Handball-Oberliga der Damen startet in die Rückrunde

Oldesloe spielfrei

(kx) … Verzichten müßte auch Jörg Fischer, Trainer des VfL Oldesloe, und zwar auf Melanie Bernecker. Sie wurde für das Wochenende zu einem Auswahllehrgang einberufen. Aus diesem Grund kommen ihre Mitspielerinnen zu einem weiteren spielfreien Wochenende. Die für Sonntag angesetzte Begegnung beim TSV Neustadt wurde verlegt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.1.1989

Oldesloer Handballdamen erwarten Kaltenkirchen

(kx) Wenn die Handballspielerinnen vom VfL Oldesloe an ihren nächsten Gegner, die Kaitenkirchener TS, denken, dann werden mit Sicherheit Erinnerungen an die kurzfristig abgesetzte Partie des letzten Jahres wach. Damals sagte die KTS die Begegnung zum einen spät und zum anderen mit einer etwas undurchsichtigen Begründung ab. Einige ihrer Spielerinnen waren an Grippe erkrankt, und deshalb wollten die Kaltenkirchenerinnen nicht antreten. Ersatz aus ihren unteren Mannschaften konnten sie nicht beschaffen.

Die Staffelleitung entsprach dem Wunsch nach Spielverlegung. Nun kommt es am morgigen Donnerstag zum zweiten Anlauf. Um 20 Uhr wird die Oberliga-Partie in der Heinrich-Vogler-Halle angepfiffen. „Es ist entscheidend, wie schnell wir nach der langen Punktspielpause zu unserem Spiel finden“, sagte Betreuer Peter Stäcker.

In einem ersten Test hatten die Oldesloerinnen noch einige Anlaufschwierigkeiten. Bei Eintracht Groß Grönau siegten die Damen zwar mit 21:19, doch gab es noch Abstimmungsprobleme. Die sollen jedoch bis morgen abend abgestellt sein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.1.1989

 

Oldesloer Damen kämpfen Kaltenkirchen mit 17:15 nieder
Die Provokationen des Tabellenletzten

(kx) Sie war geschoben und gestoßen worden. Immer wieder hatten die Kaltenkirchener Handballspielerinnen der Oldesloerin Melanie Bernecker in den Wurfarm gegriffen, oder sie mit einer Umklammerung des Halses am Sprung gehindert. „Die waren von Beginn an darauf aus, meine Spielerinnen zu provozieren“, ärgerte sich VfL-Trainer Jörg Fischer über die Spielweise der Gäste, die offensichtlich Einsatz mit Härte verwechselt hatten. Und um Haaresbreite hätten die Kaltenkirchenerinnen mit diesem Rezept sogar Erfolg gehabt.

Zur Pause führte der Tabellenletzte aus dem Kreis Segeberg überraschend mit 8:6. Letztendlich wurde aber doch die Mannschaft belohnt, die Handball spielte: Mit 17:15 setzten sich die Damen vom VfL Oldesloe durch. Und „Melli“ Bernecker, die meist das Opfer der KTS-Attacken war, bestrafte ihre Gegnerinnen mit fünf Toren.

„Ihr müßt ruhiger spielen und dürft überhaupt nicht auf die Provokationen eingehen“, sagte Jörg Fischer seinem Team, als es zur Halbzeit mit zwei Toren im Rückstand lag. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte die KTS nämlich ihr Ziel erreicht. Erst mußte Nicole Röhrs auf die Strafbank, wenige Sekunden später folgte ihr Heinke Juds. Nachdem Heinke über 29 Minuten alle Fouls wortlos weggesteckt hatte, warf sie ihrer Gegenspielerin nach einem Zusammenprall etwas mehr als böse Blicke zu. Doch auch mit zwei Spielerinnen weniger auf dem Feld kassierten die Oldesloerinnen kein Gegentor.

Dabei steuerten die Gastgeberinnen in den ersten Spielminuten einem sicheren Sieg entgegen. Mit 3:0 führten sie, und als sie nach zehn Minuten den ersten Gegentreffer kassierten, nahm das wohl kaum eine Spielerin ernst, Doch mit Fangfehlern und schlechten Abspielen brachten die Stormarnerinnen ihre Gegner immer wieder in Ballbesitz. Die Quittung: Nach einer halben Stunde führte der Außenseiter Kaltenkirchen mit 8:6.

Ein erneutes Foul leitete die Wende ein. Martina Gliewe wurde in den eigenen Kreis gestoßen und mußte sich einige Minuten auf der aus Wechselbank erholen. Als sie wieder auf dem Feld war, bekamen die Kaltenkirchenerinnen ihre „Rache“ zu spüren. Mit zwei Treffern in Folge warf Martina ihre Mannschaft erstmals mit 11:10 in Führung. Im Oldesloer Tor wehrte Jeanine Hildebrand sogar plazierte Würfe sicher ab. Und auf der anderen Seite sah die sicherste Abwehrspielerin der Gäste nach ihrer dritten Zeitstrafe die rote Karte.

Den Ein-Tore-Vorsprung gaben die Oldesloerinnen bis zum Schlußpfiff nicht mehr ab. Bei Würfen von Nicole Röhrs und Martina Gliewe verhinderte der Torpfosten weitere Treffer. Und als ein Wurfversuch der Gäste in den Schlußsekunden bereits in den Armen der VfL-Abwehrreihe hängenblieb, schnappte sich Dörte Knickrehm den Ball. Unter dem Jubel ihrer Mitspielerinnen vollendete sie den Gegenstoß mit dem 17:15. „Super“, lobte Fischer die Steigerung seiner Spielerinnen – und machte einen meterhohen Luftsprung von seiner Bank.

Aufregung gab es trotz des Sieges nach Spielschluß. Der 125 Mark teure Spielball war plötzlich verschwunden, keiner hatte etwas gesehen. So machte sich Dörte Knickrehm nach einem aufregenden Abend noch einmal auf die Suche – vergeblich.

Mit sechs Treffern war Dörte erfolgreichste Werferin, gefolgt von Melanie Bernecker (5), Martina Gliewe (4), Andrea Hasenberg und Nicole Röhrs (beide 1).

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.1.1989

22.1.1989 - Nachgeholtes Spiel ohne Sensation
VfL Oldesloe - Kaltenkirchener TS 17:15

Schwerer als erwartet hatte es der VfL Oldesloe. Zwar führte man schnell 3:0, doch in der Folgezeit vergab man zu viel Chancen. da die Oldesloerinnen auch mit der harten Gangart der Gastmannschaft (acht Zeitstrafen) nicht zurechtkamen, war der 6:8 Halbzeitstand nicht unverdient.

Auch durch das 6:9 ließ sich der VfL nicht beirren und führte nach 43 Minuten das erste Mal (11:10). Nach dem Ausgleich zum 15:15 (56. Minute) erzielten Martina Gliewe und Dörte Knickrehm die Tore zum 17:15.
Sport Aktuell

(kx) … Erneut pausieren dürfen – oder müssen – die Damen des Tabellenzweiten VfL Oldesloe. Die ursprüngliche angesetzte Begegnung gegen die FT Neumünster wurde auf den 9. Februar verlegt. So können sich die Oldesloerinnen in aller Ruhe auf das Spitzenspieler bei Tabellenführer DJK Kiel am nächsten Wochenende vorbereiten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.1.1989

Wer will mitfahren?

(kx) Auf lautstarke Unterstützung hoffen die Handballspielerinnen vorn VfL Oldesloe im Oberliga-Spitzenspiel bei Tabellenführer DJK Kiel. Deshalb bieten die Oldesloer ihren Fans am Sonnabend eine Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus an. Wer die in der Tabelle nach Minuspunkten führenden Oldesloerinnen begleiten möchte, kann sich einen Platz bei Oliver Nowak (Telefon 04531/85831) oder Holger Orlowski (04531/81479) reservieren lassen. Der Bus fährt am Sonnabend um 16 Uhr vorn Parkplatz am Exer ab, die Fahrt kostet 10 Mark.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.2.1989

 

Der Tag der Entscheidung

(kx) Der Tag der Entscheidung, das könnte für die Handballspielerinnen des VfL Oldesloe der Sonnabend an diesem Wochenende werden. Denn um 19 Uhr treten die Oldesloerinnen, zur Zeit Oberliga-Dritter, beim Tabellenführer DJK Kiel an.

Zwar können die VfL-Mädchen den Spitzenreiter (noch) nicht vom Thron stürzen, doch mit einem Sieg könnten sie sich selbst in eine hervorragende Position im Kampf um die Oberliga-Meisterschaft bringen. Die Erklärung: Mit ihren sechs Minuspunkten liegen die Stormarnerinnen (20:6 Punkte) bereits jetzt einen Zähler besser im Rennen als die Kielerinnen (23:7 Punkte). Nur aufgrund zweier mehr ausgetragener Spiele rangieren die DJK-Damen auf dem ersten Rang.

Mit einem Erfolg würden sich die Oldesloer Damen ein komfortables Drei-Punkte-Polster zum Gastgeber und zum Zweiten TSV Altenholz (21:9 Punkte) schaffen, Bei einer Niederlage müßten sie allerdings auf einen Ausrutscher der Kielerinnen in den ausstehenden Begegnungen hoffen. Am letzten Wochenende waren beide Teams spielfrei.

Eine Tatsache spricht jedoch gegen den VfL Oldesloe. Im Hinspiel in der Stormarnhalle siegten die Kielerinnen, Doch dies dürfte mit Sicherheit Grund genug sein, diesmal den Spieß umzudrehen. Dann würde sicherlich auch die Rückreise im Mannschaftsbus viel lustiger werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.2.1989

 

Oldesloer Handballdamen siegten im Spitzenspiel bei DJK Kiel mit 17:16
Der Irrtum von Torhüterin Jeanine Hildebrand

(kx) Jeanine Hildebrand, Handballtorhüterin beim VfL Oldesloe, war wütend. Zu Beginn der zweiten Halbzeit im Oberliga-Spitzenspiel bei DJK Kiel kassierte sie einen Treffer nach dem anderen, die Kielerinnen zogen nach einer 7:6-Halbzeitführung bis auf 15:11 davon. „Ich halte keinen einzigen Ball mehr“, ärgerte sich Jeanine und spielte mit dem Gedanken, sich auswechseln zu lassen.

Doch die Torhüterin ehrte sich – glücklicherweise – gewaltig. In den verbleibenden zwölf Minuten mußte sie nur noch einen Ball aus dem Netz holen – und leitete mit ihren Paraden die Wende ein. Nach Martina Gliewes Ausgleichstreffer zum 16:16 wehrte Jeanine Hildebrand einen beinahe unerreichbaren Ball mit der Fußspitze ab (56.). Und nach Dörte Knickrehms 17:16 (58.) parierte Jeanine zehn Sekunden vor dem Abpfiff auch den letzten Wurfversuch der Kielerinnen. Der VfL-Sieg war perfekt.

 

Jeanine Hildebrand

Der Dank ihrer Mitspielerinnen ließ nicht lange auf sich warten. Die Torhüterin war natürlich Mittelpunkt der anschließenden Jubeltraube. Und da die Oldesloerinnen ein schon verloren geglaubte Spiel doch noch aus dem Feuer gerissen hatten, war die Freude natürlich doppelt groß.

„Ein ungemein wichtiger Sieg. Allerdings müssen wir nun auch unsere beiden kommenden Heimspiele gewinnen“, dachte Trainer Jörg Fischer im Moment des Triumphs schon an die nächste Woche. Nach dem 17:16 (5:7)-Erfolg beim Tabellenführer haben die Oldesloerinnen drei Minuspunkte Vorsprung vor DJK Kiel. Da Verfolger TSV Altenholz überraschend zwei Punkte in Neustadt ließ, sind die VfL-Damen ihrem Saisonziel einen großen Schritt näher gekommen: dem Aufstieg in die Regionalliga.

Während Jeanine Hildebrand in Kiel zum Rückhalt der Mannschaft wurde, brachte die eingewechselte Stefanie Bernecker im zweiten Durchgang neuen Schwung in den VfL-Angriff. Heinke Juds und Martina Gliewe, die sich in der zweiten Halbzeit gewaltig steigerte, warfen die Stormarnerinnen Tor um Tor heran.

Mit fünf Treffern führte Heinke Juds auch die Torschützenliste an. Martine Gliewe traf viermal. Die restlichen Tore warfen Melanie Bernecker (3), Dörte Knickrehm (2), Andrea Hasenberg, Stefanie Bernecker und Nicole Röhrs (alle 1).

Der Schlußpfiff ging im Jubel der Spielerinnen und der etwa 20 mitgereisten Oldesloer Zuschauer, die die Übermacht in der Halle hatten, unter. Die ersten Sektkorken knallten durch die Luft, in der Kabine wurde der Erfolg gefeiert. Und während Heinke Juds ihren Gegenspielerrinnen auf dem Feld meist entwischt war, war sie in der Kabine nicht schnell genug. Im Trikot wurde sie von Martina Gliewe unter die Dusche gestellt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.2.1989

 

6.2.1989 - VfL siegte in letzter Minute
Lange Zeit sah die DJK wie der sichere Sieger aus
DJK Kiel - VfL Oldesloe 16:17

Ein äußerst spannendes Spiel lieferten sich die Spitzenmannschaften der Oberliga. Mit dem VfL Oldesloe hatte am Ende das glücklichere Team die Nase vorn. Die Stormarnerinnen hatten außerdem mit Jeanine Hildebrandt eine exellente Torhüterin zwischen den Pfosten, die in der entscheidenden Phase den Vorsprung für den VfL mit zwei Paraden gegen Gislinde Banach und Carmen Becker verteidigte und damit zur Matchwinnerin avancierte.

 

Melanie Bernecker

Dabei hatte es für den gast gar nicht gut begonnen. Die DJK hatte bekam nach der Anfangsnervosität den Oldesloer Angriff den Oldesloer Angriff gut in den Griff und hätte zur Pause eigentlich höher führen müssen. Doch vor allem Claudia Katzenberger hatte mit zahlreichen Holztreffern Pech. Trotz der 6:5 Führung konnte Oldesloe nicht überzeugen, da die Mannschaft unter der schwachen Form der leicht grippegeschwächten Melanie Bernecker litt.

 

Jubel nach dem Schlußpfiff

Nach dem Wechsel kamen die Gastgeberinnen zunächst besser ins Spiel. Der Rückraum traf endlich und die Deckung ließ den VfL kaum noch Gelegenheit zu einem erfolgreichen Abschluß. Auch zeigte sich die größere Ausgeglichenheit der DJK, die auch von den Außenpositionen gefährlich war. Nach einer Dreiviertelstunde sahen die Gastgeberinnen beim 15:11 wie die sicheren Siegerinnen aus. Doch Oldesloe kämpfte sich heran, Martina Gliewe traf endlich, auch das 16:16 ging auf ihr Konto. Nach Dörte Knickrehms Führungstreffer hatte die DJK in Überzahl 40 Sekunden lang die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch Jeanine Hildebrandt war unüberwindlich.
Sport Aktuell

 

Kiel hin und zurück

Peters Geburtstag und eine Tante aus Marokko

„Meine Tante aus Marokko“, hallte es durch den Mannschaftsbus der Handballdamen vom VfL Oldesloe. Ausgelassen feiern die Medien auf der Rückfahrt ihren Sieg in Kiel. Als „Vorsängerin“ stimmt Andrea Hasenberg, die schon bald auf dem Gang steht, immer wieder neue Lieder an. Gelegentlich steigen die Jüngeren der mitgereisten Fans ein, doch die meisten zungenbrechenden Texte kennen nur die Handballerinnen.

Kaum hat der Bus die Kieler Stadtgrenze passiert, gibt es ein Problem: Sekt und Bier sind alle. „Nachschub“, fordern die Fans. Mit einem schnell gesammelten Trinkgeld – in dieser Situation ein sehr passender Name – wird der Fahrer „bestochen“, damit er an der nächsten Tankstelle anhält: erste Hilfe für die trockenen Kehlen.

 

Die Feier ging im Bus weiter

„Peeeter, Peeeter“, klingt es plötzlich durch den Gang. Gemeint ist eindeutig Betreuer Peter Stäcker, der dem Ruf der Damen folgt und sich auf den Weg zu den hinteren Sitzreihen macht. Dort wartet eine Überraschung auf ihn: sein Geburtstagsgeschenk. Die gesamte Mannschaft hat ein weißes Sweatshirt mit bunten Namenszügen bemalt, um ihm nachträglich zu gratulieren.

Der Bus hält am Segeberger ZOB, um Jeanine Hildebrand, Steffi und Melanie Bernecker abzusetzen. Zum zweitenmal sind die Getränkevorräte aufgebraucht, doch ist keine Tankstelle in Sicht. Trotzdem wird weiter gesungen, mit verkleinerter Mannschaft und doppelter Lautstärke – bis der Bus auf dem Parkplatz an der heimischen Stormarnhalle anhält.

Dort, wo die Oldesloerinnen vor sechs Stunden gestartet waren. Und Andrea Hasenberg machte sich gleich auf den Weg. Schließlich hatte sie ihren Mitspielerinnen auf der Hinfahrt den Grund ihrer schwarz lackierten Fingernägel erklärt: „Gestern Abend war ich auf einer Faschingsfeier, heute ist die nächste. Da lohnt es sich nicht, den Nagellack zu entfernen.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.2.1989

 

VfL-Damen können heute Tabellenführer werden

(mth) Der VfL Oldesloe könnte heute in der schleswig-holsteinischen Oberliga der Handballdamen mit einem Sieg im Nachholspiel gegen FT Neumünster die Tabellenführung übernehmen. Die Mannschaft mit den wenigsten Minuspunkten in der Klasse ist die Truppe von Trainer Jörg Fischer ja nun schon geraume Zeit und spätestens seit dem letzten Wochenende, als sie das Spitzenspiel bei DJK Kiel knapp für sich entschied, ist sie auch erklärter Meisterschaftsfavorit.

Aber natürlich darf die Mannschaft, die zuletzt acht Siege in Folge schaffte, nun die Zügel nicht schleifen lassen. Auch nicht gegen die Neumünsteranerinnen, die mit 14:16 Punkten im Mittelfeld der Tabelle rangieren, die aber noch ein paar Punkte benötigen, um den Klassenerhalt ganz sicher zu haben, denn in der unteren Tabellenhälfte liegen die Mannschaften außerordentlich dicht zusammen, so daß sich noch sechs oder gar sieben Mannschaften Gedanken über den Abstieg machen müssen.

Als Favorit aber gehen Andrea Hasenberg und Co. allemal in die Partie, die heute um 20.15 Uhr in der Stormarnhalle beginnen soll. Kann die Truppe auch nur annähernd an ihre letzten Leistungen anknüpfen, müßte der neunte Sieg in Folge und damit die Übernahme der Tabellenführung fällig sein. Ein solcher Sieg wäre natürlich auch zusätzlicher Rückenwind für das Stormarnderby am Sonntag an gleicher Stelle um 14.45 Uhr.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.2.1989

 

Glatter Erfolg über FT Neumünster
In dieser Form winkt den VfL-Damen der Meistertitel

(mth) Die Damen-Handballmannschaft des VfL Oldesloe ist auf dem besten Wege zurück zu alten Glanzzeiten. In einem Nachholspiel besiegte die Truppe von Trainer Jörg Fischer FT Neumünster mit 21:13 (9:5) und übernahm mit diesem ungefährdeten Erfolg, dem neunten in Folge, erstmals in dieser Saison die Tabellenführung in der Oberliga.

 

Anke Petersen in Aktion gegen Andrea Hasenberg
Anke spielte vorher für den VfL Oldesloe

Das Team um Mannschaftsführer Andrea Hasenberg zeigte dabei über weite Phasen des Spiels eine glänzende Leistung. In dieser Form hat die Mannschaft alle Chancen, ihre glänzende Ausgangsposition – der nächste Verfolger, DJK Kiel, hat schon drei Minuspunkte mehr auf dem Buckel – in einen Titelgewinn in der schleswig-holsteinischen Oberliga und in den Wiederaufstieg in die Regionalliga umzumünzen.

Für das Storm einer Kreisderby am Sonntag um 14.45 Uhr gegen die SG Großensee/Möhnsen ist der VfL bestens gerüstet und klarer Favorit, auch wenn man berücksichtigt, daß Nachbarschaftsderbys gelegentlich ihre eigenen Gesetze haben.

 

Gewiß: Die die Mannschaft hatte wieder ein paar schwächere Phasen, in denen die Konzentration deutlich nachließ. Aber die Mannschaft ist in ihrer Grundaufstellung – Jeanine Hildebrand, Nicole Röhrs (2 Treffer), Heinke Juds (3), Andrea Hasenberg (2), Martina Gliewe (2), Melanie Bernecker (6/4), Dörte Knickrehm (4) und Stefanie Bernecker (2/1) als erster Auswechselspielern – derart kompakt besetzt, daß sie auch Schwächeperioden gut überbrücken und wegstecken kann.

Mit diesen acht Spielerinnen aber hat es inzwischen beim VfL nicht mehr sein Bewenden. Neuerdings kann man, was weit mehr als zwei Jahre lang nicht der Fall war, das erlaubte Kontingent auf dem Spielberichtsbogen (zwölf Spielerinnen) wieder voll ausschöpfen.

Andrea Hasenberg

Annabel Hartmann, Beate Juds, Alexandra Bartels (bis zur B-Jugend im VfL Oldesloe, dann zum VfL Rethwisch und zum FC St. Pauli gewechselt, jetzt zu ihrem Stammverein zurückgekehrt) und Doris Ohlhöft komplettieren den Kader von Jörg Fischer.

Gegen Neumünster wurden bis auf Doris Ohlhöft, die als zweite Torhüterin durch die anhaltende Hochform ja von Jeanine Hildebrand etwas im Schatten steht, alle Spielerinnen auch eingewechselt und es wurde dabei deutlich, daß sie nicht mehr Welten von der Stammformation trennen. Mit der nötigen Ausdauer und Trainingsfleiß können sie durchaus bald Anschluß finden.

Im Spiel geriet der Sieg der Oldesloerinnen eigentlich nie in Gefahr. Die Neumünsteraner Rennen gingen zwar in der 1. Minute mit 1:0 in Führung, aber als der VfL dann nach fünf Minuten richtig warm geworden war, ging der Zug bald in die andere Richtung ab.

 

Nicole Röhres geen Anke Petersen

Über 4:1 (13. Minute) zog der VfL auf 7:2 (17. Minute) davon. Danach legte man eine längere Ruhepause ein (bis zum 7:5 in der 24. Minute), ehe man das Pausenergebnis auf 9:5 ausbaute.

Auch nach dem Seitenwechsel benötigte der VfL erst eine kurze Anlaufzeit (bis zum 9:7 in der 34. Minute), aber dann beherrschte er ganz sicher die Partie und baute den Vorsprung bis zum Schluß kontinuierlich aus. Dabei konnte es sich die Mannschaft erlauben, die Deckung, die in den ersten 30 Minuten ganz hervorragend stand, in der zweiten Halbzeit phasenweise zu lockern. Die Neumünsteranerinnen, das soll den VfL-Sieg weiß Gott nicht schmälern, waren nicht Varianten reich genug, um daraus viel Kapital zu schlagen.

Um so weniger, als sie ihre sämtlichen fünf Siebenmeter nicht in Tore ummünzen konnten. Drei hielt Jeanine Hildebrand, zwei verfehlten das VfL-Tor. Ganz optimal war auch die Strafwurfausbeute bei den Oldesloerinnen nicht. Zu den drei verwandelten Siebenmetern der Bernecker-Schwestern kamen zwei Fehlwürfe von Dörte Knickrehm und Melanie Bernecker.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.2.1989

 

Am Ende Jubel nur bei SG Großensee/Möhnsen

(mth) Am Ende jubelte nur der Gast im Stormarner Kreisderby der schleswig-holsteinischen Oberliga der Handballdamen in der Oldesloer Stormarnhalle über das 14:14 Unentschieden. Von der Ausgangsposition her war das verständlich. Schließlich war die SG Großensee/Möhnsen, die sich in akuter Abstiegsgefahr befindet, als krasser Außenseiter zum Spitzenreiter VfL Oldesloe gefahren.

Einen Punkt beim frischgebackenen Spitzenreiter der Spielklasse zu holen, war deshalb für sie ein Traumergebnis. Zieht man aber dem Spielverlauf nach nüchtern Bilanz, dann hatten die Schützlinge von Trainer Ingo Nahts allen Grund, sich über einen verschenkten Punkt zu ärgern.

 

Dörte Knickrehm

Drei Minuten vor Schluß nämlich führten sie noch mit 13:11 und waren nicht nur ergebnismäßig in Führung, sondern hatten auch zwei Spielerinnen (Andrea Hasenberg und Heinke Juds saßen Zwei-Minuten-Strafen ab) mehr auf dem Parkett.

Aber trotz doppelter Unterzahl konnte der VfL auf 12:13 verkürzen (Melanie Bernecker) und in einfacher Unterzahl gelang Martina Gliewe sogar der Ausgleich. Das nervte 120 Sekunden vor dem Abpfiff den Außenseiter so sehr, daß er 25 Sekunden vor Schluß sogar noch einmal in Rückstand geriet (Dörte Knickrehm), aber nur 15 Sekunden später markierte Andrea Ketzel mit ihrem zweiten Feldtor dann doch den Ausgleichstreffer und natürlich war es dieser Treffer, der die Großenseerinnen am Ende so sehr jubeln ließ.

Im Mittelpunkt der Ovationen stand dabei Torhüterin Martina Havemann, die in der Tat eine ganze Serie von Würfen entschärfte. Allerdings: Die Oldesloerinnen warfen über weite Strecken auch bedenklich ungenau und drucklos.

 

Melanie Bernecker

Gegenüber dem Spiel am Donnerstag (21:13 gegen FT Neumünster) war die Truppe von Trainer Jörg Fischer einfach nicht wiederzuerkennen. Sie spielte um Klassen schlechter und hatte bei Licht besehen, den zehnten Sieg in Folge auch nicht verdient.

Als Ursache dafür reichen die „besonderen Gesetze“, die Lokalderbys haben, sicher nicht aus. Gewiß, reichlich Hektik und Unruhe war 60 Minuten lang nicht zu verleugnen, aber das betraf beide Mannschaften gleichermaßen.

Phasenweise glich das Geschehen auf dem Parkett eher dem ehrwürdigen Völkerball denn Oberliga-Handball, so sehr hatten die Spielerinnen beider Mannschaften die Übersicht verloren. VfL-Coach Jörg Fischer wollte in der besonderen Atmosphäre des Nachbarduells denn auch nicht die alleinige Ursache für den Leistungsabfall in seiner Mannschaft sehen. „Spiele am Sonntag liegen meiner Mannschaft überhaupt nicht, denn der Sonnabend ist für viele meiner Spielerinnen Feten-Tag, egal, was für ein Spiel am nächsten Tag ansteht“, suchte er eine außersportliche Erklärung für den Knick.

Im Spiel selbst ging der VfL erst Mitte der ersten Halbzeit erstmalig in Führung (4:3). Vorher hatte stets der Gast ein Tor vorlegt, der sogar eine höhere Führung einmal vergab, als Margitta Koops mit einem Siebenmeter an Jeanine Hildebrand scheiterte (7. Minute).

Die hatte auch großen Anteil daran, daß der VfL trotz wenig überzeugenden Spiels zur Pause mit 6:4 führte. Nach 27 Minuten allerdings mußte sie eine Zwangspause einlegen, als sie von Sabine Schäfer am Kopf getroffen wurde. Gleiches passierte aber auch auf der Gegenseite zweimal Martina Havemann (jeweils nach Würfen von Dörte Knickrehm), aber sie konnte jeweils sofort weiterspielen.

 

Dörte Knickrehm

Jeanine Hildebrand dagegen wurde erst wieder in der 48. Minute eingewechselt. Daß die SG bis dahin auf 8:8 gleichgezogen hatte, lag aber keineswegs an Hildebrand-Vertreterin Doris Ohlhöft. Sie zeigte eine ordentliche Leistung, auch wenn sie – natürlich – mangelnde Spielpraxis offenbarte.

Bis zur 55. Minute (11:11) stand die Partie dann auf des Messers Schneide, schien sich durch die Zeitstrafen von Andrea Hasenberg und Heinke Juds – ansonsten gab es da ein Übergewicht für die Großenseerinnen, bei denen Karen Willers wegen dreier Zeitstrafen in der 49. Minute sogar Rot sah – zugunsten des Gastes zu wenden, ehe es zur oben geschilderten dramatischen Schlußphase kam.

Mit fünf Treffern war die SG-Spielerin Kathrin Schönberger erfolgreichste Werferin des Kreisderbys. Für ihre Mannschaft trafen außerdem noch Andrea Ketzel (3/1), Karen Willers, Catrin Ketzel (je 2), Maren Willers (1) und Margitta Koops (1/1).

 

Steffi Bernecker

Beim VfL teilten sich Melanie Bernecker (4/2), Martina Gliewe (3), Dörte Knickrehm (3/1), Heinke Juds, Andrea Hasenberg, Nicole Röhrs und Stefanie Bernecker die 14 Tore. Ein Übergewicht hatte der VfL nur bei Treffern gegen Pfosten und Latte (7:4). Dafür allein aber gab es keinen Punktsieg, doch trotz des Remis konnte die Fischer-Truppe den ersten Tabellenplatz und ihren Drei-Punkte-Vorsprung (nach Minuspunkten) behaupten, denn DJK Kiel und TSV Altenholz trennten sich im Verfolgerduell ebenfalls mit einem Remis.

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.2.1989

13.2.1989 - Remis im Stormarner Kreisduell
VfL Oldesloe - SG Großensee/Möhnsen 14:14

"Kein Mensch hätte sich gewundert, wenn Großensee das Spiel gewonnen hätte", äußerte der enttäuschte VfL-Betreuer Peter Stäcker. Vor der Pause konnte Oldesloe zwar nicht glänzen, aber immerhin mit zwei Toren in Führung gehen. Die Spielerinnen des Tabellenführers agierten aber zu unkonzentriert und kamen nicht mit der SG-Deckung zurecht, vor der Andrea Ketzel praktisch als Zerstöreragierte.

Fünf Minuten vor dem Ende war beim Stande von 11:11 noch nichts entschieden, doch dann mußten zwei Oldesloerinnen auf die Strafbank. Großensee markierte zwei Treffer und als Martina Havemann unabsichtlich am Kopf getroffen wurde, schien die SG den psychologischen Vorteil auf ihrer Seite zu haben. Doch zwei Rückraumtreffer und ein Kreistor von Martina Gliewe 20 Sekunden vor dem Abpfiff brachten den VfL sogar wieder in Führung. Andrea Ketzel nutzte eine Unachtsamkeit der Oldesloer Abwehr und sicherte ihrem Team das gerechte Unentschieden.

Sport Aktuell

 

Auswärtsspiel für Oldesloe

Punkte für den Aufstieg

(kx) Nach dem Unentschieden vom letzten Wochenende trennen sich nun wieder die Wege für die Handballspielerinnen vom VfL Oldesloe und der SG Großensee/Möhnsen. Während die Oldesloerinnen weitere Punkte im Kampf um die Oberliga- Meisterschaft sammeln wollen, möchten sich die Großenseerinnen aus der Abstiegszone absetzen.

Die Damen vom VfL Oldesloe treten bereits am Sonnabend bei einem ihrer ärgsten Verfolger an, dem Tabellendritten TSV Altenholz. „Das Spiel gegen Großensee ist keine Bemessungsgrundlage“, glaubt Trainer Jörg Fischer an eine deutliche Leistungssteigerung in seinem Team. Wenn die Partie beim Regionalliga-Absteiger aus Altenholz, der vier Minuspunkte hinter dem VfL liegt, um 19.30 Uhr angepfiffen wird, möchte Fischer aus einer verstärkten Deckung zum Erfolg kommen. „Wir müssen 60 Minuten konzentriert verteidigen“, warnt er vor den cleveren Gastgeberinnen.

Da die Handballerinnen wieder auf Unterstützung durch ihre Fans hoffen, bitten Sie erneut eine Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus an. Anmeldungen nimmt Holger Orlowski an. Der Bus fährt am Sonnabend um 16.30 Uhr vom Parkplatz am Exer ab. Fahrpreis: 10 Mark. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.2.1989

 

Damen verschliefen erste Halbzeit

(mth) Mit einer Serie von neun Siegen in Folge hatte sich die Damen-Handballmannschaft des VfL Oldesloe in der schleswig-holsteinischen Oberliga die Tabellenführung erobert und bei mindestens drei Minuspunkten Vorsprung vor den Verfolgern hatte die Truppe von Trainer Jörg Fischer alle Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft.

Aber die Höhenluft ist den VfL-Damen offensichtlich nicht gut bekommen. Eine Woche nach dem (für sie) so enttäuschenden Remis im Kreisderby gegen die SG Großensee/Möhnsen kassierten sie beim TSV Altenholz nun eine 19:23 (6:13)-Niederlage und wurden damit zunächst einmal die Tabellenführung an DJK Kiel los.

Allerdings hat der VfL noch immer alle Chancen, am Ende der Saison ganz vorne zu landen, denn er hat weiterhin die wenigsten Minuspunkte in der Klasse.

In Altenholz konnten die Oldesloerinnen praktisch nur eine Minute, nach der es 1:1 stand, mithalten. Danach zeichnete sich das Spiel des VfL für weit mehr als eine Halbzeit nur noch durch Fahrigkeit, Pech und fehlende Konzentration aller Spielerinnen.

Über 4:1 (5. Minute), 6:2 (10. Minute) zog der TSV Altenholz – die wohl technisch beste Mannschaft der Klasse, die fast alle ihre Tore über den Kreis herausspielt – bis zur Pause auf 13:6 davon. Die Lethargie der Stormarnerinnen dauerte sogar noch bis zur 43. Minute und einem Spielstand von 15:6.

20 Minuten war der VfL dabei ohne jeden Torerfolg geblieben, obwohl er glasklare Chancen für ein gutes Dutzend Treffer hatte. Erst danach, als die Partie natürlich gelaufen war, traf auch der VfL ins Schwarze, aber zu einer Wende reichte es bei dieser Aufholjagd natürlich nicht mehr.

Die Tore für den VfL teilten sich Heinke Juds (6), Martina Gliewe (3), Stefanie Bernecker (3), Melanie Bernecker (2), Nicole Röhrs (2), Dörte Knickrehm (2/1) und Andrea Hasenberg. Im Tor blieb Jeanine Hildebrand hinter ihrer Glanzform ein gutes Stück zurück. Ohne Torerfolg blieb Beate Juds und Annabel Hartmann wurde nicht eingesetzt.

Schon am Donnerstag dieser Woche (Spielbeginn 20.30 Uhr) kann sich der VfL aber die Spitzenposition zurückerobern, Dafür aber muß er sein Nachholspiel beim abstiegsgefährdeten TSV Neustadt unbedingt gewinnen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.2.1989

 

20.2.1989 - Spitzenreiter chancenlos
TSV Altenholz - VfL Oldesloe 23:19

Völlig außer Form präsentierte sich Titelfavorit VfL Oldesloe beim TSV Altenholz. Während die Gastgeberinnen eine ihrer besten Saisonleistungen boten, konnte der VfL nie seine Stärken zeigen.Das lag aber hauptsächlich am TSV Altenholz, der von Beginn an das Heft in die Hand nahm und nach fünf Minuten bereits mit 4:1 in Führung lag.

Grundlage hierfür war eine sichere Abwehr, hinter der glänzende Torhüterinnen standen. Noch vor der Pause erspielte Altenholz eine hohe Führung.

Sabine Sievers im Tor verhinderte nach dem Wechsel eine Aufholjagd von Oldesloe. Erst in der 44. Spielminute ließ sie wieder ein Tor zu, damit hatte der VfL beinahe 20 Minuten keinen Treffer erzielt. Zwar kamen die Stormarnerinnen durch Tempospiel noch einmal auf vier Tore heran, doch am sicheren Altenholzer Sieg gab es nichts zu deuteln.
Sport Aktuell

21.2.89 - VfL wachte spät auf, da war Platz eins längst hin
TSV Altenholz - VfL Oldesloe 23:19

Nach einer Serie von 10 Spielen ohne Niederlage und 19:1 Punkten, hat den VfL Oldesloe beim TSV Altenholz mit 19:23 erwischt. Damit ist DJK Kiel wieder Spitzenreiter.

Dabei mussten die Oldesloerinnen neidlos anerkennen, dass die TSV-Sieben, wie schon im Hinspiel, um eine Klasse besser spielte als der VfL. So bot der TSV Kombinationen, wie sie der VfL während der gesamten Saison nicht gezeigt hat.

Nach Spielschluss meinte Torfrau Jeanine Hildebrand treffend: "Ich bin heute erst Mitte der zweiten Halbzeit aufgewacht und der Rest der Mannschaft danach".
LN

14:16 in Neustadt
Die VfL-Damen fast ohne Titelchance

(mth) Gerade zwei Wochen ist es erst her: Mit dem neunten Sieg in Folge setzte sich die erste Damenmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe an die Tabellenspitze der schleswig-holsteinischen Oberliga. Da sie zu dem Zeitpunkt mindestens drei Minuspunkte besser im Rennen lag, als ihre Verfolger, sah alles nach einem Meisterschaftsgewinn der Truppe von Trainer Jörg Fischer aus.

Aber dem Höhenflug, mit dem vor Saisonbeginn niemand hatte ernsthaft rechnen können, folgte ganz unvermittelt der Absturz. Es fing an mit dem Unentschieden im Kreisderby gegen die abstiegsgefährdete SG Großensee/Möhnsen. Eine Woche später folgte eine derbe Abfuhr beim TSV Altenholz und seit heute nun sind die Hoffnungen des VfL, die Meisterschaft zu erringen und in die Aufstiegsrunde zur Regionalliga zu ziehen, fast auf den Nullpunkt gesunken.

Beim Tabellenvorletzten TSV Neustadt nämlich kassierten die Stormarnerinnen im Nachholspiel eine 14:16 (6:8)-Niederlage. Aus eigener Kraft kann die Mannschaft, das ist sicher, nun vorerst nicht mehr den Titel holen, denn DJK Kiel hat nun die wenigsten Minuspunkte in der Liga und gegen diesen Gegner hat der VfL seine beiden Spiele ja schon absolviert.

Der Absturz der Mannschaft ist für Außenstehende kaum nachzuvollziehen. Am Ende der Siegesserie (bei den Siegen bei DJK Kiel und gegen FT Neumünster) hinterließ die Truppe einen so gefestigten Eindruck, so daß man eigentlich annehmen durfte, ihr könnte in der Oberliga nicht mehr viel passieren.

Das aber ist nun wie weggewischt. Andrea Hasenberg und Co. spielen plötzlich ohne jedes Selbstvertrauen und die gute Form ist wie Schnee im Sonnenschein zerschmolzen. Am Wochenende sind die VfL-Damen spielfrei. Wir sind einmal gespannt, ob die Mannschaft bis zum nächsten Heimspiel am kommenden Donnerstag um 20 Uhr in der Stormarnhalle gegen den Oldenburger SV wieder zu alter Leistungsstärke zurückfinden kann. Nur wenn das unverzüglich gelingt, bleibt vielleicht doch noch eine Chance auf den Titelgewinn, vorausgesetzt, DJK Kiel stolpert im Rest der Serie mindestens noch einmal. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.2.1989

 

27.2.89 - Wurde der Aufstieg verspielt?
Oldesloer Niederlage mit Folgen
TSV Neustadt - VfL Oldesloe 16:14

Andrea Hasenberg, Martina Gliewe und Melanie Bernecker saßen auf der Ersatzbank und weinten hemmungslos. Die drei Handballerinnen des VfL Oldesloe waren in diesen Minuten nicht ansprechbar. Die Niedergeschlagenheit hatte ihren Grund: mit einer 16:14 Niederlage beim TSV Neustadt sind die Chancen der Oldesloerinnen auf ein Minimum gesunken, die Aufstiegsrunde für die Regionalliga zu erreichen.

"Es ist kaum zu fassen", schimpfte auch Betreuer Peter Stäcker, "in den letzten Minuten sind wir herumgelaufen wie ein Hühnerhaufen". Die Handballerinnen aus Bad Oldesloe waren dabei als Tabellenführer nach Neustadt gefahren. Und in der Anfangsphase bestimmten sie auch das Spielgeschehen. In der zweiten Halbzeit wurde der mögliche Sieg verspielt. "Wir haben zwar kein schönes Spiel gesehen", sagte Peter Stäcker, "doch wir hätten die Partie gewinnen können".

 

Jörg Fischer

Und der Betreuer kritisiert vor allem die Umstellung von Trainer Jörg Fischer, dessen Tage in Bad Oldesloe ohnehin gezählt sind. Fischer ließ auf einmal mit zwei Kreisläufern spielen und beorderte die beiden Rückraumspielerinnen Heinke Juds und Melanie Bernecker auf die Außenpositionen. Von da an ging es bergab mit dem VfL Oldesloe.
Ahrensburger Zeitung

 

27.2.89 - Wichtiger Heimerfolg
VfL flatterten in Schlußphase die Nerven
TSV Neustadt - VfL Oldesloe 16:14

Noch lange nicht aufgegeben hat sich der TSV Neustadt. In der vergangenen Saison wäre diese Partie unter dem Motto Spitzenspiel gelaufen, doch in diesem Jahr steht der Meister mit dem Rücken zur Wand. und benötigt jeden Punkt. Dass diese ausgerechnet gegen das Spitzenteam aus Oldesloe gelang, war das Resultat einer großen kämpferischen Leistung.

Zu Beginn konnte der TSV mit 2:0 und 4:2 in Führung gehen, bevor der VfL neustädter Leerlauf zum 5:5 Ausgleich nutzte. Vor der Pause konnte Dörte Knickrehm noch zwei Tore drauflegen.

In der zweiten Halbzeit dominierte zunächst der Gast aus Oldesloe, da wieder Sand im Getriebe des TSV war. Der VfL behielt den 2-Tore Vorsprung inne. Der Kampfgeist des TSV bescherte das Unentschieden (11:11, 50. Minute), doch Oldesloe zog wieder auf zwei Treffer davon. Dann flatterten die Nerven des Aufstiegskandidaten. Technische Fehler nutzte Neustadt zu Tempogegenstößen und erzielte so die Tore zum wichtigen Sieg.
Sport Aktuell

 

Eklat bei Oberliga-Damen
Jörg Fischer legt das Training beim VfL ab sofort nieder

(mth) Die Handball-Oberliga-Mannschaft des VfL Oldesloe steht kurz vor Abschluß der Saison, in der sie bis Mitte letzter Woche ja noch erster Meisterschaftsanwärter war und in der sie trotz des neuerlichen Ausrutschers am Donnerstag in Neustadt (die Mannschaft verlor dort 14:16) noch Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft hat, seit Sonnabend ohne Trainer da.

Jörg Fischer, der das Traineramt bei den VfL-Damen seit zwei Jahren inne hatte – er übernahm es kurz vor dem Regionalliga-Abstieg von Claus Schilk – hat seine Tätigkeit mit sofortiger Wirkung beendet. Er begründet seinen Schritt wie folgt: „Das Vertrauensverhältnis zwischen einem Teil der Mannschaft und mir, insbesondere aber zwischen Betreuer Peter Stäcker und mir ist so nachhaltig gestört, daß mir die Basis für eine gedeihliche Zusammenarbeit nicht mehr gegeben erscheint. Eigentlich wollte ich dennoch mit der Mannschaft wenigstens die Saison abschließen. Inzwischen aber habe ich erfahren, daß ohne mein Wissen und ohne Wissen einiger Spielerinnen schon geraume Zeit über meine Nachfolge verhandelt wird. Das hat mich bewogen, nun meinen Rücktritt unmittelbar zu vollziehen.“

Mannschaftsbetreuer Peter Stäcker zeigte sich von dem Schritt Fischers gestern überrascht. „Davon, daß eine Zusammenarbeit bis zum Saisonende nicht mehr möglich gewesen sei, kann von meiner Seite keine Rede sein. Ich wehre mich mit aller Entschiedenheit dagegen, als Buhmann in dieser Angelegenheit hingestellt zu werden.

 

Peter Stäcker

Richtig ist, daß es gelegentlich in dieser Saison Reibungspunkte zwischen dem Trainer und mir und zwischen dem Trainer und einigen Spielerinnen gegeben hat. Bei Jörg Fischer habe ich die Bereitschaft vermißt, über entstandene Probleme offene Gespräche zu führen. Darüber haben sich bei mir auch mehrere Spielerinnen beklagt, ja, einige wollten deswegen sogar – nach dem Freundschaftsspiel gegen die HT 16 und vor dem Spiel bei DJK Kiel – ihre Mitwirkung in der Mannschaft unter diesem Trainer aufkündigen. Das habe ich in Gesprächen abgewendet, mit der Vorgabe, für die nächste Saison nach einem anderen Trainer Ausschau zu halten. Ich halte das für das legitime Recht eines jeden Vereins und jeder Mannschaft.“

Anfang dieser Woche will Stäcker nun zusammen mit der Mannschaft klären, wie man die Saison zu einem guten Ende bringt. Eile ist geboten, denn das nächste Spiel steht schon am Donnerstag dieser Woche um 20 Uhr in der Stormarnhalle gegen den Oldenburger SV auf dem Spielplan.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.2.1989

 

Oldesloer Handballdamen heute gegen Oldenburger SV
Ohne Trainer in die letzten Punktspiele

(kx) Wenn die Handballdamen vom VfL Oldesloe heute abend gegen den Oldenburger SV antreten (20 Uhr, Stormarnhalle), werden zwei Plätze auf der Auswechselbank leer bleiben. Nachdem Trainer Jörg Fischer sein Amt niederlegte, trat auch Ersatztorhüterin Doris Ohlhöft aus dem Verein aus.

Während eines Treffens am Montag unterhielt sich die Mannschaft über ihre Zukunft. „Wir werden erst einmal keinen neuen Trainer engagieren“, faßte Betreuer Peter Stäcker das Ergebnis der Aussprache zusammen. Gegen Oldenburg wird Stäcker selbst das Kommando am Spielfeldrand übernehmen.

Seine Taktik steht bereits fest. „Wir dürfen die Oldenburgerinnen nicht in ihr Tempospiel kommen lassen.“ Im Hinspiel hatten die Oldesloerinnen damit wenig Probleme. Sie siegten mit drei Toren Vorsprung. Wollen sich die Stormarnerinnen ihre kleine Chance auf die Oberliga-Meisterschaft erhalten, dürfen sie sich am heutigen Abend keinen weiteren Punktverlust erlauben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.3.1989

 

18:21 gegen SV Oldenburg
Titelhoffnungen zu den Akten legen

(mth) Der Meisterschaftszug in der schleswig-holsteinischen Oberliga der Handballdamen ist für den VfL Oldesloe endgültig abgefahren. Schon nach der Niederlage vor einer Woche beim TSV Neustadt waren die Hoffnungen ja auf ein Minimum gesunken. Die Trennung von Trainer Jörg Fischer, er legte ja am letzten Wochenende sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder, hat ganz offensichtlich nicht dazu beigetragen, der Mannschaft neues Selbstvertrauen – und sei es aus einer Trotzreaktion heraus – zu geben.

 

Beate Juds

Gegen den Oldenburger SV zeigte die nun trainerlose Mannschaft – auf der Bank saß nur noch Betreuer Peter Stäcker, der er ohnmächtig („Zum Trainer eigne ich mich ja nun wirklich nicht“) das Verhängnis seinen Lauf nehmen sah – über weite Strecken eine schwache Leistung und kassierte mit 18:21 (11:10) ihre dritte Niederlage in Folge.

Damit kann man nun getrost alle Meisterschaftshoffnungen „beerdigen“. Drei Punkte Rückstand sind gegenüber DJK Kiel bei nur drei noch ausstehenden Spielen mit Sicherheit nicht mehr aufzuholen, zumal die Kielerinnen ein eher leichtes Restprogramm haben. Aber auch unabhängig von solchen theoretischen Überlegungen kommen einem neutralen Beobachter bei Vorstellungen, wie sie die VfL-Damen gegen Oldenburg zeigten, ohnehin keine Gedanken an Meisterschaft und Aufstieg.

 

Melanie Bernecker und Heinke Juds

Die Truppe begann reichlich zerfahren und nervös und sah sich nach anfänglicher Führung (1:0 und 2:1) Mitte der ersten Halbzeit mit 2:5 (14. Minute) und 3:6 (17. Minute) im Rückstand. Erst dann folgte eine starke Periode der Mannschaft. Nun glaubte man doch eine Trotzreaktion bei Andrea Hasenberg und Co. zu spüren.

Der Rückstand wurde nicht nur aufgeholt, man ging sogar wieder selbst in Führung (8:7 und 10:9) und konnte sogar einen Vorsprung (11:10) mit in die Pause nehmen. Der war zweifellos ein wenig glücklich, vielleicht sogar ungerecht, denn man konnte durchaus Zweifel haben, ob denn der 11. Treffer für den VfL durch Heinke Juds noch vor der Halbzeitsirene gefallen war.

 

Melanie Bernecker

Nach dem Seitenwechsel war es mit der Herrlichkeit im VfL-Spiel dann wieder schnell vorbei. Aber daß die Mannschaft schlecht startet – auch nach der Pause –‚ ist ja nicht ganz neu. So mußte man die Sache bis zur 37. Minute bei einer 14:13-Führung der Gäste noch nicht unbedingt ernstnehmen, wenn auch schon offensichtlich wurde, daß der VfL kein Mittel fand, Beatrix Stengel und besonders Petra Brunow, die beiden mit Abstand besten Oldenburger Spielerinnen, zu neutralisieren.

Dann aber bekam das VfL-Spiel einen entscheidenden Knacks. In kurzer Folge bekamen zwei Gäste-Spielerinnen Zeitstrafen, aber in deutlicher Überzahl konnte der VfL den Spieß nicht etwa umdrehen, sondern er geriet noch weiter in Rückstand. Von da an war Hektik im Oldesloer Spiel angesagt und die Gäste konnten ihren Vorsprung ausbauen – streckenweise auf fünf Tore – und sicher über die Zeit bringen.

Die 18 Tore der Oldesloerinnen teilten sich Melanie Bernecker (4), Dörte Knickrehm (4/2), Heinke Juds (3), Stefanie Bernecker, Martina Gliewe, Andrea Hasenberg (je 2) und Beate Juds (ihr ersten Treffer für den VfL überhaupt). Außerdem kamen noch Nicole Röhrs, Annabel Hartmann und Alexandra Bartels im Feld zum Einsatz. Im Tor stand 60 Minuten lang Jeanine Hildebrand, die nach dem Austritt von Doris Ohlhöft nun ja auch einzige VfL-Torhüterin ist, ohne je ihre Glanzform, die sie in den letzten Monaten so oft gezeigt hatte, zu erreichen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.3.1989

 

6.3.1989 - Das "Aus" für Oldesloe
VfL Oldesloe - Oldenburger SV 18:21

Der VfL Oldesloe vergab durch die Niederlage gegen Oldenburg wohl die letzte Chance auf die Meisterschaft. Jetzt beträgt der Rückstand der Stormarnerinnenauf die DJK Kiel zwei Punkte, außerdem ist das Torverhältnis wesentlich schlechter. Ein Grund für die Niederlage war sicherlich das Gerangel um den Abschied von Trainer Jörg Fischer, aber auch die starke Leistung des Gastes.

In der ersten Halbzeit lief das Oldesloer Spiel noch einigermaßen, doch kam die Abwehr des VfL selten mit dem wurfkräftigen Oldenburger Rückraum zurecht. Insbesondere Petra Brunow war selten unter Kontrolle zu bringen. Nach der Pause konnte sich der OSV einen leichten Vorsprung erkämpfen.

In der 38. Minute fiel dann die Vorentscheidung. Als zwei Oldenburgerinnen für zwei Minuten vom Feld mußten, erzielte Steffi Hinrichsen trotzdem ein Tor, von diesem Schock konnte sich der VfL nicht mehr erholen. Fünf Minuten später führte Oldenburg mit 19:14.
Sport Aktuell

 

VfL-Damen heute bei BW Wittorf

(mth) Eilig hat es die Damen-Oberligamannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe, die Saison abzuschließen. Heute um 20.15 Uhr bestreitet sie ihre vorletzte Auswärtspartie bei Blau-Weiß Wittorf (20.15 Uhr) und am Sonnabend um 17 Uhr steht in der Stormarnhalle dann schon das letzte Heimspiel der Saison an (gegen VfL Bad Schwartau II).

Der Meisterschaftszug ist für die Oldesloerinnen inzwischen ja abgefahren. Dennoch will die Truppe, die bis zum Saisonende ja ohne Trainer auskommen muß – über eine Nachfolge von Jörg Fischer wird inzwischen verhandelt, entschieden aber ist noch nichts – alles daransetzen, die Saison ordentlich zu beenden und nicht als Punktelieferant für abstiegsgefährdete Mannschaften (auch Wittorf zählt noch zu diesem Kreis) herzuhalten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.3.1989

 

VfL-Damen wieder auf dem zweiten Rang

(mth) Die kleine Krise, in der der Meistertitel in der schleswig-holsteinischen Oberliga der Handballdamen des VfL Oldesloe leichtfertig verspielt wurde und in die dann ja auch der Rücktritt von Trainer Jörg Fischer fiel, hat ein Ende gefunden. Im Nachholspiel bei Blau-Weiß Wittorf gelang der Mannschaft ein 14:9 (6:2)-Erfolg, mit der sie sich den zweiten Tabellenplatz zurückeroberte.

 

Melanie Bernecker

In der Partie in Wittorf fiel das erste Tor erst nach acht Minuten zum 1:0 für den VfL. Das Spiel blieb auch weiter torarm, was daran lag, daß die Gastgeberinnen, die praktisch ohne Rückraumwerferinnen spielen, gegen die kompakte VfL-Deckung nicht zum Zuge kam und die Oldesloerinnen ihrerseits ihre bekannten Schwierigkeiten mit Deckungsreihen zeigten, die mit vorgezogenen Spielerinnen agiert.

Erst in den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit zog der VfL auf 6:2 davon. Als dann Dörte Knickrehm in der 32. Minute gar auf 7:2 erhöhte, schien die Partie gelaufen zu sein. Aber dann warfen die Stormarnerinnen 15 Minuten lang überhaupt kein Tor und Wittorf kam bis zur 49. Minute auf 6:7 heran. Stefanie und Melanie Bernecker aber sorgen dann in der Schlußphase mit ihren Treffern dafür, daß der Vorsprung des VfL bis zum Schluß wieder deutlicher wurde.

 

Dörthe Knickrehm

Beste VfL-Spielerin war Jeanine Hildebrand, die die Wittorferinnen schier zur Verzweiflung brachte. Die 14 Tore teilten sich Melanie Bernecker (4/2), Andrea Hasenberg (3), Stefanie Bernecker, Martina Gliewe, Heinke Juds (je 2) und Dörte Knickrehm. Außerdem kamen noch Beate Juds und Annabel Hartmann zum Einsatz.

 



Andrea Hasenberg

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.3.1989

 

(mth) … Bereits morgen steht in der Handball-Oberliga der nächste (vorletzte) Spieltag auf dem Programm. Der VfL erwartet um 17 Uhr in der Stormarnhalle die zweite Mannschaft des VfL Bad Schwartau. Mit einem Sieg wollen die Oldesloerinnen ihren zweiten Platz festigen und sich bei ihren Zuschauern mit einer guten Leistung für die beiden letzten schwächeren Vorstellungen rehabilitieren.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.3.1989

 

19:11 gegen Schwartau II
VfL-Damen haben die Vizemeisterschaft sicher

(mth) – Die Damen-Oberligamannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe hat die Formkrise, die kurz vor und kurz nach dem Rücktritt von Jörg Fischer als Trainer die Mannschaft entscheidend zurückwarf, endgültig überwunden. Zwei Tage nach dem 14:9-Erfolg in Wittorf besiegte die Truppe um Mannschaftsführer Andrea Hasenberg die zweite Mannschaft des VfL Bad Schwartau mit 19:11 (12:5) und hat nun die Vizemeisterschaft fast sicher.

 

Stefanie Bernecker

Der Meistertitel allerdings ist für den VfL endgültig verloren gegangen, denn Tabellenführer DJK Kiel besiegte die damit zum Abstieg verurteilte Turnerschaft aus Kaltenkirchen mit 24:16. Vor dem letzten Spieltag ist der Aufsteiger aus der Landeshauptstadt bei zwei Punkten Vorsprung und einer deutlich besseren Tordifferenz von den Stormarnerinnen nicht mehr einzuholen.

Beim letzten Heimspiel der VfL-Damen in der Stormarnhalle hielten die Schwartauerinnen nur knapp 18 Minuten lang mit. Nur mit 5:4 führte der VfL, der allerdings nie in Rückstand geriet, bis zur 18. Minute. Dann aber spielte die Mannschaft bis zur Pause wie entfesselt auf und zog auf 12:5 davon.

 

Andrea Hasenberg

Nach dem Seitenwechsel legte der VfL wie so oft erst einmal eine längere Ruhepause ein und ließ die Schwartauerinnen auf 8:12 (24. Minute), 9:13 (40. Minute) und 10:14 (42. Minute) herankommen. Damit aber hatten die Gäste ihr Pulver bis zur Schlußminute, in der ihr nächster und letzter Treffer gelang, verschossen.

Der VfL konnte seinen Vorsprung wieder fast nach Belieben ausbauen, wobei zwischen dem 17:10 in der 46. und dem 18:10 in der 55. Minute fast zehn Minuten „Sendepause“ war.

 

Heinke Juds

Erfolgreichste Torwerferinnen beim VfL waren Martina Gliew und Heinke Juds mit je vier Treffern. Stefanie und Melanie Bernecker waren je dreimal erfolgreich. Andrea Hasenberg steuerte zwei Treffer zum Sieg bei und schaltete dazu in der Abwehr die ansonsten gefährlichste Werferin der Schwartauerinnen, Karin Sommer aus.

Auf einen Treffer brachte es neben Dörte Knickrehm (saß lange nach einem Schlag ins Gesicht auf der Bank) und Nicole Röhrs auch Alexandra Bartels. Ihr Treffer zum 19:10 wurde dabei besonders lautstark beklatscht, denn es war ihr erstes Oberliga-Tor überhaupt. Beate Juds, die außerdem noch zum Einsatz kam, hatte diese Premiere ja schon im vorletzten Heimspiel gehabt. Im VfL Tor zeigte Jeanine Hildebrand nicht nur wegen zweier gehaltener Siebenmeter eine hervorragende Leistung.

 

Heinke Juds

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.3.1989

 

13.3.1989 - Erfolgsdruck war weg - Gutes Spiel
VfL Oldesloe - VfL Bad Schwartau II 19:11

In Oldesloe hatte man die Meisterschaft am Sonnabend offenbar schon abgeschrieben. Jedenfalls spielte die Mannschaft völlig befreit auf und ließ dem Gast aus Bad Schwartau kaum eine Chance. Allerdings muß man sagen, dasß der VfL mit dem letzten Aufgebot nach Oldesloe gereist war.

In der ersten Viertelstunde konnte die Regionalligareserve noch mithalten, doch als dann Dörte Knickrehm nach einem Foul mit Verdacht auf Jochbeinbruch ausscheiden mußte, ging ein Ruck durch das Oldesloer Team. Von 5:4 setzten sich die Gastgeberinnen auf 10:4 ab.

Nach dem üblichen Blackout nach der Pause (12:5 auf 12:8) fand Oldesloe wieder zum Spiel und führte nach einer Dreiviertelstunde mit 17:10. Dann fiel lange kein Tor mehr, beide Parteien überboten sich im Auslassen von Torchancen.
Sport Aktuell

 

Letzter Spieltag in der Handball-Oberliga der Damen …

(kx) … Mit dem Oldenburger SV stehen die Damen vom VfL Oldesloe im Fernduell. Allerdings sind beide Teams weit vom Abstieg entfernt, denn sie kämpfen um die Vizemeisterschaft. Mit einem Unentschieden beim MTV Heide (Sonnabend, 17.30 Uhr) wäre den Oldesloerinnen dieser Titel nicht mehr zu nehmen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.3.1989

 

VfL-Damen Vizemeister

Ingrid Fietz neue Trainerin

(mth) Mit einem ungefährdeten 20:14 (10:6)-Erfolg beim MTV Heide sicherte sich der VfL Oldesloe in der schleswig-holsteinischen Oberliga der Handballdamen endgültig die Vizemeisterschaft. So ganz sicher ist man sich bei den VfLerinnen aber nicht, ob man über diese Placierung nun glücklich oder unglücklich sein soll.

Vor Saisonbeginn hat in der Mannschaft oder in ihrem Umfeld niemand ein solches Abschneiden für möglich gehalten. Zwischendurch aber haben die Zeichen ja sogar ganz eindeutig in Richtung Meisterschaft gezeigt, aber ein unerklärliches Formtief mit Punktverlusten selbst gegen Mannschaften aus der Abstiegszone (SG Großensee/Möhnsen und TSV Neustadt) haben die Truppe von diesem Ziel wieder abgebracht.

 

Der Rückzug von Trainer Jörg Fischer in eben dieser Phase hat sicher ein übriges dazu getan, daß der Meisterschaftszug ohne den VfL abfuhr. Aber bei Andrea Hasenberg und Co. sollte man sich darob nicht allzu sehr grämen. Die Mannschaft kann stolz sein auf das Erreichte. Dieses Gefühl hat inzwischen auch offensichtlich die Oberhand gewonnen. Alle Spielerinnen des augenblicklichen Kaders – Torhüterin Doris Ohlhöft hatte der Mannschaft ja schon mit Jörg Fischer den Rücken gekehrt – haben grundsätzlich erklärt, der Mannschaft auch für die nächste Saison zur Verfügung zu stehen.

Fündig ist Mannschaftsbetreuer Peter Stäcker inzwischen auch bei der Suche nach einem neuen Trainer geworden. Es ist, erstmalig im VfL Oldesloe, soweit wir uns erinnern, eine Trainerin. Ingrid Fietz, früher in der Bundesliga für die SG Jarplund-Weding aktiv, zuletzt Spielerin bei der TSV Reinbek und Trainerin beim SC Norderstedt, wird am 4. April die Nachfolge von Jörg Fischer – die letzten vier Saisonspiele coachte Stäcker ja zusätzlich zu seinen sonstigen Aufgaben – antreten und mit den Vorbereitungen für die nächste Saison beginnen.

Beim letzten Spiel der Saison in Heide kam der VfL auch ohne Glanzleistung zu einem ungefährdeten Erfolg. Das 1:0 der Heiderinnen in der 1. Minute war ihre einzige Führung im gesamten Spiel. Bis zum 2:22 in der 8. Minute konnten die Dithmarscherinnen noch einigermaßen mithalten, aber dann bestimmte der VfL ganz eindeutig die Richtung.

Über 4:2 (10. Minute) und 6:3 (18. Minute) zogen die Stormarnerinnen auf 9:4 (22. Minute) davon. Von diesem Vorsprung zehrte der VfL bis zum Spielschluß. Gelegentlich kamen die Heiderinnen etwas dichter heran, aber die Kraft der Oldeslorinnen reichte stets aus, dann das Tempo ein wenig anzuziehen und den Vorsprung wieder auszubauen.

Bemerkenswert noch die 59. Minute: Da wurde dem VfL abermals ein Siebenmeter zugesprochen. Nachdem Dörte Knickrehm (2) und Melanie Bernecker vorher schon drei Siebenmeter verwandelt hatten und der Sieg bei einem Zwischenstand von 18:14 schon feststand, wurde Annabel Hartmann zur Ausführung beordert.

Aus besonderem Grund natürlich, denn sie hatte, selten genug ja bislang zum Einsatz gekommen, als einzige Spielerin des Kaders noch kein Oberliga-Tor in dieser Saison erzielt. Und Annabel, auf ihrem anderen sportlichen Betätigungsfeld ja beste Nachwuchs-Bahnengolferin in Deutschland, bewies auch mit dem Handball Nervenstärke und Ballgefühl. Von der Auswechselbank kommend überwand sie die Heider Torhüterin mit einem gut getimten Heber.

Schützenkönigin ihrer Mannschaft wurde sie damit natürlich nicht – die weiteren Treffer teilten sich Dörte Knickrehm (7), Melanie Bernecker (5), Stefanie Bernecker, Andrea Hasenberg, Martina Gliewe (je 2) und Heinke Juds –, aber kaum ein anderer Treffer wurde so umjubelt. Außerdem kamen in Heide für den VfL noch Jeanine Hildebrand (hielt unter anderem zwei Siebenmeter), Beate Juds und Alexandra Bartels zum Einsatz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.3.1989

 

20.3.1989 - Bad Oldesloe weiter auf Erfolgskurs
MTV Heide - VfL Oldesloe 14:20

Das hatte sich Trainerin Marita Pietrasch anders vorgestellt. Im letzten Spiel unter ihrer Regie konnte der MTV nicht an die Form der letzten Wochen anknüpfen. Allerdings war Oldesloe auch ein starker Gegner.

An dem Sieg des VfL gab es nicht zu deuteln, schon in der ersten Halbzeit erspielten sich die Stormarnerinnen einen Vorsprung, der allerdings durch Heider Wurfpech begünstigt wurde. In der zweiten Halbzeit baute der VfL, bei dem Dörte Knickrehm kaum zu bremsen war, seine Führung sogar auf 16:10 aus. Der MTV gab nicht auf und konnte nach 55 Minuten sogar auf zwei Tore herankommen. Doch ein dummes Tor von Außen besiegelte die Heider Niederlage.
Sport Aktuell

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