Die Saison 1987/88

Mittwoch, 26. August 1987

Wandsbek 72 testet die VfL-Damen

(mth) Die Damen-Handballmannschaft des VfL Oldesloe rüstet sich langsam für die kommende Oberliga-Saison. Morgen (Donnerstag) tritt sie um 20 Uhr in der Heinrich-Vogler-Halle gegen den Regionalligisten Wandsbek 72 an.

Die Truppe von Trainer Jörg Fischer, deren Punktspielstart eigentlich für den kommenden Sonnabend vorgesehen war – die Partie gegen den TSV Neustadt ist aber auf einen späteren Termin verlegt worden, weil Melanie Bernecker zu einem Lehrgang des norddeutschen Handballverbandes berufen wurde – ist schon recht gut in Schwung. Bei einem Turnier in Hamburg-Rahlstedt wurde die Mannschaft am letzten Wochenende Zweite hinter dem Zweit-Bundesligisten Holstein Kiel.

Dabei unterlagen die Oldesloerinnen erst nach einem dramatischen Sieben meterwerfen – die Entscheidung fiel erst mit dem 24. Siebenmeter –‚ nachdem sie im Halbfinale den Regionalligisten HT 16 ausgeschaltet hatten.

Bei einem weiteren Turnier ebenfalls am letzten Wochenende in Oldenburg (Holstein) scheiterte der VfL knapp im Halbfinale, als er der dänischen Mannschaft HK Sakskobing in der Verlängerung unterlag.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.8.1987

 

Donnerstag, 27. August 1987

(mth) … Schon frühzeitig war das erste Spiel der Oberliga-Damen des VfL gegen den TSV Neustadt abgesagt worden. Melanie Bernecker weilte über das Wochenende zu einem Lehrgang des norddeutschen Handballverbandes und deshalb hatte der VfL um eine Verlegung nachgesucht. Diese Partie wird nun am 14. November nachgeholt

Die Truppe von Trainer Jörg Fischer unterzog sich stattdessen einem Test gegen die Regionalliga-Mannschaft von Wandsbek 72. Dabei unterlagen die Oldesloerinnen nach einer Spielzeit von zweimal mal 40 Minuten(darauf hatten sich die beiden Trainer verständigt) mit 15:21 (6:13).

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.9.1987

 

Sonnabend, 5. September 1987

Start nach Maß für VfL-Damen, auch wenn nicht alles klappte

(mth) Einen gelungenen Start in die neue Saison hatte die Damen-Oberliga-Mannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe. Die Truppe von Trainer Jörg Fischer siegte zum Auftakt beim TSV Munkbrarup – an diesem Gegner war man in der letzten Saison als Regionalligist im Pokalwettbewerb gescheitert – mit 15:11 (7:5) und sicherte sich damit die ersten beiden Punkte.

Der Sieg der Oldesloerinnen hätte dabei noch wesentlich deutlicher ausfallen müssen, aber die Chancenverwertung der Mannschaft war auch zum Beginn der Oberliga-Saison – im letzten Jahr ist man ja nicht zuletzt daran in der Regionalliga gescheitert – eher mangelhaft.

Und noch mit einem weiteren Manko, das man auch von der letzten Saison her kennt, müssen die Oldesloerinnen auch in diesem Jahr rechnen: Der Kader, der Trainer Jörg Fischer zur Verfügung steht, ist wieder außerordentlich klein. Er umfaßt nur elf Spielerinnen, wobei Maike Winkler nur bedingt zur Verfügung steht, und unter den elf Spielerinnen befinden sich gleich drei Torhüterinnen. Zu Jeanine Hildebrand und Martina Pusch gesellte sich kurz vor Saisonbeginn noch Doris Ohlhöft, die vom SV Sülfeld, dessen Damenmannschaft in der Auflösung begriffen ist, zum VfL zurückkehrte.

Doris Ohlhöft und Martina Pusch aber kamen in Munkbrarup nicht zum Einsatz. Jeanine Hildebrand, ohnehin als Stammtorhüterin vorgesehen, war in bestechender Form und spielte die 60 Minuten voll durch. Nicht zuletzt an ihr lag es auch, daß der VfL nur zweimal im Spiel in Rückstand geriet. Und das gleich zu Beginn des Spiels mit 0:1 und 1:2.

Vom 1:2 in der 6. Minute bis zum 5:2 in der 18. Minute blieb der VfL weit über zehn Minuten ohne Gegentor und legte schon in dieser Zeitspanne den Grundstein zum späteren Erfolg. Dabei erzielte der VfL seine Treffer fast durch die Bank über den Kreis. Aus dem Rückraum, in dem nur Stefanie Bernecker überzeugen konnte, kamen kaum gefährliche Würfe und auch bei Tempogegenstößen ließ der VfL viele Schwächen erkennen.

In Gefahr allerdings kamen die Oldesloerinnen nie mehr. Gelegentlich kam der TSV Munkbrarup zwar noch etwas näher heran – so zur Pause auf 5:7 und so, als der VfL bis zur 44. Minute auf 12:6 davongezogen war, bis zur 50. Minute auf 12:9 – aber als der VfL in solchen Situationen das Tempo dann wieder anzog, war die Gefahr schnell abgewendet.

Mit fünf Treffern, davon drei verwandelten Siebenmetern, war Dörte Knickrehm erfolgreichste Werferin im Oldesloer Dress, dicht gefolgt von Andrea Hasenberg, die es auf vier Treffer brachte. Stefanie Bernecker (3), Anja Müller (2) und Nicole Röhrs teilten sich die restlichen Treffer, während Melanie Bernecker und Martina Gliewe leer ausgingen.

Am nächsten Sonnabend bestreitet der VfL um 16.45 Uhr sein erstes Heim-Punktspiel gegen den Mitabsteiger aus der Regionalliga, TS Kaltenkirchen. Der ist offensichtlich schon mächtig heiß auf dieses Spiel, denn er ließ die Partie in Munkbrarup auf Video aufzeichnen, um den kommenden Gegner gründlich studieren zu können.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.9.1987

7.9.1987 - Geschwister Bernecker waren Trümpfe beim VfL
TSV Munkbrarup - VfL Oldesloe 11:15

Beide Mannschaften begannen nervös und nach zehn Spielminuten stand es 2:2. Der TSV fand zuerst zu seinem Spiel, doch vier Pfostenschüsse in Folge verhinderten die Führung der Gastgeberinnen.

In der zweiten Spielhälfte fehlte es dem TSV am nötigen Selbstvertrauen und die Oldesloerinnen hatten nun ihre stärkste Phase und setzten sich bis zur 45. Minute klar auf 11:6 ab.Die Gastgeberinnen stellten zwar noch einmal die Abwehr um, kamen auch noch einmal auf 9:11 heran, doch ließ die Kraft jetzt nach und die Oldesloerinnen ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Sport Aktuell

 

Freitag, 11. September 1987

Die VfL-Damen treffen gleich auf den alten Rivalen TS Kaltenkirchen

(mth) Zum ersten Mal in der neuen, noch so jungen Saison haben am Wochenende die Handballmannschaften des VfL Oldesloe einen fast kompletten Heimspieltag in der Stor-marnhalle.

Am Sonnabend um 16.45 Uhr gibt dabei auch die Oberliga-Mannschaft der Damen ihr Heimdebüt. Gegner der Truppe von Trainer Jörg Fischer ist der alte Rivale TS Kaltenkirchen, gegen den in „alten“ Regionalliga- und Oberliga-Zeiten heiße Schlachten geschlagen wurden.

Beide Mannschaften sind ja am Ende der letzten Saison gemeinsam aus der Regionalliga abgestiegen und werden in diesem Jahr mit zum Favoritenkreis in der Oberliga gerechnet, auch wenn beide ihr „Gesicht“ gegenüber der letzten Saison doch erheblich verändert haben.

Bei den Kaltenkirchenerinnen hat unter anderem Leistungsträgerin Rosemarie Gudella aufgehört. Das ist sicher eine Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird, andererseits aber wird das Spiel der Turnerschaft dadurch unberechenbarer, weil nun auf mehreren Schultern Verantwortung getragen wird (werden muß).

Ähnliches hat der VfL ja auch durchmachen müssen, wobei der „Abnabelungsprozeß“ von Andrea Güldenpfennig, die ja über viele Jahre das Bild der Mannschaft geprägt hatte, schon in der letzten Saison mehr oder minder konsequent vollzogen wurde, auch wenn sie den Verein in Richtung SV Großhansdorf erst nach der letzten Saison verlassen hat.

Bei den Oldesloerinnen sind aus der „alten Garde“, die 1979 und 1980 zwei Deutsche Meisterschaften bei der weiblichen A-Jugend errang, nun nur noch Andrea Hasenberg, Anja Müller und Martina Pusch mit von der Partie. Ansonsten setzt Trainer Jörg Fischer nicht zuletzt auf Spielerinnen, mit denen er in der letzten Saison in der A-Jugend-Oberliga so erfolgreich abschnitt.

Jeanine Hildebrand, Melanie Bernecker und Nicole Röhrs können dabei allerdings nicht auf einen behutsamen Übergang von der Jugendklasse in den Damenbereich hoffen. Da der Kader der VfL-Oberliga-Truppe auch in diesem Jahr wieder außerordentlich klein ist, werden sie vielmehr gleich voll ins kalte Wasser geworfen, ja, sie sind fest als Leistungsträgerinnen mit eingeplant.

Ob sie und ihre Mitspielerinnen – außer den schon genannten kommen noch Stefanie Bernecker, Martina Gliewe, Doris Ohlhöft und Maike Winkler dazu – dem gewachsen sind, wird sich – zumindestens in Ansätzen – schon im Spiel gegen die Kaltenkirchener zeigen.

Beide Mannschaften begannen am letzten Wochenende die Saison mit einem Sieg. Der VfL behielt in Munkbrarup die Oberhand, die Kaltenkirchenerinnen schlugen den TSV Kremperheide in eigener Halle.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.9.1987

 

Sonnabend, 12. September 1987

VfL-Damen gerieten in Spielrausch

Kaltenkirchen in der Stormarnhalle ohne Chance

Mit dem VfL ist zu rechnen

(mth) Die Damen-Handballmannschaft des VfL Oldesloe hat ihr Tief aus der letzten Saison ganz offensichtlich überwunden. Die letzte Saison hatte ja nicht nur den Abstieg aus der Regionalliga mit sich gebracht, sie war auch mit allerlei unschönen Begleiterscheinungen im Umfeld – gleich mehrere Trainerwechsel und fehlende Zusammenarbeit mit der zweiten Damenmannschaft und ähnliches – behaftet gewesen, was dann auch mit einem spielerischen Niedergang einherging.

Diesen Prozeß zu stoppen, hat sich der neue Trainer der Mannschaft, Jörg Fischer, der ja schon in den letzten Spielen der letzten Saison das Kommando übernommen hatte, nachdem er zuvor mit viel Erfolg die weibliche A-Jugend in der Oberliga trainiert und betreut hatte, als erstes Ziel vorgenommen, und er scheint damit schnell Erfolg zu haben.

Schon der Saisonauftakt war der Mannschaft nach einigen guten Leistungen in der Saisonvorbereitung ja mit einem 15:11-Erfolg beim TSV Munkbrarup gut gelungen und im ersten Heimpunktspiel bot die Mannschaft gegen TS Kaltenkirchen – Mitabsteiger aus der Regionalliga und einer der vermutlich heißtesten Anwärter auf den Meistertitel in der Oberliga – phasenweise eine glänzende Leistung und siegte hochverdient mit 23:18 (13:6).

Kann sich die Mannschaft auf diesem Leistungsniveau stabilisieren oder gar noch steigern, was angesichts der Jugend der Mannschaft – drei Spielerinnen haben gerade den Sprung aus der A-Jugend in die Damenmannschaft gemacht – ja nicht ausgeschlossen ist, wird sie in der Oberliga ganz gewiß im oberen Tabellendrittel mitmischen, ja, vielleicht sogar um den Meistertitel mitspielen können.

Die Frage allerdings wird sein, ob die Spielerdecke der Mannschaft lang genug ist. Nicht einmal ein Dutzend Spielerinnen stehen Jörg Fischer zur Verfügung. Dabei sind unter den elf Spielerinnen mit Jeanine Hildebrand, Martina Pusch und Doris Ohlhöft gleich drei Torhüterinnen, von denen die jüngste (Jeanine Hildebrand) eindeutig die Nummer 1 ist, die auch gegen Kaltenkirchen (wie schon beim Spiel in Munkbrarup) durchspielte. Von den verbleibenden acht Feldspielerinnen steht dazu Maike Winkler nur bedingt für Training und Spiele zur Verfügung.

Der enge Kader wirft dabei, trotz der geringen Auswechslungsmöglichkeiten, kaum konditionelle Probleme auf. Die Truppe ist körperlich gut in Schuß und kann, von kleinen Durststrecken, die auch gegen die Turnerschaft zu sehen waren, abgesehen, auch ohne viele Auswechselungen in der Oberliga 60 Minuten durchstehen. Aber die Mannschaft kann sich praktisch keinerlei Ausfälle durch Verletzungen oder andere Gründe erlauben, und ob das über eine ganze Saison gutgehen kann, steht in den Sternen.

Zum Spiel: Probleme mit dem Gegner hatte der VfL nur in den ersten fünf Minuten. Die Kaltenkirchenerinnen gingen bis zu diesem Zeitpunkt mit 1:0 und 2:1 auch zweimal in Führung, hatten dann aber gegen einen streckenweise wie entfesselt aufspielenden VfL nichts mehr zu bestellen.

Schon bis zur 17. Minute waren die Weichen bei einem 6:3-Vorsprung für die Oldesloerinnen ziemlich eindeutig gestellt und von da an bis zur Pause steigerte sich die Mannschaft in einen wahren Spielrausch. So gut wie in dieser Phase hat schon lange keine VfL-Damenmannschaft gespielt und der 13:6-Pausenvorsprung für den VfL schmeichelte noch eher den Kaltenkirchenerinnen denn den Gastgeberinnen, die allein bis zu diesen Zeitpunkt noch viermal Pfosten und Latte trafen und durch ihre überragende Spielerin, Dörte Knickrehm, auch noch mit einem Siebenmeter scheiterten.

Nach dem Seitenwechsel ließ der VfL es dann etwas ruhiger angehen, aber in Gefahr, seinen Vorsprung noch einzubüßen, geriet er nie. Bestenfalls auf fünf Tore Differenz kamen die Kaltenkirchenerinnen, die den Abgang ihrer langjährigen Leistungsträgerin, Rosemarie Gudella, noch nicht haben kompensieren können, gelegentlich heran und bei diesem Abstand blieb es auch zum Schlußpfiff des sicheren Schiedsrichtergespanns Borchert/ Siebitz (Kiel).

Überragende Torschützin war mit sieben Treffern (davon zwei verwandelte Siebenmeter) Dörte Knickrehm. Sie überzeugte spielerisch, wobei offenkundig wurde, daß sie sich als Kreisläuferin – neben Andrea Hasenberg – weit besser in Szene setzen kann als auf der Linksaußenposition.

Für die Ausgeglichenheit der Stammformation des VfL spricht, daß fünf weitere Feldspielerinnen – Andrea Hasenberg, Anja Müller, Martina Gliewe, Stefanie und Melanie Bernecker – auf je drei Treffer kamen. Ein Treffer gelang Nicole Röhrs. Im Tor überzeugte Jeanine Hildebrand auch im ersten Heimspiel, so daß Martina Pusch und Doris Ohlhöft (verletzte sich beim Einspielen) ebenso wenig zum Einsatz kamen wie Maike Winkler.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.9.1987

14.9.1987 - Steffi Bernecker klasse
KT verlor in der 1. Hälfte
VfL Oldesloe - Kaltenkirchner TS 23:18

In der ersten Halnzeit boten die Oldesloerinnen eine wahre Handball-Gala. Von einer überragenden Steffi Bernecker angetrieben, schafften es die Oldesloerinnen, sich zwischen der 13. und 25. Minute auf 9:4 abzusetzen. Beeindruckend auch die Kombination am Kreis, wo Dörte Knickrehm als Torschützin und als Zuspielerin eine gute Leistung bot.

Mit Beginn der 2. Halbzeit spielte Beate Stegemann dann auf ihrer angestammten Position. Doch um das Spiel zu kippen, reichte die KT-Maßnahme nicht mehr aus. Insgesamt war das Spiel zwar ausgeglichener, aber in der entscheidenden Phase konnte Oldesloe dank der gut aufgelegten und technisch versierten Stefanie Bernecker das Tempo immer wieder anziehen. Der VfL hatte eine gute Tagesform.
Sport Aktuell

 

Freitag, 18. September 1987

Die VfL-Damen rechnen sich auch bei BW Wittorf gute Gewinnchancen aus

(mth) Die Damen-Oberliga-Mannschaft des VfL Oldesloe, die so gut in die Saison 1987/88 gestartet ist, hat am Wochenende eine schwere, aber nicht unlösbare Auswärtsaufgabe. Die Truppe von Trainer Jörg Fischer tritt am Sonnabend um 16.30 Uhr bei Blau-Weiß Wittorf an.

Die Wittorferinnen liegen mit 4:2 Punkten zur Zeit in der schleswig-holsteinischen Oberliga auf dem vierten Platz und besitzen eine ausgeglichene Mannschaft, die aber von den Oldesloerinnen, wenn sie an die Leistung aus dem Spiel gegen TS Kaltenkirchen anknüpfen kann, zu schlagen sein müßte.

Das VfL-Team ist ja auf dem besten Wege, sich in der letzten Saison verloren gegangenes Terrain zurückzuerobern. So gut wie in der ersten Halbzeit am letzten Sonnabend hat in der Stormarnhalle schon lange keine VfL-Damenmannschaft mehr aufgetrumpft, und mit ähnlichen Leistungen werden sicher auch die vielen Handballfreunde in der Stormarner Kreisstadt als Zuschauer in die Halle zurückgeholt.

Zumal der gute Start von Andrea Hasenberg (inzwischen wieder Mannschaftsführerin) und Co. auch in der Tabelle seinen Niederschlag findet. Nach zweieinhalb Spieltagen – die Hälfte der Mannschaften hat bislang drei, die andere Hälfte erst zwei Spiele ausgetragen – sind in der schleswig-holsteinischen Oberliga nur zwei Mannschaften noch ohne Punktverlust, neben den Oldesloerinnen noch der TSV Neustadt.

Zusammen mit TS Kaltenkirchen, VfL Bad Schwartau II und dem SV Oldenburg wurden diese Teams ja auch von vornherein zum Favoritenkreis für diese Saison gezählt. Allerdings müssen die beiden verlustpunktfreien Teams zur Zeit noch hinter dem MTV Heide zurückstehen, der mit 5:1 Zählern die Tabelle anführt. Mal abwarten, ob auch die Dithmarscherinnen weiter in der Spitzengruppe mitmischen können. Ihr Spiel am Wochenende in Oldenburg wird darüber sicher schon Aufschluß geben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.9.1987

 

Sonnabend, 19. September 1987

VfL-Damen weiter ungeschlagen

(mth) Für die Handballmannschaften des VfL Oldesloe läuft es zur Zeit ganz flott. Die Oberliga-Mannschaft der Damen ist auch nach drei Spielen noch ungeschlagen und nimmt nach dem 12:12-Unentschieden bei Blau-Weiß Wittorf in der Tabelle zur Zeit den zweiten Rang hinter TSV Neustadt (6:0) ein. …

Die Oldesloer Damen begannen bei Blau-Weiß Wittorf in ähnlichem Stil, mit dem sie eine Woche zuvor TS Kaltenkirchen überfahren hatten. Das erste Tor in dieser Partie durch Stefanie Bernecker ließ zwar fünf Minuten auf sich warten, aber nach dem prompten Ausgleich, nur 60 Sekunden später, zog der VfL dann bis zur 11. Minute auf 5:1 davon.

Dieser hohe Vorsprung aber machte die Schützlinge von Trainer Jörg Fischer offensichtlich übermütig. Sie versuchten nun zu „zaubern“ und dieser Versuch ging gründlich daneben. Leichtfertige Ballverluste – nicht zuletzt bei übertrieben oft probierten Tempogegenstößen – waren die Folge und so kamen die Gastgeberinnen Tor um Tor näher. Nicht zuletzt geriet der VfL völlig aus dem Rhythmus, weil Spielmacherin Stefanie Bernecker in kurze Deckung genommen wurde und mit dieser „Sonderbewachung“ nicht fertig wurde.

Bis zur Pause war Wittorf schon auf 6:7 herangekommen. Auch nach dem Wechsel gab es beim VfL keine entscheidende Besserung mehr. Die Härte der Gastgeberinnen tat ein übriges, den Stormarnerinnen den Schneid abzukaufen, zumal die schwachen Schiedsrichter Laurichsen/Beyer (Itzehoe) in ihrem ersten Oberliga-Spiel dagegen nicht einschritten.

Besonders hart betroffen wurde von der Härte der Wittorferinnen Melanie Bernecker, die Mitte der zweiten Halbzeit nach einem üblen Foul mit dem Verdacht auf eine Gehirnerschütterung (der Verdacht bestätigte sich später gottlob nicht) das Spiel vorzeitig beenden mußte.

So geriet der VfL sogar noch ernsthaft in Gefahr, beide Punkte zu verlieren. In der 53. Minute gingen die Gastgeberinnen erstmals in Führung (11:10). Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich kassierte Anja Müller dann in der 58. Minute eine unnötige Zwei-Minuten-Strafe, so daß der VfL die letzten 120 Sekunden in Unterzahl agieren mußte.

Als dann eine Minute vor dem Abpfiff die Gastgeberinnen per Siebenmeter das 12:11 erzielten, schienen dem VfL in der Tat alle Felle davonzuschwimmen, aber Dörte Knickrehm markierte dann doch noch (ebenfalls per Siebenmeter) den Ausgleich.

Herausragende Spielerin beim VfL, dessen Chancenauswertung mangelhaft war, war Torhüterin Jeanine Hildebrand, ohne die es den Punktgewinn kaum gegeben hätte. Außerdem kamen noch Dörte Knickrehm (4 Tore, davon zwei verwandelte Siebenmeter), Melanie Bernecker (3), Stefanie Bernecker, Martina Gliewe (je 2), Anja Müller (1), Nicole Röhrs und Andrea Hasenberg zum Einsatz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.9.1987

Kurzmeldung:

Einzige Schleswig-Holsteinerin bei einem Schulungslehrgang der weiblichen B-Jugend in Essen vom 7. bis zum 10.Oktober wird Melanie Bernecker vom VfL Oldesloe sein.

 

Freitag, 25. September 1987

Die Damen und Herren des VfL wollen sich in der Spitzengruppe etablieren

(mth) Für die erste Damen und die erste Herrenmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe, die ja beide recht gut in die Saison gestartet sind, stehen am Wochenende wichtige Heimspiele an.

Die Oberliga-Mannschaft der Damen hat am Sonnabend um 16.45 Uhr den Oldenburger SV bei sich zu Gast. Die Ostholsteinerinnen zählen auch in dieser Saison – wie ja auch schon in den beiden letzten Jahren – zu den Mannschaften, die in der Tabelle weit oben erwartet werden. Sie waren mit 3:3-Punkten aus den ersten drei Spielen zwar nur mäßig gestartet. machten am letzten Wochenende mit einem glatten 16:10-Erfolg über den MTV Heide, mit dem sie die Dithmarscherinnen von der Tabellenspitze stürzten, aber deutlich, daß sie zu alter Spielstärke zurückgefunden haben.

Insbesondere auf die wurfgewaltige Beatrix Stengel wird die VfL-Abwehr ein besonderes Augenmerk richten müssen, will sie nicht vor eigenem Publikum eine unangenehme Überraschung erleben. Die Truppe von Trainer Jörg Fischer wird dabei an die Form anknüpfen müssen, die sie in ihrem ersten Heimspiel gegen TS Kaltenkirchen zeigte und mit der sie sich im Sturmlauf in die Herzen ihrer einstmals so großen Anhängerschaft zurückspielte.

Am letzten Wochenende bei Blau-Weiß Wittorf konnte die Truppe um Mannschaftsführerin Andrea Hasenberg ja nur knapp eine Viertelstunde an diese Leistung anknüpfen. Das reichte in Wittorf immerhin noch zu einem Auswärtsunentschieden, aber gegen die Oldenburgerinnen wird man sich schon längere Zeit konzentrieren müssen, will man weiter auf Erfolgskurs bleiben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.9.1987

 

Sonnabend, 26. September 1987

VfL-Handballerinnen weiterhin auf Erfolgskurs

In der zweiten Halbzeit spielte der VfL wie entfesselt und siegte nach 6:9-Rückstand

(mth) Die Damen-Handballmannschaft des VfL Oldesloe hält in der schleswig-holsteinischen Oberliga weiterhin Kontakt zur Tabellenspitze. Die Truppe von Trainer Jörg Fischer besiegte vor gut 250 Zuschauern in der Stormarnhalle den Oldenburger SV nach glänzender Steigerung in der zweiten Halbzeit mit 23:17 (6:9) und ist damit nach vier Spielen weiterhin ungeschlagen bei einem Punktekonto von 7:1.

Dabei zeigte die Mannschaft in der zweiten Halbzeit, die sie gleich mit 17:8 für sich entschied, eine so gute Leistung – vergleichbar der aus der ersten Halbzeit im ersten Saisonheimspiel gegen TS Kaltenkirchen –,daß man der Mannschaft ohne weiteres zutrauen darf, auf Dauer in der Oberliga-Spitzengruppe mitzuspielen. Auch der Gewinn des Meistertitels und damit ein erneutes Anklopfen an die Tür zur Regionalliga scheint keineswegs ausgeschlossen.

Allein dafür wird die Mannschaft nicht nur noch oft ähnliche Leistungen wie gegen Oldenburg vollbringen müssen. Sie müßte noch dazu das Glück haben, die ganze Saison von ernsthaften Verletzungen aller Stammspielerinnen verschont zu bleiben. Denn das konnte beim tollen Sieg gegen den SV Oldenburg – immerhin eine Mannschaft, die im oberen Tabellendrittel erwartet wird, auch wenn sie nun mit schon fünf Minuspunkten nach fünf Spielen zunächst einmal abgeschlagen ist – nicht übersehen werden: Trainer Jörg Fischer verfügt über einen derartig kleinen Kader, daß er den Ausfall auch nur einer Stammspielerin nicht wird verkraften können.

Gegen Oldenburg ließ er seine Stammformation praktisch durchspielen. Lediglich Nicole Röhrs kam zusätzlich noch zu einem Kurzeinsatz. Mit ihr wird sicher auch in Zukunft als vollwertiger Oberliga-Spielerin noch zu rechnen sein, und sie wird sicher bald auch häufiger und länger eingesetzt werden. Damit aber sind für den VfL-Coach dann auch schon jegliche Variationsmöglichkeiten erschöpft, sieht man einmal davon ab, daß hinter Stammhüterin Jeanine Hildebrand mit Martina Pusch und die hoffentlich bald wieder einsatzbereite Doris Ohlhöft noch zwei weiter Torhüterinnen auf ihren Einsatz warten.

Bleibt zu hoffen, daß vielleicht im Laufe der Saison noch die eine oder andere Spielerin zum VfL stößt, denn es wäre schade, wenn die Mannschaft durch Verletzungsausfälle um den Lohn ihres Kampfgeistes, ihres Fleißes und ihres spielerischen Könnens gebracht würde.

Die beiden ersten Tugenden nämlich hat die Mannschaft inzwischen offensichtlich für sich wiederentdeckt und spielerisch ist die Mannschaft so ausgeglichen besetzt, wie noch selten in ihrer Geschichte. Selbst in Glanzzeiten der Vergangenheit hat die Mannschaft ja eigentlich immer mehr von der Form und gelungenen Aktionen einzelner, denn von geschlossenem Mannschaftsspiel gelebt.

Zum Spiel: Bis zur Halbzeit sah es vor knapp 250 Zuschauern noch gar nicht nach einem Sieg der Oldesloerinnen aus. Die Oldenburgerinnen hatten offensichtlich die Berichte über das VfL-Spiel in der Vorwoche bei Blau-Weiß Wittorf genau studiert oder gar selbst dort vor Ort „spioniert“. Sie nahmen Oldesloes Spielmacherin Stefanie Bernecker von der ersten Minute an in „Manndeckung“ und damit gelang es ihr en, das Offensivspiel des VfL in den ersten 30 Minuten fast vollständig zu stoppen.

Da zusätzlich die VfL-Deckung noch die ersten 15 Minuten förmlich verschlief, geriet der Gastgeber stark ins Hintertreffen. 2:7 lautete der Rückstand für den VfL nach 15 Minuten und kaum einer in der Halle gab für die Stormarnerinnen noch einen Pfifferling. Danach wurde wenigstens die Abwehrarbeit der Oldesloerinnen aggressiver und konzentrierter, aber da vorne noch immer nicht viel zusammenlief, konnte die Mannschaft bis zur Pause nur auf 6:9 verkürzen.

Bei diesem Abstand blieb es auch im zweiten Durchgang noch acht Minuten (8:11 in der 38. Minute) lang. An der Wende waren dann die Oldenburgerinnen nicht unmaßgeblich beteiligt. In der ansonsten fairen Partie kassierten Beatrix Stengel und Andrea Korfmann binnen 60 Sekunden gleich zwei Zwei-Minuten-Strafen. Diese Überzahl nutzte der VfL prompt zum 11:11 Ausgleich (42. Minute), und einmal in Schwung zog er bis zur 45. Minute gleich auf 14:11 davon.

Insbesondere Martina Gliewe und Melanie Benecker waren nun nicht mehr zu stoppen und trafen aus allen Lagen. Zweimal (16:15 in der 51 und 17:16 in der 53. Minute kamen die nie aufsteckenden Oldenburgerinnen zwar noch ein Tor an den VfL heran, aber dann hatten sie bis zur Sekunde, als Annette Tamm noch einmal traf, Sendepause, während der VfL noch einnmal sechs Tore in Folge erzielte.

Mit neun Treffern – davon drei verwandelte Siebenmeter –, war Melanie Bernecker erfolgreichste VfL-Werferin, dicht gefolgt von Martina Gliewe, die siebenmal ins Schwarze traf. Dörte Knickrehm (3/1), Andrea Hasenberg (2), Anja Müller und Stefanie Bernecker teilten sich die restlichen Tore.

Im Tor konnte Jeanine Hildebrand phasenweise nicht an die gute Form der letzten Spiele anknüpfen, aber auch ihr steht natürlich mal ein schwächeres Spiel zu. Sie hat ja schon so manches Mal für ihre Mannschaft die Kastanien aus dem Feuer geholt, und es wird sie sicher reizen, solches zu wiederholen, wo sie nun weiß, daß ihre Kameradinnen es ihr mit „Retourkutschen“ an ihren schwächeren Tagen „vergelten“.

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.9.1987

 

28.9.1987 - Martina Gliewe in Top-Form
Andrea Korfmann war für den OSV zu wenig
VfL Oldesloe - Oldenburger SV 23:17

Ein Spiel mit zwei total unterschiedlichen Halbzeiten boten der Meister aus Oldenburg und der Tabellenzweite aus Oldesloe. Bereits Mitte der 1. Halbzeit führte der OSV deutlich mit 7:2 und schien einem sicheren Sieg entgegenzusteuern.

Doch in der zweiten Spielhälfte erwies sich die OSV-Maßnahme, Stefanie Bernecker mit Annette Tamm einen ständigen "Schatten" zuzulegen, als Eigentor. sie fehlte im Abwehrblock.

Diese Lücken wußte die an diesem Tage blendend aufgelegte Martina Gliewe gut zu nützen. So fiel die Entscheidung zwischen der 38. und 45. Minute, als der VfL dank einer großen kämpferischen Leistung aus einem 8:11 ein 14:11 machte. Zwar kam der OSV noch einmal auf 16:17 (53.Minute) durch Annette Tamm heran und auch Andrea Korfmann bemühte sich, noch einmal Druck zu machen. Doch die VfL-Abwehr stand jetzt sicher und der VfL nützte technische Fehler jetzt konsequent aus.
Sport Aktuell

28.09.1987
In der zweiten Halbzeit spielte der VfL wie entfesselt und siegte nach 6:9-Rückstand

Die Damenhandballmannschaft des VfL Oldesloe hält in der schleswig-holsteinischen Oberliga weiterhin Kontakt zur Tabellenspitze. Die Truppe von Trainer Jörg Fischer besiegte am Sonnabend vor gut 250 Zuschauern in der Stormarnhalle den Oldenburger SV nach glänzender Steigerung in der zweiten Halbzeit mit 23:17 (6:9) und ist damit nach vier Spielen weiterhin ungeschlagen bei einem Punktekonto von 7:1.

Dabei zeigte die Mannschaft in der zweiten Halbzeit, die sie gleich mit 17:8 für sich entschied, eine so gute Leistung - vergleichbar der aus der ersten Halbzeit im ersten Saisonheimspiel gegen TS Kaltenkirchen, daß man der Mannschaft ohne weiteres zutrauen darf, auf Dauer in der Oberliga-Spitzengruppe mitzuspielen. Auch der Gewinn des Meistertitels und damit ein erneutes Anklopfen an die Tür zur Regionalliga scheint keineswegs ausgeschlossen.

Allein dafür wird die Mannschaft nicht nur noch oft ähnliche Leistungen wie am Sonnabend vollbringen müssen. Sie müßte noch dazu das Glück haben, die ganze Saison von ernsthaften Verletzungen aller Stammspielerinnen verschont zu bleiben. Denn das konnte beim tollen Sieg gegen den SV Oldenburg - immerhin ein Mannschaft, die im oberen Tabellendrittel erwartet wird, auch wenn sie nun mit schon fünf Minuspunkten nach fünf Spielen zunächst einmal abgeschlagen ist nicht übersehen werden: Trainer Jörg Fischer verfügt über einen derartig kleinen Kader, daß er den Ausfall auch nur einer Stammspielerin nicht wird verkraften können.

Am Sonnabend ließ er seine Stammformation praktisch durchspielen. Lediglich Nicole Röhrs kam zusätzlich noch zu einem Kurzeinsatz. Mit ihr wird sicher auch in Zukunft als vollwertiger Oberligaspielerin noch zu rechnen sein, und sie wird sicher bald auch häufiger und länger eingesetzt werden. Damit aber sind für den VfL-Coach dann auch schon jegliche Variationsmöglichkeiten erschöpft, sieht man einmal davon ab, daß hinter Stammhüterin Jeanine Hildebrandt mit Martina Pusch und die hoffentlich bald wieder einsatzbereite - Doris Ohlhöft noch zwei weiter Torhüterinnen auf ihren Einsatz warten.

Bleibt zu hoffen, daß vielleicht im Laufe der Saison noch die eine oder andere Spielerin zum VfL stößt, denn es wäre schade, wenn die Mannschaft durch Verletzungsausfälle um den Lohn ihres Kampfgeistes, ihres Fleißes und ihres spielerischen Könnensebracht würde.

Die beiden ersten Tugenden nämlich hat die Mannschaft inzwischen offensichtlich für sich wiederentdeckt und spielerisch ist die Mannschaft so ausgeglichen besetzt, wie noch selten in ihrer Geschichte. Selbst in Glanzzeiten der Vergangenheit hat die Mannschaft ja eigentlich immer mehr von der Form und gelungenen Aktionen einzelner, denn von geschlossenem Mannschaftsspiel gelebt.

Zum Spiel am Sonnabend: Bis zur Halbzeit sah es vor knapp 250 Zuschauern noch gar nicht nach einem Sieg der Oldesloerinnen aus. Die Oldenburgerinnen hatten offensichtlich die Berichte über das VfL-Spiel in der Vorwoche bei Blau-Weiß Wittorf genau studiert oder gar selbst dort vor Ort „spioniert". Sie nahmen Oldesloes Spielmacherin Stefanie Bernecker von der ersten Minute an in „Manndeckung" und damit gelang es ihnen, das Offensivspiel des VfL in den ersten 30 Minuten fast vollständig zu stoppen.

Da zusätzlich die VfL-Deckung noch die ersten 15 Minuten förmlich verschlief, geriet der Gastgeber stark ins Hintertreffen. 2:7 lautete der Rückstand für den VfL nach 15 Minuten und kaum einer in der Halle gab für die Stormarnerinnen noch einen Pfifferling. Danach wurde wenigstens die Abwehrarbeit der Oldesloerinnen aggressiver und konzentrierter, aber da vorne noch immer nicht viel zusammenlief, konnte die Mannschaft bis zur Pause nur auf 6:9 verkürzen.

Bei diesem Abstand blieb es auch im zweiten Durchgang noch acht Minuten (8:11 in der 38. Minute) lang. An der Wende waren dann die Oldenburgerinnen beteiligt. In der ansonsten fairen Partie kassierten Beatrix Stengel und Andrea Korfmann binnen 60 Sekunden gleich zwei Zwei-Minuten¬Strafen. Diese Überzahl nutzte der VfL prompt zum 11:11-Ausgleich (42. Minute), und einmal in Schwung zog er bis zur 45. Minute gleich auf 14:11 davon.

Insbesondere Martina Gliewe und Melanie Benecker waren nun nicht mehr zu stoppen und trafen aus allen Lagen. Zweimal (16:15 in der 51. und 17:16 in der 53. Minute) kamen die nie aufsteckenden Oldenburgerinnen zwar noch ein Tor an den VfL heran, aber dann hatten sie bis zur letzten Sekunde, als Annette Tamm noch einmal traf, Sendepause, während der VfL noch einmal sechs Tore in Folge erzielte.

Mit neun Treffern - davon drei verwandelte Siebenmeter - war Melanie Bernecker erfolgreichste Vfl-Werferin, dicht gefolgt von Martina Gliewe, die siebenmal ins Schwarze traf. Dörte Knickrehm (3/1), Andrea Hasenberg (2), Anja Müller und Stefanie Bernecker teilten sich die restlichen Tore.

Im Tor konnte Jeanine Hildebrandt phasenweise nicht an die gute Form der letzten Spiele anknüpfen, aber auch ihr steht natürlich mal ein schwächeres Spiel zu. Sie hat ja schon so manches Mal für ihre Mannschaft die Kastanien aus dem Feuer geholt, und es wird sie sicher reizen, solches zu wiederholen, wo sie nun weiß, daß ihre Kameradinnen es ihr mit „Retourkutschen" an ihren schwächeren Tagen „vergelten

Stormarner Tageblatt

 

Freitag, 2. Oktober 1987

VfL-Damen auch in Kiel mit Chancen

(mth) Nach ihrer großartigen Leistung am letzten Wochenende gegen den Oldenburger SV – immerhin amtierender Meister in der schleswig-holsteinischen Oberliga –, mit der die Damen-Handballmannschaft des VfL Oldesloe sich an die Tabellenspitze der Klasse schob, rechnet sie sich nun auch im nächsten Auswärtsspiel eine gute Siegchance aus. Die Truppe von Trainer Jörg Fischer muß am Sonnabend um 19.30 Uhr bei der zweiten Mannschaft des KSV Holstein Kiel antreten.

Die Mannschaft aus der Landeshauptstadt darf von den Oldesloerinnen zwar nicht unterschätzt werden, aber wenn der VfL in Bestbesetzung antreten kann, und danach sieht es im Moment aus, wäre alles andere als ein Sieg der Oldesloerinnen eine Überraschung. Die Truppe hat sich nach dem Abstieg aus der Regionalliga, der ja mit einer höchst turbulenten und unruhigen Saison verbunden war, ja wirklich überraschend schnell wieder zu einer geschlossenen Einheit zusammengefunden und ist auf dem besten Wege, an frühere Glanzzeiten anknüpfen zu können.

Sorgen bereitet nur der außergewöhnlich kleine Kader, der dem Trainer zur Verfügung steht. Ausfälle darf sich die Mannschaft praktisch überhaupt nicht erlauben, und ob das eine ganze Saison lang gutgehen kann, ist doch sehr zweifelhaft. Aber vielleicht läßt sich ja auf diesem Gebiet in nahe Zukunft noch etwas bewegen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.10.1987

 

Sonnabend, 3. Oktober 1987

KSV Holstein Kiel II – VfL Oldesloe 17:15 (9:7)

VfL-Damen kassierten die erste Niederlage

(mth) … Die Damen-Oberliga-Mannschaft erlitt mit 15:17 bei der zweiten Mannschaft des KSV Holstein Kiel ihre erste Saisonniederlage und gab damit auch die Tabellenführung an die Mannschaft aus der Landeshauptstadt ab. Mit 7:3 Punkten – die Kielerinnen weisen 8:4 Zähler auf – liegt der VfL aber weiterhin zusammen mit dem TSV Neustadt am günstigsten im Rennen.

Die Oldesloerinnen konnten gegen die Überraschungsmannschaft aus Kiel nur in den ersten 15 Minuten das Spiel ausgeglichen gestalten. Dann dominierten die Kielerinnen doch ziemlich eindeutig. Überragend war dabei Rückraumwerferin Angelika Vogler, die mit zehn Toren den VfL fast im Alleingang „erschoß“ und von den Stormarnerinnen nie in den Griff zu kriegen war.

Die Kielerinnen dagegen schalteten die Geschwister Melanie und Stefanie Bernecker fast völlig aus, so daß im VfL-Rückraum nur Martina Gliewe Akzente setzen konnte. Sie allein hatte ihre gute Form vom Spiel gegen den SV Oldenburg konservieren können und war mit fünf Treffern (davon ein verwandelter Siebenmeter) auch erfolgreichste Oldesloer Werferin.

Die weiteren Treffer erzielten Melanie Bernecker (3/1), Dörte Knickrehm (3), Andrea Hasenberg (2), Anja Müller und Stefanie Bernecker. Außerdem kamen noch die Torhüterinnen Martina Pusch und Jeanine Hildebrand und Nicole Röhrs zum Einsatz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.10.1987

 

5.10.1987 - Kiel stellt VfL ein Bein!
Zehn Vogler-Tore besiegelten VfL-Niederlage
Holstein Kiel II - VfL Oldesloe 17:15

Nachdem die Kielerinnen bereits am letzten Wochenende in Schwartau überraschten, konnten sie diesmal auch dem VfL Oldesloe ein Bein stellen. Holstein ging nach ausgeglichenen 15 Minuten erstmals in Führung und diktierte von da an das Spiel. Der VfL konnte während der gesamten Spielzeit nur zweimal ausgleichen und nie die Führung übernehmen. Der Gastgeber war hervorragend auf den Gegner eingestellt, so konnten die Bernecker-Geschwistern fast völlig kaltgestellt werden und nur Martina Gliewe setzte Akzente im Spiel.

Vor allem die Kielerin Angela Vogler hatte einen sehr starken Tag erwischt, mit zehn Toren war sie erfolgreichste Werferin ihrer Mannschaft und konnte von der Gäste-Abwehr nie in den Griff bekommen werden.
Sport Aktuell

Sport Aktuell vom 3.11.1987

 

Kurzmeldung:

Einen hervorragenden Eindruck hinterließ die Oldesloerin Melanie Bernecker am vergangenen Wochenende auf einem DHB-Jugend-Lehrgang in Essen.

 

Freitag, 9. Oktober 1987

(mth) … Nur ein schmales Programm gibt es am Wochenende für die Handballmannschaften des VfL Oldesloe. In den Jugendklassen sind wegen der Herbstferien zur Zeit ohnehin keine Spiele angesetzt, und auch die Erwachsenenteams machen sich am Wochenende rar. So pausiert die Herren-Bezirksklassen-Mannschaft und das Spiel der Oldesloer Damen in der Oberliga ist auf einen Termin im November verlegt worden, weil Melanie Bernecker zu einem DHB-Lehrgang in Essen weilt. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.10.1987

 

17.10.1987

 

Freitag, 23. Oktober 1987

VfL-Damen pausieren wieder

(mth) Fast alle Handballmannschaften des VfL Oldesloe sind am Wochenende im Einsatz, nachdem es in den Herbstferien ja fast überhaupt keine Spiele gegeben hatte. Und alle Mannschaften des VfL, die am Sonnabend oder Sonntag zum Einsatz kommen, genießen Heimrecht in der Stormarnhalle. Pausieren muß allerdings erneut die Damen-Oberliga-Mannschaft. Vorgesehen war auch für sie ursprünglich ein Heimspiel – am Sonnabend um 16.45 Uhr gegen den MTV Heide –‚ aber da Jeanine Hildebrand zu einem Lehrgang des Schleswig-Holsteinischen Handballverbandes eingeladen wurde, ist nun auch dieses Spiel auf einen späteren Termin verschoben worden.

Es ist bereits die dritte Spielverschiebung, die der VfL in dieser Saison „erleidet“. Langsam aber sicher gerät die Truppe trotz ihrer hervorragenden Ausgangsposition – sie hat von allen Mannschaften ihrer Klasse mit Abstand die wenigsten Minuspunkte – gegenüber der Konkurrenz mehr und mehr ins Hintertreffen, zumal es ja ungewiß ist, wie sie denn die vielen Nachholspiele, durch die sie in eine ziemliche Terminhetze geraten wird, übersteht.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.10.1987

 

Freitag, 6. November 1987

VfL-Damen wieder mit einem Heimspiel

(mth) Nach langer, langer Pause stellt sich die Damen-Oberliga-Mannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe am Sonntag um 14.45 Uhr in der Stormarnhalle endlich wieder einmal mit einem Heimspiel ihrem eigenen Publikum vor. Bislang haben die Oldesloerinnen ja erst zwei Heimspiele absolvieren können. Drei weitere, die im Spielplan eigentlich vorgesehen waren, sind auf spätere Termine verschoben worden, weil Spielerinnen des VfL an Kadermaßnahmen des Landes-, Regional- oder Bundesverbandes teilnahmen. Da Trainer Jörg Fischer nur über einen sehr engen Spielerkreis verfügt, hat der VfL in allen diesen Fällen von seinem Recht Gebrauch gemacht, Verlegungen zu beantragen.

Neben dem Vorteil, nicht geschwächt in wichtige Spiele gehen zu müssen, hat das für den VfL natürlich auch den Nachteil mit sich gebracht, sich nun einer wahren Terminhetze unterziehen zu müssen.

Einbußen an Kraft und Kondition, die eine solche Terminhetze nach sich ziehen kann, sind am Sonntag gegen die zweite Mannschaft des VfL Bad Schwartau sicherlich noch nicht zu erwarten, wie es ja überhaupt um die Kondition der Oldesloerinnen bestens bestellt ist, trotz – oder wegen – der geringen Auswechslungsmöglichkeiten, die dem VfL-Coach zur Verfügung stehen. Wohl aber könnte sich natürlich mangelnde Spielpraxis gegen die Schwartauerinnen nachteilig bemerkbar machen. Die war ja auch beim Pokalsieg am letzten Sonntag beim Kreisrivalen Großensee unübersehbar. Da fehlten mit Anja Müller und Martina Gliewe allerdings auch gleich zwei Spielerinnen aus dem schmalen Stamm. Sind sie am Sonntag wieder dabei, hofft Jörg Fischer mit seiner Truppe wieder an die glänzenden Leistungen der beiden bisherigen Heimspiele anknüpfen zu können.

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.11.1987

 

Sonntag, 8. November 1987

20:19-Erfolg gegen VfL Bad Schwartau II

Die VfL-Handballdamen mußten um ihren Sieg bis zum Schluß zittern

(mth) Die Damen-Oberliga-Mannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe schrammte nur denkbar knapp am ersten Punktverlust in eigener Halle vorbei. 20:19 führte die Truppe von Trainer Jörg Fischer gegen die zweite Mannschaft des VfL Bad Schwartau in der Schlußminute, als eine Schwartauerin zwölf Sekunden vor dem Abpfiff frei am Wurfkreis zum Wurf kam.

Aber Doris Ohlhöft, die für die verhinderte Stammtorhüterin Jeanine Hildebrand 60 Minuten lang das Tor hütete, vollbrachte ihre mit Abstand beste Aktion in der Partie und parierte den Wurf mit glänzendem Reflex. So rettete sie ihrer Mannschaft den Sieg, nachdem sie zuvor ihre Nervosität in ihrem ersten Spiel in der Oberliga-Mannschaft nicht ganz hatte überspielen können. Insbesondere bei Würfen von den Außenpositionen sah sie nicht immer gut aus.

Das war auch einer der Gründe dafür, warum der VfL-Sieg bis zum Schluß in Gefahr war. In Rückstand gerieten die Stormarnerinnen während der gesamten Partie nie, aber es gelang ihnen auch nicht, sich vom Gegner zu lösen. Eine Vorentscheidung schien in der 44. Minute gefallen zu sein, als der VfL erstmals mit drei Toren (14:11) in Führung ging, aber die Schwartauerinnen kämpften sich bis zur 53. Minute wieder auf 15:16 heran.

Nur zwei Minuten später war der VfL erneut auf 18:15 (also wieder ein Drei-Tore-Vorsprung) davongezogen, aber die Entscheidung war damit – siehe oben – noch immer nicht gefallen. Ein Remis allerdings wäre für den Gast aus Schwartau auch reichlich schmeichelhaft gewesen, denn auf Gleichstand hatten sie zuletzt in der 14. Minute (4:4) mit dem VfL gelegen.

Erfolgreichste Werferin bei den Oldesloerinnen war wieder einmal Melanie Bernecker, die es auf acht Treffer (darunter ein verwandelter Siebenmeter) brachte. Einen Siebenmeter brachte auch Dörte Knickrehm bei ihren fünf Treffern im Netz unter, nachdem sie zuvor zwei Strafwürfe neben den Kasten gesetzt hatte. Auch das war sicher ein Grund dafür, warum der VfL so lange um den Sieg bangen mußte.

Ein weiterer lag schließlich darin, daß Martina Gliewe ihr Visier nicht richtig eingestellt hatte. Sie traf nur mit einem Doppelschlag in der 43./44. Minute, hatte ansonsten aber mit ihren Gewaltwürfen kein Glück. Sie wurde übertroffen von Nicole Röhrs, die gleich in der Anfangsphase drei Tore erzielte, darunter zwei herrliche Treffer von der Rechtsaußenposition.

Je einen Treffer steuerten Stefanie Bernecker und Mannschaftsführerin Andrea Hasenberg zum Sieg bei. Damit erschöpfte sich auch schon der Kreis der VfL-Spielerinnen. Alle sieben genannten Akteurinnen spielten voll durch, weil neben Jeanine Hildebrand auch Anja Müller nicht zur Verfügung stand. Maike Winkler und Susann Müller saßen nur für den Notfall auf der Bank, mußten aber nicht eingewechselt werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.11.1987

 

Freitag, 13. November 1987

VfL-Damen auch gegen TSV Neustadt favorisiert

(mth) Für die Damen-Oberliga-Mannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe geht es im Monat November Schlag auf Schlag. Am Sonnabend um 20 Uhr steht in der Stormarnhalle das Nachholspiel gegen den TSV Neustadt auf dem Programm und am Bußtag tritt sie in der dritten Runde des Pokalwettbewerbs auf Landesebene um 16.30 Uhr beim MTV Leck an.

In der Oberliga hat sich der VfL nach dem Abstieg aus der Regionalliga ja schnell wieder zurechtgefunden. Mit nur drei Minuspunkten steht die Mannschaft von allen Konkurrenten relativ am besten da. Allerdings ist die Truppe von Trainer Jörg Fischer mit Spielen gegenüber den Mitbewerbern um die führenden Plätze im Hintertreffen und rangiert deshalb zur Zeit auch nur auf dem vierten Platz.

Mit dem Spiel gegen den TSV Neustadt holt der VfL ein wenig von diesem Rückstand auf und hat bei einem Sieg vielleicht sogar die Chance, sich die Tabellenführung zu erobern.

Um die Neustädterinnen aber zu besiegen, wird die Truppe von Trainer Jörg Fischer eine konzentriertere Leistung als am letzten Wochenende zeigen müssen. Mutmaßlich kann der VfL-Coach für diese Partie wieder auf seine Stammtorhüterin Jeanine Hildebrand zurückgreifen und auch Anja Müller wird den kleinen Kader nach ihrem Urlaub wieder auffüllen. Damit sollten eigentlich die Voraussetzungen für ein gutes Abschneiden der Oldesloerinnen gegeben sein.

Lautstarke Unterstützung durch das Publikum aber würde dem VfL, der noch lange nicht wieder auf die frühere Zuschauerresonanz trifft, obwohl die Mannschaft mit Sicherheit nicht schlechter sondern eher besser als in der Vergangenheit spielt, sicher auch bei seinem Vorhaben, zwei weitere Punkte unter Dach und Fach zu bringen und die makellose Heimbilanz zu wahren, unterstützen.

STORMMARNER TAGEBLATT vom 13.11.1987

 

Sonnabend, 14. November 1987

Erste Heimniederlage in dieser Saison

Die VfL-Damen waren gegen den TSV Neustadt völlig chancenlos und unterlagen mit 12:18

(mth) Die Damen-Oberliga-Mannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe erlitt ihren ersten herben Rückschlag in dieser Saison in eigener Halle. Gegen den TSV Neustadt war die Truppe von Trainer Jörg Fischer 60 Minuten lang gänzlich von der Rolle und kassierte eine in jeder Beziehung verdiente 12:18 (5:7)-Niederlage.

Gegenüber dem Spiel eine Woche zuvor gegen die zweite Mannschaft des VfL Bad Schwartau, in dem trotz eines 20:19-Erfolges ja auch schon reichlich Sand im Getriebe war, hatte der VfL-Coach mit der wiedergenesenen Martina Pusch und der aus dem Urlaub zurückgekehrten Anja Müller immerhin zwei Spielerinnen mehr zur Verfügung – gegen Schwartau hatten ja sieben Spielerinnen volle 60 Minuten durchgespielt –, aber ein Verstärkung erwuchs der Mannschaft daraus beileibe nicht.

Dabei wurde der Torhüterposten, auf dem Stammtorhüterin Jeanine Hildebrand noch immer nicht wieder zur Verfügung stand, der Mannschaft kaum zum Verhängnis. Doris Ohlhöft zeigte sich bei Würfen von den Außenpositionen gegenüber der Vorwoche erheblich verbessert, war ansonsten zwar nicht in überragender Form, spielte aber doch so solide, daß 60 Minuten lang kein Grund bestand, sie gegen Martina Pusch auszutauschen.

Überhaupt war es weniger die Deckungsarbeit, an der die Stormarnerinnen scheiterten. Zwar taten sich gelegentlich Lücken in der VfL-Abwehr auf, und man hatte streckenweise ziemliche Schwierigkeiten, die baumlange achtfache Torschützin der Neustädterinnen, Magret Holst, zu neutralisieren, aber die 18 Gegentore wären sicher zu verschmerzen gewesen, hätten die Oldesloerinnen nicht im Angriff total versagt.

Das fing schon im Aufbauspiel an, wo dem VfLzahlreiche eklatante Fehlpässe (Anja Müller) unterliefen, die natürlich regelmäßig Ballverluste mit sich brachten. Und das Angriffsspiel der Schützlinge von Trainer Jörg Fischer verdiente sich diesen Namen überhaupt nicht. Da fehlte es praktisch an allem. Die Mannschaft spielte einfallslos und statisch, ließ jegliches Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen am Kreis vermissen und auch mit den Würfen der Oldesloerinnen war kein Staat zu machen.

Dazu stand den Stormarnerinnen eine glänzende Gäste-Torhüterin entgegen, die aber auch von den VfLerinnen mit für sie dankbaren Würfen „warm“ geschossen wurde. In der ersten Halbzeit brachte der VfL nur ein Feldtor zustande. Das erzielte Martina Gliewe in der 14. Minute zum 3:2.

Es sollte die letzte Führung für die Gastgeberinnen in diesem Spiel sein, denn auch bei Siebenmetern, mit denen Dörte Knickrehm ihre Mannschaft mit 1:0 und 2:1 in Führung gebracht hatte, klappte nun kaum noch etwas. Bis zum Schluß verwarf Dörte Knickrehm noch drei weitere Siebenmeter, und auch Melanie Bernecker konnte einen ihrer drei Strafwürfe nicht im Tor unterbringen.

Die Entscheidung gegen den VfL fiel praktisch in den ersten vier Minuten nach der Halbzeit, als die Truppe in Überzahl (zwei Hinausstellungen für die Neustädter Spielerinnen kurz nacheinander) nicht etwa etwas vom 5:7-Pausenrückstand aufholen konnte, sondern mit 6:9 sogar noch deutlicher ins Hintertreffen geriet.

Noch deprimierender das Abschneiden der Oldesloerinnen beim nächsten Überzahlspiel zwischen der 36. und 38. Minute, bei dem der Vorsprung der Gäste von 9:7 auf 11:7 wuchs. Auch bei zwei weiteren Zeitstrafen der Gäste – gegen den VfL gab es nicht einzige – kassierte der VfL trotz der Überzahl je einen Treffer.

Das spricht natürlich nicht gerade für die VfL-Abwehr, auch wenn bei ihr sicher nicht – siehe oben – die Schuld für die Niederlage lag. Bei dieser Misere war es natürlich kein Wunder, daß die Gäste ihren Vorsprung immer weiter ausbauen konnten.

Ihren höchsten Stand erreichte er zwei Minuten vor dem Abpfiff mit 18:10, ehe Stefanie Bernecker und Dörte Knickrehm das Ergebnis noch etwas abmildern konnten. Sie waren am Ende auch mit 5/2 (Knickrehm) und 3/1 (Stefanie Bernecker) noch die erfolgreichsten Torwerferinnen beim VfL, für den außerdem noch Martina Gliewe (2) und Melanie Bernecker (2/2) trafen. Andrea Hasenberg, Nicole Röhrs und Anja Müller gingen leer aus.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.11.1987

Freitag, 20. November 1987

(mth) … Doris Ohlhöft wird mutmaßlich auch am Sonntag um 16.30 Uhr im nächsten Oberliga-Punktspiel bei FT Neumünster 60 Minuten lang durchspielen müssen, denn Stammtorhüterin Jeanine Hildebrand steht nach ihrer Erkrankung noch immer nicht zur Verfügung. Sollte der VfL an die gute Leistung der ersten Halbzeit in Leck anknüpfen können, müßte er auch in Neumünster eine gute Siegchance haben. Das Spiel hat nicht zuletzt dadurch einen besonderen Reiz, weil bei den Mittelholsteinerinnen Anke Petersen das Tor hütet, die in der letzten Saison ja noch Mannschaftsführerin beim VfL war.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.11.1987

 

Sonntag, 22. November 1987

VfL-Damen mußten um ihren 18:17-Sieg unnötig zittern

(mth) Die Damen-Oberliga-Mannschaft des VfL Oldesloe holte bei FT Neumünster einen 18:17-Erfolg und schob sich damit wieder näher an die Tabellenspitze heran – zusammen mit Spitzenreiter TSV Neustadt hat die Truppe von Trainer Jörg Fischer die wenigsten Minuspunkte in der Klasse –, aber die Spielerinnen um Mannschaftsführerin Andrea Hasenberg mußten um diesen doppelten Punktgewinn lange unnötig zittern.

Eigentlich war das Spiel für die Stormarnerinnen schon nach 20 Minuten so gut wie gewonnen. Der VfL hatte bis zu diesem Zeitpunkt an seine gute Leistung beim Pokalsieg am Bußtag in Leck anknüpfen können und führte deutlich mit 9:3. Dann aber stach die Oldesloerinnen offensichtlich der Hafer. Sie schlossen nun ihre Angriffe wieder einmal viel zu früh und hastig ab und innerhalb von fünf Minuten waren die Neumünsteranerinnen auf 7:9 herangekommen. Mit einem Siebenmeter konnte Dörte Knickrehm dann noch auf 10:7 erhöhen, aber bis zur Pause war die FT beim Stande von 9:10 wieder auf Tuchfühlung mit dem VfL.

Auch in der zweiten Halbzeit hatte der VfL wieder den besseren Start. Als die Mannschaft nach 43 Minuten mit 14:11 führte deutete erneut alles auf einen Sieg des Gastes hin, aber wieder ließ sich die Truppe innerhalb kurzer Zeit den Vorsprung abjagen. Nach dem 14:14 in der 48. Minute konnte keine Mannschaft mehr um mehr als einen Treffer davonziehen. Das Remis schien besiegelt, als FT Neumünster 50 Sekunden vor Schluß zum 17:17 ausglich und der VfL beim folgenden Angriff den Ball „verdaddelte“. Aber die Schiedsrichter hatten dabei ein Fußspiel der Gastgeberinnen gesehen und so blieb der VfL In Ballbesitz und Dörte Knickrehm konnte 13 Sekunden vor Spielschluß mit ihrem einzigen Feldtor zum Siegtreffer einwerfen.

Erfolgreichste Oldesloer Torwerferin war Melanie Bernecker mit fünf Treffern, darunter ein verwandelter Siebenmeter. Es folgten Stefanie Bernecker (4), Dörte Knickrehm (4/3), Martina Gliewe, Nicole Röhrs (beide 2) und Andrea Hasenberg. Anja Müller, die als siebente Feldspielerin eingesetzt wurde, ging leer aus. Im Tor bot Doris Ohlhöft, die unter anderem zwei Siebenmeter hielt, erneut eine gute Leistung. Zwei Siebenmeter konnte auch die Ex-Oldesloerin Anke „Schlappi“ Petersen im Tor der Neumünsteranerinnen halten. Sie steigerte sich gegen ihre ehemaligen Mannschaftskameradinnen nach schwachem Start erheblich, konnte aber die Niederlage ihrer neuen Mannschaft auch nicht verhindern.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.11.1987

 

Freitag, 27. November 1987

(mth) Nur ein kleines Programm gibt es am Wochenende für die Handballmannschaften des VfL Oldesloe. Eine Pause macht auch die Damen-Oberliga-Mannschaft, weil Melanie Bernecker an Auswahlspielen in Lüneburg teilnimmt. Deshalb ist das bereits einmal verschobene Heimspiel der VfL-Damen gegen die zweite Mannschaft des Bundesligisten SG Jarp-lund/Weding erneut verlegt worden. Diese Partie wird nun erst im kommenden Jahr ausgetragen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.11.1987

 

Freitag, 4. Dezember 1987

VfL für zwei Punkte gut

(mth) Vor einer eher leichten Aufgabe steht am Wochenende die Damen-Oberliga-Mannschaft des VfL Oldesloe. Am Sonnabend um 16.45 Uhr ist der Tabellenvorletzte TSV Krem-perheide Gegner der Truppe von Trainer Jörg Fischer in der Stormarnhalle.

Da die beiden Mannschaften, die unmittelbar vor den Oldesloern in der Tabelle rangieren – KSV Holstein Kiel II und der TSV Munkbrarup – direkt aufeinandertreffen und sich gegenseitig Punkte abnehmen, könnten die Stormarnerinnen mit einem Sieg mindestens vom vierten auf den dritten Tabellenplatz vorrücken. Gibt es in Munkbrarup ein Unentschieden, würde sogar der zweite Rang für die Oldesloerinnen winken.

Nach Minuspunkten liegen die Spielerinnen um Mannschaftsführerin Andrea Hasenberg ja ohnehin zusammen mit Spitzenreiter TSV Neustadt ja am besten im Rennen, so daß ein direkter Aufstieg der Mannschaft in die Regionalliga noch immer möglich erscheint.

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.12.1987

 

Sonnabend, 5. Dezember 1987

Die VfL-Damen machten es beim 20:18-Sieg wieder unnötig spannend

(mth) Die Damenmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe ist seit dem Wochenende in der schleswig-holsteinischen Oberliga wieder die Mannschaft mit den wenigsten Verlustpunkten. Die Truppe von Trainer Jörg Fischer selbst schlug in der Stormarnhalle den TSV Kremperheide mit 20:18 und profitierte von einem Punktverlust des Spitzenreiters TSV Neustadt, der sich gegen den SV Oldenburg mit einem 14:14-Unentschieden zufrieden geben mußte. Die Oldesloerinnen, die mit ausgetragenen Spielen ihren Konkurrenten gegenüber im Rückstand sind, konnten zwar noch nicht wieder die Tabellenführung übernehmen, aber sie liegen nun schon wieder auf dem dritten Rang. Außer dem TSV Neustadt (bei ihm müssen die Stormarnerinnen am kommenden Wochenende zum Schlagerspiel der Klasse antreten) rangiert auch der TSV Munkbrarup vor dem VfL, der allerdings schon drei Minuspunkte mehr auf seinem Konto hat, als die Truppe um Mannschaftsführerin Andrea Hasenberg.

Das Spiel in der Stormarnhalle machte der VfL sich gegen den Tabellenvorletzten wieder einmal selbst unnötig schwer. Die Mannschaft führte schon zur Halbzeit mit 12:8 und schien, da der abstiegsgefährdete Gast spielerisch wenig bot, einem deutlichen Sieg zuzustreben. Bis zur 52. Minute sah es auch so aus, denn bis zu diesem Zeitpunkt führten die Oldesloerinnen mit 17:12, ohne daß sie deswegen Bäume ausgerissen hätten.

Dann aber ließen die Stormarnerinnen die Zügel schleifen und urplötzlich kam der TSV Kremperheide, der nie aufsteckte und kämpferisch überzeugte, immer dichter an den VfL heran. Brenzlig wurde es, als die Gäste in der 59.Minute bis auf 17:18 herangekommen waren. Selbst das 19:17 von Melanie Bernecker war noch nicht die endgültige Entscheidung, denn TSV Kremperheide kam im Gegenzug schnell wieder auf 18:19 heran und durfte die letzten Sekunden des Spiels in Überzahl spielen. Melanie Bernecker, mit fünf Feldtoren erfolgreichste Oldesloer Werferin aus dem Spiel heraus, aber behielt trotz Unterzahl die Nerven und setzte den 20:18-Schlußpunkt.

Übertroffen in der Anzahl der Treffer wurde die jüngerere der beiden Bernecker-Schwestern noch von Dörte Knickrehm, zu deren sechs Toren fünf verwandelte Siebenmeter zählten. Andrea Hasenberg, Martina Gliewe (je 3), Nicole Röhrs, Anja Müller und Stefanie Bernecker (je 1) erzielten die weiteren VfL-Treffer, womit alle eingesetzten Feldspielerinnen zu Torerfolgen kamen. Im Tor bot Jeanine Hildebrand bei ihrem ersten Einsatz nach längerer Verletzungspause eine gute Leistung.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.12.1987

 

 

Melanie Berneckers Tore entschieden gegen den TSV
Oldesloer Handball-Damen wieder Tabellenführer in der Oberliga

Durch einen knappen 20:18-(12:8)-Erfolg gegen den TSV Kremperheide festigten die Handball-Damen des VfL Oldesloe vor nur 60 Zuschauern ihren Spitzenplatz in der Oberliga. Dank des Punktverlustes von Neustadt gegen Oldenburg schoben sich die Stormarnerinnen wieder auf Platz eins

Mit der wiedergenesenen Torfrau Jeanine Hildebrandt als sicherem Rückhalt begann die Partie gegen den Abstiegskandidaten wie erwartet. Der VfL machte vor allem über die vor Spielwitz nur so glänzende Melanie Bernecker Druck. Nach einem und 3:3 (18.) setzten sich die VfL-Mädchen auf 7:3 (24.) ab, bis zur Pause hieß es schon 12:8.

Nach dem Wiederanpfiff setzten die VfLerinnen ihre lockere und unbekümmerte Spielweise fort. Gedämpft wurde diese jedoch von der sehr großen Härte, die der TSV in der Abwehr am Kreis ins Spiel brachte und unter der insbesondere die beiden VfL-Kreisläuferinnen Andrea Hasenberg und Dörte Knickrehm zu leiden hatten. Aber auch technische Fehler schlichen sich nun ins VfL-Spiel ein. So kam es, daß der VfL seinen Vorsprung abgeben mußte, vom 18:13 ind der 53. Minute kamen die TSVerinnen noch einmal auf 17:18 heran (59.). Doch Melanie Bernecker bewies auch in dieser angespannten Situation erneut Nervenstärke. Eine Minute vor dem Abpfiff erzielte sie mit einem scharfen Wurf aus dem Rückraum das 19:17. Zwar gelang dem TSV, der jetzt in den Schlußsekunden und in Überzahl mit einer offenen Deckung agierte, schon im direkten Gegenzug der 18:19-Anschlußtreffer, aber das letzte Wort hatte erneut Melanie Bernecker. Auch mit einer offenen Deckung war sie nicht zu bremsen: Zehn Sekunden vor dem Abpfiff ließ sie drei Gegenspielerinnen ganz einfach aussteigen und markierte das 20:18. Damit war das Spiel endgültig entschieden.

VfL-Trainer Jörg Fischer konnte tief durchatmen, der Sieg war unter Dach und Fach, aber seine nervliche Substanz war erneut voll und ganz gefordert. Am kommenden Wochenende beginnt bereits die Rückrunde in der Oberliga. Dann muß der VfL Oldesloe zum TSV Neustadt reisen. Hier könnten schon die Weichen in Richtung Meisterschaft gestellt werden, für den VfL als auch für die TSV.

Der VfL Oldesloe spielte mit Jeanine Hildebrandt, Nicole Röhrs (1), Andrea Hasenberg (3), Melanie Bernecker (5), Anja Müller (1), Martina Gliewe (3), Dörte Knickrehm (6/5), Stefanie Bernecker (1)

 

Freitag, 11. Dezember 1987

Gelingt den VfL Damen in Neustadt die Revanche?

(mth) Ein Schlüsselspiel steht am Wochenende für Oberliga-Mannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe auf dem Programm. Die Truppe von Trainer Jörg Fischer tritt am Sonnabend um 16.45 Uhr beim Spitzenreiter TSV Neustadt an. Gegen den gleichen Gegner kassierten die Stormarnerinnen erst vor wenigen Wochen eine bittere 12:18-Heimniederlage.

Noch selten hat man die Oldesloerinnen in den letzten Jahren in eigener Halle so chancenlos wie gegen die Neustädterinnen gesehen. Dabei verlor der VfL das Spiel ganz klar im Angriff. Die Ostholsteinerinnen nahmen in dieser Partie VfL-Spielmacherin Stefanie Bernecker von der ersten Minute an in kurze Deckung und damit konnten sich die Stormarnerinnen 60 Minuten lang nicht anfreunden.

So deprimierend die Niederlage gegen den Mitkonkurrenten um den Meistertitel aber auch ausgefallen war, mutlos hat sich die Oldesloer Truppe dadurch nicht machen lassen. Im Gegenteil: Die Mannschaft hat seither alle ihre Spiele gewonnen und ist in der Klasse nun schon wieder allein die Mannschaft mit den wenigsten Minuspunkten, auch wenn sie wegen einiger Spielrückstände zur Zeit nur auf den dritten Platz rangiert.

Dem Spiel in Neustadt kommt gerade in dieser Tabellensituation besondere Bedeutung zu. Der Sieger dieses Spiels hat in jedem Fall beste Aussichten, auch am Saisonende in der Tabelle ganz oben zu stehen. Klar, daß sich die Oldesloerinnen deshalb morgen ganz besonders ins Zeug legen werden. Sie wollen schließlich nicht nur in der Tabelle ganz weit nach oben kommen, sie wollen auch für die Niederlage gegen den gleichen Gegner Revanche nehmen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.12.1987

 

Sonnabend, 12. Dezember 1987

19:21: Die VfL-Damen unterlagen dem TSV Neustadt erneut

(mth) Die Oberliga-Mannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe kann in dieser Saison gegen den TSV Neustadt, den vermeintlichen Hauptrivalen im Kampf um den Meistertitel, einfach nicht gewinnen. Wenige Wochen nach der blamablen 12:18-Heimniederlage sahen die Oldesloerinnen im Rückspiel in Neustadt zwar wesentlich besser aus, aber am Ende gewannen die Ostholsteinerinnen doch mit 21:19.

Für die VfL-Damen aber muß trotz dieser Niederlage noch lange nicht Hopfen und Malz verloren sein. Sie sind zunächst zwar vom dritten auf den sechsten Tabellenplatz zurückgefallen, aber wenn sie ihre beiden Nachholspiele gewinnen sollten, lägen sie nur einen Zähler hinter den Neustädterinnen zurück und die Saison ist ja noch lange nicht beendet.

Das Spiel in Neustadt stand 40 Minuten lang auf des Messers Schneide. 13:13 stand es bis zu diesem Zeitpunkt und vorher hatte sich keine der beiden Mannschaften je vom Gegner absetzen können. Dann aber machte sich das größere Spielerinnenkontingent bei den Neustädterinnen bemerkbar. Sie zogen innerhalb weniger Minuten auf 19:15 davon und diesem Rückstand liefen die VfL-Damen trotz großen Kampfgeistes vergeblich hinterher.

Überragende Werferin beim VfL war einmal mehr Melanie Bernecker mit acht Treffern, darunter auch drei verwandelte Siebenmeter. Ihr am nächsten kam ihre Schwester Stefanie mit vier Toren. Andrea Hasenberg, Anja Müller, Dörte Knick-rehm (je 2) und Martina Gliewe teilten sich die restlichen Tore. Außerdem kamen noch Nicole Röhrs und die beiden Torhüterinnen Jeanine Hildebrand und Doris Ohlhöft zum Einsatz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.12.1987

 

Freitag, 18. Dezember 1987

 

Gleich zwei Spiele für die Oldesloer Oberligamannschaft

(mth) Eine Winterpause gibt es bei den Handballern aus verständlichen Gründen nicht. Wohl aber wird in der Regel über Weihnachten und Neujahr zumeist eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Das gilt in diesem Jahr für die Ober liga-Mannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe ganz und gar nicht.

Im Gegenteil: Die Truppe von Trainer Jörg Fischer ist rund um das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel besonders gefordert, was seine Ursache darin hat, daß die Mannschaft in der Punktrunde noch Nachholspiele zu bestreiten hat und dazu noch im Pokalwettbewerb engagiert ist, in dem sie in der nächsten Runde (1.Runde auf Regionalebene) mit der SG Union Hamburg/Bramfeld auf einen „alten Bekannten“ aus der Regionalliga trifft.

An diesem Wochenende müssen die Oldesloerinnen gleich zwei Spiele bestreiten. Bereits heute um 20.15 Uhr ist in der Stormarnhalle die zweite Mannschaft der SG Jarplund/Weding/Adelby Gast des VfL. Gegen den Tabellenletzten, auf den sie in dieser Saison bislang noch nicht getroffen ist – es handelt sich um ein Nachholspiel – rechnen die Stor-marnerinnen natürlich ganz fest mit dem Gewinn zweier Punkte. Die Mannschaft hofft dabei, schnell für klare Verhältnisse sorgen zu können, um, wenn irgend möglich, einen Sieg im Schongang über die Zeit zu bringen.

Die Mannschaft, die ja nur über einen sehr kleinen Kader verfügt, muß nämlich, bereits am Sonntag um 14.45 erneut ran. Dann genießt sie – wiederum in der Stormarnhalle – Heimrecht gegen die zweite Mannschaft des KSV Holstein Kiel. Gegen diesen Gegner haben die VfLerinnen etwas gut zu machen, denn beim Hinspiel in der Landeshauptstadt kassierten sie ihre erste Saisonniederlage. Das war allerdings zu Zeiten, als die Kielerinnen noch in der Spitzengruppe der Klasse mitmischten. Inzwischen sind sie ins Tabellenmittelfeld zurückgefallen und drohen gar noch in den Abstiegsstrudel zu geraten. Leicht also wird es für die Oldesloerinnen um Mannschaftsführerin Andrea Hasenberg am Wochenende nicht werden. Holt sich die Mannschaft aber aus diesen beiden Spielen vier Punkte, würde sie auf den zweiten Tabellenplatz vorstoßen mit nur einem Punkt Abstand zu Spitzenreiter. Dann könnte sie mit großer Zuversicht in das neue Jahr gehen, das für sie am 2. Januar mit einem weiteren Heimspiel gegen den MTV Heide beginnt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.12.1987

 

Freitag, 18. Dezember 1987

VfL Oldesloe – SG Jarplund/Weding/Adelby II 24:23

(mth) … Im Spiel gegen Schlußlicht Jarplund/Weding/Adelby II drohten dem VfL alle Felle davonzuschwimmen. Dabei hatte alles planmäßig für die Oldesloerinnen angefangen. 14:8 führte die Mannschaft bis zur Halbzeit, wobei sie eine solide Leistung geboten hatte ohne dabei Bäume auszureißen. Als dann Anja Müller, die mit sechs Toren zusammen mit Melanie Bernecker erfolgreichste Werferin im VfL-Team war, in der 34.Minute gar auf 15:8 erhöhte, schien die Partie endgültig gelaufen zu sein.

Dann aber verloren die Oldesloerinnen von einer Sekunde zur anderen völlig ihre spielerische Linie, Elf Minuten lang blieb die Mannschaft nun ohne Torerfolg und da in dieser Zeit auch in der Deckung nichts klappte, war man durch neun Gäste-Tore in Folge unversehens mit 15:17 in Rückstand geraten. Danach kennzeichnete dann nur noch Hektik das Oldesloer Spiel. Bis zur 48. Minute glich man zwar wieder aus, aber dann zogen die Gäste bis zur 53. Minute sogar auf 20:17 davon und da der VfL die folgenden zwei Minuten in Unterzahl agieren mußte (Zwei-Minuten-Strafe für Anja Müller) schien die Partie verloren.

Ausgerechnet in Unterzahl aber kam der VfL dann bis auf einen Treffer an den Gegner heran und in einer dramatischen Schlußphase – allein in den letzten 60 Sekunden fielen hüben und drüben noch fünf Treffer – hatte der VfL schließlich mit 24:23 die Oberhand, wobei das Siegtor von Dörte Knickrehm fünf Sekunden vor Schluß fiel. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.12.1987

 

Sonntag, 20. Dezember 1987

VfL Oldesloe – Holstein Kiel II 16:17 (9:10)

(mth) … Gegen die zweite Mannschaft des KSV Holstein Kiel, gegen die man ja auch schon das Hinspiel verloren hatte, führten die Oldesloerinnen nur knapp eine Viertelstunde lang. Als die Kielerinnen dann aber einen 3:5-Rückstand egalisierten und ihrerseits in Führung gingen, übernahmen die Gäste vollständig das Kommando. Bis zur Halbzeit (9:10) konnten die VfLerinnen ihren Rückstand noch knapp halten, dann aber zogen die Kielerinnen unaufhaltsam davon. 17:12 führten sie nach 49 Minuten und niemand gab mehr einen Pfifferling für den VfL. Aber die Mannschaft gab noch nicht auf. Sie blieb nun bis zum Schlußpfiff ohne weiteren Gegentreffer, aber zu einem Punktgewinn oder gar einem Sieg reichte es nicht mehr. 17:16 lautete der Endstand für die Kielerinnen und niemand konnte am Ende sagen, die Gäste aus der Landeshauptstadt hätten unverdient gewonnen. Mit sieben Treffern war Dörte Knickrehm in diesem Spiel erfolgreichste VfL-Werferin, wobei sie auch fünf von sechs Siebenmetern verwandelte. Ihr am nächsten kam noch Stefanie Bernecker mit drei Treffern. Anja Müller, Martina Gliewe und Melanie Bernecker brachten es auf je zwei Tore. Andrea Hasenberg, gegen Jarplund noch fünfmal erfolgreich, ging ebenso wie Nicole Röhrs leer aus. Im Tor wechselten sich Jeanine Hildebrand, die nach ihrer langen Verletzung noch bei weitem nicht in Bestform ist, und Doris OhIhöft – auch gerade erst von einer Verletzung kuriert – ab.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.12.1987

 

Montag, 21. Dezember 1987

Die Hoffnungen der VfL-Damen sind auf ein Minimum gesunken

mth. – Die Chancen der Oberliga-Mannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe, in dieser Saison den Meistertitel in der schleswig-holsteinischen Oberliga zu erringen und damit gleich im ersten Anlauf den Wiederaufstieg in die Regionalliga anzupeilen, sind am letzten Wochenende des Jahres 1987 auf ein Minimum gesunken. Die Truppe von Trainer Jörg Fischer hatte am Freitag und am Sonntag ja gleich zwei Spiele in eigener Halle zu bestreiten und aus diesen beiden Spielen hätte die Mannschaft alle vier Punkte holen müssen, hätte sie zu Tabellenführer TSV Neustadt nach Pluspunkten aufschließen und den Abstand nach Minuspunkten nicht zu groß werden lassen wollen. Aber es sind dann unter dem Strich nur zwei Punkte herausgesprungen. Am Freitagabend gelang gegen Schlußlicht SG Jarplund/Weding/Adelby II zwar noch ein mühevoller 24:23-Erfolg, aber am Sonntag unterlagen die Oldesloerinnen dann der zweiten Mannschaft des KSV Holstein Kiel mit 16:17. Damit dürften sich alle Hoffnungen der VfLerinnen erledigt haben, denn drei Punkte Rückstand gegenüber den Neustädterinnen werden kaum noch aufzuholen sein, zumal die direkten Duelle mit den Ostholsteinerinnen schon abgeschlossen sind. Aber der mutmaßliche Verlust der Meisterschaftschancen ist für die VfL-Damen gewiß kein Beinbruch. Bei dem dünnen Kader, über den die Mannschaft zur Zeit verfügt, käme ein sofortiger Wiederaufstieg in die Regionalliga mit Sicherheit zu früh. Den kann man sicherlich für die nächste Saison anpeilen, wenn es denn gelingt, den jetzigen Mannschaftsstamm vollständig zu behalten und einige neue Spielerinnen dazu-zugewinnen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.12.1987

 

Mittwoch, 30. Dezember 1987

Keine Pause vergönnt

Die VfL-Damen haben den MTV Heide am Sonnabend zu Gast

(mth) Der Oberliga-Mannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe ist in diesem Jahr auch über Weihnachten und den Jahreswechsel keine Pause im Pflichtspielprogramm vergönnt. Während alle anderen Mannschaften der Abteilung am ersten Wochenende des neuen Jahres noch pausieren dürfen, muß die Truppe von Trainer Jörg Fischer am 2. Januar erneut ran, Gegner der Oldesloerinnen ist der MTV Heide.

In diesem Nachholspiel – zum ursprünglich vorgesehenen Termin (24. Oktober) hatte die Partie nicht stattfinden können, weil Spielerinnen des VfL zu Lehrgängen auf Landes- und Regionalebene eingeladen waren – geht es um den zweiten Tabellenplatz in der schleswig-holsteinischen Oberliga hinter dem souveränen Spitzenreiter TSV Neustadt. Die Oldesloerinnen mußten im letzten Spiel des alten Jahres mit der 16:17-Niederlage gegen KSV Holstein Kiel II mutmaßlich ihre letzten Hoffnungen auf den Gewinn des Meistertitels begraben. Das ist von der Mannschaft natürlich schmerzlich aufgenommen worden, objektiv gesehen aber sicher kein Beinbruch.

Meisterschaft und Aufstieg kämen für die junge Oldesloer Truppe, die ja an erheblicher Personalknappheit „krankt“, in dieser Saison sicherlich zu früh. Einen Platz im oberen Tabellendrittel aber strebt die Truppe von Trainer Jörg Fischer dennoch an. Ein Sieg gegen den MTV Heide, der neben dem TSV Munkbrarup und dem SV Oldenburg zusammen mit dem VfL zu den Anwärtern auf den Platz hinter den Neustädterinnen zählt, käme für die Zielsetzung naturgemäß sehr gelegen. Gegenüber den beiden letzten Spielen aber werden sich Spielerinnen um Mannschaftsführerin Andrea Hasenberg für einen doppelten Punktgewinn erheblich steigern müssen.

Das Spiel beginnt Sonnabend wegen des Hallenturniers der VfL-Fußballer am Nachmittag erst um 20 Uhr. Es ist für die VfL-Damen nicht zuletzt deshalb von besonderem Interesse, weil es eine Woche später an gleicher Stelle in der ersten Pokalrunde auf Regionalebene zu einem mit Spannung erwarteten Duell gegen den alten Rivalen aus Regionalliga-Zeiten, Union Hamburg/Bramfeld kommt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.12.1987

 

JSN Epic template designed by JoomlaShine.com
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen