Ferencvaros Budapest


Ferencvaros Budapest in Bad Oldesloe und Klein Rönnau

Einen Handballleckerbissen ganz besonderer Art bietet der Handball-Oberligist VfL Oldesloe seinen Freunden. So erwartet der Tabellendritte der abgelaufenen Meisterschaftsaison am Donnerstag, den 9. Juni 1988, in der heimischen Stormarnhalle den mehrfachen ungarischen Landesmeister und Pokalsieger Ferencvaros TC Budapest.

Das mit zahlreichen aktuellen Nationalspielerinnen gespickte Team vom Balkan gibt bereits zum zweitenmal seine Visitenkarte in der Kreisstadt ab. Angepfiffen wird die Partie um 19.30 Uhr.

Mit dem Abpfiff der Partie beendet auch eine langjährige Ligaspielerin des VfL Oldesloe ihre Handballkarriere. So verabschiedet sich Anja Müller (25) mit dem Schlußpfiff vom Handball als Leistungssport. Betreut wird die Mannschaft bei diesem interessanten Duell von Betreuer Peter Stäcker. Er vertritt Coach Jörg Fischer, der sich zu diesem Zeitpunkt mit seiner Schulklasse auf Klassenfahrt befindet.

Am 12. Juni 1988 veranstaltete der SC Rönnau 74 unter der Leitung von Fred Hildebrandt ein Handballturnier für Damenmannschaften in der Segeberger KSV-Sporthalle. Dieses Turnier wurde ganztägig ausgetragen. Die teilnehmenden Mannschaften:


Ferencvaros TC Budapest
SG Jarplund Weding - Adelby (1. Bundesliga)
VfL Oldesloe (Oberliga)
TSV Reinbek (Bezirksliga)
SC Rönnau 74 (Kreisliga)

Am Dienstag, den 13.Juni 1988 gastiert Ferencvaros Torna Club Budapest dann in der Oldenburger Großsporthalle zu einem Vergleich mit dem Oldenburger SV.


Auch beim II. Rönnau Cup, der am Sonntag, den 18. Juni von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr vonm SC Rönnau 74 ausgerichtet wird, sind die Budapesterinnen dabei und sicher der hochkarätigste Teilnehmer. Um den Cup kämpfen werden dazu:


VfL Oldesloe (Oberliga)
Oldenburger SV (Oberliga)
Riemann Eutin (Bezirksliga)
TSV Travemünde (Bezirksklasse)

 

 

Heute abend erstes Spiel des SC Rönnau gegen die Ungarinnen

Am Montag um 18 Uhr war es soweit, der Bus aus Budapest mit den Handballerinnen vom Ferencvarosi Torra Club auf den Parkplatz der Kreissporthalle in Bad Segeberg einbog. Typisch norddeutsches Regenwetter empfing die Gäste des SC Rönnau, doch die Freude konnte dadurch nicht geschmälert werden.

Am Morgen waren die Handballerinnen mit ihren Betreuern in Regensburg, wo man eine Zwischenübernachtung eingelegt hatte, gestartet und an der Autobahnraststätte Budikate schon von Fred Hildebrand in Empfang genommen worden. Er geleitete die Gäste dann sicher in die Kreisstadt, wo die Ungarn vom Rönnauer Vorstandsmitglied Hans Sander noch einmal offiziell und ganz ~ herzlich begrüßt wurden. Riesig natürlich die Freude bei der „Wahl-Rönnauerin" Magdolna Csiha, konnte sie doch ihre frühere Trainerin Maria Berzsenyi und ehemalige Mannschaftskameradinnen in die Arme nehmen.

Ihr erstes Spiel bestritten die Ungarinnen gestern abend bei Riemann Eutin.

Heute wird die Mannschaft am Vormittag in Lübeck sein und einen Stadtbummel unternehmen. Um 19.30 Uhr findet das erste Spiel gegen den SC Rönnau in der Kreissporthalle in Bad Segeberg statt. Den Abend wird man auf Einladung des Wirtes im „Klakkermatsch' verbrinden. Lübecker Nachrichten vom 8.6.1988

Budapest gab verheißungsvollen Vorgeschmack

Es waren schon Handballwelten, die zwischen dem Gastgeber SC Rönnau und den Handballerinnen von Ferencvarosi Budapest in der ersten freundschaftlichen Begegnung am Mittwoch abend lagen. Doch darauf kam es letztlich auch nicht an, Sieg und Niederlage waren nebensächlich.

Für die Gäste war es eine Trainings-, für die Damen des SC Rönnau eine Lehrstunde, die man aber gern über sich ergehen ließ. Denn gegen einen solchen prominenten Gegner der europäischen Spitzenklasse hatte man sich ohnehin nichts ausgerechnet.

Zuvor hatten beide Teams die Wimpel ausgetauscht und zur Freude- der Gäste aus Ungarn gab es dazu noch einen riesigen Plüschhund in den Farben des SC Rönnau.

Nach dem Spiel, das mit einem 30:6-Erfolg der Ungarinnen endete, stand gleich wieder die freund-schaftliche Verbindung, das Gespräch, die Unterhaltung auf dem Programm. Gemeinsam besuchten beide Mannschaften mit ihren Betreuern das „Klackermatsch", wo der Wirt einiges springen ließ.

Ein wenig mehr gefordert – in sportlicher Hinsicht – dürften die Gäste am Sonntag auf dem Turnier um den von „Lübecker Nachrichten" ausgesetzten „Rönnau¬Cup' werden. Attraktivster Gegner der Gäste aus Budapest ist dann der Bundesligaclub Jarplund Weding.

Dabei sind aber auch die Oberligamannschaft vom VfL Oldesloe, Riemann Eutin, TSV Reinbek und natürlich der SC Rönnau als Veranstalter. Das Turnier beginnt am Sonntag um 11.30 Uhr in der Kreissporthalle in Bad Segeberg Mit der Siegerehrung ist gegen 17 Uhr zu rechenen.

Lübecker Nachrichten vom 10.6.1988

 

Ferencvaros brannte Handball-Feuerwerk ab

Chancenlos war der "harte Kern" der Handhallerinnen des VfL Oldesloe - momentan gehören nur noch neun Spielerinnen dem Kader an - beim internationalen Freundschaftsspiel gegen Ferencvaros Budapest. In der Stormanhalle unterlag der VfL den zaubernden Ungarinnen 13:27 (6:11).

Die Gäste erlaubten sich sogar den Luxus, auf ihre drei aktuellen Nationalspielerinnen - hatten im Nationalteam zu tun - zu verzichten. Doch auch so kamen die 130 Zuschauer voll auf ihre Kosten.

Nachdem Anja Müller von Handballobmann Dorn offiziell verabschiedet worden war ging es los.

Der VfL erwischte einen Blitzstart. Gerade fünf Minuten waren gespielt, und zu aller Verwunderung lagen die Gastgeberinnen nach Treffern von Dörte Knickrehm (4) und Melanie Bernecker (2) mit 3:0 in Front. Lebhaften Anteil daran hatte vor allem VfL-Torhüterin Jeanine Hildebrandt, die kaum zu überwinden war. Doch dann wendete sich das Blatt.

Die in allen Belangen überlegenen Staatsligistinnen aus Budapestzogen ein grandioses Tempospiel - 80% aller Treffer beruhten auf Tempogegenstößen - auf. Peter Stäcker, er vertrat VfL-Trainer Jörg Fischer, und seine Sieben hatte dem nichts entgegenzusetzen. Vor allem die pfeilschnelle Erika Fiedler (11) war zu keiner Zeit an die Kette zu legen. Und wenn sie mal nicht zum Zuge kam, dann bewies sie Übersicht, paßte zur trickreichen Tünde Bajczi (5), die dann sicher vollstreckte.

So bauten die Ungarinnen unermüdlich ihren Vorsprung aus, zogen über 6:3 (16.), 11:5 (25.) auf 24:10 (54.) davon. Erst als sie es etwas betulicher angehen ließen - Fiedler verzeichnete in der Schlußphase ihren einzigen Fehlwurf - konnte der VfL noch leichte kosmetische Korrekturen vornehmen. In dieser Phase hatte Andrea Hasenberg ihren großen Auftritt. Sie traf dreimal ins Schwarze, begeisterte die Fans dabei mit einen klugen Heber über die herausgeeilte Budapester Keeperin. Die weiterem VfL-Treffer erzielten: Stefanie Bernecker, Martina Gliewe, Anja Müller und Nicole Röhrs(je 1)

Stormarner Tageblatt vom 10.6.1988

 

 

Morgen in der Kreissporthalle:
Großes Handball-Turnier um den "Rönnau-Cup"


So ganz spurlos sind die letzten Tage an Fred Hildebrand nicht vorbeigegangen. Ein bißchen zuwenig Schlaf, ein bißchen zuviel Streß haben schon ihre Spuren hinterlassen. Doch für den engagierten Trainer des SC Rönnau kein Grund zur Traurigkeit, noch überwiegt die Freude, der Spaß, den man hat beim Besuch der Handballerinnen vom Ferencvarosi Torna Club Budapest.

Und Spaß und Freude, das hofft nicht nur er, wird es auch noch an den letzten Tagen dieses 10tägigen Besuchs geben. Vor allem morgen, wenn es nämlich zum Höhepunkt dieser Sportbegegnung zwischen den Handhallerinnen des SC Rönnau und den Ungarinnen kommt. Dann geht es nämlich im sportlichen Wettkampf um den Pokal der Lübecker Nachrichten in der Kreissporthalle in Bad Segeberg. Damit die Sache für die ungarische Erstligamannschaft mit ihren Nationalspielerinnen nicht zu leicht wird, hat Gastgeber SC Rönnau eine Reihe von erstklassigen Mannschaften geladen. Zum Prüfstein für die Gäste sollte auf jeden Fall die Bundesliganannschaft von Jarplund Weding werden. Zwischen diesen beiden Mannschaften, so vermuten die Experten, wird sich die Entscheidung über den Pokalsieg abspielen. Dabei noch Riemann Eutin, TSV Reinbek und der VfL Oldesloe.

Einen Wermutstropfen gibt es aber schon. Gerade Magdolna Csiha, die Wahl-Rönnauerin und ehemalige ungarische Nationalspielerin, kann gegen ihre früheren Vereinskameradinnen nicht mitspielen. Eine Bänderdehnung im Fuß, die sie sich beim letzten Pokalspiel zuzog, läßt sie pausieren. Doch bei aller Tragik über dieses Mißgeschick freut sie sich natürlich ganz besonders auf das Zusammentreffen mit den Freunden aus ihrer Heimat. Nur selten konnte man sich doch zuletzt sehen.

Die ersten Tage, die die 14 jungen Damen und ihre fünf Begleiter hier in Rönnau und Segeberg verbracht haben, so ließ Dolmetscherin Maria Weber durchblicken, übertreffen schon bei weitem die Erwartungen. Die freundliche Aufnahme bei den Gasteltern, dann das umfangreiche Besuchsprogramm haben schon jetzt großen Anklang gefunden. Immer wieder tauchten dann auch die Fragen an die Dolmetscherin auf, wie macht man das hier, was kostet es, wie ist es mit der Arbeit, wie die Schule, wie die Freizeit. Der Vergleich mit der Heimat wird da gesucht. Gelegenheit mehr zu erfahren, als nur Oberflächliches, hatten die Ungarinnen schon vielfach in diesen Tagen. Neben Kalkberg- und Altstadtbesuch wurden auch Fragen über die Sozialstruktur und Geschichte der Stadt beantwortet.

Natürlich durfte auch der Einkaufsbummel nicht fehlen, zu dem man nach einem Besuch bei den Dräger-Werken in Lübeck ausreichend Zeit fand. Und daß man nebenbei auch versteht zu feiern, bewiesen Gastgeber und Gäste am Mittwochabend im „Klackermatsch" in Bad Segeberg. Auf Einladung des Wirtes gab es nicht nur Freibier, extra engagiert spielte eine ungarische Gruppe heimatliche Weisen.

Lübewcker Nachrichten vom 11.06.1988

 

Ungarinnen beim „Rönnau Cup" unbezwingbar

Wie es sich für einen guten Gastgeber gehört, überließen die Rönnauer Handballerinnen beim Rönnau-Cup" um den Pokal der Lübecker Nachrichten" den Gästen die Lorbeeren. Allen voran, Ferencvarosi Budapest, das sich am Ende mit 7:5 gegen Jarplund Weding durchsetzte.

Wie vorauszusehen dominierten diese beide Mannschaften auf dem Turnier in der Kreissporthalle in Bad Segeberg. Bevor sie im Endspiel aufeinandertrafen, hatten sie alle ihre Spiele gegen den VfL Oldesloe, gegen den TSV Reinbek, Riemann Eutin und den SC Rönnau gewonnen. Viel Mühe bereiteten ihnen diese Spiele nicht, die Klassenunterschiede waren zu groß.

Spannend dann aber die letzte Begegnung dieses Turniers zwischen Budapest und Jarplund Weding. Die Gäste aus Ungarn legten ein 3:1 und 4:2 vor, mußten dann aber die Bundesligamannschaft aus dem Norden bis auf 4:5 und 5:6 wieder herankommen lassen. Die Routine und Ubersicht half der mit Nationalspielerinnen besetzten ungarischen Mannschaft, den Vorsprung noch auf zwei Tore auszuweiten und über die Zeit zu bringen. Der Pokal der LN ging also erstmalig an Ferenevarosi Budapest.

Schon jetzt ließ man durchblicken, daß dieses Turnier mit den ungarischen Gästen auch im nächsten Jahr wieder Bestand haben soll. Bis zum 15. Juni werden die 14 Spielerinnen und fünf Betreuer aus Budapest noch Gast beim SC Rönnau sein.

Die Plazierung beim „Rönnau-Cup":

  1. Ferencvarosi Budapest 10:0 Punkte, 56:13 Tore,
  2. Jarplund Weding 8:2, 36:19,
  3. VfL Oldesoe 6:4, 46:31,
  4. TSV Reinbek 4:6, 16:39,
  5. Riemann Eutin 2:8, 20:36,
  6. SC Rönnau 0:10, 20:50.
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