Pokalspiele Saison 1981 - 82

Sonnabend, 19. September 1981

Damen im Pokal weiter

(mth) … Zu einem überzeugenden Sieg kam die erste Damenvertretung des VfL, die beim amtierenden Bezirksliga-Meister, Berliner SC, in der ersten Bezirkspokalrunde anzutreten hatte. Die Oldesloerinnen ließen die Gastgeberinnen zwar zunächst mit 1:0 und 2:1 führen, nahmen dann aber das Heft fest in die Hand und waren immer wieder mit Sprungwürfen aus der zweiten Reihe gegen die schwache Berliner Torhüterin erfolgreich. Bis zur Pause führte der VfL dann schon sicher mit 13:5.

Im zweiten Spielabschnitt ließ sich die Mannschaft dann nicht mehr beirren, auch wenn der Schiedsrichter, der sich in einen wahren Siebenmeterrausch steigerte, streckenweise für einige Hektik sorgte. Am Ende hatten die Oldesloerinnen sicher mit 24:16 gewonnen.

Alle eingesetzten Feldspielerinnen – im Tor wechselten sich Gudrun Noack und Andrea Wöhler ab – konnten sich beim VfL in die Torschützenliste eintragen und kamen auf jeweils mindestens zwei Tore. Valerie Tonn, Petra Payka, Wiebke Rickert, Andrea Hasenberg, Jeanette Müller und Doris Kunde erreichten exakt diese Marke, Anja Müller und Petra Kunze erzielten je drei Treffer und Andrea Güldenpfennig war mit sechs Toren einmal mehr die erfolgreichste Werferin. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.9.1981

 

Sonntag, 11. Oktober 1981

VfL-Damen erreichten die Pokalrunde auf Landesebene

MTV Henstedt Im Bezirkspokal ausgeschaltet

(mth) Nur ein schmales Programm hatten am letzten Wochenende die Handballmannschaften des VfL Oldesloe. Die Damen und die Herren waren in der zweiten Runde des Bezirkspokals beschäftigt und die weibliche A-Jugend nahm an einem Turnier in Groß Ellershausen (bei Göttingen) teil. In den beiden Pokalspielen konnte die Damenmannschaft beim MTV Henstedt. mit 17:15 gewinnen und erreichte damit die erste Runde auf Landesebene. … Die weibliche A-Jugend blieb bei dem Turnierungeschlagen und holte sich in überlegener Manier den Turniersieg. …

Die neuformierte Oldesloer Mannschaft hatte beim MTV Henstedt einen schlechten Start, wachte aber nach zweimaligem Rückstand (0:1 und 1:2) auf und ging dann selbst in Führung und gab diese bis zum Halbzeitstand von 10:9 auch nicht mehr ab. Nach dem Seitenwechsel schien sich eine schnelle Entscheidung anzubahnen, denn der VfL konnte seine Führung schnell auf 12:9 ausbauen, aber die Henstedterinnen gaben sich noch lange nicht geschlagen. Schon beim 12:12 erreichten sie wieder den Ausgleich und bis zum 15:15 wenige Minuten vor Schluß stand das Spiel auf des Messers Schneide. In der Schlußphase aber schlug dann Jugendnationalspielerin Andrea Güldenpfennig, die mit zehn Treffern erneut herausragende Torschützin war, noch zweimal zu und stellte mit ihren beiden letzten Treffern den 17:15-Sieg für ihre Mannschaft sicher. Susanne Paetz (4), Jeanette Müller (2) und Petra Payka erzielten die restlichen Treffer für die Oldesloerinnen, bei denen Trainer Ulli Meyer alle Spielerinnen seines neuformierten Kaders einsetzte. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.10.1981

Freitag, 6. November 1981

Pokal-Schlagerspiel der Damen in der Stormarnhalle

Regionalliga-Absteiger Ellerau Gast des VfL

(mth) Eine äußerst interessante und schwere Aufgabe wartet am Sonnabend auf die Damen-Bezirksliga-Mannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe. In der ersten Runde des Handball-Pokalwettbewerbs auf Landesebene trifft der Spitzenreiter der Bezirksliga am Sonnabend um 19.30 Uhr in der Stormarnhalle auf den Regionalliga-Absteiger TSV Ellerau.

Die Ellerauer Damen, die jetzt in der schleswig-holsteinischen Oberliga spielen, sich da allerdings noch nicht wie erhofft in Szene setzen konnten und mit 5:9 Punkten nur den zehnten Tabellenplatz einnehmen, werden die noch immer ungeschlagenen Oldesloer Damen auf Herz und Nieren prüfen. Zuletzt zeigten sie mit einem 16:13-Erfolg über dem MTV Itzehoe auch aufsteigende Tendenz.

Dennoch gehen die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer sicher nicht chancenlos in diese Auseinandersetzung mit dem klassenhöheren Gegner. Die Mannschaft hat sich vorgenommen, sich so teuer wie irgend möglich zu verkaufen und wenn die Truppe, anders als am letzten Wochenende beim knappen 24:23-Erfolg über den SV Todesfelde, über die gesamte Spielzeit konzentriert zur Sache geht, wird sie sich vor dem Gegner sicher nicht zu verstecken brauchen.

Fraglich ist beim VfL allerdings noch, ob Trainer Ulli Meyer die zur Zeit verletzten Spielerinnen Petra Payka, Wiebke Rickert und Andrea Hasenberg einsetzen kann. Sollte eine oder gar mehrere dieser Spielerinnen ausfallen, reduzieren sich die Chancen für die Stormarnerinnen natürlich erheblich. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.11.1981

 

Sonnabend, 7. November 1981

Die VfL-Damen zogen sicher in die zweite Runde ein

Klarer 20:14-Erfolg gegen Oberligist Ellerau

(mth) … Die Damenmannschaft qualifizierte sich durch einen sicheren 20:14-Erfolg über Regionalliga-Absteiger TSV Ellerau den Einzug in die zweite Runde des Pokalwettbewerbs auf Landesebene.

Die Damen des VfL taten sich gegen den klassenhöheren TSV Ellerau nur in den ersten zwanzig Minuten ein wenig schwer. Bis dahin verlief das Spiel ziemlich ausgeglichen, aber als der VfL dann zu einem Zwischenspurt ansetzte, hatte der doch etwas enttäuschende Oberligist den Stormarner Damen kaum noch etwas entgegenzusetzen, so daß der VfL zur Halbzeit eine 12:8-Führung herauswerfen konnte.

Nach dem Seitenwechsel zog der VfL dann sogar auf 15:9 davon. Ein kleiner Zwischenspurt brachte die Ellerauerinnen dann zwar auf 13:15 heran, aber damit war dann auch das Pulver der Gäste schon verschossen. Der VfL hatte dagegen noch erheblich zuzusetzen und baute den Vorsprung bis zum Schlußpfiff wieder auf 20:14 aus.

Mit neun Treffern war Andrea Güldenpfennig einmal mehr die erfolgreichste Torschützin. Andrea Hasenberg (4), Susanne Paetz (3), Wiebke Rickert (2), Andrea Struppek und Margret Richter erzielten die übrigen Treffer. Außerdem kamen noch Gudrun Noack, Silke Lauschke, Kerstin Hennig, Jeanette Müller und Petra Payka zum Einsatz, wobei insbesondere Torhüterin Gudrun Noack durch eine Reihe von guten Paraden noch besonders zu gefallen wußte.

In der nächsten Runde treffen die Oldesloerinnen wiederum in der Stormarnhalle am 21. November nun auf den TSV Kronshagen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.11.1981

 

Sonnabend, 5. Dezember 1981

Pokalspiel steht im Mittelpunkt

Schaffen die VfL-Damen noch einen Oberligisten?

TSV Breiholz Gegner in der Stormarnhalle

(mth) Die erfolgreiche Damenmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe steht am Wochenende wieder einmal im Mittelpunkt des Handballgeschehens in der Stormarnhalle. Am Sonnabend treffen die Oldesloerinnen um 17.30 Uhr in der dritten Runde des DHB-Pokalwettbewerbs auf Landesebene auf die Oberliga-Vertretung des TSV Breiholz(bei Rendsburg).

Der Pokalwettbewerb verlief für die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer bisher überaus erfolgreich. Nach Siegen über den Berliner SC und den MTV Henstedt auf Bezirksebene wurde in der ersten Runde auf Landesebene mit dem TSV Ellerau ein Oberligist ausgeschaltet und der nächste Gegner, TSV Kronshagen, hatte offensichtlich Angst vor der Mannschaft um Jugendnationalspielerin Andrea Güldenpfennig und gab sich kampflos geschlagen.

Die Stormarnerinnen rechnen sich gute Chancen aus, nun mit dem TSV Breiholz einen weiteren Oberligisten auszuschalten. Der Gegner liegt in der Oberliga nur auf dem elften Tabellenplatz und verlor zuletzt gegen eben jenen TSV Ellerau, den der VfL in der ersten Runde auf Landesebene ausschaltete. Für die Oldesloer Handballfreunde wird dieser interessante Vergleich zwischen dem ungeschlagenen Bezirksliga-Tabellenführer und dem Oberligisten sicherlich wieder ein Leckerbissen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.12.1981

 

Sonnabend, 5. Dezember 1981

Oldesloer Damen überfuhren auch Oberligisten Breiholz

(mth) Auch Oberligist SV Breiholz war in der dritten Runde des Pokalwettbewerbs auf Landesebene keine zu hohe Hürde für die Damenmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe. Die Mannschaft von Trainer Ulli Meyer landete einen jederzeit ungefährdeten 26:16-Erfolg und zog damit in die letzte Runde des Wettbewerbs auf Landesebene ein. Hier trifft der VfL am 19./20. Dezember auf BW Wittorf (wiederum in eigener Halle) und sollte er auch dieses Spiel noch erfolgreich überstehen, greift er in den Wettbewerb auf norddeutscher Ebene ein und bekommt eventuell, sofern ihm das Pokallos hold ist, einen Regionalligisten vorgesetzt.

In der Begegnung in der Stormarnhalle gingen die Breiholzerinnen zwar mit 1:0 in Führung, dann aber drehten die Oldesloerinnen auf, warfen sieben Tore hintereinander und sorgten damit schon für eine Vorentscheidung. Die Gäste kamen dann zwar zwischenzeitlich noch einmal wieder besser ins Spiel und verkürzten über 5:7, 6:8 den Vorsprung bis auf 8:9, aber bis zur Halbzeitpause war der VfL, ihm eine ganze Reihe von herrlichen Toren gelangen, schon wieder auf 13:8 davongezogen.

Nach dem Seitenwechsel erzielten die Oldesloerinnen, die wohl eines ihrer besten Spiele in dieser Saison lieferten, dann wieder sieben Tore hintereinander und beim Spielstand von 20:8 war natürlich alles gelaufen. Trainer Ulli Meyer konnte es sich nun leisten, fast alle Spielerinnen seiner Stammbesetzung auszuwechseln, ohne daß deswegen der Vorsprung noch in Gefahr geriet. Am Ende hatten die Stormarninnen schließlich mit 26:16 gewonnen.

Bis auf die beiden Torhüterinnen Gudrun Noack und Birgit Horn und Petra Butschkau waren alle eingesetzten VfL-Spielerinnen am Torsegen beteiligt. Andrea Güldenpfennig schoß dabei mit acht Treffern wieder einmal den Vogel ab. Andrea Hasenberg (6), Susanne Paetz (4), Jeanette Müller (3), Margret Richter, Silke Lauschke, Petra Payka, Wiebke Rickert und Andrea Struppek besorgten die restlichen Treffer. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.12.1981

 

Freitag, 18. Dezember 1981

VfL-Damen: Bei Sieg über Wittorf winken sehr attraktive Gegner

Die Truppe von Trainer Meyer will im Pokal noch hoch hinaus

(mth) Nach der Pause am letzten Wochenende greifen an diesem Wochenende auch die drei ranghöchsten Mannschaften der Handballabteilung des VfL Oldesloe wieder in das Pflichtspielgeschehen ein.

Am Sonnabend um 17.30 Uhr trifft in der Stormarnhalle die Damenmannschaft in der vierten und letzten Runde des Pokalwettbewerbs auf Landesebene auf Blau-Weiß Wittorf. Nachdem der VfL zuletzt mit TSV Ellerau und TSV Breiholz zwei Oberligisten aus dem Wettbewerb geworfen hat, gilt er natürlich auch gegen den klassengleichen Gegner, die Wittorferinnen spielen in der Bezirksliga Ost, als Favorit.

Aber auch die VfL-Damenmannschaft wird gut daran tun, ihren Gegner nicht zu unterschätzen. Beim 14:10-Erfolg in der dritten Runde des Pokalwettbewerbs beim TSV Jörl jedenfalls hinterließen die Wittorferinnen einen wesentlich besseren Eindruck als die beiden Oberligisten. Dennoch trauen wir der Truppe von Ulli Meyer, der voraussichtlich seine stärkste Besetzung aufbieten kann, die in den letzten Spielen kaum ernsthaft geprüft wurde, und gewiß noch Reserven hat, einiges zu.

Der Anreiz für dieses Spiel ist nicht gering, denn der Sieger qualifiziert sich für die erste Runde des Pokalwettbewerbs auf Regionalebene und da könnten höchst attraktive Gegner auf die Oldesloerinnen zukommen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.12.1981

 

Sonnabend, 19. Dezember 1981

VfL-Damen im Pokal weiter

(mth) … Die Damenmannschaft zog mit einem sicheren 20:13-Erfolg über Blau-Weiß Wittorf in die erste Runde des Pokalwettbewerbs auf Regionalebene ein. …

Die Damen des VfL hatten gegen den klassengleichen Gegner Blau-Weiß Wittorf in der vierten Runde des Pokalwettbewerbs auf Landesebene erheblich mehr Widerstand zu überwinden als in den beiden Runden zuvor gegen die Oberligisten aus Ellerau und Breiholz. Dennoch war der Sieg für die Oldesloerinnen, die ständig in Führung lagen, eigentlich nie ernsthaft in Gefahr. Ein wenig kritisch wurde es nur einmal kurz nach der Halbzeit, als der 10:6-Pausenvorsprung binnen kurzer Zeit auf 11:10 schmolz. Als sich der VfL dann aber wieder zusammenriß, waren die Fronten schnell wieder geklärt und in den Schlußminuten konnte es sich Trainer Ulli Meyer dann sogar erlauben, mehrere Spielerinnen seiner Stammformation gleichzeitig auf die Bank zu setzen, ohne daß deshalb der sichere Vorsprung noch einmal in Gefahr geriet.

Die Tore für den VfL teilten sich Andrea Güldenpfennig (8), Andrea Hasenberg, Susanne Paetz (je 3), Jeanette Müller (2), Silke Lauschke, Wiebke Rickert, Margret Richter und Petra Butschkau. Außerdem kamen noch die Torhüterinnen Gudrun Noack und Birgit Horn sowie Petra Payka und Kerstin Hennig zum Einsatz.

Die erste Runde auf Regionalebene wird am 16. Januar ausgetragen. Gegner und Spielort stehen dafür noch nicht fest. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.12.1981

Freitag, 15. Januar 1982

Handball-Leckerbissen in der Stormarnhalle

Pokal: Ganz dicker Brocken für VfL-Damen

Regionalligist TSV Nord-Harrislee gibt seine Visitenkarte ab

(mth) So erfolgreich, wie das zweite Halbjahr 1981 für die Damenmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe war – trotz des „Auszugs“ einer ganzen Reihe von Stammspielerinnen kurz nach Saisonbeginn –‚ so gründlich ist der Truppe von Trainer Ulli Meyer der Start in das neue Jahr mißlungen. Die Mannschaft, die in der Bezirksliga von Saisonbeginn bis Ende des Jahres ohne jeden Punktverlust geblieben war, sich anschickte, den Meistertitel „im Durchmarsch“ zu erringen, und nebenbei noch sechs Pokalspiele, zum Teil gegen klassenhöhere Mannschaften, erfolgreich über die Bühne brachte, wurde im neuen Jahr durch zwei bittere Niederlagen hintereinander auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Glaubte man dabei noch die Niederlage gegen den MölIner SV, schärfster Rivale im Kampf um die Meisterschaft in der Bezirksliga, auf das Fehlen von Jugendnationalspielerin Andrea Güldenpfennig zurückführen zu können, so machte die anschließende Schlappe gegen den VfB Lübeck am letzten Wochenende, bei der Andrea wieder mit von der Partie war, doch deutlich, daß sich die Truppe in einer deutlichen Formkrise befindet.

All der Glanz und all die Tugenden, mit denen die Siegesserie begründet wurde, sind plötzlich wie weggewischt und Erfolgstrainer Ulli Meyer wird es sicherlich nicht leicht haben, diese Dinge nun schnell wieder zurechtzubiegen.

Am dritten Wochenende des neuen Jahres droht der Mannschaft nämlich die dritte Niederlage in Serie. Am Sonnabend um 20 Uhr in der Stormarnhalle wartet in der ersten Runde des Pokalwettbewerbs auf die VfL-Damen nämlich ein ganz dicker Brocken. Gegner der Stormarnerinnen ist niemand anderes als die Regionalliga-Vertretung des TSV Nord-Harrislee.

Der zwei Klassen höher spielende Gast aus der Flensburger Vorstadt liegt in der Regionalliga zur Zeit auf dem fünften Tabellenplatz und kann sich noch Chancen auf die Meisterschaft ausrechnen. Herausragende Spielerin bei den Harrisleerinnen ist die ehemalige Jugendnationalspielerin Iris Mainusch, die auch in Bad Oldesloe keine unbekannte Größe ist, machte sie in der Vergangenheit doch oft der so erfolgreichen A-Jugend des VfL schwer zu schaffen. Die Gäste, daran kann gerade nach den wenig überzeugenden Leistungen des VfL in den beiden letzten Spielen kein Zweifel bestehen, sind für das Spiel in der Stormarnhalle eindeutig in der Favoritenrolle.

Aber die krasse Außenseiterrolle kann dem VfL sicher auch Gutes bringen. Nicht, daß wir so vermessen sein wollen, der Mannschaft nun etwa einen Sieg zutrauen oder gar abverlangen zu wollen, wiewohl im Sport ja nicht unmöglich ist, aber ein ehrenvolles Abschneiden gegen den übermächtig erscheinenden Gegner, und dazu würde auch eine möglichst knapp gehaltene Niederlage zählen, könnte das angeknackste Selbstvertrauen der Truppe wieder aufrichten, und ihr neue Moral für die kommenden Spiele in der Meisterschaftssaison geben.

Denn in der letzten Punktrunde stehen die Aktien für den VfL trotz der beiden letzten Niederlagen noch immer gut. Zusammen mit dem Möllner SV, der am letzten Wochenende ebenfalls eine Niederlage (9:11 bei VfL Bad Schwartau II) kassierte, hat die Mannschaft nach wie vor die wenigsten Verlustpunkte und kann noch immer, vorausgesetzt sie fängt sich sehr schnell wieder, aus eigener Kraft den Meistertitel erringen. Daran sollten auch die Oldesloer Zuschauer denken, die mit ihrer Unterstützung im Pokalspiel am Sonnabend der Mannschaft auch für die nähere Zukunft den Rücken stärken können. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.1.1982

 

Sonnabend, 16. Januar 1982

Tolle Steigerung der VfL-Damen

Regionalligist Harrislee war am Rande einer Pokalniederlage

(mth) Die Handballdamenmannschaft des VfL Oldesloe hat ihre leichte Formkrise, die ihr zu Beginn des neuen Jahres zwei Niederlagen in Punktspielen hintereinander bescherte ganz schnell überwunden. Im Pokalspiel der ersten Runde auf Regionalebene gab es für die Truppe von Trainer Ulli Meyer gegen den Regionalligisten TSV Nord-Harrislee, der in der zweithöchsten Spielklasse immerhin zur Spitzengruppe zählt, in der Oldesloer Stormarnhalle zwar auch im dritten Spiel des neuen Jahres eine Niederlage, aber die Art und Weise, wie sich die Mannschaft gegen den scheinbar übermächtigen Gegner ihrer Haut wehrte war wirklich großartig.

Mutmaßlich war es gar die beste Leistung, die eine Oldesloer Damenhandballmannschaft je geboten hat. Und es hat Wirklich nicht viel gefehlt am Vordringen des VfL in die zweite Runde des Pokalwettbewerbs auf Regionalebene. Bis zwei Minuten vor Schluß der dramatischen Partie führten die Oldesloerinnen nämlich noch mit 24:23 und der Siegtreffer für die Flensburger Vorstädterinnen fiel ganze dreißig Sekunden vor Spielschluß. Mit nur ein ganz wenig mehr Glück hätte der VfL das bessere Ende zweifellos auch für sich haben können.

In den ersten dreißig Minuten lieferten sich beide Mannschaften einen rasanten Schlagabtausch mit insgesamt nicht weniger, als dreißig erfolgreichen Torwürfen. Nach der 1:0-Führung für die Gäste lag dabei der VfL bis zum 4:3 dreimal in Führung, anschließend hatten die Harrisleerinnen wieder die Nase vorn, aber auch wenn sie gelegentlich sogar mit drei Toren (10:7, 14:11 und 16:13) führten, gab der VfL nie auf und kämpfte sich immer wieder heran.

Unmittelbar vor dem Seitenwechsel schien sich eine Vorentscheidung anzubahnen, als beim Stande von 16:14 für den Gast die herausragende Andrea Güldenpfennig eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe zudiktiert bekam, aber auch mit Unterzahl ließ sich der VfL nicht unterkriegen. Er konnte in den ersten beiden Minuten nach dem Seitenwechsel nicht nur das Ergebnis halten, sondern hatte sogar noch das Pech, daß Jeanette Müller nur den Pfosten traf. Als Andrea Güldenpfennig, kaum, daß sie das Feld wieder hatte betreten dürfen, erneut für zwei Minuten vom Feld geschickt wurde, weil sie den Ball nach einer Freiwurfentscheidung nicht postwendend freigegeben hatte, schien sich das Schicksal endgültig gegen den VfL zu stellen, zumal die Gäste nun, obwohl Gudrun Noack im VfL-Tor immer besser wurde, auf 18:14 davonzogen.

Aber der VfL, dessen Kampfesmoral und Einsatzbereitschaft wirklich bewundernswert war, warf die Flinte noch immer nicht ins Korn. Und die Mannschaft schaffte das scheinbar Unmögliche. Nach weiteren neun Minuten hatte sich die Mannschaft wieder an den Gegner herangepirscht und auf 19:19 ausgeglichen.

Die Harrisleerinnen waren nun sichtlich konsterniert. Sie hatten sich gegen den zwei Klassen niedriger spielenden Gegner keineswegs geschont und voll aufgespielt und trotzdem konnte dieser mit ihnen mithalten! Aber es sollte noch besser kommen. Wiebke Rickert und Andrea Güldenpfennig brachten nun ihrerseits den VfL sogar mit 21:19 in Führung und nun schien ein Sieg für den VfL sogar greifbar nahe.

Die Schlußphase war an Dramatik dann kaum noch zu überbieten und erinnerte stark an die Spiele der VfL-Mädchen um die Deutsche Meisterschaft in den vergangenen Jahren, an denen viele Spielerinnen, die auf dem Parkett standen, ja maßgeblich beteiligt waren.

Zunächst hatte Jeanette Müller mit einem Pfostenwurf Pech – insgesamt traf der VfL in dieser Partie gut ein halbes Dutzend Mal Pfosten und Latte –‚ anschließend konnte Gudrun Noack nach dem Anschlußtor zum 20:21 sogar einen Siebenmeter abwehren und Andrea Hasenberg schraubte den Vorsprung mit dem 22:20 noch einmal auf zwei Tore.

Zwei schnelle Gegentore erbrachten dann gut fünf Minuten vor dem Abpfiff bei 22:22 wiederum den Gleichstand. Zweimal aber noch konnte der VfL durch Andrea Güldenpfennig und Jeanette Müller in Führung gehen, ehe dann in den beiden Schlußminuten die Gäste doch noch hauchdünn und sicherlich ein wenig glücklich die Oberhand behielten.

Am Spielende gab es von den gut 250 Zuschauern stehende Ovationen für den VfL. Ovationen, die allen eingesetzten Spielerinnen sicherlich in gleichem Maß galten. Ob nun Andrea Güldenpfennig, die mit elf Treffern sogar ihre Jugendnationalspielerkollegin Iris Mainusch auf der Gegenseite um einen Treffer übertraf, Andrea Hasenberg (fünf Tore), Susanne Paetz (2), Wiebke Rickert (3), Jeanette Müller (2), Andrea Struppek (1), Torhüterin Gudrun Noack oder die nur sporadisch eingesetzten Margret Richter, Silke Lauschke und Petra Hennig, sie alle hatten ihr Bestes gegeben und mit zu einer großartigen Mannschaftsleistung beigetragen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.1.1982

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