12.09.1986

Als krönender Abschluß der Vorbereitungsphase für - die Punktspielserie 1986/87 stand für die Weibliche Jugend A der Handballabteilung des VfL Oldesloe die Teilnahme am Coupe Normandie 1986 in Paris auf dem Programm.

Dieses Turnier wurde bereits zum 22. Mal ausgetragen. Organisator war wieder einmal die Stiftung Euro-Sportring, die es fertigbrachte, 200 Mannschaften aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Holland, Belgien, Österreich, Schweiz, Spanien, Frankreich und Deutschland als Teilnehmer zu gewinnen.

Man kann somit ohne Über­treibung von einem Riesentur­nier sprechen, bei dem die Mannschaft aus Oldesloe durch­aus zufriedenstellend abschnitt. In der Staffel Juniors Feminins (weibl. Jugend A) belegten die VfLerinnen unter 16 Mannschaf­ten einen achtbaren ' zweiten Platz. Gespielt wurde in Vor-und Endrunden in verschiedenen Sporthallen von Paris.

Aber nicht nur das sportliche Ereignis war beeindruckend, sondern vielmehr die Eindrücke, die Paris den jungen Sportlerin­nen vermittelte. Man wohnte inmitten einer Weltstadt, bestieg den Eifelturm, sah Notre Dame, besuchte Sacre Coeur, fuhr mit der weltbekannten Metro, kaufte auf einem riesigen Flohmarkt ein, der weitaus größer als der Hamburger Fischmarkt ist, und staunte über das pulsierende Leben, das kaum Atem zu schöp­fen schien.

 

Paris ist eine Reise wert


Die wJA des VfL Oldesloe in Paris
Nach großem Ereignis beginnt die harte Punktrunde

Die wJA des VfL Oldesloe hat zum "Abschluss" der Vorbereitungszeit auf die Saison 1986/87 noch einmal eine große Reise gemacht. Begünstigt durch die sportliche Haltung des TSV Tarp, der am 7.9. in Bad Oldesloe zum ersten Punktspiel antreten sollte und einer Verlegung zustimmte, konnte das Team von Jörg Fischer am Normandie-Cup in Paris teilnehmen.

Es begann am Donnerstag (4.9). Ein großer Reisebus holte die Oldesloer Truppe um 22.30 Uhr ab. Die Strecke führte über Hamburg, hier stieg die SG Michel Hamburg zu, eine recht trinkfreudige Gruppe, wie es sich im Laufe der Fahrt herausstellte, nach Holland, wo morgens um 6.00 Uhr die Damenmannschaft von Breeton Sport zustieg. Im jetzt vollbesetzten Bus ging es direkt weiter nach Paris. Wie vorgesehen, nahmen uns um 12.00 Uhr Mitarbeiter des EURO-Sportringes in Empfang. Von jetzt an unterstützte uns die ortskundige Noel, eine Holländerin, die in Paris studiert. Paris war bereit, von uns erobert zu werden.

Die Fahrt entwickelte sich zu einem großen Ereignis für alle teilnehmenden Personen; und das in jeder Hinsicht. Sportlich gesehen sprang ein zweiter Platz bei dem international besetzten Turnier heraus. Lediglich im Endspiel musste man sich dem Dritten der letzten Deutschen Meisterschaft, dem VfL Pfullingen, knapp geschlagen geben.

Es wurde aber nicht nur Sport getrieben in Paris. Mit wackeligen Beinen wurde der Eifelturm im Sturm genommen und der traumhafte Blick auf den Schmelztiegel Paris bei strahlendem Wetter genossen. Mit der Metro ging es zum Montmartre, dem Künstlerviertel in Paris. Sacre Coèur, Notre Dame und das Centre Pompidou standen auf dem Programm, ebenso wie der riesige Flohmarkt am Port Cliquancourt. Eine Stadtrundfahrt führte dann in die Stadtteile, die man in den tagen nicht direkt besuchen konnte.

Letzter Programmpunkt war dann am Sonntag der große Abschlussball, auf dem die Mannschaften aller Altersgruppen den Siegern der einzelnen Kategorien zujubeln konnten. Hier wurden noch einmal internationale Freundschaften geschlossen, sprachliche Barrikaden mit Zeichensprache überwunden.

Am Montagmorgen war dann der Traum vorbei. Mit wehmütigen Blicken in den Gesichtern verließ unser Bus die riesige Stadt. Lange Zeit war es still. Zu eindrucksvoll waren die tage gewesen. Bei vielen ist sicherlich der Wunsch aufgekommen, diese Stadt wieder zu besuchen, mit etwas mehr Zeit im Gepäck. Vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen beim 23. Coupe Normandie im nächsten Jahr.

Aus Handball-Echo, Ausgabe 1 vom 20.9.1986

 

 

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