Freitag, 7. Oktober 1983

(mth) … In der ersten Pokalrunde auf Landesebene treten die VfL-Damen am Sonnabend um 17 Uhr beim Bezirksligisten SV Oldenburg an. In Oldesloe erinnert man sich noch gerne an das großartige Abschneiden der VfL-Damen im letztjährigen Pokalwettbewerb, als man sich bis ins Achtelfinale auf Bundesebene vorarbeitete und erst gegen VfL Engelskirchen ausschied. Nun sollte man von der Truppe von Trainer Ulli Meyer in diesem Jahr nicht wieder gleich Wunderdinge erwarten, aber die Hürde in Oldenburg müßte für den Oberligisten schon noch zu nehmen sein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.10.1983

 

Sonnabend, 8. Oktober 1983

Damen hatten im Pokal viel Mühe

DHB-Pokal Damen: Oldenburger SV gegen VfL Oldesloe 19:21 (9:8)

(mth) … Die VfL-Damen taten sich beim klassenniederen SV Oldenburg außerordentlich schwer und siegten erst im Endspurt mit 21:19.

In der ersten Hauptrunde des DHB-Pokals hatten die VfLerinnen beim Bezirksligisten Oldenburger SV große Schwierigkeiten. Der Oldesloer Oberligist hatte den klassenniedrigeren Gegner wohl unterschätzt. Durch Rückraumwürfe und zwei Siebenmeter führten die Gastgeber mit 5:2. Andrea Güldenpfennig nutzte einen Abspielfehler der Oldenburger Torhüterin zum 4:5. Doch der Bezirksligist erhöhte wieder auf 7:4 und 9:6. Den schönsten Treffer des Tages erzielte Martina Scheel mit einem Rückhandwurf von der Kreismitte zum 7:9.

Nach dem Pausenstand von 8:9 lief es zuerst auch noch nicht besser. 8:10 und 10:11 lag der VfL zurück. Andrea Hasenberg brachte ihre Mannschaft erstmalig mit 12:11 in Führung. Ausgerechnet als Martina Scheel auf die Strafbank mußte, warf Jeanette Müller zwei Tore. Andrea Güldenpfennig war mit einem abgefälschten Heber zum 15:13 erfolgreich. Die Oldenburgerinnen konnten erstaunlich gut mithalten, sogar ausgleichen und in der Schlußphase mit 19:18 die Führung übernehmen!

Es wurde noch einmal sehr spannend. Katja Schoppenhauer erzielte mit einem Aufsetzer von der Linksaußen-Position den Ausgleich. Andrea Güldenpfennig setzte sich am Ende energisch durch und sicherte mit zwei Treffern den knappen 21:19-Erfolg, der somit den Einzug in die zweite Pokalrunde bedeutet.

Trainer Ulli Meyer setzte je eine Spielhälfte die Torhüterinnen Gudrun Fandrey und Martina Pusch ein. Erfolgreichste Werferin war Andrea Güldenpfennig mit acht Toren. Weiter spielten: Susanne Paetz, Andrea Hasenberg (3), Wiebke Rickert (1), Martina Scheel (2), Hannelore Tresemer, Bettina Witten, Jeanette Müller (5), Katja Schoppenhauer (2) und Anja Müller.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.10.1983

VfL-Damen nehmen den Pokal nicht so ernst

(mth) In der zweiten Runde des DHB-Pokalwettbewerbs auf Landesebene treten die Handballdamen des VfL Oldesloe am Sonntag beim SV Adelby an. Für die Truppe von Trainer Ulli Meyer, die im letzten Jahr im Pokalwettbewerb für so viel Furore sorgte – sie scheiterte erst im Viertelfinale am VfL Engelskirchen auf Bundesebene –‚ steht in diesem Jahr die Punktspielrunde in der schleswig-holsteinischen Oberliga ganz im Vordergrund des Interesses.

Dort will man, wenn irgend möglich, den Meistertitel holen und peilt den Aufstieg in die Regionalliga an. Auf den Pokalwettbewerb wird deshalb nicht gesteigerter Wert gelegt. Was aber nicht heißen soll, daß sich die Oldesloerinnen freiwillig aus dem Wettbewerb katapultieren wollen. So weit es geht, will man auch im Pokal kommen und die Runde beim unterklassigen SV Adelby (Bezirksliga) will man schon noch überstehen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.10.1983

 

Sonntag, 30. Oktober 1983

Die VfL-Damen im Pokal weiter

DHB-Pokal Damen: SV Adelby gegen VfL Oldesloe 14:21 (4:12).

(mth) Mit den erwarteten Resultaten endeten die Handballspiele der Leistungsmannschaften der Handballabteilung des VfL Oldesloe. Die Oberliga-Mannschaft der Damen setzte sich ohne Mühe mit 21:14 in der zweiten Runde des DHB-Pokalwettbewerbs auf Landesebene beim Bezirksligisten SV Adelby durch und die Herrenmannschaft kassierte mit 20:22 beim MTV Henstedt die fünfte Niederlage im sechsten Saisonspiel. …

Das Spiel war für die Oldesloerinnen schon nach zehn Minuten gelaufen. 5:0 und 8:1 führten sie, als Torhüterin Gudrun Fandrey einen Siebenmeter halten konnte. Adelby verkürzte auf 4:8 und hatte damit in der ersten Halbzeit schon das Pulver verschossen, zu groß war der Respekt des Bezirksligisten. Noch vor der Pause warfen die Oldesloerinnen einen uneinholbaren Acht-Tore-Vorsprung (12:4) heraus.

Nachdem es in der zweiten Spielhälfte sogar schon 16:6 stand, schalteten die VfLerinnen einen Gang zurück. Die Gastgeber konnten auf 11:17 verkürzen. Die 6:0-Deckung des VfL stand gut. In der zweiten Halbzeit stand Martina Pusch zwischen den Pfosten. Trainer Ulli Meyer konnte alle Spielerinnen einsetzen. Im Angriff überzeugten diesmal auch Martina Scheel (3 Tore), Susanne Paetz (4) und Andrea Hasenberg (3). Andrea Güldenpfennig hielt sich mit „nur“ drei Toren nach Tempogegenstößen sehr zurück. Die restlichen Treffer erzielten: Petra Payka (1), Bettina Witten (1), Katja Schoppenhauer (2), Anja Müller(2) und Jeanette Müller (2). Außerdem spielte Hannelore Tresemer.

Mit diesem hohen 21:14-Sieg stehen die Oldesloerinnen in der dritten Pokalrunde. Hier treffen sie auf den Regionalliga-Absteiger und Oberliga-Meisterschaftsfavoriten TSV Altenholz. Spieltermin ist der 25., 26. oder 27. November. Die VfLerinnen haben dann Heimrecht.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.11.1983

Freitag, 25. November 1983

Im Pokal wollen die VfL-Damen am TSV Altenholz Revanche nehmen

(mth) Nur eine Woche nach der 8:10-Niederlage im Spitzenspiel der schleswig-holsteinischen Oberliga hat die Damenmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe am Sonnabend um 20 Uhr in der Stormarnhalle im Pokalwettbewerb Revanche gegen die Vertretung des TSV Altenholz zu nehmen.

Allerdings sind die Voraussetzungen für die Truppe von Trainer Ulli Meyer für diese Partie in der dritten Runde des DHB-Wettbewerbs auf Landesebene nicht sonderlich günstig, denn mit Andrea Hasenberg fällt eine wichtige Stammspielerin aus. Sie zog sich, wie erst hinterher bekannt wurde, im Punktspiel am letzten Sonnabend einen Daumenbruch an ihrer Wurfhand zu und wird ihrer Mannschaft in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen.

Der TSV Altenholz ist also für das Spiel eindeutig als Favorit anzusehen, aber wenn die VfL-Mannschaft, die im Pokal ja schon so oft zu überzeugen wußte, weniger nervös und verkrampft als am letzten Wochenende spielt, müßte sie durchaus eine Chance haben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.11.1983

 

Sonnabend, 26. November 1983

Im Pokal gelang den VfL-Damen die Revanche gegen TSV Altenholz

Damen-Pokal: VfL Oldesloe gegen TSV Altenholz 21:18 (12:8)

(mth) Der Damenhandballmannschaft des VfL Oldesloe hat im Pokalwettbewerb erfolgreich Revanche nehmen können für die 8:10-Niederlage im Oberliga-Punktspiel gegen den TSV Altenholz eine Woche zuvor. Vor wiederum recht gut besetzter Kulisse in der Stormarnhalle siegten die Oldesloerinnen diesmal mit 21:18 und zogen damit in die vierte Runde des Pokalwettbewerbs auf Landesebene ein. Schaffen sie auch noch diese Aufgabe (am 17./18. Dezember bei VfL Bad Schwartau II), erreichen sie, wie im vergangenen Jahr, den Wettbewerb auf Regionalebene.

Der VfL mußte den Pokalsieg aber teuer bezahlen. Katja Schoppenhauer zog sich gleich zu Beginn der Partie einen Armbruch zu und wird ihrer Mannschaft für mehrere Monate fehlen. Da sich Andrea Hasenberg schon eine Woche zuvor einen Knochenbruch (Daumen) zugezogen hatte, wird's personell für die Meyer-Truppe nun langsam ein bißchen eng. …

Hoch motiviert, aber nicht wie beim Punktspiel übermotiviert und damit verkrampft, ging der VfL in diese Begegnung. Die Mannschaft hatte trotz der Niederlage im Punktspiel den Glauben an sich selbst nicht verloren und wollte ihren Anhängern zeigen, daß sie weit stärker als am Vorsonntag spielen kann.

Dennoch sah es nach den ersten acht Minuten nicht gut für den VfL aus, Der TSV Altenholz führte mit 3:1 und schien den Spielverlauf eindeutig bestimmen zu können. Die frühe schwere Verletzung von Katja Schoppenhauer zehrte doch an den Nerven der Oldesloerinnen. und auch das Fehlen von Andrea Hasenberg in der Deckungsmitte hinterließ zunächst eine nur schwer zu stopfende Lücke. Später steigerte sich Martina Scheel auf dieser Position aber erheblich und machte ihr bei weitem bestes Spiel im VfL-Dress seit langer Zeit.

Als der VfL den Schock nach rund zehn Minuten abgeschüttelt hatte, drehte er den Spieß dann um. Bis zum 5:3 konnten die Gäste ihren Zwei-Tore-Vorsprung behaupten, dann aber warf der VfL sechs Tore in Folge und führte nach 22 Minuten mit 9:5. Nicht weniger als vier dieser sechs Treffer hatte Petra Payka markiert, die auf der Rechtsaußenposition nicht zu stoppen war. Aber auch Andrea Güldenpfennig hatte ihr Visier weit besser eingestellt als in der Vorwoche und mit ihr wußten sich auch alle anderen Oldesloer Spielerinnen zu steigern. Dazu konnte auch die Siebenmeterschwäche aus dem Punktspiel ausgemerzt werden. Susanne Paetz trat bei fünf Strafwürfen zur „Exekution“ an und brachte alle Würfe sicher im Tor unter und nur Andrea Güldenpfennig scheiterte mit einem Siebenmeter.

All diese Faktoren führten dazu, daß der VfL danach nie wieder in Rückstand geriet. Der Vorsprung, der über einen 12:8-Halbzeitstand bei 13:8 und 14:9 seinen höchsten Stand erreichte, wurde zwar zwischenzeitlich bis zur 49. Minute von den Altenholzerinnen zum 15:15 egalisiert und auch nach 54 Minuten stand das Spiel bei 17:17 noch auf der Kippe, aber die Oldesloerinnen behielten die Nerven und hatten verdient das bessere Ende für sich.

Mit Petra Payka, Andrea Güldenpfennig, Susanne Paetz (je 5) und Jeanette Müller (4) teilten sich vier Spielerinnen den Löwenanteil der Oldesloer Tore. Je einen Treffer erzielten Anja Müller und Wiebke Rickert. Aber auch Hannelore Tresemer, Bettina Witten, Martina Scheel und vor allem Gudrun Fandrey im Tor hatten großen Anteil am Erfolg der Oldesloer Renommiermannschaft. Die zweite Torhüterin Martina Pusch, die nur selten Gelegenheit zum Training hat und deshalb ihre Form verlor, wurde nur einmal für einen Siebenmeter eingewechselt, wobei sie nur knapp an einer gelungenen Parade vorbeischrammte.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.11.1983

Freitag, 13. Januar 1984

Können die VfL-Damen zu neuem Pokal-Höhenflug ansetzen?

(mth) Erster Handball-Höhepunkt des neuen Jahres in der Oldesloer Stormarnhalle ist am Sonnabend um 18.30 Uhr das Damen-Pokalspiel in der ersten Hauptrunde auf Regionalebene zwischen der Oberligavertretung des VfL Oldesloe und der Regionalliga-Mannschaft SC Germania List-Hannover. Für den VfL könnte diese Begegnung bei positivem Ausgang Startpunkt zu einem ähnlichen Pokal-Höhenflug wie im letzten Jahr werden, als man Regionalligisten gleich serienweise ausschaltete und erst von der Spitzenmannschaft VfL Engelskirchen zu stoppen war.

Allerdings klingen die Nachrichten aus der Oldesloer Renommiermannschaft nicht sonderlich positiv. Es ist höchst ungewiß, ob die Truppe morgen in ihrer Bestbesetzung antreten kann. Dennoch will man sich gegen den klassenhöheren Gegner so teuer wie möglich verkaufen. Ein gutes Abschneiden gegen die starke Mannschaft aus der niedersächsischen Landeshauptstadt, die in der Regionalliga schon viele Jahre eine gute Rolle spielt, würde den Stormarnerinnen sicherlich auch viel Auftrieb für die kommenden schweren Punktspiele geben, denn noch hat sie auch dort, trotz der Niederlage im letzten Spiel des alten Jahres in Neustadt die Hoffnung auf den Meistertitel in der Oberliga nicht ganz aufgegeben. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.1.1984

 

Sonnabend, 14. Januar 1984

Neuer Pokal-Höhenflug bahnt sich an

Die ersatzgeschwächten VfL-Damen ließen dem SC Germania List keine Chance

(mth) Mit so arg großen Hoffnungen war die Damenhandballmannschaft des VfL Oldesloe eigentlich nicht in das Pokalspiel in der ersten Runde auf Regionalebene gegen die Regionalliga-Mannschaft des SC Germania List-Hannover gegangen.

Mit Martina Scheel, Andrea Hasenberg (beide Urlaub), Susanne Paetz und Katja Schoppenhauer (beide verletzt) fehlten gleich vier Stammspielerinnen der Oberliga-Mannschaft und auch Antje Schütt – Mitglied in den beiden Meistermannschaften des VfL –‚ die von ihrem Heimatverein SV Todesfelde nun wieder zu den Oldesloerinnen zurückgekehrt ist, mußte auf der Bank Platz nehmen, denn sie wird erst in Kürze für den VfL spielberechtigt.

Zu allem Überfluß fehlte schließlich auch noch Trainer Ulli Meyer, der eine langgebuchte Urlaubsreise genießt. Aber Dieter Petersen, Coach der zweiten VfL-Damenmannschaft, vertrat ihn glänzend und er hatte auch hervorragenden Ersatz aus seiner Mannschaft mitgebracht. Birgit Horn und Silke Lauschke konnten dieses in Kurzeinsätzen zwar nicht so recht zeigen, dafür aber wirkte Kerstin Hennig in mehr als 50 der 60 Minuten mit und sie gehörte zweifellos zu den Stützen der Mannschaft.

Aber der Reihe nach: Eine Chance auf eine Fortsetzung des Pokal-Höhenfluges der Oldesloerinnen schien sich schon vor Spielbeginn anzubahnen, denn es hieß, auch Germania List hätte nicht seine Bestbesetzung zur Verfügung. Nachzuprüfen war das für uns zwar nicht, aber der Spielverlauf deutete doch in diese Richtung.

Aber damit soll die hervorragende Leistung des VfL – und nun müssen wir die Katze ja langsam aus dem Sack lassen – in der mit nur knapp 100 Zuschauern eher spärlich besetzten Stormarnhalle nicht geschmälert werden. Der VfL hatte in der Partie jederzeit die Führung und damit das Heft fest in der Hand und siegte am Ende deutlich mit 18:13 (9:5). Schon in den Anfangsminuten zeigten die VfL-Damen, wer Herr im Haus ist.

Ehe die Gäste in der neunten Minute zu ihrem ersten Tor kamen, führte der VfL durch Tore von Wiebke Rickert, Jeanette Müller, die einen Siebenmeter verwandelte, und Andrea Güldenpfennig schon mit 3:0 und bald nach dem ersten Gegentor erhöhte Mannschaftsführerin Anja Müller auf 4:1. Damit hatten sich beim VfL, wie sich beim Schlußpfiff herausstellte, schon alle Torschützinnen herauskristallisiert. Diese vier Spielerinnen teilten sich nämlich die gesamte Ausbeute.

Wiebke Rickert gefiel dabei mit drei schönen Treffern von der Außenposition schon in der ersten Halbzeit, Jeanette Müller erwies sich mit vier verwandelten Strafwürfen als sichere Siebenmeterwerferin und auch Anja Müller hätte es leicht auf mehr als drei Treffer bringen können, hätte nicht Pech mit Pfosten und Latte weitere Erfolge verhindert und wäre auch ihr zweiter Siebenmeter im Netz gelandet.

Überragende Torwerferin mit acht Treffern aber war wieder einmal Andrea Güldenpfennig. Sie hielt sich in der ersten Halbzeit, als sie spielerisch schon glänzte, als Torwerferin noch zurück (zwei Treffer, davon ein Siebenmeter), aber in den letzten 17 Minuten war sie von den Listerinnen nicht mehr zu bremsen und erzielte die letzten sechs Treffer für den VfL in Serie. Den Schlußpunkt setzte sie dabei eine Minute vor dem Abpfiff mit einem tollen Heber nach einem Tempogegenstoß.

Neben den erfolgreichen Torwerferinnen sollen aber die anderen Spielerinnen sich nicht zurückgesetzt fühlen, Ganz bestimmt nicht Torhüterin Gudrun Fandrey, die ganze Serien von Schüssen abwehrte. Aber auch Petra Payka und die schon erwähnte Kerstin Hennig hatten maßgeblichen Anteil am Erfolg.

Hannelore Tresemer und Bettina Witten kamen wie Birgit Horn und Silke Lauschke nur zu Kurzeinsätzen und Martina Pusch wurde gar nur für einen Siebenmeter ins Tor eingewechselt, aber auch sie freuten sich am Ende über den hochverdienten Erfolg über einen sicherlich etwas enttäuschenden Gegner. Die Anhänger der VfL-Damenmannschaft können sich aber in jedem Fall noch wieder auf einen heißen Pokalfrühling einrichten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.1.1984

Freitag, 27. Januar 1984

Die VfL-Damen in der 2. Pokalrunde bei HSG Hamburg

(mth) In der zweiten Hauptrunde auf Regionalebene im DHB-Vereinspokal trifft die Damenmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe morgen um 19.30 Uhr in der Halle Tegelsbarg in Hamburg-Poppenbüttel auf HSG Hamburg. Die Hamburgerinnen spielen in der ersten Hamburger Division, die vergleichbar mit der schleswig-holsteinischen Oberliga ist. Trainer Ulli Meyer muß in dieser Begegnung auf Andrea Güldenpfennig und auf Martina Scheel verzichten. Dennoch ist man im VfL-Lager zuversichtlich, in der Hansestadt gut abschneiden zu können.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.1.1984

 

Sonnabend, 28. Januar 1984

Die VfL-Handballdamen sind wieder in der Pokalrunde auf Bundesebene

(st) Die Handball-Damen des VfL Oldesloe sorgen auch in diesem Jahr im Pokalwettbewerb für Furore. In der letzten Pokalrunde auf Regionalebene besiegte die Truppe von Trainer Ulli Meyer die HSG Hamburg (1. Hamburger Division) mit 15:14 und zieht damit, wie im letzten Jahr, in die erste Runde des Pokalwettbewerbs auf Bundesebene ein. Auf wen die Oldesloerinnen dann treffen, steht noch nicht fest. Die Auslosung dafür findet erst am 9. Februar in Dortmund in der DHB-Geschäftsstelle statt. Der Sieg der Oldesloer Damen in Hamburg war um so bemerkenswerter, als die Mannschaft auf ihre Leistungsträgerin Andrea Güldenpfennig verzichten mußte.

Die VfLerinnen hatten in Hamburg einen glänzenden Start. Antje Schütt und Jeanette Müller erzielten mit zwei Toren aus dem Rückraum die Führung. Hamburg konnte lediglich einmal zum 3:3 ausgleichen. Jeanette Müller warf die Tore zum 3:1 und 4:3. Ein sehr gutes Spiel machte auch Katja Schoppenhauer. Sie war nicht zu halten (5:3, 7:3, 8:5).

Nach dem Pausenstand von 7:5 kam die HSG Hamburg besser ins Spiel, sie verkürzten auf 7:8. Susanne Paetz (Siebenmeter) und Anja Müller (Fallwurf) erhöhten auf 11:8. Petra Payka setzte sich auf der Außenposition zum 12:9 durch. Dann die vorentscheidende Phase: Katja Schoppenhauer bekam wegen Foulspiels eine Zwei-Minuten-Strafe. Trotz Unterzahl konnten aber Susanne Paetz und Mannschaftsführerin Anja Müller auf 14:9 erhöhen. Torhüterin Martina Pusch konnte beim Stand von 14:10 einen Siebenmeter halten! Im Gefühl des sicheren Sieges ließ die VfL Deckung sehr nach. HSG Hamburg verkürzte auf 13:14.

In der dramatischen Schlußphase erzielte Andrea Hasenberg den wichtigen Treffer zum 15:13. Nach einem krassen Fehler bekam Susanne Paetz zwei Minuten und einen Siebenmeter gegen sich. Hamburg verwandelte zum 14:15 Anschluß. Aber die Zeit war für den VfL. Viel Jubel beim Schlußpfiff. Die Truppe um Trainer Ulli Meyer hatte den Einzug in die erste DHB-Haupt-runde geschafft.

Der VfL spielte mit: Gudrun Fandrey und Martina Pusch (im Tor), Andrea Hasenberg (2 Tore), Antje Schütt (1), Petra Payka (2), Wiebke Rickert, Katja Schoppenhauer (3), Anja Müller (2), Jeanette Müller (3/1), Bettina Witten und Susanne Paetz (2/1).

STORMARNER TAGEBLATT vom 31.1.1984

 

 

27.2.1984 (ST) - Der Vorjahreserfolg schon jetzt wiederholt

Tolle Leistungssteigerung der VfL Damen: 19:16-Erfolg im Pokal gegen Berlins Meister VfL Humboldt nach großem Kampf

Auf die Handball-Damenmannschaft des VfL Oldesloe ist im Pokalwettbewerb immer Verlaß! In den letzten Punktspielen in der Oberliga hatte die Truppe von Trainer Ulli Meyer nicht so recht recht zu überzeugen gewußt, ja, es lag nicht so ganz fern, der Mannschaft sogar eine echte Formkrise zu diagnostizieren. Allein, von einer Krise kann und konnte wohl nur in dem Bereich gesprochen werden, den das Zauberwort des modernen Sports - Motivierung - beschreibt. In der schleswig-holsteinischenen Oberliga ist der Zug für die Oldesloer Damen en abgefahren und die Punktspiele werden als kaum etwas mehr als lästige Pflichtaufgaben angesehen. Aber gibt ja auch noch den Pokalwettbewerb und der hat sich seit mehr als eineinhalb Jahren als Lieblingskind der VfL-Handballdamen entpuppt.

Unvergessen ist noch der imponierende Weg der Truppe um Andrea Güldenpfennig im letzten Jahr, als man erst in der zweiten Runde auf Bundesebene - damit war die Runde der besten 12 Mannschaften erreicht - von der Spitzenmannschaft VfL Engelskirchen aus dem Rennen geworfen wurde. Ein einmaliger Erfolg, so waren sich damals alle Betrachter in der Beurteilung einig, aber man hatte die Rechnung ohne den Wirt, sprich die VfL-Mannschaft gemacht.

Auch in der Saison 1983/84 sorgt die Truppe im Pokal mit begeisternden Spielen für Furore und so weit wie im letzten Jahr ist sie seit Sonnabend nun auch wieder. Imponierend war ja schon wieder der Weg durch die Runden auf Landes- und Regionalebene gewesen, als man erst den Meisterschaftsrivalen TSV Altenholz ( eine Woche nach einer deprimierenden Punktspielniederlage) und dann Regionalliga-Spitzenreiter Germania List ausschaltete.

Den vorläufigen Höhepunkt aber setzte die Mannschaft am Sonnabend gegen den VfL Humboldt Berlin (schon jetzt Berliner Regionaligameister und potentieller Bundesligaaufsteiger) in der ersten Runde auf Bundesebene. Nach einer hochdramatischen Partie, in der der Vfl wieder einmal über sich hinauswuchs, gewann die Truppe vor gut 400 Zuschauern schließlich mit 19:16 und zieht damit, wie im Vorjahr in die Runde der besten zwölf deutschen Mannschaften ein.

Wünschen wir ihr für die Auslosung viel Glück und ein gutes Los. Ein Gastspiel einer Bundesligamannschaft in der Stormarnhalle wäre sicherlich nicht zu verachten. Vor der Mannschaft, die zuletzt in ihrem Umfeld reichlich mit Kritik bedacht wurde, aber ziehen wir schon jetzt unseren Hut. Sie ist wieder einmal über sich selbst hinausgewachsen und hat viele, viele Nörgler am Sonnabend beschämt.

Das Spiel in der Stormarnhalle ließ an Spannung und Dramatik wirklich nichts zu wünschen übrig. Zunächst einmal dauerte es nach dem Anpfiff des Schiedsrichtergespanns Hünnecke/Hünnecke (Oyten) fünf Minuten, ehe Andrea Güldenpfennig mit einem erfolgreich abgeschlossenen Tempogegenstoß das erste Tor des Spiels warf. Sechzig Sekunden zuvor hatte ihre Mannschaftskollegin Jeanette Müller mit einem Siebenmeter, der vom Innenpfosten ins Feld zurücksprang, schon viel Pech gehabt.

Holz visierte wenig später auch Anja Müller an, aber dennoch gelang den Stormarnerinnen der zweite Treffer durch Petra Payka weit vor dem ersten Tor der Berliner Gäste. 10 Minuten mußten die die Humboldt-Damen warten, ehe sie die glänzend aufgelegte Gudrun Fandrey zum 1:2 zum erstenmal bezwingen konnten.

Über Zwischenstände von 2:2 (13. Minute) und 3:3 (15. Minute) gingen die Berlinerinnen in der 18. Minute erstmalig mit 4:3 in Führung, aber auch davon ließ sich der VfL nicht beeindrucken. Gestützt auf eine sicherere und solide arbeitende Deckung und angetrieben von einer Andrea Güldenpfennig in Superform war der Spieß in Minutenschnelle wieder umgedreht und als am Ende Bilanz gezogen wurde, konnte man resümieren, daß der 4:3-Vorsprung für den Berliner Regionalligameister seine einzige Führung im ganzen Spiel war.

In den letzten zehn Minuten vor dem Seitenwechsel spielte sich mit Antje Schütt noch eine weitere Oldesloer Spielerin in den Vordergrund. Sie traf bei fünf Wurfversuchen dreimal ins Netz und hatte so großen Anteil am 9:7-Pausenvorsprung. Den Zwei-Tore-Vorsprung konnte der VfL Oldesloe bis zur 50. Minute (16:14) verteidigten.

Zwischenzeitlich war die Führung in der 42. Minute sogar auf vier Treffer Differenz (14:10) angewachsen und da die Stormarnerinnen jedes Tempo mitgingen, schien der neuen Pokalsensation eigentlich nichts mehr im Wege zu stehen. Aber es wurde dann doch noch einmal eng. Über 16:15 (50. Minute) kamen die Berlinerinnen in der 53. Minute zum 16:16-Ausgleich und nun schien die Partie in der Tat noch zu kippen, denn die Gäste machten nun ihre letzten Reserven locker.

Aber der VIL hielt wacker dagegen und ihr Trainer Ulli Meyer pokerte hoch. Als es in der 55. Minute einen Siebenmeter gab, schickte er zur Exekution Susanne Paetz aufs Feld, die, vorher und hinterher nicht eine Sekunde ins Spiel eingriff. Aber außer Jeanette Müller in der Anfangsphase hatte inzwischen auch Andrea Güldenpfennig (47. Minute) einen Siebenmeter ans Holz gesetzt - beide hatten jeweils einmal bei Strafwürfen aber auch getroffen -, und erneut wollte der VfL-Coach deren Nerven nicht strapazieren.

Susanne Paetz' Nerven aber hielten und ihrem Treffer ließ Andrea Hasenberg postwendend noch das 18:16 folgen. Von da an ging der VfL Humboldt auf Manndeckung über das gesamte Feld über, um das Blatt doch noch zu wenden. Aber die Oldesloerinnen ließen sich auch dadurch nicht mehr schrecken. Gudrun Fandrey wuchs noch einmal über sich hinaus und brachte die Gäste mit ihren Paraden schier zur Verzweiflung - sie hielt im Verlauf des Spiels nicht weniger als 18 zum Teil schwerste Würfe -, und der Jubel in der Stormarnhalle kannte keine Grenzen mehr, als Andrea Güldenpfennig ihre Glanzleistung in den Schlußsekunden mit einem tollen Alleingang und dem Treffer zum 19:16-Endstand krönte.

Mit Andrea Güldenpfennig (9 Tore) und Gudrun Fandrey sind die beiden Hauptstützen des Oldesloer Spiels am Sonnabend schon genug gewürdigt worden. Aber es gab in den VfL Reihen überhaupt keinen Ausfall und noch mehrere Spielerinnen, die über sich hinauswuchsen. Wie Fandrey und Güldenpfennig spielten auch Andrea Hasenberg (1 Tor), Petra Payka (1 Tor) und Anja Müller (2 Tore) die 60 Minuten ohne Auswechselung durch und leisteten in Abwehr und Angriff Großartiges.

Aber auch Jeanette Müller (2 Tore), Antje Schütt (3 Tore), Wiebke Rickert und Katja Schoppenhauer brauchten sich nicht zu verstecken und vom erfolgreichen Auftritt von Susanne Paetz war schon die Rede. Martina Pusch und Elsbeth Fahrenkrog kamen erst beim Siegestaumel zum Einsatz, aber auch ihre Freude auf der Bank war deshalb nicht geringer.

Einen Tag nach dem Pokalerfolg hatte die VfL-Mannschaft beim TSV Breiholz noch ein Pflichtspiel in der Oberliga zu absolvieren. Die Anstrengungen vom Vortag steckten der Truppe natürlich noch in den Knochen, mit 19:16 gabe es aber auch da einen Erfolg, wodurch der zweite Tabellenplatz hinter dem TSV Altenholz zurückerobert wurde.

 

9.3.1984 (ST) - Schafft der VfL noch eine Runde weiter?

Die VfL-Handballdamen wollen ihrem Ruf als "Pokalschreck" auch beim SSV Marienheide gerecht werden

Handballspiele gibt es am Wochenende weder in der Stormarnhalle (obwohl die Narren dort inzwischen wieder ausgezogen sind) noch in der Heinrich- Vogler-Halle. Ein Handballspiel aber ist es am Wochenende dennoch, das das größte Interesse vieler Oldesloer Sportfreunde an diesem Wochenende beansprucht. Am Sonntag nämlich steigt die zweite Hauptrunde des DHB-Pokalwettbewerbs der Damen auf Bundesebene und - wie vor zwölf Monaten - zum zweiten Mal hintereinander hat die Oberligamannschaft des VfL Oldesloe diese Runde erreicht.

Das Losglück war der Truppe von Trainer Ulli Meyer dabei, wie schon berichtet, nicht hold. Als vor etwas mehr als einer Woche in der DHB-Zentrale in Dortmund die Lose gezogen wurden, wurde dem VfL nicht etwa einer der neun Nord-Bundesligisten oder einer von vier Regionalligisten zugeordnet, sondern mit dem SSV Marienheide die einzige ranggleiche Truppe, die mit den Stormarnerinnen noch in diesem Wettbewerb ist.

Da mußte dann das Losglück über das Heimrecht entscheiden - in allen anderen Fällen wäre es dem Vfl, als klassenniederer Mannschaft automatisch zugefallen - und die Waagschale neigte sich zugunsten der Marienheider. Der überlegene Spitzenreiter der Verbandsliga Mittelrhein und potentielle Aufsteiger in der Regionalliga West - der SSV Marienfelde führte seine Klasse mit nur einem Minuspunkt an und hat den Meistertitel in dieser, der schleswig-holsteinischen Oberliga vergleichbaren Klasse fast sicher - ist für die Oldesloer Handballfreunde und im wesentlichen auch für die VfL-Mannschaft und ihre Betreuer natürlich ein unbeschriebenes Blatt.

Allein die Gegend allerdings, in.die der VfL reisen muß, - Handball-Mekka Gummersbach und die Damenhandball-Hochburg Engelskirchen liegen in unmittelbarer Nähe - läßt auf einen starken Gegner schließen. Hört man noch dazu, daß es sich beim SSV Marienheide um einen Club handelt, der allerlei finanziellen Hintergrund" aktiviert, um seine Damenmannschaft zu stärken - unter anderem hat man Silke Jönßon (vorher VfL Engelskirchen und MTV Herzhorn) verpflichtet - so mag man daraus ersehen, daß der VfL keineswegs als Favorit in die am Sonntag um 11.15 Uhr beginnende Partie geht.

Aber der Vfl, hat sich in den letzten Jahren ja mehr und mehr zu einer typischen Pokalmannschaft entwickelt, die sich in entscheidenden Momenten stets zu steigern wußte. Findet die Mannschaft, in der Petra Payka wegen einer Gehirnerschütterung aus dem letzten Spiel fehlen wird, über ihren großen Kampfgeist schnell zu effektivem Spiel, und sind die Leistungsträgerinnen, allen voran Andrea Guldenpfennig, in guter Form, ist uns um ein gutes Abschneiden der Truppe nicht bange.

Damit die Mannschaft in Marienheide nicht so ganz allein dasteht, können Schlachtenbummler die Mannschaft zu dem Pokalschlager begleiten. Abfahrt des Reisebusses ist am Sonnabend um 14 Uhr vor der Stormarnhalle. Mit der Rückkehr wird am Sonntag gegen 19 Uhr gerechnet. Interessenten sollten sich umgehend mit Trainer Ulli Meyer unter der Oldesloer Telefonnummer 04531/ 12708 in Verbindung setzen.

 

12.3.1984 (ST) - VfL-Handballdamen bleiben "Pokalschreck"

19:18-Sieg in Marienheide nach hochdramatischer Partie -
nun geht es gegen einen Erstligisten

Die Damen-Handballmannschaft des VfL Oldesloe blieb auch in der zweiten Hauptrunde des DHB-Pokalwettbewerbs auf Bundesebene ihrem Ruf als "Pokalschreck" nichts schuldig. Beim Spitzenreiter der Verbandsliga Mittelrhein - vergleichbar der schleswigholsteinischen Oberliga -, SSV Marienheide, kam die Truppe von Trainer Ulli Meyer gestern nach einer hochdramatischen Partie zu einem 19:18-Erfolg.

Die Stormarnerinnen zogen damit in die Runde der 16 besten Mannschaften im gesamten Bundesgebiet ein. Auch die dritte Hauptrunde, die am 7./8. April ausgetragen wird, wird noch - analog der Bundesligaaufteilung - in Nord-und Südvereine aufgeteilt und getrennt ausgeslost. In einem Topf mit dem VfL Oldesloe befinden sich dabei bei der Auslosung am Donnerstag dieser Woche ausschließlich noch Bundesligamannschaften. Neben den Spitzenteams Bayer Leverkusen, Engelskirchen und VfL Oldenburg sind dieses der MTV Herzhorn, Holstein Kiel, TSV Jarplund-Weding und TH Eilbek.

Als klassenniedrigste Mannschaft in diesem renommierten Kreis bekommt der VfL aber nicht mehr, wie es in den bisherigen Runden war, automatisch Heimrecht. Vielmehr muß man auf ein wenig Losglück hoffen, damit ein attraktiver Gegner - der ist ja schon sicher -in der Stormarnhalle auftritt.

Die Begegnung in Marienheide (in der Nähe von Gummersbach) nahm für die Oldesloerinnen von Anfang an einen guten Verlauf. Zwar hatte man in der Deckung zunächst einige Schwierigkeiten, die Rückraumschützen der Gastgeberinnen, die vor dem Aufstieg in die Regionalliga West stehen, abzublocken, aber dank einer überragenden Andrea Güldenpfennig, die sich auch durch eine kurze Deckung nicht in ihrem Aktionsradius einengen ließ, übernahm der VfL schnell die Führung.

Andrea warf die ersten drei Treffer für den VfL ganz allein und sorgte so für eine 3:1-Führung nach wenigen Minuten. Anschließend traten die schon erwähnten Schwächen im Abblocken der gegnerischen Rückraumschützen auf, so daß SSV Marienheide zum 3:3 ausgleichen und, nach einer fast achtminütigen Phase, in der überhaupt kein Tor fiel, sogar mit 4:3 in Führung gehen konnte.

Das Spiel war gerade in dieser Phase nicht sonderlich schön und auch nicht technisch hochstehend - diese Attribute verdiente sich die Partie bis zum Ende nicht -, aber schon jetzt kampfbetont und spannend, und in dieser Beziehung sollte es noch eine wesentliche Steigerung zum Schluß erfahren.

Die Gastgeberinnen, bei denen Silke Jönßon, die frührare Herzhornerin, von Wiebke Rickert hervorragend bewacht wurde, und nur in der Anfangsphase zu zwei Toren (davon ein Siebenmeter) kam, konnten sich ihrer Führung nicht lange erfreuen. Der VfL glich zum 4:4 schnell aus und übernahm bis zu einer 9:6-Pausenführung deutlich das Spielgeschehen.

Von den neun Oldesloer Toren bis zum Seitenwechsel hatte Andrea Güldenpfennig nicht weniger als sechs erzielt. Bei den Gastgeberinnen machte sich nachteilig bemerkbar, daß Silke Jönßon sich Mitte der ersten Halbzeit eine Verletzung zuzog und nur noch sporadisch eingesetzt werden konnte.

Eigentlich sprach nun nichts mehr dagegen, daß der VfL einen sicheren Sieg würde nach Hause schaukeln können, denn nach der Pause konnte der Vorsprung sogar auf 10:6 und 11:7 ausgebaut werden. Aber nur etwa bis zur 45. Minute konnte sich der VfL, der zu diesem Zeitpunkt mit 15:12 führte, in Sicherheit wiegen.

Dann kamen die Marienheider, angefeuert von gut 300 Zuschauern, mächtig auf und schnell war das Spiel bei 15:15 ausgeglichen. Die Schlußphase war an Dramatik dann kaum noch zu überbieten. Wiebke Rickert warf zum 16:15 ein, im Gegenzug fiel der Ausgleich zum 16:16. Dann brachte Andrea Hasenberg den VfL mit 17:16 in Führung, aber wieder fiel prompt im Gegenzug der Ausgleich.

Und das Hin und Her ging weiter. In der 57. Minute warf Jeanette Müller das 18:17, aber auch diese Führung wurde schnell wieder egalisiert. Dann warf Andrea Güldenpfennig eine Minute vor Schluß am Marienheider Tor vorbei, fing aber 30 Sekunden vor Spielschluß den folgenden Gegenangriff ab, bediente die nach vorne gestürmte Wiebke Rieckert und "Zwiebel", wie sie als kleinste Spielerin ihrer Mannschaft gerufen wird, schloß ihren Tempogegenstoß tollkühn mit einem Heber zum alles entscheidenden 19:18 ab.

Der Jubel der Mannschaft und Trainer, aber auch bei den rund 25 Anhängern, die ihre Truppe 60 Minuten lang auch gegen die erdrückende Mehrheit der Marienheider Zuschauer leidenschaftlich unterstützt hatten, kannte nun keine Grenzen mehr. Trainer Ulli Meyer ließ sich in diesem Pokalspiel auf keinerlei Experimente ein. Er spielte fast die gesamten 60 Minuten mit einer Formation durch. Im Tor war Gudrun Fandrey wieder in hervorragender Form.

Zuverlässig und kampfstark wie immer in der Deckungsmitte Mannschaftsführerin Anja Müller (1 Tor und Andrea Hasenberg (2 Tore). Auf den Außenpositionen wußten Katja Schoppenhauer und besonders Wiebke Rickert (3 Tore) zu überzeugen. Überragend war einmal mehr Andrea Güldenpfennig (8/4 Toren) auf halblinks. Gewechselt wurde nur auf der halbrechten Position, wo Jeanette Müller (4/2 Tore) nach zehn Minuten Antje Schütt ablöste und dann ebenfalls durchspielte.

Martina Pusch, Susanne Paetz, Bettina Witten und Elsbeth Fahrenkrog kamen nicht zum Einsatz. Ebenso nicht Petra Payka, die froh war, nach ihrer Gehirnerschütterung aus dem Spiel vom Wochendende zuvor die Reise nach Marienheide wenigstens als Schlachtenbummlerin mitmachen zu können.

 

Freitag, 6. April 1984

Morgen um 19.30 Uhr in der Stormarnhalle

Die VfL-Damen haben sich für den Pokalschlager gegen den Bundesligisten MTV Herzhorn viel vorgenommen

(mth) Die Punktspielsaison im Handball ist in den Klassen, in denen Stormarner Mannschaften mitspielen, so gut wie abgeschlossen, der Saisonhöhepunkt aber steht erst noch bevor. Er steigt morgen um 19.30 Uhr in der Stormarnhalle, wenn die Damen-Oberliga-Mannschaft des VfL Oldesloe in der dritten Hauptrunde des Pokalwettbewerbs auf Bundesebene auf die Bundesliga-Vertretung des MTV Herzhorn trifft.

Die Stormarnhalle, da sind wir uns ganz sicher, wird morgen wieder bis zum Bersten gefüllt sein, und die VfL-Damen, die auch in dieser Saison – speziell im Pokalwettbewerb – ihr Publikum wieder oft verwöhnt haben, wollen alles daransetzen, ihrem Ruf als Pokalschreck ein weiteres Mal gerecht zu werden.

An einen Sieg über den Bundesligisten denkt man im Oldesloer Lager dabei vordergründig aber natürlich nicht. Die Ausgangsposition ist schließlich klar: Als zwei Klassen höher spielende Mannschaft ist der MTV Herzhorn natürlich eindeutiger Favorit und der VfL nur krasser Außenseiter.

Durch einen Erfolg am letzten Wochenende über den TH Eilbek Hamburg sicherten sich die Herzhornerinnen nach langem Zittern für ein weiteres Jahr die Zugehörigkeit zur höchsten deutschen Spielklasse, und mit diesem Klassenerhalt im Rücken können sich die Spielerinnen aus dem Kreis Steinburg nun ganz auf ein erfolgreiches Abschneiden im Pokal konzentrieren.

VfL-Trainer Ulli Meyer hat den morgigen Gegner mehrfach unter die Lupe nehmen können und ist von ihrer Spielstärke beeindruckt. Ganz besonders wird er seine Mannschaft vor Ex-Nationalspielerin Renate Kuhnke warnen, die Dreh- und Angelpunkt im Spiel des MTV Herzhorn ist. Daneben wird man beim VfL noch besonderes Augenmerk auf die lang aufgeschossene Rückraumschützin Silke Dittmer richten müssen, die mit ihren langen Armen über einen gewaltigen Wurf verfügt. Aber auch alle anderen Spielerinnen dürfen vom VfL natürlich nicht unterschätzt werden.

Bei den Oldesloerinnen steht der Kader für das Schlagerspiel des Jahres noch nicht hundertprozentig fest. Mannschaftsführerin Anja Müller und Wiebke Rickert hatten im Verlauf dieser Woche noch mit Verletzungen zu kämpfen, und über ihren Einsatz wird erst am Spieltag selbst entschieden. Sollten sie nicht fit für das Spiel sein, kämen Kirstin Timm und Susanne Pommerening, die in den letzten Punktspielen ja glänzende Einstände in der Damenmannschaft feierten, zum Einsatz.

Ansonsten aber ist beim VfL alles an Bord, und wenn die Mannschaft an die Form der letzten Punkt- und Pokalspiele anknüpfen kann, wird sie sich sicherlich wieder – bei entsprechender Publikumsunterstützung, von der sich die Truppe schon immer zu Höchstleistungen hat animieren lassen – hervorragend verkaufen.

Vielleicht ist für die Stormarnerinnen ja auch das Schiedsrichtergespann Reimers/Schunke (Hamburg) ein gutes Omen, denn diese beiden Herren pfiffen 1980 in der Stormarnhalle ein Endspiel der weiblichen A-Jugend des VfL gegen die Reinickendorfer Füchse, die dem VfL den zweiten Deutschen Meistertitel einbrachte.

Wie bei großen Handballspielen des VfL seit Jahren üblich, gibt es Karten für das Spiel nur an der Tageskasse. Diese wird am Sonnabend um 18 Uhr ihre Pforten öffnen. Um die Zeit bis zum Spielbeginn den schon früh anwesenden Zuschauern nicht zu lang werden zu lassen, bestreiten schon bald nach Kassenöffnung die Minimädchen des VfL Oldesloe und des VfL Rethwisch ein Vorspiel.

Noch vor dem Damenpokalspiel wird auch die weibliche C-Jugend des VfL, die am letzten Wochenende Kreismeister wurde, von der Abteilungsleitung geehrt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.4.1984

 

Sonnabend, 7. April 1984

Die Entscheidung fiel gleich nach der Pause

VfL-Damen kämpften und spielten bravourös, aber MTV Herzhorn war zu stark und gewann schließlich 18:16

(mth) Es hat nicht sein sollen! Wie im vergangenen Jahr – damals gegen den VfL Engelskirchen – war auch die dritte Hauptrunde auf Bundesebene (Achtelfinale) Endstation einer sensationellen Pokalerfolgsserie der Damenhandballmannschaft des VfL Oldesloe. Nach einer streckenweise glänzenden und begeisternden Leistung mußte sich die VfL-Truppe dem Bundesligisten MTV Herzhorn – Achter in der Abschlußtabelle der Damen-Bundesliga Nord – mit 16:18 (7:9) geschlagen geben.

Die Entscheidung in der Partie in der mit annähernd 700 Zuschauern randvollen Stormarnhalle – 625 hatten Eintritt bezahlt, hinzu kamen sicher noch einmal 70 bis 80 Nichtzahler – fiel dabei in der ersten Viertelstunde nach der Halbzeit, als die Herzhornerinnen von 9:7 auf 16:8 davonzogen.

Die großartig kämpfende VfL-Mannschaft gab aber selbst bei diesem Spielstand noch lange nicht auf. Sie überwand ihre kurze Schwächeperiode und war sieben Minuten vor Spielschluß bei einem Spielstand von nur noch 14:17 drauf und dran, noch einmal heranzukommen, aber letztendlich erwies sich der Rückstand dann doch als zu groß.

Kein Grund, den Kopf hängen zu lassen

Trotz der Niederlage, mit der man natürlich hatte rechnen müssen, schließlich war man als zwei Klassen tiefer spielende Mannschaft als krasser Außenseiterin die Partie gegangen, auch wenn man im Hinterkopf den Gedanken an einen Sieg nie ganz aufgegeben hatte, besteht für den VfL kein Grund, nun etwa den Kopf hängen zu lassen. Die Mannschaft hat sich wieder einmal ganz großartig aus der Affäre gezogen und sich wirklich teuer verkauft.

Das Spiel war wahrhaftig ein würdiger Abschluß unter eine Saison, in der in der Punktrunde zwar nicht alle Blütenträume reiften, die wegen des tollen Weges im Pokalwettbewerb – ähnlich wie die vorangegangene – aber nicht so schnell vergessen werden wird.

Zum Spielverlauf selbst: Der Bundesligist hatte Anstoß und damit zuerst Ballbesitz, den ersten Treffer aber erzielte nach noch nicht einmal einer Minute Spielzeit Antje Schütt für den VfL. Der Jubel der Zuschauer schlug zum erstenmal hohe Wogen, aber nur Sekunden später ging zum ein Raunen durch die Ränge, als Ex-Nationalspielerin Renate Kuhnke zum erstenmal hingelangt hatte. Mit Renate Kuhnke ist dann auch schon der Name, der wohl alles in der Partie entschied, gefallen.

Wir hatten in unserer Vorankündigung wirklich nicht zuviel versprochen, als wir sie als Dreh- und Angelpunkt der Herzhorner Mannschaft herausstellten. Die eher kleine, frühere Nationalspielerin machte eine Halbzeit lang wirklich, was sie wollte. Mit ihren kurzen Wendungen, ihrem blitzschnellen Antritt, ihren ansatzlosen harten und placierten Würfen und ihrem unwahrscheinlichen Reaktionsvermögen war sie von den Stormarnerinnen einfach nicht in den Griff zu kriegen. Sie warf dabei von der Außenposition so sicher wie aus der zweiten Reihe und glänzte darüber hinaus noch als Anspielerin.

Renate Kuhnke war nicht zu bremsen

Die ersten sechs Tore warf sie dabei ganz alleine und von den neun Toren des Bundesligisten bis zur Pause gingen allein sieben auf ihr Konto. Allerdings konnte der VfL bis zur Halbzeit trotzdem voll den Anschluß halten. Auf die ersten sechs Treffer von Renate Kuhnke wußte der VfL nämlich stets eine Antwort. Andrea Güldenpfennig (2:2, 3:3 und 6:6), Jeanette Müller (4:5) und Petra Payka (5:5) glichen jeweils Führungen des MTV Herzhorn aus, beziehungsweise verkürzten den Rückstand.

Und auch zwischen den Treffern von Silke Dittmer (6:7), Renate Kuhnke (6:8) und Birgit Pockrandt (7:9) langte die wieder einmal in blendender Form spielende Andrea Güldenpfennig zum 7:8 noch einmal hin. Und weil der VfL gerade in der Halbzeit, in der die Ex-Nationalspielerin Tor um Tor erzielte, während ihre Mitspielerinnen fast leer ausgingen, immer hart am Gegner dranblieb, ist es müßig, wie ein paar Besserwisser gleich nach dem Spiel meinten, im Nachhinein nun Trainer Ulli Meyer irgendeine „Schuld“ für die Niederlage in die Schuhe zu schieben, weil er Renate Kuhnke nicht frühzeitig in kurze Deckung nahm.

Dazu entschloß er sich erst in der Halbzeit und Andrea Güldenpfennig erledigte diese Aufgabe so perfekt, daß die Herzhorner Spielmacherin nun zu keinem weiteren Feldtor mehr kam.

VfL-Damen hatten Schwächeperiode

Das Spiel aber wurde, wie oben schon angedeutet, in der ersten Phase der zweiten Halbzeit entschieden, als Renate Kuhnke nur noch als todsichere Siebenmeterwerferin als Torschützin in Erscheinung trat. Insgesamt vier solcher Strafwürfe verwandelte sie gegen die in diesen Fällen machtlose Gudrun Fandrey, die ansonsten wirklich alles hielt, was zu halten war, und ihre großartige Form aus den letzten Monaten bestätigte.

Und drei der vier verwandelten Siebenmeter trugen entscheidend mit zum Ausbau der Führung von 9:7 auf 16:8 bei. Silke Dittmer, Birgit Pockrandt, Marina Ladiges und Gabi Wichmann erzielten in dieser Phase die weiteren Tore für den MTV Herzhorn, dem nur Wiebke Rickert mit dem 8:12 einen Treffer entgegensetzen konnte.

Der VfL war in diesen zwölf, 13 Minuten etwas von der Rolle. Von einem schnellen Ballverlust Sekunden nach dem Wiederanpfiff genervt, brauchte die Mannschaft lange, bis sie den Faden wieder gefunden hatte.

Schiedsrichter maßen mit zweierlei Maß

Entnervt wurden sie zusätzlich noch vom Schiedsrichtergespann Reimers/Schunke aus Hamburg, das Bundesliga-Härte der Herzhornerinnen und Härte der VfL-Spielerinnen ganz offensichtlich mit zweierlei Maß maß. Wir wollen uns nicht dazu versteigen, zu behaupten, die Partie hätte einen anderen Sieger gehabt, wären auf beiden Seiten gleichlange Ellen von den Unparteiischen angelegt worden – denn das hieße, den im Endeffekt nicht unverdienten Sieg der Herzhornerinnen zu schmälern –‚ aber was die Unparteiischen bei den Bundesligisten an Stürmerfouls und unfairen Attacken in der Abwehr durchgehen ließen, wo sie beim VfL sehr pingelig waren, ging manchmal nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut.

Aber der VfL ließ sich nach Beendigung seiner Schwächephase auch davon nicht mehr beeindrucken. Eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Renate Kuhnke in der 44. Minute war das Signal für eine begeisternde Aufholjagd. Und das Signal kam dabei nicht nur vom Parkett, sondern auch von den Rängen. Die Oldesloer Zuschauer nämlich haben sich ein Sonderlob verdient. Auch angesichts eines schier aussichtslosen Rückstandes standen sie „wie eine Mauer“ hinter ihren VfL-Damen.

Stationen einer Aufholjagd

Antje Schütt (9:16); Andrea Güldenpfennig (10:16); Antje Schütt (11:17); Anja Müller (12:17); Andrea Güldenpfennig (13:17) und Petra Payka (14:17) hießen die Stationen dieser Aufholjagd, unterbrochen nur vom vierten verwandelten Siebenmeter von Renate Kuhnke zum 10:17. Die Halle stand nun Kopf und das Spiel stand, da noch rund sieben Minuten zu spielen waren, wirklich noch einmal auf des Messers Schneide.

Mehrfach hatte der VfL in den darauffolgenden drei Minuten nun Gelegenheit, noch dichter an den Gegner heranzukommen. Der Bundesligist war nämlich langsam nervös geworden verspielte einige Bälle und Gudrun Fandrey steigerte sich im Oldesloer Tor immer mehr. Aber auch die VfL-Angriffe waren nun plötzlich nicht mehr von Erfolg gekrönt, weil auch Gästetorhüterin Kerstin Tetau immer besser wurde.

Sie wehrte schließlich sogar einen Tempogegenstoß von Andrea Güldenpfennig ab, weil Andrea dabei aber wieder einmal unfair angegangen wurde – was gerade bei Gegenstößen mehrfach vorkam und viel zu milde, wenn überhaupt, geahndet wurde –‚ gab es den einzigen Siebenmeter für den VfL in diesem Spiel. Aber der Wurf von Susanne Paetz war nicht scharf und placiert genug, um Kerstin Tetau zu überwinden.

Entscheidung durch Silke Dittmer

Im Gegenzug schaffte die baumlange Silke Dittmer dann mit ihrem dritten Treffer das 18:14 und da dann nur noch drei Minuten zu spielen waren, war die Partie damit endgültig gelaufen. Der VfL spielte aber dennoch bis zur Schlußsirene voll durch und Mannschaftsführerin Anja Müller mit einem tollen Rückhandwurf und Andrea Güldenpfennig mit ihrem siebenten Treffer, mit dem sie, was die Feldtore anging, mit der überragenden Renate Kuhnke noch gleichzog, schafften unter tosendem Jubel noch zwei Resultatsverbesserungen.

Mit tosendem Jubel wurden die VfL-Damen dann auch nach dem Schlußpiff von ihrem treuen Publikum verabschiedet. Die Mannschaft hatte wirklich wieder einmal ihr Bestes gegeben. Sie braucht sich nun wirklich nicht zu schämen und grämen, gegen eine Bundesliga-Mannschaft ausgeschieden zu sein. Ein Unterschied von zwei Klassen war zwischen den beiden Teams nun wahrhaftig nicht zu entdecken, und als Trost dürfen sich die VfLerinnen getrost sagen, daß sie mit ein wenig mehr Glück durchaus das bessere Ende auch für sich hätten haben können.

Wiebke Rickert erlitt Armanbruch

Trost benötigten nach Spielende vor allem zwei Oldesloer Spielerinnen. Andrea Hasenberg hatte schon vor dem Spiel mit einer Magenverstimmung zu kämpfen, und sie, die sonst gerade mit ihrer physischen Stärke wuchern kann, mußte bald nach der Halbzeit entkräftet aufgeben. Noch ärger erwischte es aber Wiebke „Zwiebel“ Rickert, die sich in der Schlußphase den Unterarm anbrach und nun als Andenken an das große Pokalspiel einen Gipsverband tragen muß.

Außer den schon genannten Oldesloer Spielerinnen kamen noch Katja Schoppenhauer und Elsbeth Fahrenkrog zum Einsatz. Die zweite Torhüterin, Martina Pusch, kam nicht zum Einsatz.

Im Vorprogramm des Pokalspiels unterlag in einem Freundschaftsspiel die weibliche D-Jugend des VfL Oldesloe der Vertretung des VfL Rethwisch mit 5:8 und die weibliche C-Jugend der Oldesloer wurde vom Jugendwart des Kreishandballverbandes, Kurt Mallien, für die vor einer Woche errungenen Kreismeisterschaft geehrt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.4.1984

 

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