Trainerwechsel und Aufstiegsrunde


28.3.1989 - Neue Trainerin

Die Spatzen pfiffen es schon von den Dächern, seit dem letzten Donnerstag ist es offiziell: Ingrid Schilk, geborene Fietz, ist neue Trainerin des Frauen-Oberligateams des VfL Oldesloe, Nach den Querelen um den Ex-Coach Jörg Fischer wurde Betreuer Peter Stäcker auf der Suche nach einem Ersatz schnell fündig.

Die ehemalige Bundesligaspielerin, sie stieg mit der SG Jarplund-Weding in die 1. Bundesliga auf, wird bereits Anfang April die Leitung des Trainings übernehmen. Im Vordergrund steht erst einmal intensives taktisches und technisches Training, die konditionelle Arbeit beginnt nach den Sommerferien, in denen die Oldesloer Sporthallen geschlossen sind.

Dafür wird Ehemann Claus zuständig sein, denn Ingrid Schilk erwartet im Juli ein Baby! Sie wird nach einer kurzen Erholungsphase wieder das Kommando übernehmen.

 

Beim VfL hofft man, daß sie auch selbst ins Spielgeschehen eingreifen wird, ihre Routine könnte das junge Oldesloer Team noch stärker machen. Die Trainerin kann übrigens auf dieselben Spielerinnen zurückgreifen, die in der vergangenen Saison die Vizemeisterschaft errungen haben.

Zwar haben einige andere Vereine bei den Schlüsselspielerinnen Melanie Bernecker, Dörte Knickrehm und nach der guten Saison auch bei Heinke Juds angeklopft - so soll es z.B. eine Standleitung von Zweitligist Holstein Kiel zur Familie Bernecker gegeben haben, doch der gute Teamgeist hielt alle in Bad Oldesloe.

 

Claus Schilk


Sport Aktuell

Unverhoffte Chance
Handballdamen des VfL Oldesloe doch noch in die Regionalliga?

(mth) Eigentlich hatte man bei den Handballdamen des VfL Oldesloe die Saison 1988/89 schon zu den Akten gelegt. Der verpaßten Meisterschaft in der schleswig-holsteinischen Oberliga hatte man nicht mehr lange nachgetrauert. Auch an der „Trainerfront“ war wieder Ruhe eingekehrt. Jörg Fischer hatte sein Amt ja gut vier Wochen vor Beendigung der Punktspiele niedergelegt und an seine Stelle war in den letzten Spielen Betreuer Peter Stäcker getreten.

Schließlich war man mit der Vizemeisterschaft, weit mehr als man vor Saisonbeginn erwarten konnte, auch ganz zufrieden. Ingrid Schilk (geborene Fietz), die am 1. April offiziell die Nachfolge von Jörg Fischer antrat, verstand ihre Arbeit, in die sie sich mit viel Elan stürzte, naturgemäß als Sichtung und Vorbereitung für die nächste Saison. Jetzt aber hat unverhofft die letzte Saison noch ein Nachspiel für die VfL Damen.

Die HSG Langeisheim, stolzer Fünfter in der Abschlußtabelle der Regionalliga, hat seine Mannschaft für die kommende Saison zurückgezogen. Damit wird dort natürlich ein zusätzlicher Platz frei. Als erste Folge davon können die Meister der Oberligen Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Nordsee auf ihre geplante Aufstiegsrunde verzichten. Alle vier steigen automatisch auf.

Das wäre sonst nur der Fall gewesen, wenn Regionalliga-Vizemeister Hastedter TSV Meister TuS Walle Bremen in die 2. Bundesliga begleitet. Diese Möglichkeit ist natürlich noch immer gegeben, und um für den Fall gerüstet sein, hat der Verband kurzfristig und vorsorglich eine Aufstiegsrunde der vier Vizemeister angesetzt. Ganz unverhofft kommt damit der VfL Oldesloe zu der – noch etwas vagen – Chance, doch noch den Sprung in die Regionalliga zu schaffen.

Die Aufstiegsrunde beginnt schon am kommenden Wochenende. Für den VfL voraussichtlich am Sonnabend um 17 Uhr bei Eintracht Lüneburg, den Vizemeister aus Niedersachsen. Gegen die läuft allerdings noch ein Einspruch, der noch in dieser Woche entschieden wird. Wird ihm stattgegeben, spielt der VfL stattdessen am Sonntag um 17 Uhr beim SV Tostedt. Gegen Blau-Weiß Schenefeld hat der VfL am 5. Mai (20.15 Uhr) dann Heimrecht und zum Abschluß der Runde gibt es am 7. Mai in einer Hamburger Halle als neutralem Ort ein Wiedersehen mit dem alten Bekannten TV Oyten (Bremen).

Die Oldesloer Spielerinnen, die das Training unter ihren neuen Trainerin mit viel Schwung und Begeisterung aufgenommen haben, sind heiß auf die Aufstiegsrunde und wollen ihre unverhoffte Chance entschlossen wahrnehmen. Ein Kuriosum am Rande: Vor 14 Tagen stellte sich der VfL Landesmeister DJK Kiel als Sparringspartner für dessen Aufstiegsspiele bei einem kleinen Turnier (zusätzlich noch mit dem SV Oldenburg) zur Verfügung. Durch den Lauf der Dinge haben sich im Nachhinein nun die Rollen umgedreht. Vielleicht ja ein gutes Omen für die Oldesloerinnen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.4.1989

 

VfL Oldesloe startet in Lüneburg

(kx) Der erste Gegner für die Handballdamen des VfL Oldesloe in der Regionalliga-Aufstiegsrunde steht fest: Am Sonnabend um 17 Uhr treten die Oldesloerinnen beim niedersächsischen Oberliga-Zweiten Eintracht Lüneburg an. Der Protest gegen die Wertung einiger Lüneburger Spiele wurde abgewiesen,

„Wenn wir die sportliche Aufstiegschance geboten bekommen, wollen wir sie auch nutzen“, sieht VfL-Betreuer Peter Stäcker der Runde voller Optimismus entgegen. Auch die Mannschaft, die seit dem Abschluß der Punktspiele zweimal wöchentlich unter der neuen Trainerin Ingrid Schilk trainiert, möchte in die höhere Klasse.

Die Gegner in der Aufstiegsrunde sind für die Oldesloerinnen jedoch meist „unbeschriebene“ Blätter. Zwar treffen sie mit dem TV Oyten und Eintracht Lüneburg zwei Bekannte aus gemeinsamen Regionalliga-Zeiten wieder, doch haben sich alle Teams personell sehr verändert.

In Lüneburg wird Ingrid Schilk auf Beate Juds verzichten müssen, sie verletzte sich im Training am Knie. Ob Beates Schweste Heinke (Bronchitis) spielen kann, entscheidet sich erst am Wochenende. Alle anderen Damen sind topfit.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.4.1989

 

VfL-Damen verloren glatt

Aufstieg? Der Traum war wohl von kurzer Dauer

(mth) Die unvermutet gekommene Chance für Handballdamen des VfL Oldesloe, über eine Runde der Vizemeister der Oberligen Hamburg, Niedersachsen, Nordsee und Schleswig-Holstein doch noch den Aufstieg in die Regionalliga zu schaffen, dürfte, kaum das die Spiele begonnen haben, schon dahin sein.

Bei Eintracht Lüneburg unterlagen die Oldesloerinnen glatt mit 11:20 (6:9), und damit sind ihre Chancen, aus eigener Kraft den ersten Platz in der Aufstiegsrunde, die ja als einfache Runde ohne Hin-und Rückspiel angesetzt ist, praktisch null und nichtig. Natürlich gibt es noch denkbare Konstellationen, mit denen es der VfL dennoch schaffen kann, aber arg realistisch sind Hoffnungen, das es noch so kommt, nicht.

Vage sind auch die Erfolgsaussichten eines Protestes, den der VfL gegen die Wertung des Spiels einlegen will. Der Protestgrund: In der 40. Minute wurde dem VfL eine Zeitstrafe (Stefanie Bernecker) wegen angeblich falscher Einwechselung zudiktiert. Das stellen die Verantwortlichen des VfL energisch in Abrede und sie monieren dabei das Fehlen von Markierungen der Wechselzone. Bleibt abzuwarten, ob man beim VfL bereit ist, 700 Mark Protestgebühren beim Verband zu hinterlegen, die man nur im Erfolgsfall vollständig zurückbekommen würde.

Die Partie in Lüneburg war zu diesem Zeitpunkt im übrigen bei einem Stand von 12:6 für die Eintracht schon so gut wie entschieden. Vor der Begegnung waren die Oldesloerinnen noch tatendurstig und locker gewesen, aber die Lockerheit wich mit dem Anpfiff einer schier greifbaren Nervosität, die im Laufe des Spiels in Hektik überging.

Da gingen auch die einfachsten Dinge daneben – wohl eine Folge mangelnder Spielpraxis in den letzten fünf Wochen –‚ so daß es die keineswegs überragenden Lüneburgerinnen vergleichsweise einfach hatten, davonzuziehen. Besonders versagte der VfL-Rückraum, dem im ganzen Spiel nur ein einziger Treffer (Martina Gliewe) gelang und glatte Ausfälle waren die sonstigen Leistungsträgerinnen Heinke Juds und Dörte Knickrehm. Während bei Heinke Juds fehlende Kraft nach einer Erkrankung dafür als Erklärung dienen kann, war der Leistungsabfall von Dörte Knickrehm, die kaum einmal das Tor traf, geschweige denn einen Treffer erzielte, unerklärlich.

In das Bild passen dann auch noch sechs (Melanie Bernecker, Dörte Knickrehm je 2, Martina Gliewe und Stefanie Bernecker) verworfene Siebenmeter. Lediglich zwei Strafwürfe konnte Stefanie Bernecker für den VfL im Tor unterbringen. Hinzu kamen noch fünf aberkannte Tore von Andrea Hasenberg, neben Torhüterin Jeanine Hildebrand einzige VfL Spielerin in guter Form, wegen angeblichen oder tatsächlichen Kreiseintritts.

All das summierte sich zu der glatten 11:20-Niederlage bei der sich Stefanie Bernecker, Andrea Hasenberg (je 3), Melanie Bernecker (2). Heinke Juds, Nicole Röhrs und Martina Gliewe die karge Torausbeute teilten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.5.1989

 

Heute 20.15 Uhr Stormarnhalle
Nur bei einem hohen Sieg noch Chancen für die VfL-Damen

(mth) Die Hoffnungen der Damenmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe, durch eine Hintertür doch noch den Aufstieg in die Regionalliga zu schaffen, sind ja gleich zu Beginn der vorsorglich angesetzten Runde der norddeutschen Oberliga-Zweiten auf ein Minimum geschrumpft.

Gleich mit 11:20 zogen die Oldesloerinnen bei Eintracht Lüneburg den kürzeren. Dagegen kann man in einer einfachen Runde kaum noch anspielen. Allerdings: Theoretisch ist der erste Platz noch immer möglich. Dazu muß der VfL heute um 20.15 Uhr in der Stormarnhalle gegen Blau-Weiß Schenefeld (verlor die erste Partie 11:14 gegen TV Oyten) deutlich gewinnen, muß ferner darauf hoffen, daß Oyten gegen Lüneburg gestern gewonnen hat und muß schließlich dann am Sonntag um 10.30 in der Sporthalle Tegelsbarg in Hamburg (neutrale Halle) gegen Oyten erneut ganz deutlich gewinnen.

So sehr auch die Wahrscheinlichkeit gegen eine solche Rechnung sprechen mag, unversucht will die Truppe von Neu-Trainerin Ingrid Schilk nichts lassen. Klar ist dabei, daß die Mannschaft ihre Form radikal wird steigern müssen und daß sie die Nervosität und Hektik, die sie in Lüneburg an den Tag legte, vollkommen abstreifen muß.

Aus, wie Abteilungsleiter Jürgen Dorn ausdrücklich betont, sportlichen und nicht aus finanziellen Gründen hat der VfL im übrigen nun doch keinen offiziellen Protest gegen die Wertung des Spiels in Lüneburg eingelegt, sondern es bei einer inoffiziellen Beschwerde belassen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.5.1989

 

VfL Oldesloe - Blau Weiß Schenefeld 27:14

 

Andrea Hasenberg

Melanie Bernecker


 

 

Aufstiegsrunde zur Handball-Regionalliga

Ein Tor fehlte zum möglichen Aufstieg

VfL-Damen in letzter Minute noch abgefangen

(mth) Die Ausgangsposition vor denn letzten Spiel der Aufstiegsrunde zur Regionalliga der Handballdamen zwischen dem VfL Oldesloe und dem TV Oyten war klar. Da hatte es nicht viel zu rechnen gegeben. Bei einem Sieg mit vier Toren Differenz oder mehr würde der VfL Oldesloe den ersten Platz in dieser Runde einnehmen und, wenn denn der Hastedter TSV durch einen Aufstieg in die 2. Bundesliga (dessen Aufstiegsrunde steigt erst nach Pfingsten) einen Platz freimacht, in die Regionalliga aufsteigen.

Bei allen anderen Ergebnissen hätten die Oytenerinnen die Nase vorn. Die Lüneburger Eintracht, bei der der VfL eine Woche zuvor ja so sang- und klanglos mit 11:20 „eingegangen“ war, war da schon aus dem Rennen. Ihre 4:2 Punkte und 49:43 Tore würden am Ende nicht reichen. Mindestens eine Mannschaft des Schlußspiels, das damit zum echten Endspiel der Runde geriet, würde sie unter allen Umständen überholen. Die Chancen, daß dies zu allererst dem VfL Oldesloe gelingen könnte, waren im Verlauf der hochdramatischen Partie über weite Strecken denkbar günstig und bis zwei Minuten vor dem Abpfiff reichte der Vorsprung. Aber das bessere Ende hatten dann doch die jungen Damen aus der Bremer Vorstadt für sich. Sie verloren „nur“ mit 12:15 und dürfen deshalb weiter auf den Aufstieg hoffen.

Den VfL-Damen dagegen bleibt nur der Trost, sich in der Aufstiegsrunde nach total verkorkstem Start glänzend verkauft zu haben. In der Verfassung, in der sich die Truppe der neuen Trainerin Ingrid Schilk am Sonntag, aber auch schon am Freitag, als mit einem 27:14-Erfolg über Blau-Weiß Schenefeld die Voraussetzung für das dramatische Finale erst geschaffen wurde, präsentierte, hätte sie sich auch in der Regionalliga nicht zu verstecken brauchen.

Aber der Reihe nach: Am Freitag in der Stormarnhalle überrannte der VfL den Zweiten der Hamburger Oberliga, Blau-Weiß Schenefeld, Ende der ersten Halbzeit und zu Beginn der zweiten Halbzeit in einem wahren Sturmlauf. Bis zur 23. Minute stand es 8:8, aber dann zog der VfL unwiderstehlich davon. 13:10 führte er zur Pause, gar 22:10 nur 15 Minuten später. Am Ende hieß es dann 27:14 für die Oldesloerinnen, die, das soll nicht verschwiegen werden und kann ihre Leistung nicht schmälern, auch großzügige Unterstützung vom Schiedsrichtergespann Clasen/Meyer aus Achim erfuhren. Aber auf „Heimschiedsrichter“ konnten in dieser Runde alle Favoriten bauen. Der TV Oyten bei seinem 21:13-Erfolg am Himmelfahrtstag ebenso wie Eintracht Lüneburg seinerzeit beim 20:11-Erfolg gegen den VfL.

Damit aber war am Sonntag gottlob Schluß, auch wenn es natürlich hier und da umstrittene Entscheidungen gab. Die merkwürdigste hatte dabei der Norddeutsche Handballverband getroffen, als er die beiden Schlußspiele am Sonntag in der Halle Tegelsbarg in Hamburg ansetzte. Dort wußte man nichts von einer solchen Ansetzung und so standen die vier Mannschaften am Sonntagvormittag vor verschlossener Halle.

Erst nach einigem Hin und Her hatte man dann telefonisch eine freie Halle im Bereich des Hamburger Verbandes ausgemacht, im holsteinischen Ellerbek in der Nähe Pinnebergs. Natürlich konnten dort die Spiele erst mit reichlicher Verspätung beginnen, aber von dieser nervtötenden Warterei waren ja alle vier Mannschaften gleichermaßen betroffen.

Zunächst mußte die Lüneburger Eintracht, die ja auch noch eine Chance hatte, gegen Schenefeld ran. Ihr 16:11-Erfolg aber war nicht hoch genug, um sich für das Schlußspiel zwischen Oyten und dem VfL etwas ausrechnen zu können. Jetzt wußte der VfL endgültig, daß ihm ein Sieg mit vier Toren Differenz unter allen Umständen reichen würde.

Das aber setzte den VfL nicht etwa unter Druck sondern animierte ihn zu einer tollen, konzentrierten Leistung. Schon nach 18 Minuten hatte man bei einer Führung von 6:2 erstmals alle Trümpfe in der Hand. Die VfL-Deckung hatte bis dahin großartig gearbeitet und Torhüterin Jeanine Hildebrand brachte die Oytenerinnen schier zur Verzweiflung.

Der „magische“ Vier-Tore-Vorsprung wurde dann vom VfL mit Klauen und Zähnen verteidigt. Gelegentlich kamen die Oytenerinnen etwas auf (7:5/24.Minute; 11:9/45. Minute), aber ein paar Mal sah es auch so aus, als könnte der VfL endgültig davonziehen. So in der 38. Minute, als Melanie Bernecker das 11:6 erzielte und so nach der 49. Minute nach dem 14:9 von Nicole Röhrs, als zunächst Heinke Juds mit einem Tempogegenstoß scheiterte und dann Martina Gliewe nur das Lattenkreuz traf.

Das Schicksal des TV Oyten schien sich dann endgültig zwischen der 55. und 56. Minute zu erfüllen. Erst verwandelte Stefanie Bernecker einen Siebenmeter im Nachwurf zum 15:10 und als dann Jeanine Hildebrand einen Siebenmeter von Michaela Kurp parierte, schien alles gelaufen. Aber in den hektischen Schlußminuten – der Ball ging wie beim Völkerball hin und her – hatten dann doch noch die Oytenerinnen das bessere Ende für sich. Zwei Treffer durch Silke Perkuhr (57. Minute 15:11) und Silke Corus (58. Minute 15:12) brachen dem VfL das Genick.

Aber geschlagen gab sich der VfL erst mit dem Schlußpfiff, wobei er noch 20 Sekunden vor Schluß die Chance zu einem Tempogegenstoß hatte, aber in der Hektik sprang der (zu ungenaue) Paß von Heinke Juds Nicole Röhrs aus der Hand ins Seitenaus.

Natürlich ließen die Oldesloerinnen danach die Köpfe hängen. Aber sie haben kein Grund, sich ihrer Leistung zu schämen. Im Gegenteil: Die Mannschaft hat sich teuer verkauft und in dieser Verfassung darf sie mit Optimismus in der nächsten Oberliga-Saison einen neuen Anlauf in Richtung Regionalliga nehmen.

Für die Statistiker noch die VfL-Torschützen in den bei Spielen: Melanie Bernecker (10 gegen Schenefeld/3 gegen Oyten), Nicole Röhrs (3/3), Dörte Knickrehm (3/2), Martina Gliewe (4/2), Stefanie Bernecker (3/2), Andrea Hasenberg (3/2) und Heinke Juds (1/1).

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.5.1989

 

8.5.1989 - VfL Oldesloe knapp gescheitert

Vor verschlossenen Türen trafen sich die Vizemeister dervier Frauen-Oberligen am gestrigen Sonntag in Hamburg. Der Hallenwart wußte nichts über die beiden Spiele, die Aufschluß über den eventuellen fünften Regionalligaaufsteiger geben sollten.

Der Schleswig-Holsteinische Vertreter VfL Oldesloe hatte am Sonntag die Möglichkeit, den eventuellen Aufstiegsplatz zu erreichen, scheiterte aber denkbar knapp.

Zeigte der VfL im ersten Spiel der wegen des möglichen Aufstiegs des Regionalisten Hastedter TSV nötig gewordenen Spiele beim 11:20 bei Eintracht Lüneburg noch eine desolate Leistung, so steigerte sich das Team von Ingrid Schilk am Freitagabend erheblich und gewann gegen BW Schenefeld mit 27:14.

Nach dem 16:11 von Lüneburg im ersten Spiel des Tages in der neutralen Halle in Ellerbek gegen Schenefeld mußte der VfL mit mindestens drei Toren gewinnen, um Erster zu werden. Doch es langte nur zu einem 15:12. Der TV Oyten (Bremen) hatte am Ende 8 Plustore, der VfL nur sieben.


1. TV Oyten 4:2 47:39
2. VfL Oldesloe 4:2 53:46
3. SVE Lüneburg 4:2 49:43
4. BW Schenefeld 0:6 36:57

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