1984/85

 

 

VfL Oldesloe Handball

 

Frauen

 

Sonnabend, 5. Januar 1985

Die Tabellenspitze winkt bei einem Sieg für die VfL-Damen

(st) … Wenn die Damen-Oberligamannschaft des VfL Oldesloe heute um 19 Uhr in Neustadt antritt, haben die Stormarnerinnen noch eine Rechnung zu begleichen. Im vergangenen Jahr nämlich verloren die Oldesloerinnen dort im entscheidenden Spiel um die Meisterschaft knapp mit 23:24 Toren.

Momentan steht TSV Neustadt an achter Position. Mit einem Sieg können die Oldesloerinnen die Tabellenspitze erobern. Und angesichts der Tatsache, daß Petra Payka nach neunwöchiger Verletzungspause das erstemal wieder mit dabei sein wird und Antje Schütt aus dem Urlaub zurück ist, ist ein Sieg allemal möglich.

Ein großes Fragezeichen steht allerdings hinter Anja Müller, denn nach ihrer Verletzung aus dem Spiel gegen VfL Bad Schwartau hat sie nun auch noch ereilt. Mit Sicherheit verzichten muß Trainer Ulli Meyer auf Katja Schopenhauer, die am verkaufsoffenen Sonnabend arbeiten muß.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.1.1985

 

Sonnabend, 5. Januar 1985

TSV Neustadt – VfL Oldesloe 17:24 (8:10)

Nach dem 24:17-Sieg erklommen die VfL-Damen die Tabellenspitze

(st) Gleich zu Beginn des Jahres setzten sich die Handball-Oberligadamen des VfL Oldesloe mit einem 24:17 (10:8)-Sieg beim Angstgegner TSV Neustadt an die Spitze der Tabelle, Für Wandsbek 72, Fünfter der Regionalliga Nord und am Sonntag um 17 Uhr in der Stormarnhalle nächster Gegner der VfL-Damen in der zweiten DHB-Pokalrunde auf Norddeutscher Ebene, wird das sicherlich Warnung genug sein.

Die Wandsbekerinner, die sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg in die zweite Bundesliga machen, hätten

eigentlich aufgrund der Auslosung das Heimrecht gehabt, verzichteten aber, da der Zuschauerzuspruch in Hamburg, im allgemeinen sehr gering ist, zugunsten des VfL. Die hoffentlich zahlreichen Zuschauer werden es danken, denn ein „Pokalknüller“ ist garantiert.

Nicht ein einziges Mal konnten die VfL-Damen in den vergangenen Jahren beim TSV Neustadt gewinnen. Und auch in diesem Jahr begannen die Gastgeberinnen sehr stark, wußten sich der technischen Überlegenheit der Oldesloerinnen allerdings meist nur durch brutale Fouls zu helfen. So werden Katja Schoppenhauer und Susanne Pommerening in dieser Woche erst einmal ihre Oberschenkelverletzungen auskurieren müssen.

Nachdem der VfL einen 0:2-Rückstand ausgleichen konnte, bestimmte er fortan das Spielgeschehen und lag zur Halbzeit mit 10:8 Toren vorne. Nachdem die Neustädterinnen im zweiten Durchgang zum 15:15 ausgleichen konnten, wurden die stärkste Neustädter Angreiferin von Kirstin Timm kurz gedeckt und nahezu ausgeschaltet.

Neustadt wurde nervös und baute in den letzten Minuten des Spiels stark ab, so daß sogar, drei Siebenmeter durch Güldenpfennig, Paetz, Timm verworfen werden konnten, ohne daß es noch einmal spannend wurde.

Trainer Ulli Meyer konnte nach langer Verletzungspause erstmalig wieder Petra Payka einsetzen, die auch einen Treffer beisteuerte. Neben Gudrun Fandrey im Tor spielten außerdem Andrea Güldenpfennig (7 Tore), Susanne Paetz (6), Andrea Hasenberg (3), Elsbeth Fahrenkrog, Kirstin Timm (je 2), Wiebke Rickert, Susanne Pommerening, Katja Schoppenhauer (je 1) und Antje Schütt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.1.1985

 

Freitag, 18. Januar 1985

Die VfL-Damen dürfen auch das Schlußlicht nicht unterschätzen

(mth) Ein vermeintlich äußerst leichtes Spiel hat am Wochenende die Damen-Oberligamannschaft des VfL Oldesloe. Gegner der Truppe von Trainer Ulli Meyer ist am Sonnabend um 16.45 Uhr in der Stormarnhalle die Lübecker Turnerschaft, das Schlußlicht der Tabelle. Der VfL dagegen hat ja seit dem Auswärtssieg vor 14 Tagen in Neustadt wieder die Tabellenführung inne.

Großen Anteil daran hat überraschend das Lübecker Team, denn die Hanseatinnen schafften es Mitte Dezember, der Turnerschaft aus Kaltenkirchen eine Niederlage zuzufügen. Danach landeten die Lübeckerinnen auch noch einen Erfolg gegen VfL Bad Schwartau II und schienen damit auf dem besten Wege, nach neun Niederlagen in Folge zu Saisonbeginn, mit einem Kraftakt doch noch dem Abstieg zu entgehen.

Inzwischen aber gab es im Rückspiel gegen VfL Bad Schwartau II für die Lübecker Turnerschaft die zehnte Saisonniederlage, so daß der Klassenerhalt wieder in weite Ferne gerückt ist.

Unterschätzen aber darf der VfL seinen Gegner dennoch nicht. Gerade der Erfolg über Kaltenkirchen sollte für die Stor-marnerinnen Warnung genug sein. An diesem Gegner hatte man sich schließlich selbst die Zähne ausgebissen.

Veranlassung, übermäßig selbstsicher in die Partie zu gehen, besteht aber auch aus anderem Grund nicht. In der Woche nach dem großartigen Pokalsieg über den Regionalisten Wandsbek 72 erreichte den VfL eine Hiobsbotschaft. Kirstin Timm, inzwischen nicht nur als sichere Siebenmeterwerferin eine Stütze der Mannschaft, sondern auch als Anspielerin schon fast unentbehrlich, mußte sich einer Operation unterziehen und wird für längere Zeit ausfallen.

Auch der Einsatz von Mannschaftsführerin Anja Müller ist noch nicht gesichert. Andrea Güldenpfenning, die in dieser Woche in Urlaub weilte, dagegen wird von Trainer Ulli Meyer rechtzeitig in Bad Oldesloe zurückerwartet, so daß ihrem Einsatz nichts im Wege steht.

Trotz aller Vorsicht, die unter diesen Umständen geboten ist, aber geht der VfL natürlich als Favorit in die Partie. Die günstige Ausgangsposition, die sich die Mannschaft im Kampf um die Meisterschaft inzwischen erarbeitet hat, soll nicht ausgerechnet gegen das Schlußlicht auf's Spiel gesetzt werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.1.1985

 

Sonnabend, 19. Januar 1985

VfL Oldesloe – Lübecker Turnerschaft 23:18 (12:9)

Die VfL-Damen blieben vorne

(mth) Die Damen-Oberligamannschaft des VfL Oldesloe wahrte ihre Meisterschaftschance mit einem sicheren 23:18-Erfolg über Schlußlicht TS Lübeck und führt weiterhin die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung vor der Turnerschaft aus Kaltenkirchen(16:14-Sieger bei TSV Kremperheide) an.

Ohne sich voll verausgaben zu müssen, kam der VfL gegen das Schlußlicht zu ein einem sicheren Ei-folg. Die Lübeckerinnen verkauften sich in der Stormarnhalle aber teuer und hielten sich sehr achtbar. Entgegen kam ihnen dabei, daß die VfL-Deckung nicht sonderlich konsequent arbeitete und so den Gästen immer wieder gute Tormöglichkeiten eröffnete. Bis kurz vor dem Seitenwechsel war die Partie bei einem Stand von 9:8 sehr ausgeglichen. In Gefahr aber geriet der VfL nie, denn immer, wenn er das Tempo ein wenig anzog. konnte der Gast nicht mehr mithalten.

In der zweiten Halbzeit konnten die Lübeckerinnen kurzfristig noch einmal bis auf zwei Treffer an den VfL herankommen, aber dann zog der VfL blitzschnell auf 18:12 davon und konnte es für, den Rest der Partie ruhig angehen lassen.

Mit zehn Treffern war Andrea Güldenpfennig herausragende Torwerferin beim VfL: Mit fünf Treffern kam ihr Antje Schütt am nächsten. Für die restlichen Tore sorgten Andrea Hasenberg (3), Susanne Pommerening (2), Petra Payka, Wiebke Rickert und Susanne Paetz. Außerdem kamen noch Katja Schoppenhauer, Elsbeth Fahrenkrog und in der Schlußphase erstmals nach ihrer Verletzung auch Mannschaftsführerin Anja Müller zum Einsatz. Im Tor war Gudrun Fandrey, die unter anderem drei Siebenmeter abwehrte, wieder einmal ein zuverlässiger Rückhalt der Mannschaft.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.1.1985

 

Freitag, 25. Januar 1985

Die VfL-Damen treten die Reise nach Heide nicht ohne Sorgen an

(mth) Beim Tabellendritten MTV Heide muß die Oberligamannschaft der Handballdamen des VfL Oldesloe am Sonntag um 14.30 Uhr antreten. Die Oldesloerinnen gehen in diese Partie nicht ganz ohne Sorgen. Mit Sicherheit kann Trainer Ulli Meyer nicht auf Stammspielerin Kirstin Timm zurückgreifen, die nach einer Operation vermutlich für den Rest der Saison ausfällt. Auch der Einsatz von Mannschaftsführerin Anja Müller ist noch nicht gesichert. Ihre Beschwerden in der Achillessehne sind noch immer nicht ganz abgeklungen. Nicht mit von der Partie ist auch Wiebke „Zwiebel“ Rickert, die einen Urlaub angetreten hat.

Trotz dieser personellen Engpässe aber setzen die Oldesloerinnen natürlich auch in Heide voll auf Sieg. Sie wollen schließlich die Tabellenführung behaupten und den Vorsprung von einem Punkt vor der Turnerschaft Kaltenkirchen, dem einzigen Rivalen im Kampf um die Meisterschaft, bewahren.

Der Gegner aus Heide ist nur schwer einzuschätzen. Gelegentlich läuft er zu hervorragender Form auf, was auch der VfL im Hinspiel in Bad Oldesloe zu spüren bekam, als vor eigenem Publikum nur ein knapper 17:15-Erfolg heraussprang. Als die Heiderinnen zum Jahresbeginn gar den damaligen Tabellendritten MTV Itzehoe mit 20:5 besiegten, konnte man vermuten, sie wollten noch einmal in den Meisterschaftskampf eingreifen.

Aber dann folgten doch herbe Rückschläge, und zuletzt gab es sogar bei TuS Lübeck 93 mit 7:10 eine wenig rühmliche Niederlage. Beim VfL hofft man natürlich, daß die Heiderinnen sich am Sonntag von dieser, ihren schlechteren Seite zeigen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.1.1985

 

Sonntag, 27. Januar 1985

MTV Heide – VfL Oldesloe 12:15 (4:7)

Die VfL-Damen waren auch in Heide nicht zu stoppen

Glatter 15:12-Sieg

(mth) Die erste Damenmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe steuert in der schleswig-holsteinischen Oberliga weiterhin auf Meisterschaftskurs. Auch beim bisherigen Tabellendritten MTV Heide war die Mannschaft von Trainer Ulli Meyer nicht zu stoppen. Mit 15:12 feierte sie dabei im 14. Spiel dieser Saison ihren 13. Sieg und behauptete damit den ersten Platz in der Tabelle vor der Turnerschaft aus Kaltenkirchen, die am Wochenende spielfrei war.

Der Sieg der Oldesloerinnen in der Dithmarscher Kreisstadt fiel dabei weit deutlicher aus, als es das Ergebnis besagt. Die Stormarnerinnen führten nach rund 20 Minuten mit 4:0 (!!), Hatten zur Halbzeit eine Führung von 7:4 herausgeworfen und lagen zehn Minuten vor dem Abpfiff, nachdem die Heiderinnen zwischendurch einmal kurzfristig auf 8:6 herangekommen waren, uneinholbar mit 14:6 in Führung.

Dann erst machte sich bei der Mannschaft, die auf Kirstin Timm, Anja Müller und Wiebke Rickert verzichten mußte, der Kräfteverschleiß des reinen Tempospiels bemerkbar, und so konnten die Heiderinnen in der Schlußphase das Ergebnis für sich noch erträglicher gestalten.

Erstmals in dieser Saison wirkte beim VfL Jeanette Müller mit. Sie hatte sich vor dieser Saison ja aus der Oberliga Mannschaft zurückgezogen, da sie aus beruflichen Gründen nicht mehr voll mit trainierten kann. Sie hat in der Zwischenzeit von ihrem Können aber nichts eingebüßt. Sie wurde gleich wieder eine wertvolle Stütze in der Deckungsarbeit und führte sich mit drei Treffern auch im Angriff gleich wieder prächtig ein.

Zusammen mit Andrea Güldenpfennig und Katja Schoppenhauer, die für besonders schöne Treffer sorgte, war sie erfolgreichste Torwerferin des VfL. Die weiteren Treffer erzielten: Susanne Pommerening (2), Antje Schütt, Elsbeth Fahrenkrog, Andrea Hasenberg und Susanne Paetz. Außerdem waren Petra Payka und Gudrun Fandrey, die im Tor überragende Spielerin in der Partie war, mit dabei auf Oldesloer Seite.

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.1.1985

 

Freitag, 1. Februar 1985

VfL-Damen: Vor dem Pokalknüller am Sonntag muß heute noch die Punktspielpflicht erfüllt werden

(mth) Ein volles Programm hat am Wochenende die Handballabteilung des VfL Oldesloe. Insbesondere gilt dieses für die Damen-Oberligamannschaft, die bereits heute um 20.20 Uhr in der Stormarnhalle ihr Punktspiel gegen FT Neumünster bestreitet, und am Sonntag um 14.45 Uhr an gleicher Stelle in der dritten und letzten Runde des DHB-Pokals auf Regionalebene auf den Regionalligisten Union 03 Hamburg trifft.

Damen-Oberliga

Der heutige Gegner der VfL-Damen, FT Neumünster, liegt zur Zeit auf dem zehnten Tabellenplatz und wehrt sich verzweifelt gegen den möglichen Abstieg. Schon allein deshalb darf die Truppe von Trainer Ulli Meyer die Neumünsteranerinnen, die vor zwei Jahren dem VfL schon einmal ein Bein stellten, nicht unterschätzen. Die interessantere Begegnung für die VfL-Damen am Wochenende ist sicherlich der „Pokalknüller“ am Sonntag, die wichtigere Partie aber ist das heutige Punktspiel.

Es wäre zu ärgerlich, würde der VfL sich einen Ausrutscher leisten gegen eine vermeintlich schwache Mannschaft und damit seine glänzende Ausgangsposition im Meisterschaftskampf verspielen, nur weil er sich für ein – sicherlich attraktives – Pokalspiel schonen will. Erst wenn ein doppelter Punktgewinn absolut sicher ist, können die VfL-Damen daran denken, etwas kürzer zu treten. Trumpf sie allerdings derart auf wie im Hinspiel, als ihnen mit 30:13 in Neumünster ein Rekordsieg gelang, brauchen Sie sich sicher nicht völlig zu verausgaben.

Damen-Pokal

Auf den SC Union 03 Hamburg, der am Sonntag um 14.45 Uhr Gast in der Stormarnhalle ist, traf der VfL in seiner Pokalerfolgsserie der letzten Jahre schon einmal. Schon vor zwei Jahren waren die Hamburgerinnen Gast in der Stormarnhalle zu einem Pokalspiel. Damals spielte der deutsche Ex-Meister noch in der Bundesliga, was aber nicht verhindern konnte, daß der VfL nach einer tollen Partie vor rund 700 begeisterten Zuschauern mit 22:20 die Oberhand behielt. Erst die deutsche Spitzenmannschaft VfL Engelskirchen war damals Endstation für den VfL auf seinem erfolgreichen Pokalweg.

Inzwischen ist Union 03 Hamburg in die Regionalliga abgestiegen und belegt dort zur Zeit den sechsten Tabellenplatz. Nach dem Bundesligaabstieg haben die Hamburger eine junge, schnelle Mannschaft neu aufgebaut, die zuletzt mit einem hohen Sieg über die stärker eingeschätzte Truppe von TuS Alstertal aufhorchen ließ. Schon wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer höheren Klasse müssen die Hamburgerinnen als Favorit für die Partie am Sonntag angesehen werden. Aber der VfL rechnet sich natürlich nach den Siegen über VfL Bad Schwartau und Wandsbek 72 in den letzten beiden Pokalrunden auch eine kleine Außenseiterchance aus.

Kann die Mannschaft den Kräfteverschleiß des Punktspiels vom Freitag bis zum Sonntag kompensieren, muß sie nicht unbedingt auf verlorenem Posten stehen. Fehlen wird der Mannschaft weiterhin Kirstin Timm, die froh sein wird, wenn sie die Partie schon von der Tribüne mitverfolgen kann. Auch Wiebke Rickert (Urlaub) ist mit Sicherheit nicht mit von der Partie.

Dagegen wird Mannschaftsführerin Anja Müller nach überstandener Verletzung erstmals wieder voll mitwirken können. Die Stormarnhalle, da sind wir uns sicher, wird am Sonntag sicherlich wieder aus allen Nähten platzen. Die Fans sollten sich deshalb rechtzeitig auf den Weg machen, wenn sie einen guten Platz ergattern wollen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.2.1985

 

Freitag, 1. Februar 1985

VfL Oldesloe – FT Neumünster 32:12 (17:4)

(mth) … Im Punktspiel der schleswig-holsteinischen Oberliga landete der VfL gegen FT Neumünster mit 32:12 (17:4) einen Rekordsieg, ohne sich dabei voll ausgeben zu müssen. Zugegeben: Die Neumünsteranerinnen verlangten dem VfL in dieser Partie nicht viel ab, aber 32 Treffer wollen erst einmal erzielt sein, und von den 60 Minuten, die ein Handballspiel nun einmal dauert, wurde den am Ende nur acht verfügbaren Feldspielerinnen nichts geschenkt.

Acht Feldspielerinnen blieben nämlich Trainer Ulli Meyer nur noch übrig, nachdem Petra Payka mit einer Knöchelverletzung schon in den Anfangsminuten hatte ausscheiden müssen. Sie wird dem VfL vermutlich auch in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung stehen und kann ohne Zweifel als „Pechvogel der Saison“ gelten, denn schon im Herbst hatte sie nach einer Bänderverletzung ja schon monatelang pausieren müssen.

Auf Kirstin Timm, die froh ist, nach ihrer Erkrankung die Spiele wenigstens schon wieder auf der Bank miterleben zu können – an Handball ist für sie vorerst nicht zu denken –, und Wiebke Rickert (Urlaub) hatte der VfL-Coach ja ohnehin nicht zurückgreifen können, und auch Jeanette Müller, die eine Woche zuvor in Heide so erfolgreich ausgeholfen hatte, mußte wegen einer Grippe absagen. Um so mehr verdient die Leistung der VfL-Damen für diese Doppelbelastung vor allem in konditioneller Hinsicht Respekt und Bewunderung.

Dem tollen Oldesloer Handballpublikum, da sind wir uns sicher, werden wohl in näherer Zukunft noch ein paar Leckerbissen, bei denen sie sich wie bisher engagieren können, ins Haus stehen. Priorität genießt da bei Spielerinnen und den Verantwortlichen der Meisterschaftskampf in der Oberliga, denn nach zwei Vizemeisterschaften hintereinander soll in diesem Jahr unbedingt der Meistertitel und damit der Aufstieg in die Regionalliga an die Trave geholt werden.

Die Chancen dazu sind im Moment besser denn je, denn Meisterschaftsrivale TS Kaltenkirchen kassierte mit 16:20 beim TSV Breiholz seine zweite Saisonniederlage und liegt nun drei Minus- und fünf Pluspunkte hinter dem VfL zurück.

Zum Spiel: Nur in den ersten Minuten kam bei den Oldesloer Spielerinnen und den knapp 200 Zuschauern die Befürchtung auf, der VfL müßte sich gegen diesen Gegner, den er schon im Hinspiel mit 30:13 haushoch geschlagen hatte, der vor zwei Jahren aber einmal zum Stolperstein im Meisterschaftskampf geworden war, mächtig ins Zeug legen, was man im Hinblick auf das Pokalspiel ja, wenn möglich, vermeiden wollte.

Die ersten beiden Treffer von Andrea Güldenpfennig, die nach ihrem Leistungstief im letzten Herbst inzwischen wieder zu Hochform aufgelaufen ist und derzeit besser denn je spielt und kämpft, nämlich konnten die Neumünsteranerinnen postwendend ausgleichen. Nach dem dritten Treffer der überragenden Andrea aber gaben sie klein bei und wurden förmlich an die Wand gespielt. Einschließlich dieses Treffens erzielte der VfL bis zur 28. Minute nun 14 Tore in Folge, obwohl er sich keineswegs vollverausgabte.

Überschattet wurde dieser Spielrausch nur durch die Verletzung von Petra Payka, die es schon nach zehn Minuten „erwischte“. Im zweiten Durchgang ließen es die Stormarnerinnen streckenweise noch ruhiger angehen, ohne dabei aber ihre Überlegenheit einzubüßen. Dazu war der Widerstand der Neumünsteranerinnen einfach zu schwach.

Mit acht Treffern – bei nur neun Wurfversuchen – war Andrea Güldenpfennig in dieser Partie erfolgreichste Torwerferin. Dazu glänzte sie noch als Torvorbereiterin. Aber auch die anderen VfL-Feldspielerinnen – bis auf die unglückliche Petra Payka – nutzten die Gelegenheit, ohne viel Gegenwehr Tore erzielen zu können, weidlich aus. Die „restlichen“ 24 Treffer teilten sich Susanne Pommerening (5/2), Andrea Hasenberg (4/1), Susanne Paetz (4/2), Anja Müller (3/2), Antje Schütt (3), Elsbeth Fahrenkrog (3/1) und Katja Schoppenhauer (2/1).

Im Tor ließ sich dann Torhüterin Gudrun Fandrey schon nach einer Viertelstunde von Anke Petersen ablösen, die deutlich machte, daß der VfL auch über eine zweite starke Keeperin verfügt, sollte Gudrun Fandrey, aus welchen Gründen auch immer, einmal ausfallen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.2.1985

 

Freitag, 8. Februar 1985

Die VfL-Damen müssen aufpassen

(mth) … Im Einsatz ist von den VfL-Handballmannschaften am Wochenende auch die Damen-Oberligamannschaft. Nach der Doppelbelastung am letzten Wochenende mit dem Punktspiel-Rekordsieg über FT Neumünster und dem Pokaltriumph über Union 03 Hamburg muß die Truppe von Trainer Ulli Meyer nun am Sonntag um 16.30 Uhr bei der zweiten Mannschaft des VfL Bad Schwartau antreten.

Als beide Mannschaften im Herbst aufeinandertrafen, war es das Spitzenspiel der Klasse, denn sie führten damals zusammen ohne jeden Punktverlust die Tabelle an. Inzwischen sind die Entwicklungen – eingeleitet durch den damaligen 23:14-Sieg der Stormarnerinnen – der beiden Teams völlig gegensätzlich verlaufen. Die Oldesloerinnen führen inzwischen so souverän wie nie zuvor die Oberligatabelle an, und die Schwartauerinnen sind bis in die Abstiegszone abgesackt. Zwischenzeitlich konnte der VfL Oldesloe in einem Pokalspiel sogar die erste Mannschaft der Schwartauer schlagen.

Allerdings: Am Ziel seiner Wünsche ist der VfL noch nicht angelangt. Die Mannschaft muß weiterhin konzentriert zur Sache gehen und darf auch Mannschaften vom Kaliber der zweiten Mannschaft des VfL Bad Schwartau nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der schöne Vorsprung vor der Turnerschaft Kaltenkirchen, die Ende des Monats Februar ja noch zu einem Gastspiel in Oldesloe aufkreuzt, könnte sonst wie Schnee in der Frühlingssonne schmelzen.

Ernst muß der VfL die Partie auch schon deswegen nehmen, weil Kirstin Timm, Petra Payka und Wiebke Rickert auch weiterhin nicht zur Verfügung stehen. Ein wenig fraglich ist auch noch der Einsatz von Linkshänderin Susanne Paetz, die sich im Pokalspiel gegen Union eine Fingerverletzung zuzog, Auf jeden Fall wird Trainer Ulli Meyer Hannelore Tresemer wieder mit in die Marmeladenstadt nehmen, und möglich ist auch ein erneuter Einsatz von Jeanette Müller. Können die Oldesloer Damen aber nur in etwa an die Leistungen des letzten Wochenendes anknüpfen. wäre alles andere als ein Sieg eine große Überraschung.

Für das eine Woche später dann folgende mutmaßlich noch schwerere Auswärtsspiel beim MTV Itzehoe ist man bei den VfL-Damen schon in Vorplanungen eingetreten. Um in der Steinburger Kreisstadt nicht ganz ohne Unterstützung zu sein, hat der VfL einen Reisebus gechartert, mit dem Fans die Reise zu diesem wichtigen Spiel mitmachen können. Abfahrt ist am 17. Februar um 14 Uhr von der Stormarnhalle. Mit der Rückkehr wird gegen 19.15 Uhr gerechnet. Anmeldungen zu dieser Fahrt nimmt ab sofort Trainer Ulli Meyer unter den Oldesloer Telefonnummern 12708 (privat) oder 507-306 (Dienst) entgegen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.2.1985

 

Sonntag, 10. Februar 1985

VfL Bad Schwartau II – VfL Oldesloe 18:24 (8:12)

Die Damen gerieten nicht in Gefahr

(mth) … Die Oldesloer Damenvertretung ließ es nach den großen Erfolgen vorn Vorwochenende bei der zweiten Mannschaft des VfL Bad Schwartau ruhiger angehen, schaffte aber dennoch einen sicheren 24:18-Erfolg. Da auch Verfolger TS Kaltenkirchen (18:16 gegen TuS Lübeck 93) zu einem doppelten Punktgewinn kam, hat sich die Situation an der Tabellenspitze der schleswig-holsteinischen Oberliga nicht verändert.

Ohne eine sonderlich gute Leistung zu zeigen, hatten die Oldesloer Damen die Partie in Schwartau jederzeit sicher im Griff. Die Gastgeberinnen konnten nur bis zum 8:7 mit der Truppe von Trainer Ulli Meyer mithalten, dann aber baute der Oberliga-Spitzenreiter seinen Vorsprung bis zur Pause auf 12:8 aus. Die Schwartauerinnen, die sich fast ausschließlich auf die Oldesloer Kreisläuferinnen konzentrierten, so daß der VfL im Rückraum schalten und walten konnte, wie er wollte, kamen im zweiten Spielabschnitt lediglich beim 12:15 und 14:17 etwas näher an die Stormarnerinnen heran, die aber keine Mühe hatten, den Vorsprung jeweils wieder auszudehnen.

Die Freiheiten in der zweiten Reihe nutzte vor allem Andrea Güldenpfennig, die es auf zehn Treffer brachte, weidlich aus. Aber auch Elsbeth Fahrenkrog, Anja Müller (je 3) und Antje Schütt (2) trafen recht gut aus dem Rückraum. Übertroffen in der Ausbeute aber wurden sie von Susanne Pommerening, die von der Außernpostion vier Treffer erzielte. Andrea Hasenberg und Hannelore Tresemer erzielten je einen Treffer. Außerdem kamen beim VfL noch Katja Schoppenhauer und Wiebke Rickert, die erst am Morgen des Spieltages aus dem Urlaub zurückgekehrt war, zum Einsatz. Die leicht angeschlagene Susanne Paetz wurde von Trainer Ulli Meyer weitgehend geschont. Im Tor wechselten sich Gudrun Fandrey und Anke Petersen ab. Auf Kirstin Timm und Petra Payka mußte der VfL auch in dieser Partie verzichten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.2.1985

 

Freitag, 15. Februar 1985

Die VfL-Damen wollen ihren Vorsprung von drei Punkten in Itzehoe behaupten

(mth) … Erwartet wird von den Oldesloer Handballfans sicherlich ein Sieg der Damen-Oberligamannschaft am Sonntag beim MTV Itzehoe. Dieses Vorhaben wird sich für die Truppe von Trainer Ulli Meyer aber sicherlich gar nicht so leicht in die Tat umsetzen lassen. Die Itzehoerinnen haben zwar Prognosen, die ihnen zutrauten, ganz an der Spitze mitmischen zu können, nicht erfüllen können, aber an guten Tagen – noch dazu in eigener Halle – sind sie durchaus zu Überraschungen fähig.

Der VfL, der vor dem Schlagerspiel eine Woche später in der Stormarnhalle gegen den Meisterschaftskonkurrenten TS Kal-tenkirchen unbedingt seinen Drei-Punkte-Vorsprung behaupten möchte, wird also gut daran tun, den Gegner sehr ernst zu nehmen. Aber in dieser Richtung hat die Mannschaft – ihre Bilanz zeigt das eindeutig – in dieser Saison ja nichts anbrennen lassen. Sie wird gewiß auch den Ausfall von Elsbeth Fahrenkrog (Urlaub) verschmerzen können. Kirsten Timm und Petra Payka fehlen ja außerdem noch, so daß ihnen bei konzentrierter Leistung eine Wiederholung des 23:20-Hinspielsieges möglich sein müßte.

Damit es den VfL-Damen in Itzehoe nicht an Unterstützung durch Fans fehlt, ist für die Fahrt in die Steinbürger Kreisstadt ein Reisebus gechartert worden. In ihm können auch Anhänger der Truppe mitreisen. Noch sind einige Plätze frei, und Interessenten dafür sollten sich am Sonntag rechtzeitig vor der Abfahrt von der Stormarnhalle (14 Uhr) dort einfinden Das Spiel in Itzehoe beginnt um 16.30 Uhr.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.2.1985

 

Sonntag, 17. Februar 1985

MTV Itzehoe – VfL Oldesloe 19:19 (8:8)

(mth) … Die VfL-Damenmannschaft gab beim MTV Itzehoe nach monatelanger Siegesserie mit einem 19:19 erstmals wieder einen Punkt ab, wodurch der Vorsprung vor Verfolger TS Kaltenkirchen auf zwei Minuspunkte zusammengeschmolzen ist. Umso heißer wird es sicher am kommenden Sonntag in der Stormarnhalle hergehen, wenn sich diese beiden Mannschaften zum mutmaßlich entscheidenden Duell gegenüberstehen.

Im Spiel der Oldesloerinnen war von Beginn an Sand im Getriebe. Anja Müller und Andrea Hasenberg sahen schon in den Anfangsminuten gelbe Karten und als zwei Itzehoer Spielerinnen gar mit Zwei-Minuten-Strafen belegt wurden, konnte der VfL diesen Vorteil nicht nutzen, sondern geriet im Gegenteil mit 0:2 in Rückstand, ehe Andrea Güldenpfennig in der 8. Minute dann endlich den ersten VfL-Treffer anbringen konnte.

Bei 3:2 ging der VfL dann erstmals in Führung und da bis kurz vor der Pause sogar eine 8:6-Führung heraussprang, schien alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Aber der VfL hatte schon bis zu diesem Zeitpunkt reichlich viele klare Chancen ausgelassen und durch Andrea Güldenpfennig (2), Anja Müller und Antje Schütt sogar vier Siebenmeter verworfen. So war es kein Wunder, daß die Itzehoerinnen noch bis zur Pause den 8:8-Ausgleich schafften.

Im zweiten Spielabschnitt verlief die Partie bis zum 13:13 dann ausgeglichen. Dann aber warf der MTV Itzehoe fünf Treffer in Folge und als auch der Gegentreffer zum 14:18 postwendend mit dem 19. Treffer des Gastgebers beantwortet wurde, sah der VfL sechs Minuten vor Schluß der Begegnung wie der sichere Verlierer aus.

Aber angefeuert von rund 50 Schlachtenbummlern raffte sich die Truppe von Trainer Ulli Meyer dann noch zu einem furiosen Endspurt auf. Insbesondere Susanne Pommerening drehte nun auf, zeigte, wie man Siebenmeter (2) auch verwandeln kann und traf auch von der Außenposition. Zusammen mit zwei erfolgreich abgeschlossenen Tempogegenstößen von Andrea Güldenpfennig schaffte der VfL so noch den Ausgleich und überstand auch unglaublich hektische Schlußsekunden, als der Schiedsrichter und der Itzehoer Trainer die Übersicht verloren, unbeschadet.

Der imponierende Endspurt war, aber auch der einzig positive Eindruck, den der VfL in der Steinburger Kreisstadt hinterließ. Ansonsten sollte die Truppe von Trainer Ulli Meyer, für die Gudrun Fandrey, Anke Petersen (im Tor), Katja Schoppenhauer, Susanne Paetz. Wiebke Rickert (1), Andrea Hasenberg (4), Anja Müller (1), Antje Schütt (3), Andrea Güldenpfennig (6/1) und Susanne Pommerening (4/2) zum Einsatz kamen, dieses Spiel möglichst schnell zu den Akten legen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.2.1985

 

Freitag, 22. Februar 1985

Mit einem Sieg über KaItenkirchen könnten die VfL-Handballdamen die Meisterschaft (fast) entscheiden

(mth) Vor einem entscheidenden – vielleicht gar dem wichtigsten der Saison – Spiel stehen am Wochenende die Handballdamen des VfL Oldesloe. Am Sonntag um 15 Uhr steigt in der Stormarnhalle das Schlagerspiel in der schleswig-holsteinischen Oberliga zwischen der Truppe von Trainer Ulli Meyer und der Turnerschaft aus Kaltenkirchen.

Der VfL führt zur Zeit die Tabelle mit einem Vorsprung von vier Plus- und zwei Minuspunkten an und hat die große Chance, mit einem Sieg über den ärgsten Verfolger den Gewinn des Meistertitels und damit den Aufstieg in die Regionalliga so gut wie perfekt zu machen. Bei einem Vorsprung von dann sechs Plus- und vier Minuspunkten könnte den Oldesloerinnen dann eigentlich bei vier noch ausstehenden Spielen nicht mehr viel passieren.

Verlöre der VfL dagegen das Spitzenspiel, bliebe er vorerst zwar noch an der Tabellenspitze, aber der Rest der Saison wäre dann reine Nervensache und ein ziemliches Rechenexempel. Ein Unentschieden, auf das man im Handball nicht von vornherein hinarbeiten kann, das aber bei ausgeglichenen Mannschaften natürlich im Bereich des Möglichen liegt, würde die Spannung innerhalb der Oberliga weiter aufrecht erhalten, wobei die Oldesloerinnen weiterhin die bessere Ausgangsbasis hätten.

Daß sie diese nun vor dem Schlagerspiel am Sonntag haben, hatte man im Lager des VfL nach dem Hinspiel im Herbst kaum zu hoffen gewagt. An das Hinspiel nämlich haben die Oldesloerinnen keine allzu guten Erinnerungen. Lange Zeit nämlich hatte der VfL dort ein glänzendes Spiel gezeigt und lag auch fast ständig in Führung, eine Verletzung von Petra Payka aber, die danach monatelang ausfiel, und unglaubliches Wurfpech von Andrea Güldenpfennig, die dort nach der Halbzeit nur noch Pfosten und Latte des Kaltenkirchener Tores traf, warf den VfL aus der Bahn und ließ ihn nach hektischer Schlußphase mit 18:20 den kürzeren ziehen. Durch diese Niederlage hinkte die Truppe von Trainer Ulli Meyer wochenlang hinter TS Kaltenkirchen hinterher. Aber die Oldesloer Mannschaft bewies dabei glänzendes Durchstehvermögen. Sie gab in der Oberliga bis zum letzten Wochenende, als man beim MTV Itzehoe 19:19 spielte, keinen Punkt mehr ab und zog dadurch an den Kaltenkirchenerinnen, die gegen die Lübecker Turnerschaft und den TSV Breiholz sensationell verloren vorbei.

Aber alles Vergangene zählt für die Partie am Sonntag, bei der die Stormarnhalle sicher wieder bis zum letzten Platz gefüllt ist, nicht mehr. Für den VfL wird es sicherlich in erster Linie darauf ankommen, die Spielmacherin und Torjägerin der Gäste, Rosemarie Gudella, wirkungsvoll zu beschatten. Gelingt dieses nach Wunsch und findet die Mannschaft zu der Form wie in den Pokalspielen – am besten schafft sie solches bei entsprechender Zuschauerunterstützung –‚ hat sie eigentlich allen Grund, optimistisch dem Ende des Spiels entgegenzusehen.

Im Pokalwettbewerb, der hinter dem Punktspiel im Moment zwar etwas zurückstehen muß, hat der VfL für die erste Runde auf Bundesebene wieder ein Glückslos gezogen. Gegner der Mannschaft ist am 10. März um 15 Uhr in der Stormarnhalle der TV Oyten. Gegen den derzeitigen Tabellenführer der Nordsee-Oberliga hat der VfL vor zwei Jahren im Pokal schon einmal gespielt und dort – allerdings erst nach Verlängerung – knapp gewonnen.

Der TV Oyten war die einzige Mannschaft in der Lostrommel, bei der der VfL im Fall der Fälle auch auswärts hätte antreten müssen – gegen alle klassenhöheren Teams hätte er von vornherein Heimrecht gehabt –, aber das Losglück war, wie gesagt, wieder einmal mit den Oldesloerinnen und bescherte ihnen ein weiteres Heimspiel.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.2.1985

 

Sonntag, 24. Februar 1985

VfL Oldesloe – Kaltenkirchener TS 22:19 (10:10)

22:19 über Kaltenkirchen

Jetzt haben die Damen des VfL Oldesloe alle Trümpfe in ihrer Hand

(mth) Der 24. Februar 1985 hat gute Chancen, in die Geschichte der Handballabteilung des VfL Oldesloe einzugehen. Und das als ein durch und durch erfreuliches Datum. Der Tag nämlich bescherte gleich drei Mannschaften des VfL, die über die Kreisgrenzen hinaus spielen, wichtige Erfolge, die – möglicherweise – die Grundlage für das Schaffen aller Saisonziele sind.

Mit 22:19 (10:10) gewann die Damenmannschaft des VfL das Schlagerspiel der schleswig-holsteinischen Oberliga gegen die Kaltenkirchener Turnerschaft. Bei nun sechs Plus- und vier Minuspunkten Vorsprung vor den Kaltenkirchenerinnen, bei vier beziehungsweise fünf noch auszutragenden Spielen sollte jetzt für den VfL eigentlich nichts mehr schiefgehen können. Natürlich muß die Truppe von Trainer Ulli Meyer auch die letzten vier Spiele noch konzentriert angehen, aber die vier Punkte, die man aus den noch ausstehenden Spielen unbedingt noch braucht, werden dann wohl noch herausspringen.

Nach zwei Vizemeisterschaften in der Oberliga in Folge jedenfalls haben die VfL-Damen den Meistertitel greifbar nahe vor Augen. Und damit auch den Aufstieg in die Regionalliga, denn wegen der Umgruppierung der höheren Spielklassen brauchen die Landesmeister in diesem Jahr keine Aufstiegsrunde zu bestreiten, sondern steigen automatisch in die nächsthöhere Klasse auf. …

Zum Spiel: Für den VfL verlief der Beginn des Spiel ganz und gar nicht nach Wunsch. Die Gäste aus Kaltenkirchen gingen gleich mit 2:0 in Führung und beim VfL sah man nur Nervosität und Hektik und viele technische Fehler und schlechte Würfe. Eine erste Wende zum Guten schien sich nach sieben Minuten anzubahnen, als Gudrun Fandrey einen Siebenmeter vors Kalterkirchens Spielmacherin und Torjägerin Rosemarie Gudella hielt und auch noch den Nachwurf parierte. Trotz Unterzahl, Petra Payka mußte eine Zwei-Minuten-Strafe absitzen, kam der VfL dann zum 3:3-Ausgleich, aber besser lief das Oldesloer Spiel auch dann noch nicht.

Für Petra Payka war das Spiel praktisch schon nach elf Minuten vorbei, denn da bekam sie unberechtigt eine zweite Zeitstrafe, und da Trainer Ulli Meyer eine rote Karte nicht riskieren wollte, setzte er sie überhaupt nicht mehr ein. Kaltenkirchen ging nun mehrfach (7:4, 8:5 und 9:6) gleich mit drei Treffern in Führung, und der VfL hatte es eigentlich nur seiner überragenden Torhüterin Gudrun Fandrey zu verdanken, daß der Rückstand nicht noch höher war.

Mit einem ersten Kraftakt schaffte der VfL durch Tore von Katja Schoppenhauer und Andrea Güldenpfennig (2), die von der ersten bis zur letzten Minute kurz gedeckt wurde, den Ausgleich zum 9:9 und auch die erneute Führung der Gäste konnte Kirstin Timm, die erstmals nach ihrer Erkrankung mitwirkte, zum 10:10 ausgleichen. Das Remis zur Pause aber hatte der VfL auch weiterhin seiner Torhüterin zu verdanken, die in der Schlußsekunde der ersten Halbzeit noch einen zweiten Siebenmeter abwehrte.

In der zweiten Halbzeit ging Kaltenkirchen dann noch zweimal zum 11:10 und 12:11 in Führung, aber schon zu diesem Zeitpunkt wurde deutlich, daß die Mannschaft tempomäßig über ihre Verhältnisse gelebt hatte. Insbesondere Rosemarie Gudella, die einfach zu viel Verantwortung in der Mannschaft übernehmen muß, mußte dem Kräfteverschleiß Tribut zahlen. Bezeichnend die Szene zum ersten Führungstreffer für den VfL im ganzen Spiel: Der KT-Spielmacherin unterlief ein Fangfehler und ihr fehlte die Kraft, diesen auszubügeln. Stattdessen jagte ihr Andrea Güldenpfennig den Ball ab und erzielte nach einem Tempogegenstoß das 13:12.

Zum 13:13 konnte der Gast dann zwar noch einmal ausgleichen, aber dann hatte er sein Pulver verschossen. Beim 15:13 (Katja Schoppenhauer) ging der VfL erstmalig mit zwei Toren in Führung, beim 17:14 (Andrea Güldenpfennig) gar mit drei Toren und als Elsbeth Fahrenkrog schließlich in der 57. Minute nach längerer Durststrecke auf beiden Seiten das 21:18 markierte, war die Partie für den VfL endgültig gelaufen. Zu verdanken hatten die Oldesloerinnen diesen Sieg auch ihren treuen Anhängern, die insbesondere in der zweiten Halbzeit ihnen lautstark den Rücken stärkten.

Mit zehn Treffern, darunter vier verwandelte Siebenmeter, war Andrea Güldenpfennig wieder einmal die herausragende Torwerferin des VfL. Und das trotz der engen Deckung, die ihr zuteil wurde. Neben Gudrun Fandrey hatte sie damit den Hauptanteil am Sieg der Oldesloer Damen. Antje Schütt war in der Anfangsphase zwar mitverantwortlich für Hektik im VfL-Spiel, mit ihren unorthodoxen Würfen (4 Treffern) hatte aber schließlich auch sie Anteil am Erfolg.

Die weiteren Treffer teilten sich Andrea Hasenberg, Katja Schoppenhauer, Elsbeth Fahrenkrog (je 2), Kirstin Timm und Susanne Pommerening. Anja Müller ging ebenso wie Petra Payka leer aus und Wiebke Rickert kam ebenso wie die zweite Torhüterin Anke Petersen gar nicht zum Einsatz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.2.1985

 

Freitag, 1. März 1985

Die Damen vor wichtiger Aufgabe

(mth) … In Lübeck muß am Sonntag um 16.30 Uhr die Damen-Oberligamannschaft des VfL Oldesloe antreten. In der gefürchteten Meesenhalle trifft die Truppe von Trainer Ulli Meyer auf den Tabellenvorletzten, TuS Lübeck 93. Die Lübeckerinnen, in deren Reihen auch die frühere Oldesloerin Renate Warncke mitwirkt, schweben in höchster Abstiegsgefahr, haben sich aber, wie der 10:16-Erfolg am letzten Sonntag beim MTV Itzehoe zeigte, noch nicht aufgegeben.

Der VfL, der sich mit TuS 93 schon immer recht schwer tat, wird also gut daran tun, den Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Natürlich ist die Mannschaft, zumal nach dem großartigen Sieg am letzten Wochenende gegen TS Kaltenkirchen, in Lübeck Favorit, aber sie wird schon aufpassen müssen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.3.1985

 

Sonntag, 3. März 1985

TuS Lübeck 93 – VfL Oldesloe 19:22 (13:12)

Die VfL-Damen fast am Ziel

(mth) Fast am Ziel ihrer Wünsche ist die Damen-Handballmannschaft des VfL Oldesloe angelangt. Bei ihrem „Angstgegner“ TuS Lübeck 93 siegte die Truppe von Trainer Ulli Meyer mit 22:19 und braucht nun nur noch zwei Punkte, um den Meistertitel in der schleswig-holsteinischen Oberliga und damit den Aufstieg in die Regionalliga Nord sicherzustellen. Bei drei noch ausstehenden Spielen – in Breiholz, in Kremperheide und daheim gegen den TSV Neustadt – sollte dieses keine unüberwindliche Hürde sein, schließlich hat der VfL in 19 Begegnungen nur ganze drei Punkte abgegeben.

„In der Lübecker Meesenhalle haben wir noch nie gut ausgesehen, und TuS Lübeck 93 ist für uns ein ausgesprochener Angstgegner“, hatte VfL-Trainer Ulli Meyer schon vor der Partie in Lübeck geunkt. Und entsprechend schwer tat sich seine Mannschaft dann auch. In der ersten Halbzeit lagen die Lübeckerinnen mehrfach mit zwei Toren in Front. Einen 6:8-Rückstand konnte der VfL zwar mit einem Zwischenspurt in eine 11:9-Führung umwandeln, aber bis zur Pause hatte TuS den Spieß zum 13:12 wieder umgedreht.

Erst nach dem 12:14 zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde der VfL dann stärker, Andrea Güldenpfennig verwarf zwar zunächst noch einen Siebenmeter, aber dann erzielte der VfL vier Treffer in Folge und übernahm eindeutig das Kommando. Beim 19:15 und 20:17 sah der VfL schon wie der sichere Sieger aus, aber in der Schlußphase wurde es doch noch einmal spannend. Durch mehrere Zeitstrafen hatte der VfL zeitweise nur noch vier Feldspielerinnen auf der Platte und die Lübeckerinnen kamen auf 19:20 heran.

Inzwischen aber zeigte sich Torhüterin Gudrun Fandrey, die vorher nicht ihren besten Tag hatte und mehrfach von der Außenposition überlistet wurde, in Bestform. Sie hielt einen entscheidenden Siebenmeter und als dann Susanne Paetz mit einem verwandelten Siebenmeter und Andrea Güldenpfennig mit einem Tempogegenstoß noch zwei Treffer markierten, war die Partie gelaufen.

Die Tore für den VfL in Lübeck erzielten: Andrea Güldenpfennig (8), Susanne Paetz (4/1), Kirstin Timm (4/2), Petra Payka (2), Susanne Pommerening (2/1), Andrea Hasenberg und Wiebke Rickert. Außerdem kamen noch Torhüterin Gudrun Fandrey, Elsbeth Fahrenkrog, Anja Müller und Antje Schütt zum Einsatz. Anke Petersen (Urlaub) und Katja Schopenhauer (krank) standen nicht zur Verfügung.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.3.1985

 

Freitag, 15. März 1985

Mit einem Sieg in Breiholz wollen die VfL-Damen schon alles perfekt machen

(mth) … Die Damen-Oberligamannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe könnte am Sonnabend mit einem Sieg beim TSV Breiholz den Gewinn des Meistertitels schon im drittletzten Saisonspiel endgültig perfekt machen.

TSV Breiholz gegen VfL Oldesloe: (Sonnabend 19 Uhr) in der Sporthalle in Hamdorf/Kreis Rendsburg/Eckernförde.

Mit einem Sieg bei den Breiholzerinnen könnte sich der VfL am Sonnabend schon endgültig die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Regionalliga sichern. Rein theoretisch könnte die Turnerschaft aus Kaltenkirchen, die am Wochenende beim Tabellendritten MTV Heide eine ganz schwere Aufgabe hat, zwar auch in den beiden letzten Spielen die zur Zeit vier Punkte Rückstand noch wettmachen, dann aber würde noch immer die bei weitem bessere Tordifferenz den Ausschlag für den VfL geben.

Der TSV Breiholz darf von den Oldesloerinnen morgen mit Sicherheit nicht unterschätzt werden. Die Truppe aus dem Rendsburger Vorort liegt zur Zeit auf dem fünften Rang und schaffte mit einem sensationellen 20:16-Erfolg über Kaltenkirchen vor wenigen Wochen eine der Voraussetzungen für den Vorsprung der Oldesloerinnen in der Tabelle. VfL-Trainer Ulli Meyer muß auch für diese Partie noch auf seine „Flügelflitzerin“ Susanne Pommerening verzichten, kann aber wieder auf seine zweite Torhüterin Anke Petersen zurückgreifen.

Zu diesem möglicherweise schon entscheidenden. Spiel – die VfL-Damen haben sich vorgenommen, alles zu geben, um so schnell wie möglich letzte Zweifel am Meisterschaftsgewinn auszuräumen – hat die VfL-Handballabteilung einen Bus gechartert, in dem auch Fans mitreisen können. Abfahrt ist am Sonnabend um 16.30 Uhr an der Stormarnhalle. Interessenten sollten sich vorher bei Trainer Ulli Meyer unter den Oldesloer Telefonnummern 507306 (Dienst) oder 12708 (privat) anmelden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.3.1985

 

Sonnabend, 16. März 1985

TSV Breiholz – VfL Oldesloe 12:16 (7:5)

Nach dem 16:12-Sieg in Breiholz ist nun sicher, daß Oldesloe in der nächsten Saison einen Regionalligisten hat

(mth) Ein ausgesprochen erfolgreiches Wochenende hat die Handballabteilung des VfL Oldesloe hinter sich. Das Topereignis war dabei wieder einmal der Damen-Oberligamannschaft vorbehalten, die beim TSV Breiholz 16:12 (5:7) gewann und damit den Meistertitel endgültig perfekt machte.

Die Turnerschaft aus Kaltenkirchen, seit langem einziger Kon-kurrent der Oldesloer Damen im Kampf um den Titel, kann in den beiden noch ausstehenden Spielen den VfL theoretisch nach Punkten zwar noch einholen. Aber selbst für diesen unwahrscheinlichen Fall – der VfL hat in 20 Spielen ganze drei Zähler eingebüßt und wird mit Sicherheit nicht weitere vier in nur zwei Spielen abgeben – ist der Truppe von Trainer Ulli Meyer der Titel nicht mehr streitig zu machen. In der Tordifferenz nämlich haben die Oldesloerinnen gegenüber den Kaltenkirchenerinnen ein Plus von 51 Treffern und die sind, ohne die Grenzen der Vorstellungskraft zu sprengen, nun in der Tat nicht mehr aufholbar.

Auf vorsichtige Naturen – und dazuzählen wir uns, denn mit „Zitronen“ handeln wir nicht gern – haben nun keinen Grund mehr, mit Gratulationen zurückzuhalten. Die VfL-Damen haben sich den Titelgewinn und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga dieser Saison nach zwei Vizemeisterschaften in den beiden letzten Jahren wirklich redlich verdient. Die Mannschaft hat eine tolle Serie hingelegt und die ohnehin schon große Zahl ihrer Fans noch vergrößert. Damen-Handball ist in Bad Oldesloe, was die Gunst der Zuschauer angeht, mit Abstand die Sportart Nummer 1.

Natürlich hat die Truppe um Mannschaftsführerin Anja Müller nicht nur gute Leistungen in dieser Serie gezeigt, aber gerade die Tatsache, daß sie genug Moral hatte, auch ihre schlechten Spiele noch aus dem Feuer zu reißen, zeichnet sie als würdiger Meisteraus.

Ganz abgesehen davon, daß sie den „Tanz auf zwei Hochzeiten“ – neben der Meisterschaft sorgte und sorgt sie ja auch noch im Pokalwettbewerb für Furore – ohne Schaden überstanden hat, womit sie einige Kritiker, die ihr das Gegenteil prophezeit hatten, beschämten. Als „Doppelbelastung“ hat sich das zusätzliche Engagement im Pokal im übrigen eigentlich nie ausgewirkt. Im Gegenteil: Gerade aus den hervorragenden Pokalspielen gegen Schwartau, Wandsbek und Union Hamburg hat die Mannschaft Kraft und Motivation für der Kampf um die Meisterschaft geschöpft.

Der Glückwunsch zu diesem stolzen Erfolg gilt aber nicht nur allen Spielerinnen, die daran mitgewirkt haben – es sind letztendlich 17 Damen gewesen, die im Laufe der Saison zum Einsatz kamen, von denen bislang nur Gudrun Fandrey und Andrea Hasenberg alle 20 Meisterschaftsspiele mitmachten –, sondern in gleichem Maß auch Trainer Ulli Meyer, der natürlich auch Fehler macht, sich in seinem Engagement für seine Truppe aber von niemandem übertreffen läßt.

Zum Spiel: Das Spiel in Breiholz wurde für den VfL zum erwartet schweren Gang. Zunächst fiel in der Partie 15 Minuten lang (!!) überhaupt kein Treffer und dann ging Breiholz, als Petra Payka und Andrea Güldenpfennig Zwei-Minuten-Strafen absitzen mußten, erst einmal mit 3:0 in Führung, ehe Andrea Hasenberg in der 18. Minute den ersten Treffer für den VfL markierten. Zuvor hatte Elsbeth Fahrenkrog für den VfL einen Siebenmeter verworfen, Gudrun Fandrey aber auch schon einen gehalten.

Die VfL-Torhüterin hielt beim Stand von 3:4 sogar noch einen weiteren Siebenmeter, konnte aber auch einen 3:7-Rückstand kurz vor der Pause nicht verhindern. Über 5:7 zur Pause kam der VfL dann auf 6:7 heran, aber als dann auch Kirstin Timm einen Siebenmeter vorwarf, ging Breiholz noch einmal auf 9:6 davon.

Dann aber fand der VfL endlich zu seinem Spiel, warf sieben Tore in Folge und entschied damit die Partie noch zu seinen Gunsten. Großen Anteil daran hatte die kämpferisch schon immer vorbildliche Andrea Hasenberg, die nicht nur in der Deckung glänzte, sondern auch mit einem Tempogegenstoß das 15:10 erzielte, was sonst eigentlich nicht zu ihren Spezialitäten zählt.

Im Anschluß an das Spiel wurde dann tüchtig gefeiert. Nicht nur bei der Mannschaft, sondern auch bei den rund 60 mitgereisten Fans. Im Bus soll auf der Rückfahrt dann trotz drangvoller Enge sogar getanzt worden sein.

Die Tore für den VfL erzielten in dieser entscheidenden Begegnung: Andrea GüIdenpfennig (4), Elsbeth Fahrenkrog, Antje Schütt (je 3), Andrea Hasenberg, Kirstin Timm (je 2), Katja Schoppenhauer und Petra Payka (je 1). Außerdem kamen noch die Torhüterinnen Gudrun Fandrey und Anke Petersen, Anja Müller, Susanne Paetz und Wiebke Rickert zum Einsatz. Susanne Paetz und Wiebke Rickert zogen sich in diesem Spiel Verletzungen zu und werden vermutlich im nächsten Spiel fehlen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.3.1985

 

Sonnabend, 22. März 1985

Die VfL-Damen wollen auch in Kremperheide gewinnen

(mth) … Die VfL-Damen treten am Sonnabend um 17 Uhr beim TSV Kremperheide an. Der Gewinn der Meisterschaft ist für die Truppe von Trainer Ulli Meyer zwar inzwischen unter Dach und Fach – nur ausgekochte Pessimisten glauben, dafür sei unbedingt noch ein Punkt erforderlich –‚ aber gewinnen wollen die Oldesloerinnen auch beim TSV Kremperheide, der in den letzten Jahren so etwas wie ein Angstgegner des VfL war. Vor zwei Jahren bezog man dort eine entscheidende Niederlage im Meisterschaftskampf und auch im letzten Jahr reichte es dort nur zu einem Remis.

Diesmal soll es nun endlich mit einem Sieg klappen. Voraussichtlich wird Trainer Ulli Meyer in dieser Partie auf Wiebke Rickert und Susanne Paetz verzichten müssen, kann aber wieder auf Susanne Pommerening zurückgreifen und wird vermutlich erstmals Dörte Knickrehm, die ja nach dieser Saison von der A-Jugend in die Damenklasse wechselt, einsetzen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.3.1985

 

Sonnabend, 22. März 1985

TSV Kremperheide – VfL Oldesloe 15:18 (5:7)

Damen siegten in Kremperheide

(mth) Die VfL-Damen hatten auch in diesem Jahr wieder Anlaufschwierigkeiten in der gefürchteten Kremperheider Halle, in der sie in den letzten beiden Jahren ja nicht gewinnen konnten. Die Gastgeberinnen führten schnell mit 2:0 und erst in der 8. Minute gelang Anja Müller der Ausgleich, nachdem zuvor Kirstin Timm einen Siebenmeter verworfen hatte. Auch danach hatte der VfL, bei dem Andrea Güldenpfennig kurz gedeckt wurde, noch eine ganze Zeit lang Schwierigkeiten und ging erst in der 24. Minute erstmals mit 6:5 in Führung.

Einen hervorragenden Eindruck machte in ihrem ersten Spiel für die VfL-Damen die aus der A-Jugend kommende Kreisspielerin Dörte Knickrehm. Sie erzielte kurz vor der Pause das 7:5, erhöhte zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einem Tempogegenstoß auf 8:5 und war mit einem verwandelten Siebenmeter später auch noch einmal zum 10:6 erfolgreich.

Der Sieg des VfL geriet im übrigen, nachdem die Mannschaft erst einmal die Führung übernommen hatte, nie mehr ernsthaft in Gefahr. Auch Zeitstrafen gegen Dörte Knickrehm, Andrea Hasenberg und Antje Schütt brachten den VfL nicht in Bedrängnis. Die Tore für den Oberligameister erzielten in Kremperheide Susanne Pommerening, Elsbeth Fahrenkrog (je 4), Kirstin Timm, Dörte Knickrehm (je 3), Andrea Güldenpfennig (2), Anja Müller und Wiebke Rickert. Außerdem kamen noch Petra Payka, Andrea Hasenberg, Antje Schütt und die beiden Torhüterinnen Gudrun Fandrey und Anke Petersen, die je eine Halbzeit lang spielten, zum Einsatz. Susanne Paetz und Katja Schoppenhauer konnten nicht eingesetzt werden. Eine nette Geste der Kremperheider Mannschaft: Sie verabschiedete den VfL mit einem großen Blumenstrauß und Sekt aus der Oberliga.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.3.1985

 

Freitag, 29. März 1985

Meisterehrung für die Damen

(mth) Mit Riesenschritten geht die Handball-Punktspielsaison 1984/85 ihrem Ende entgegen. Nachdem die Oberligamannschaft der weiblichen A-Jugend des VfL Oldesloe ja schon vor zwei Wochen die Serie abschloß, beenden an diesem Wochenende nun auch die Damen und die Herren des VfL die Punktrunde.

Für die VfL-Damen geht es dabei am Sonnabend um 18 Uhr in der Stormarnhalle gegen den TSV Neustadt um nichts Entscheidendes mehr. Der Meistertitel und damit der Aufstieg in die Regionalliga ist perfekt und kann den VfL-Damen nicht mehr genommen werden. Dennoch will die Truppe von Trainer Ulli Meyer sich auch im letzten Saison-Punktspiel noch einmal ins Zeug legen.

Sie hat den Ehrgeiz, in dieser Saison in der Stormarnhalle ohne Punktverlust zu bleiben – ihre drei Minuspunkte stammen aus Auswärtsspielen – und will natürlich auch für die richtige Stimmung bei der anschließenden Meisterehrung, die der Frauenwart des Landes-Handballverbandes, Claus Parezany, im Anschluß an das Spiel vornehmen wird, sorgen.

Eine Überraschung für jede Spielerin hat sich auch die Abteilungsleitung für diese Ehrung ausgedacht und sicherlich werden auch wieder viele Zuschauer, die der Mannschaft die ganze Saison über den Rücken stärkten, einen würdigen Rahmen für die Meisterehrung abgegeben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.3.1985

 

Sonnabend, 30. März 1985

VfL Oldesloe – TSV Neustadt 22:20 (14:7)

Jubel um die Oldesloer „Meisterdamen“

(mth) Jubel um und bei den Handballdamen des VfL Oldesloe. Die VfL-Damen erreichten auch in ihrem letzten Saison-Punktspiel – im Pokal geht es in 14 Tagen ja noch weiter – mit 22:20 gegen den TSV Neustadt einen Sieg, der im übrigen deutlicher war, als es das knappe Ergebnis ausdrückt. Meister war die Mannschaft von Trainer Ulli Meyer ja schon vorher.

Mit 41:3 Punkten hat die Truppe wirklich eine imponierende Serie hingelegt und die Turnerschaft aus Kaltenkirchen, die ihr letztes Spiel bei FT Neumünster mit 13:14 verlor, noch um sechs Punkte abgehängt. Wir sind einmal gespannt, wie sich die Mannschaft in der nächsten Saison in der Regionalliga schlagen wird. Grund, schwarz zu sehen, besteht für die Oldesloer Handballfans sicher nicht, denn die Mannschaft hat in der Vergangenheit – im Pokalwettbewerb – oft genug gezeigt, daß sie auch gegen höherklassige Teams bestehen kann.

Zum Spiel: Die Oldesloerinnen waren in dieses für sie letzte Oberligaspiel mit der Maßgabe gegangen, die Partie zu gewinnen. Nicht weniger, aber auch nicht mehr hatten sie sich -vorgenommen. Nachdem das Hauptziel der Saison, die Erringung des Meisterschaftstitels und damit des Aufstiegs in die Regionalliga Nord ja schon vor dieser Begegnung längst unter Dach und Fach war, waren es nun noch zwei „Nebenziele“, die den Ehrgeiz – wenn auch stark gebremst – der Truppe um Mannschaftsführerin Anja Müller wachhielt.

Mit einem weiteren Sieg, dem 20. in der Punktspielrunde, konnte man das Punktekonto noch auf 41:3 Zähler schrauben, was einen neuen Oberligarekord bedeutet, und ihre Heimbilanz wollten die VfL-Damen natürlich nach Möglichkeit auch makellos sauber halten.

Schließlich wollten sie natürlich auch etwas für die Stimmung bei der anschließenden Meisterehrung, die der Frauenwart des Landes-Handballverbandes, Claus Parecany, vornahm, tun und auch wollte man die wieder gut 300 Fans, die trotz der Bedeutungslosigkeit der Partie und trotz der Konkurrenz durch die Sportschau im Fernsehen in die Stormarnhalle gekommen waren, nicht mit einer Niederlage vergrämen.

Aber tunlichst wollte man all dieses – um es noch einmal zu betonen – erreichen, ohne sich dabei weh zu tun und ohne sich, wie man so schön sagt, ein Bein auszureißen. Bei diesen Vorgaben ist es sicherlich nicht ratsam, das Geschehen in den 60 Minuten mit allzu strengen Maßstäben zu messen.

Der Sieg des VfL geriet in dieser Partie nie ernsthaft in Gefahr. Die Mannschaft erwischte einen Blitzstart und führte nach wenigen Minuten mit 3:0 und gab die Führung bis zum Schluß nicht mehr ab. Zwischenzeitlich kam der TSV Neustadt, der über ein paar hochaufgeschossene Rückraumschützen verfügt, zwar gelegentlich dichter an die Truppe von Trainer Ulli Meyer heran, aber sie schafften nie den Gleichstand und schon gar nicht konnten sie selbst in Führung gehen. Am dichtesten rückten sie dem VfL in der ersten Halbzeit bei Spielständen von 3:2, 6:5 und 7:6 auf die Pelle, aber dann legte der Meister mal wieder vorübergehend einen „Zahn“ zu und baute ohne größere Schwierigkeiten seinen Vorsprung wieder aus.

Zur Pause war der VfL dann schon auf 14:7 davongezogen und in den Minuten danach erreichte die Führung bei 15:7, 16:8 und 17:9 ihren höchsten Stand.

Vier Treffer hintereinander in Folge brachten den TSV Neustadt dann zwar auf 17:13 heran, da aber noch gut eine Viertelstunde zu spielen war, legte der VfL kurzfristig noch einmal an Tempo zu, um nicht, ernsthaft in Gefahr zu geraten und baute über 19:13 den Vorsprung wieder auf 22:16 aus. Die nun folgenden noch einmal vier Tore der Neustädterinnen hintereinander ließen den VfL dagegen kalt, denn nun war die Schlußsirene schon nah und es konnte ernstlich nichts mehr passieren.

In diesem letzten Oberligaspiel für die VfL-Damen konnten sich alle Feldspielerinnen, des Meisters noch einmal in die Torschützenliste eintragen. Am erfolgreichsten war dabei mit fünf Toren Andrea Hasenberg. Mit je drei Treffern folgten Andrea Güldenpfennig und Susanne Paetz. Antje Schütt, Petra Payka, Kirstin Timm und Anja Müller verbuchten je zwei Treffer und auf ein Tor brachten es Susanne Pommerening, Elsbeth Fahrenkrog und Wiebke Rickert. Im Tor spielten Gudrun Fandrey und Anke Petersen je eine Halbzeit, wobei Anke Petersen sogar einen Siebenmeter abwehren konnte.

Vom Stammkader mußte diesmal – mehr als zwölf Spielerinnen pro Spiel dürfen ja nicht eingesetzt werden – Katja Schoppenhauer untätig die Bank drücken. Außer diesen 13 Stammspielerinnen wurden nach der offiziellen Meisterehrung durch den Landesfrauenwart, bei der Erfolgstrainer Ulli Meyer sinnigerweise einen Rohspielplan für die kommende Regionalligasaison überreicht bekam, bei einer Auszeichnung durch die Abteilungsleitung des VfL – jeder bekam einen persönlich gravierten Ehrenteller – aber auch die Spielerinnen bedacht, die der Mannschaft bei personellen Engpässen ausgeholfen hatten. Jeanette Müller, Martina Pusch, Hannelore Tresemer und Kirstin Hennig gehören zu diesem Kreis, wobei die Ehrung für Kirstin Hennig im Krankenhaus vorgenommen werden mußte.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.4.1985

 

Dienstag, 23. April 1985

Die Stadt ehrte die VfL-Handballdamen

(mth) Mit einem kleinen Empfang im Foyer der Stormarnhalle würdigte die Stadt Bad Oldesloe die großen Erfolge der Damen-Handballmannschaft des VfL Oldesloe in der abgelaufenen Saison. Die Mannschaft von Trainer Ulli Meyer war ja überlegen Meister der schleswig-holsteinischen Oberliga geworden, hatte damit den Aufstieg in die Regionalliga erreicht und war im Pokalwettbewerb wieder in die zweite Runde auf Bundesebene vorgedrungen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.4.1985

 

Mittwoch, 12. Juni 1985

Den VfL-Damen gelang die Revanche gegen den TV Brühl

(st) Die Punkt- und Pokalspiele, die der Handball-Damenmannschaft des VfL Oldesloe in der abgelaufenen Saison ja so manche Erfolge bescherten, sind nun schon geraume Zeit vorbei, ganz zur Ruhe aber hat sich die Mannschaft vor der Sommerpause noch nicht gesetzt. Training, wenn auch im Moment nicht mehr besonders intensiv, ist nach wie vor und darüber hinaus beteiligt sich der VfL an verschiedenen Turnieren.

Ein besonders interessantes fand kürzlich in Westerland auf Sylt statt, wo der VfL unter anderem auf den Aufsteiger in die zweite Bundesliga, den TV Brühl traf, gegen den er ja nach einer dramatischen Partie im Achtelfinale (Anm.: 20:22 am 14. April 1985) des DHB-Pokals ausgeschieden war.

Die Oldesloerinnen gewannen ihre ersten fünf Spiele gegen TSV Westerland (10:3), SG Kirchheim II (15:1), SV Sandhausen (13:5), SG Kirchheim (10:2) und TG Biberach (17:2) sehr sicher. Auch die Brühlerinnen entschieden ihre Spiele durchweg sicher für sich, so daß das direkte aufeinandertreffen beider Mannschaften zu einem echten Endspiel wurde.

Die Oldesloerinnen führten dabei fast über die gesamte Spielzeit, mußten dann aber kurz vor Schluß den Ausgleich zum 5:5 hinnehmen. 6:6 stand es dann am Ende der notwendig gewordenen Verlängerung und auch eine zweite Verlängerung, nach der es 7:7 stand, brachte noch keine Entscheidung. Die Entscheidung mußte dann in einem Siebenmeterschießen herbeigeführt werden. Dank einer überragenden Torhüterin, Gudrun Fandrey, die gleich zwei Strafwürfe hintereinander hielt, entschied der VfL diesen Nervenkitzel für sich und wurde so umjubelter Turniersieger.

Als beste Turnierspielerin wurde bei der Siegerehrung Andrea Güldenpfennig ausgezeichnet. Außer ihr waren an diesem schönen Erfolg noch Gudrun Fandrey, Anke Petersen, Andrea Hasenberg, Wiebke Rickert, Anja Müller, Dörte Knickrehm, Steffi Bernecker, Petra Payka, Antje Schütt und Kirstin Timm beteiligt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.6.1985

 

Freitag, 21. Juni 1985

Noch ein Turniersieg für die VfL-Handballdamen

(mth) Ein Wiedersehen mit der TG Oberlahnstein, gegen die man 1980 im Halbfinale der deutschen A-Jugendmeisterschaft gespielt hatte (der VfL wurde seinerzeit Sieger, zog ins Endspiel ein und wurde zum zweitenmal Deutscher Meister), feierte am letzten Wochenende die Handball-Damenmannschaft des VfL Oldesloe.

Trainier Ulli Meyer nahm die Einladung zu einem großen und gutbesetzten Turnier mit einer gemischten Mannschaft – aus der ersten Damenmannschaft standen nicht alle Spielerinnen zur Verfügung, so daß Doris Ohlhöft und Martina Gliewe aus der A-Jugend-Oberligamannschaft aushalfen – wahr. Der VfL blieb dabei im Turnier ungeschlagen und errang einen beachtlichen Turniersieg.

In der Vorrunde besiegten die Oldesloerinnen zunächst Gastgeber TG Oberlahnstein (wie der VfL in diesem Jahr in die Regionalliga aufgestiegen) mit 4:3, dann den TV Moselweiß mit 7:6 und ein 7:7-Unentschieden gegen den Regionalligisten Olympia Longerich reichte zum Gruppensieg. Im Halbfinale rang der VfL dann Grün-Weiß Frankfurt knapp mit 7:6 nieder und im Endspiel gab es gegen den Regionalligisten RSV Mülheim/Ruhr – Halbfinalgegner der VfL-Mädchen 1979 auf dem Weg zur ersten A-Jugendmeisterschaft – einen 6:5-Erfolg.

Die Oldesloerinnen erhielten für ihren Erfolg einen riesigen Pokal, die Spielerinnen Gudrun Fandrey, Doris Ohlhöft, Andrea Hasenberg, Dörte Knickrehm, Kirstin Timm, Wiebke Rickert, Anja Müller und Martina Gliewe dazu noch je ein Sportbuch und Trainer Ulli Meyer ein Bild der Stadt Lahnstein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.6.1985

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