Saison 1979 / 80 Hinrunde

Mittwoch, 22. August 1979

VfL-Mädchen schon in Form

Der Deutsche Meister gewann zwei Turniere in Holland

(st) Am Wochenende nahm die weibliche Jugend-A-Mannschaft der Handballer des VfL Oldesloe an einem internationalen Turnier des Achilles '28 Utrecht in Holland teil. Am Sonnabend gewannen die VfL-Mädchen gegen HV Baarn '73 mit 7:3, BS Bunschoten 8:1, Shot/Isselstein 10:1 und SV Verbruggen Utrecht 5:0. Der erste Pokal war überlegen gewonnen. Am Abend waren die Mädchen zu einer Disco eingeladen.

Am Sonntag sprangen die VfL-Mädchen kurzfristig für eine ausgefallene Mannschaft in einem neuen Pokalturnier ein. Sie gewannen gegen HV Hoofddorp 12:2, Seyst 6:0, S.H.U.V. Utrecht 8:0 und HV M.M.O Hoogmade 10:1. Pokal und Wimpel gingen wiederum an den VfL, der mit Kathrin Schäfer und Martina Pusch (im Tor), Andrea Güldenpfennig, Anja Müller, Andrea Struppek, Susanne Paetz, Wiebke Rickert, Martina Ivens, Meike Schäfer und Anja Bünger spielte. Betreut wurde die Mannschaft von Ulli Meyer. Alle Teilnehmer waren vom anschließenden Amsterdam-Bummel hellauf begeistert.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.8.1979

 

Mittwoch, 29. August 1979

VfL-Mädchen schon in Bestform

Sieger eines internationalen Turniers in Wittingen

(st) Schon in ausgezeichneter Verfassung ist die weibliche A-Jugendmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe. Der Deutsche Meister beteiligte sich am letzten Wochenende an einem internationalen Turnier des VfL Wittingen (Niedersachsen) und holte sich nach zum Teil äußerst spannenden Kämpfen den Turniersieg.

In der Vorrunde hatten die Oldesloerinnen nicht allzu viel Mühe, um sich den Gruppensieg zu sichern. SV Jemke wurde glatt mit 19:4 bezwungen. Saga Kopenhagen hatte mit 7:13 das Nachsehen und der MTV Soltau hatte beim 9:2-Erfolg der Schützlinge von Trainer Ulli Meyer ebensowenig eine Chance wie Gastgeber VfL Wittingen, der mit 4:13 das Nachsehen hatte.

Etwas mehr Mühe hatten die Stormarnerinnen dann schon in der Zwischenrunde, aber auch Jahn Wolfsburg wurde mit 8:5 geschlagen. Im Halbfinale kam es dann zu einem überaus interessanten Vergleich, denn der Gegner des VfL war niemand anders als der Niedersachsen-Meister TuS Bergen, dem man schon in den Spielen um die Norddeutsche Meisterschaft begegnet war und den noch heute viele als den stärksten Gegner auf dem Weg zur späteren Deutschen Meisterschaft ansahen. Den Niedersachsen aber gelang die Revanche nicht. Mit 10:4 behielt der VfL deutlich die Oberhand und hatte sich damit für das Endspiel gegen TuS Alstertal-Hamburg qualifiziert.

Das Finale nahm dann einen überaus spannenden Verlauf. Die Oldesloerinnen führten zur Halbzeit mit 1:0 und behaupteten einen knappen Vorsprung bis zur Schlußminute. Sekunden vor dem Abpfiff gelang den Alstertalerinnen dann aber der 3:3-Ausgleich und auch in der notwendig gewordenen Verlängerung reichte eine VfL-Führung nicht bis zum Schlußpfiff. Im anschließenden Siebenmeterwerfen hielt Susanne Paetz, die im zweiten Turnierabschnitt das VfL-Tor hütete, dann zwei Strafwürfe und Andrea Güldenpfennig sicherte mit dem letzten Siebenmeter den 8:7-Sieg für die Stormarnerinnen.

Mit Andrea Güldenpfennig ist auch schon die überragende Oldesloer Spielerin genannt. Sie wurde als beste Spielerin des gesamten Turniers ausgezeichnet und war mit 37 Toren auch die erfolgreichste Werferin.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.8.1979

 

Mittwoch, 5. September 1979

Am Ende fehlte die Kraft

VfL-Handballmädchen erstmalig geschlagen

(st) Bei einem glänzend besetzten Turnier des TSV Altenholz mußte sich die weibliche Handball-A-Jugendmannschaft des VfL Oldesloe erstmals in dieser Saison eine Niederlage gefallen lassen. Die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer drangen zwar bis ins Endspiel vor, verloren im Finale gegen den TSV Kremperheide dann aber unerwartet glatt mit 2:12(!).

In Ihrem ersten Vorrundenspiel des Turniers, an dem sich neben dem VfL mit TSV Altenholz, TSV Kremperheide und TSV Jarplund drei weitere schleswig-holsteinische Oberligisten beteiligten, hatten die Oldesloer Mädchen mit dem TSV Kronshagen nicht viel Mühe und gewannen mit 10:6, Gegen den TSV Kremperheide taten sie sich dann schon erheblich schwerer. Fünf Minuten vor Spielende führten sie zwar noch mit 8:5, aber Sekunden vor dem Schlußpfiff konnte der Gegner dann noch den 8:8-Ausgleich erzwingen. Die beiden restlichen Vorrundenspiele wurden dann wiederum klar mit 18:11 gegen Union 03 Hamburg und 13:4 gegen den SV Mönkeberg gewonnen.

Auch in der Zwischenrunde trumpften die Stormarnerinnen noch einmal mächtig auf. Gastgeber TSV Altenholz wurde mit 10:5 glatt abgefertigt. Alle diese Spiele zusammen aber hatten den amtierenden Deutschen Meister, der ja immerhin vier Spielerinnen aus seinem Meisterteam – Renate Warncke, Andrea Hasenberg, Jeanette Müller und Christiane Buck – in der neuen Saison ersetzen muß, offensichtlich zu viel Kraft gekostet.

Im Finale jedenfalls, als es erneut gegen den TSV Kremperheide ging, waren die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer mit ihren Reserven am Ende Sie gingen zwar noch mit 1:0 in Führung. dann aber brachen sie völlig ein. Am Ende hatten die Mädchen aus Kremperheide, die eine überragende Torhüterin in ihren Reihen hatten, mit 12:2 gewonnen.

Hoffen wir, daß der VfL, der in Andrea Güldenpfennig (23). Antje Schütt (10), Susanne Paetz (9) und Martina Ivens (8) seine erfolgreichsten Werferinnen hatte, sich bis zum Punktspielstart am Sonnabend dieser Woche beim MTV Herzhorn wieder vollständig von diesen Strapazen erholt hat und in Bestform auftrumpfen kann.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.9.1979

 

Sonnabend, 8. September 1979

MTV Herzhorn – VfL Oldesloe wJA 13:11 (6:7)

Auftakt nicht nach Wunsch

A-Jugend verlor

(st) Nicht nach Wunsch verlief für die Handballabteilung des VfL Oldesloe der Auftakt für die neue Punktspielsaison. In der schleswig-holsteinischen Oberliga der weiblichen A-Jugend mußte der amtierende Deutsche Meister beim Aufsteiger MTV Herzhorn eine nicht ganz unerwartete 11:13-Niederlage hinnehmen. …

Die weibliche A-Jugend hatte in Herzhorn zwar einen guten Start und ging auch mit 7:4 in der ersten Spielhälfte in Führung, in der Deckung aber taten sich bei der Truppe von Trainer Ulli Meyer immer wieder große Lücken auf, so daß die Gastgeberinnen, die über zwei wurfgewaltige Rückraumspielerinnen verfügten, noch vor dem Seitenwechsel auf 6:7 verkürzen konnten.

Als der VfL in der zweiten Spielhälfte dann aber wiederum auf 9:6 davonziehen konnte und Torhüterin Martina Pusch zwei Siebenmeter abwehrte, sah alles nach einem Sieg der Stormarnerinnen aus. Der Deutsche Meister hatte damit aber sein Pulver bereits verschossen und in einem mitreißenden Endspurt rissen die Gastgeberinnen unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer das Spiel noch aus dem Feuer.

Mit sieben Toren, darunter vier verwandelte Siebenmeter, war Andrea Güldenpfennig einmal mehr die erfolgreichste Oldesloer Werferin. Antje Schütt (2), Meike Schäfer und Anja Müller besorgten die restlichen Treffer für den VfL, der sich durch diese Niederlage nicht allzu sehr deprimieren lassen sollte. Schließlich gab es auch im letzten Jahr zum Auftakt einer beispiellos erfolgreichen Saison eine Niederlage!

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.9.1979

 

Sonntag, 30. September 1979

Riemann Eutin – VfL Oldesloe wJA 8:23

Erster Auswärtssieg für den Deutschen Meister

(st) Im zweiten Auswärtsspiel der noch jungen Saison gelang der weiblichen A-Jugendmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe der erste Sieg in fremder Halle. Bei TS Riemann Eutin gewann der Deutsche Meister überlegen mit 23:8. Nur in den Anfangsminuten hatten die Stormarnerinnen Schwierigkeiten mit dem Gegner, dann dominierten sie eindeutig und erhielten viel Beifall von den mehr als 200 Zuschauern. Andrea Güldenpfennig wurde in diesem Spiel zwar kurz gedeckt, konnte zusammen mit Anja Müller aber dennoch die meisten Tore für die Truppe von Trainer Ulli Meyer erzielen. Beide kamen auf sechs Treffer. Antje Schütt (4), Susanne Paetz (3), Andrea Struppek (2), Martina Ivens und Anja Bünger erzielten die weiteren Treffer. Im Tor kamen Kathrin Schäfer und Martina Pusch zum Einsatz. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.10.1979

 

Sonnabend, 20. Oktober 1979

VfL-Mädchen wieder im Kommen

Der Deutsche Meister gewann Oberliga-Spitzenspiel

(st) Die weibliche A-Jugend der Handballabteilung des VfL Oldesloe – ihres Zeichens amtierender Deutscher Meister – befindet sich in der schleswig-holsteinischen Oberliga nach dem mißglückten Saisonstart wieder auf dem Vormarsch. Die Truppe von Trainer Ulli Meyer bezwang im Spitzenspiel den TSV Kremperheide mit 18:12.

Die Oldesloerinnen waren in diese Begegnung mit gehörigem Respekt gegangen, denn die Gäste hatten sie bei einem Turnier vor der Punktspielsaison „alt“ aussehen lassen. Mit 2:12 hatte der Deutsche Meister dort das Nachsehen gehabt.

Entsprechend konzentriert ging der VfL zu Beginn zu Werke und holte eine 3:0-Führung heraus, ehe den Gästen das erste Gegentor gelang. Aber die Steinburgerinnen gaben sich noch lange nicht geschlagen. Kurz vor der Halbzeit waren sie bis auf 5:6 herangekommen.

Auch als der VfL nach dem Seitenwechsel den Halbzeitvorsprung von 7:5 auf 11:5 ausdehnte, war das Spiel für ihn noch nicht gelaufen. Angetrieben von seiner besten Spielerin, Silke Hanke, legte der TSV einen furiosen Zwischenspurt hin und verkürzte auf 11:12. Hätte nicht VfL-Torhüterin Kathrin Schäfer zwei Alleingänge durch tolle Paraden gestoppt, wäre das Spiel vermutlich sogar noch umgekippt.

So aber konnte der VfL sich noch einmal fangen und entschied das Spiel mit 16:12 für sich. Mit neun Toren war Andrea Güldenpfennig einmal mehr die erfolgreichste Oldesloer Werferin. Martina Ivens, Anja Müller (je 2), Susanne Paetz, Anja Bünger und Antje Schütt zeichneten für die restlichen Treffer verantwortlich.

In der Tabelle rangiert der VfL mit 6:2 nun schon wieder auf dem dritten Platz. Davor liegen VfL-Bezwinger MTV Herzhorn und der TSV Nord Harrislee mit je 7:1 Punkten. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.10.1979

 

Mittwoch, 24. Oktober 1979

Karrieresprung für Andrea Güldenpfennig

(st) Die großartigen Leistungen von Andrea Güldenpfennig, der wohl talentiertesten Spielerin der Deutschen Meistermannschaft der weiblichen Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe, sind auch dem Jugendtrainer des Deutschen Handballbundes, Walter Kreienmeyer, nicht verborgen geblieben. Der DHB-Trainer hat Andrea zusammen mit 24 anderen Mädchen zu einem Lehrgang ins Handball-Leistungszentrum nach Essen eingeladen. Im Anschluß an den Lehrgang, der vom 28. Oktober bis zum 1. November dauert, finden am 2. und 3. November zwei Jugend-Länderspiele im westdeutschen Raum gegen Frankreich statt. Sollte sich Andrea Güldenpfennig auch auf dem Lehrgang gut in Szene setzen können, hat sie eine große Chance, für diese Länderspiele nominiert zu werden. Die Entscheidung über den Länderspielkader wird am Lehrgangsende erfolgen. Wir drücken der talentierten Oldesloer Handballspielerin auf jeden Fall alle verfügbaren Daumen.

STORMARNER TZAGEBLATT vom 24.10.1979

 

Sonntag, 4. November 1979

VfL Oldesloe wJA – TSV Altenholz 13:9 (6:4)

VfL-Mädchen nun schon Zweite

Dem Deutschen Meister genügte mittelmäßige Leistung

(mth) In der schleswig-holsteinischen Oberliga der weiblichen Handball-A-Jugend befindet sich der VfL Oldesloe weiter auf dem Vormarsch. Nach einem 13:9- (6:4)-Erfolg über den TSV Altenholz rangiert der amtierende Deutsche Meister nun schon wieder auf dem zweiten Tabellenplatz, da der bisherige Zweite, MTV Herzhorn, beim VfL Bad Schwartau überraschend einen Punkt abgab.

Gegen die Altenholzer Mädchen genügte der Truppe von Trainer Ulli Meyer eine mittelmäßige Leistung, um zu einem jederzeit sicheren Sieg zu kommen. Andrea Güldenpfennig und Martina Ivens waren dabei mit je vier Toren die erfolgreichsten Oldesloer Werferinnen. Susanne Paetz (3), Andrea Struppek und Antje Schütt warfen die restlichen Tore für den VfL.

Am nächsten Sonntag werden die Oldesloer Mädchen aber mit Sicherheit in besserer Form aufspielen müssen, wenn sie beim derzeitigen Tabellenführer TSV Nord Harrislee antreten müssen. Die ehrgeizigen Flensburgerinnen, die schon im letzten Jahr dem VfL arg zusetzten, unterstrichen am Wochenende ihre gute Form mit einem 12:7-Auswärtserfolg beim SV Tungendorf. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.11.1979

 

Sonntag, 11. November 1979

TSV Nord Harislee – VfL Oldesloe wJA 15:16 (7:8)

VfL-Handballmädchen schon wieder Tabellenführer

Knapper 16:15-Erfolg beim schärfsten Konkurrenten

(mth) Die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe hat sich in der schleswig-holsteinischen Oberliga schon wieder die Tabellenführung erkämpft. Im absoluten Spitzenspiel des Wochenendes setzte sich der amtierende Deutsche Meister beim bisherigen Tabellenführer TSV Nord Harrislee nach einer überaus spannenden Begegnung mit 16:15 durch. Für die Truppe von Trainer Ulli Meyer war es der fünfte Sieg hintereinander.

Vor mehr als 250 begeisterten Zuschauern entwickelte sich von Anbeginn an ein hochklassiges und spannendes Spiel. Den 1:0-Führungstreffer von Susanne Paetz konnten die Gastgeberinnen zwar postwendend ausgleichen, aber dann trumpfte der Deutsche Meister mächtig auf und zog auf 5:1 davon. Als Kathrin Schäfer dann sogar einen Siebenmeter parieren konnte, schien alles auf eine klare Angelegenheit für die Oldesloerinnen hinaus zu laufen.

Aber es sollte dann alles anders kommen. Durch fünf Treffer hintereinander gingen die Flensburgerinnen ihrerseits mit 6:5 in Führung und der VfL hatte anschließend große Mühe eine 8:7-Halbzeitführung herauszuwerfen.

All diese Mühe schien nach dem Seitenwechsel vergebens zu sein, denn angetrieben von Jugendnationalspielerin Iris Mainusch übernahm der Gastgeber eindeutig die Initiative und zog auf 12:9 davon. Der VfL schien förmlich zusammenzubrechen, raffte sich dann aber zu einem imponierenden Endspurt auf. Der Rückstand wurde durch vier Tore hintereinander flugs in einen 13:12-Vorsprung umgewandelt und in den letzten Minuten beantwortete die einmal mehr überragende Andrea Güldenpfennig jeden Treffer der Gastgeberinnen mit einem erfolgreichen Torwurf.

Den Siegtreffer erzielte die nervenstarke Andrea dabei fünf Sekunden vordem Abpfiff.

Neben Andrea Güldenpfennig, die mit sieben Toren erneut erfolgreichste Werferin des VfL war, kamen noch Susanne Paetz, Andrea Struppek, Antje Schütt, Wiebke Rickert (alle 2) und Martina Ivens zu Torerfolgen. Außerdem kamen noch Kathrin Schäfer und Martina Pusch, die sich im Tor abwechselten, Anja Müller und Anja Bünger zum Einsatz.

In der Tabelle führt der VfL nun mit 10:2 Punkten vor dem TSV Nord Harrislee und dem MTV Herzhorn (beide 9:3). …

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.11.1979

 

Sonntag, 18. November 1979

VfL Oldesloe wJA – VfL Bad Schwartau 19:11 (9:8)

VfL-Mädchen nicht zu stoppen

Sicherer 19:11-Erfolg über den VfL Bad Schwartau

(mth) In der schleswig-holsteinischen Oberliga der weiblichen Handball-A-Jugend ist der amtierende Deutsche Meister, der VfL Oldesloe, im Moment einfach nicht zu stoppen. Die Truppe von Trainer Ulli Meyer holte in der Stormarnhalle einen überzeugenden 19:11-Sieg über den VfL Bad Schwartau.

Die Oldesloerinnen, die mit diesem Sieg ihre Tabellenführung eindrucksvoll behaupteten, hatten mit dem Gegner nur eine Halbzeit lang Schwierigkeiten. Die Gäste lagen sogar über weite Strecken knapp in Führung, und es bedurfte schon einer guten Form von Andrea Güldenpfennig, die mit neun Treffern wiederum die mit Abstand erfolgreichste Torschützin der Oldesloerinnen war, um bis zur Pause eine knappe 9:8-Führung für den VfL herauszuholen. Ihr Treffer zum 4:4-Gleichstand war im übrigen der 100. Treffer des VfL in der laufenden Saison.

Nach dem Seitenwechsel beherrschte der VfL Oldesloe das Spiel fast nach Belieben. Großen Anteil daran hatte auch Torhüterin Martina Pusch, die die an diesem Tag ein wenig indisponierte Kathrin Schäfer – am Wochenende zuvor in Harrislee noch in hervorragender Form – schon vor der Halbzeit ablöste und mit glänzenden Paraden aufwartete.

Neben Andrea Güldenpfennig traten bei den Oldesloerinnen noch Andrea Struppek, Susanne Paetz (je 3), Martina Ivens (2), Anja Müller und Antje Schütt als Torschützen in Erscheinung. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.11.1979

 

Mittwoch, 21. November 1979

Spaziergang war's nicht

Handballmädchen des VfL gewannen wiederum ein Turnier

(st) An einem nationalen Hallenhandballturnier nahm die weibliche A-Jugend des VfL Oldesloe an Buß- und Bettag in Bremervörde teil. Die Reise lohnte sich: Als Turniersieger kehrten die VfL-Mädchen heim. In der Anfangsphase – beim Spiel gegen den vorjährigen Turniersieger MTV Aurich – taten sich die Oldesloer Mädchen etwas schwer. Doch zur Pause führten sie bereits mit 5:2, und am Ende stand es sogar 13:4 für den VfL. Noch klarer fiel der Sieg gegen den Gastgeber TSV Bremervörde aus: 19:3 hieß es am Ende für die Stormarner.

Die Endspielpaarung hieß VfL Oldesloe gegen TV Cloppenburg. Innerhalb von fünf Minuten gingen die Oldesloer Mädchen mit 3:1 in Führung. Aber die Rivalinnen aus Cloppenburg ließen nicht locker und erreichten zur Pause ein 5:5. Es sollte für die VfL-Mädchen noch dicker kommen: Der Gegner zog auf 6:7 davon. Andrea Güldenpfennig (sie warf an diesem Tag 18 Tore) war es vergönnt, mit drei Treffern hintereinander die VfL-Mannschaft mit 9:7 in Führung zu bringen. Dabei blieb es bis zum Schluß.

Der Wanderpokal ging somit (nach 1975 und 1976) zum drittenmal nach Bad Oldesloe. Die von Ulli Meyer betreute Mannschaft spielte mit Martina Pusch (im Tor), Andrea Güldenpfennig (18 Tore), Antje Schütt (sieben), Anja Bünger (sechs), Susanne Paetz (vier), Wiebke Rickert (drei), Andrea Struppeck (zwei) und Kathrin Schäfer (ein Tor).

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.11.1979

 

Freitag, 23. November 1979

Schleswig-Holstein ehrte Nachwuchsmeister

Mit der Jugendsportplakette der Sportjugend Schleswig-Holstein wurden in Kiel 78 junge Sportler des Landes ausgezeichnet, die sich auf überregionaler Ebene in diesem Jahr besondere Lorbeeren erworben haben. Mit 18 Sportlern stellte dabei der Kreis Stormarn ein ganz beachtliches Kontingent. Mit von der Partie war natürlich der Deutsche Meister der weiblichen Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe …

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.11.1979

 

Freitag, 30. November 1979

RW Kiebitzreihe beim Deutschen Meister

(st) Der amtierende Deutsche Meister der weiblichen Handball-A-Jugend, der VfL Oldesloe, trifft am Sonnabend um 16 Uhr in der Stormarnhalle auf den Tabellenfünften RW Kiebitzreihe. Trainer Ulli Meyer hat für diese Begegnung sein bestes Aufgebot „an Bord“ und hofft natürlich mit einem Sieg die Tabellenführung in der schleswig-holsteinischen Oberliga verteidigen zu können. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.11.1979

 

Sonnabend, 1. Dezember 1979

VfL Oldesloe wJA – Rot-Weiß Kiebitzreihe 18:13 (12:9)

Der Meister marschiert

RW Kiebitzreihe nach nervösem Beginn 18:13 geschlagen

(st) Die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe verteidigte mit einem 8:13-Erfolg über RW Kiebitzreihe die Tabellenführung in der schleswig-holsteinischen Oberliga. Die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer begannen dabei die Partie reichlich nervös und mit großen Deckungsschwächen. Nur der erneut überragenden Andrea GüIdenpfennig, die bis zur zehnten Minute sechs Tore hintereinander für ihre Mannschaft erzielte, hatten es die Oldesloerinnen zu verdanken, daß sie mit dem Gegner mithalten und bei 6:5 erstmalig in Führung gehen konnten.

Dieser Vorsprung wurde dann schnell auf 8:5 ausgebaut und als Martina Pusch dann drei Siebenmeter hintereinander abwehren konnte, war die Partie praktisch für den VfL gelaufen. Über einen 12:9-Halbzeitstand gelang den Oldesloerinnen im Endspurt schließlich ein glatter 18:13-Erfolg.

Neben Andrea Güldenpfennig, die es auf insgesamt zehn Treffer brachte, waren noch Andrea Struppek (3), Antje Schütt, Martina Ivens (je 2) und Wiebke Rickert für den VfL erfolgreich.

In der Tabelle konnte der VfL seinen Vorsprung noch vergrößern, da der bisherige Tabellenzweite, der TSV Nord Harrislee beim VfL Bad Schwartau mit 9:13 unterlag. Neuer Tabellenzweiter ist nun der MTV Herzhorn, jene Mannschaft also, die dem VfL im Saisoneröffnungsspiel die bislang einzige Niederlage zufügte. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.12.1979

 

Sonnabend, 15. Dezember 1979

Vorentscheidung könnte fallen

(mth) Ein vielleicht schon vorentscheidendes Spiel hat an diesem Wochenende die weibliche A-Jugendmannschaft der Handballabteilung des VfL Oldesloe zu absolvieren. Der amtierende Deutsche Meister und derzeitige Tabellenführer in der schleswig-holsteinischen Oberliga erwartet am Sonnabend um 16 Uhr in der Stormarnhalle den Tabellenzweiten MTV Herzhorn.

Die Herzhorner Mädchen haben dem VfL zu Saisonbeginn die bisher einzige Niederlage zugefügt, und kommen mit der frischen Empfehlung eines 13:6-Erfolges beim TSV Altenholz. Trainer Ulli Meyer geht in diese Spitzenbegegnung nicht ganz ohne Sorgen, denn seine „Starspielerin“ Andrea Güldenpfennig hat die ganze Woche über wegen einer Grippe nicht trainieren können, und es ist noch ungewiß, ob sie eingesetzt werden kann. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.12.1979

 

Sonnabend, 15. Dezember 1979

VfL Oldesloe wJA – MTV Herzhorn 10:9 (6:4)

Ein Handball-Krimi mit gutem Ausgang

Der Deutsche Meister VfL schlug MTV Herzhorn nach dramatischem Schluß mit 10:9

(mth) Der Betrachter des Spitzenspiels in der schleswig-holsteinischen Oberliga der weiblichen Handball-A-Jugend zwischen dem VfL Oldesloe und dem MTV Herzhorn in der Stormarnhalle fühlte sich um ein gutes halbes Jahr zurückversetzt, als der VfL Oldesloe auf seinem erfolgreichen Weg zur Deutschen Meisterschaft mit einer ganzen Serie von „Handball-Krimis“ seine vielen Anhänger unter Spannung hielt und in Aufregung versetzte.

Nach 50 spannenden Minuten und einer Schlußphase, die an Spannung und Hektik alles bisher Dagewesene übertraf, behielten die Oldesloerinnen schließlich mit 10:9 (6:4) die Oberhand. Der Truppe von Trainer Ulli Meyer gelang damit eine erfolgreiche Revanche für die Niederlage in Herzhorn zum Saisonanfang und bei drei Punkten Vorsprung vor den Herzhornerinnen hat sie als Tabellenführer nun alle Chancen, den Landesmeister-Titel erfolgreich zu verteidigen.

Der Coach der Oldesloer Mädchen hatte sich für diese Begegnung einen besonderen Schachzug ausgedacht. Um die beste Herzhorner Spielerin, Kerstin Jönßon, zu neutralisieren, hatte er Anja Müller als Sonderbewacherin zu ihr gestellt. Diese Maßnahme von Ulli Meyer erwies sich als Volltreffer, denn Anja Müller löste ihre Aufgabe so vortrefflich, daß Kirstin Johnson, sonst eine gefürchtete Rückraumwerferin, kaum einmal zum Torwurf geschweige denn zu einem Torerfolg kam.

Den Herzhorner Mädchen aber waren durch die Ausschaltung ihrer sonstigen Scharfschützin weiß Gott noch nicht alle Trümpfe aus der Hand genommen. Sabine Grenda trat erfolgreich in ihre Fußstapfen. Mit Insgesamt sieben Treffern, darunter drei verwandelte Siebenmeter, sorgte sie, die immer wieder von ihren Mitspielerinnen geschickt freigesperrt wurde, dafür, daß der VfL trotz ständiger Führung nie zur Ruhe kam:

Der überragenden Herzhorner Spielerin aber verdankte es der VfL indirekt dann letztendlich doch, daß in der oben schon angedeuteten hektischen Schlußphase beide Punkte an der Trave blieben. Bis zur 44. Minute hatte der VfL einen scheinbar sicheren 10:7-Vorsprung herausgeworfen, doch innerhalb von zwei Minuten konnte Sabine Grenda diesen Vorsprung auf 10:9 reduzieren. Beim nächsten Herzhorner Angriff aber gingen bei ihr die Pferde durch. Sie leistete sich ein übles Foul, benahm sich auch danach unsportlich und wurde für den Rest der Spielzeit des Feldes verwiesen.

Der Dramatik des Spiels aber tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Auch in der Minderzahl setzten die Gäste noch einmal alles auf eine Karte. Ein umstrittener Siebenmeter 90 Sekunden vor dem Abpfiff schien sie an das Ziel ihrer Träume zu bringen, aber nun war ja die sichere Siebenmeterwerferin Grenda nicht mehr da und Kirstin Johnson scheiterte an einem glänzenden Reflex von VfL-Torhüterin Martina Pusch.

Martina Pusch, die nach der Halbzeit zunächst von Kathrin Schäfer ersetzt worden war, und eigens zu dem Siebenmeter wieder eingewechselt wurde, spielte ihre Rolle als „Joker“ und „Matchwinner“ auch in der Schlußsekunde noch einmal erfolgreich. Inzwischen war aus der Minderzahl der Herzhornerinnen eine Überzahl geworden, denn Antje Schütt und Andrea Güldenpfennig hatten sich von der Hektik anstecken lassen, und waren ebenfalls mit Zwei-Minuten-Strafen bedacht worden, aber die junge VfL-Torhüterin wehrte auch den letzten Verzweiflungsversuch der Gäste erfolgreich ab.

Andrea Güldenpfennig, die trotz kaum überstandene Grippe voll durchspielte, mit vier Toren und Andrea Struppek mit drei verwandelten Siebenmetern waren die erfolgreichsten Torwerferinnen beim VfL. Antje Schütt, Martina Ivens und Anja Müller erzielten die restlichen Treffer für die Oldesloerinnen, für die außerdem noch Ulrike Paetz und Wiebke Rickert zum Einsatz kamen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.12.1979

 

Donnerstag, 20. Dezember 1979

Immer noch im Mittelpunkt von Ehrungen und Auszeichnungen stehen die Mädchen der weiblichen Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe, die im Juni dieses Jahres bekanntlich die Deutsche Meisterschaft an die Trave holten. Ihre Weihnachtsfeier im „Altdeutschen Hof“, auf der die Jungen Sportlerinnen zeigten, daß sie auch im feiern wahre Meister sind und dabei über eine ausgezeichnete Kondition verfügen, nahm der VfL-Vorsitzende Walter Busch zum Anlaß, alle Meistermädchen, ihren Trainer Ulli Meyer und „Manager“ Manfred Fandrey mit der goldenen Ehrennadel des Vereins für besondere sportliche Leistungen auszuzeichnen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.12.1979

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