurz vor dem Seitenwechsel lagen die Allenholzerinnen dann auch ständig in Führung.

Wenn ihr Vorsprung aber dennoch nie mehr als einen Treffer betrug, so lag das an der aufopferungsvollen Arbeit in der VfL-Deckung, der zwar gelegentlich kleine Fehler unterliefen, die sich aber nie aus der Ruhe bringen ließ.

Im Angriff wollte es dagegen lange Zeit nicht so wie gewünscht laufen. Wie eigentlich immer, wenn Andrea Güldenpfennig - wie in diesem Spie! - kurz gedeckt wird, dauerte es einige Zeit, bis sich die Mannschaft auf diese Situation eingestellt hatte.Andrea Güldenpfennig war es dann auch selbst vorbehalten, die beiden ersten Treffer für den VfL zu erzielen.

Anja Bünger, Deike Eumann und Susanne Paetz waren dann die Torschützinnen zu den drei nächsten Ausgleichstreffern nach jeweiliger Führung der Gastgeberinnen. Vier Minuten vor der Pause brachte dann Andrea Struppeck den VfL erstmalig mit 6:5 in Führung.

Aber das 6:6 folgte durch einen verwandelten Siebenmeter fast auf dem Fuß. Der Treffer zum 7:6-Halbzeitstand für die Stormarnerinnen war dann wieder einmal ein Kabinettstück a la Güldenpfennig. In der Schlusssekunde der ersten Halbzeit verwandelte sie einen direkten Freiwurf an der Mauer der hochaufgeschossenen Altenholzerinnen vorbei.

Trotz der nur knappen Führung zur Halbzeit konnte man nun eigentlich auf einen klaren Sieg des VfL setzen, denn die Altenholzerinnen schienen mit dem hohen Tempo über ihre Verhältnisse gelebt zu haben. Aber auch in der zweiten Halbzeit leisteten die Gastgeberinnen noch lange unerwarteten Widerstand. Auch weitere VfL-Tore durch Andrea Struppeck (6:8). Andrea Güldenpfennig (7:9), Susanne Paetz (8:10) und Heinke Juds (9:11) ließen sie noch nicht verzagen.

Erst als dann Katja Schoppenhauer und Andrea Guldenpfennig nach dem 10:11 auf 10:13 erhöht hatten, und anschließend Martina Pusch einen Siebenmeter parierte, war es um ihren Siegeswillen geschehen. In den Schlussminuten trumpfte dann Heinke Juds, die zuvor eine lange Anlaufzeit benötigt hatte, gehörig auf. Sie warf drei Tore hintereinander zum 16:10 für den VfL, ehe dann Susanne Paetz den Schlusspunkt setzte.

Außer den schon erwähnten Spielerinnen kamen in Altenholz noch Anke Petersen und Wiebke Rickert zum Einsatz. Nicht eingesetzt werden konnte, wie erwartet, die noch immer verletzte Meike Schäfer, die aber natürlich ebenfalls mit nach Altenholz gekommen war und sich mitfreuen durfte über die erneute Erringung der Landesmeisterschaft, an der ja auch sie einen gehörigen Anteil hat. Sie hofft im Übrigen, spätestens zu den Spielen um die norddeutsche Meisterschaft wieder mit dabei zu sein.

 

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