Saison 1980/81 - 2. Halbjahr

VfL Oldesloe Handball
Weibliche Jugend A

 

Dienstag, 13. Januar 1981

Auch ohne die „Asse“ reichte es zum Sieg. VfL-Handballmädchen gewannen Freundschaftsspiel.

(st) Zu einem Freundschaftsspiel beim MTV Ahrensbök nutzte der Deutsche Meister der weiblichen Handball-A-Jugend, der VfL Oldesloe, das punktspielfreie Wochenende in der schleswig-holsteinischen Oberliga. Trainer Ulli Meyer mußte in diesem Spiel zwar auf Meike Schäfer, Martina Pusch, Heinke Juds und Andrea Güldenpfennig verzichten, die mit schleswig-holsteinischen Auswahlmannschaften in Kopenhagen weilten, und konnte zusätzlich auch die erkrankten Katja Schoppenhauer und Deike Eumann nicht einsetzen, seine Truppe kam aber dennoch zu einem 21: 17-Erfolg.

Lange Zeit allerdings mußten die Oldesloer Mädchen um diesen Erfolg bangen, denn bis zum 14:15 hielten die Ahrensbökerinnen prächtig mit. Erst als dann die VfL-Deckung von 6:0 auf 5:1 umgestellt wurde, wodurch das gegnerische Spiel in der zweiten Reihe empfindlich gestört wurde, setzte sich der Deutsche Meister entscheidend ab.

Susanne Paetz war mit neun Treffern die herausragende Torschützin des VfL. Anja Bünger stand ihr mit sechs Toren nur wenig nach. Wiebke Rickert (3), Andrea Struppek (2) und Heike Büttner steuerten die restlichen Treffer bei. Anke Petersen (im Tor) und Birgit Kelch komplettierten die Oldesloer Mannschaft, die ohne Auswechselungen durchspielen mußte. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.1.1981

 

Freitag, 16. Januar 1981

Nur kleines Handballprogramm.

(st) … Noch nicht wieder im Punktspielsatz ist die weibliche Handball-A-Jugend des VfL. Der amtierende Deutsche Meister bestreitet dafür am Sonntag um 15 Uhr beim SV Boostedt, dem früheren Verein von Heinke Juds, ein weiteres Freundschaftsspiel, um gut gerüstet am 24. Januar in das erste Punktspiel des Jahres gegen Holstein Kiel gehen zu können.

Heinke Juds allerdings wird bei diesem quasi „Ablösespiel“ nicht mit von der Partie sein, denn sie weilt zum Wochenende mit ihren Mannschaftskameradinnen Martina Pusch und Meike Schäfer mit der A-Jugend-Landesauswahl zu Spielen in Berlin. Diese drei Oldesloer Spielerinnen waren am letzten Wochenende mit dem gleichen Team in Kopenhagen, wo sie in zwei Spielen gegen Auswahlmannschaften der dänischen Hauptstadt gute Leistungen boten, zwei Niederlagen aber nicht verhindern konnten.

Wieder mit dabei ist aber Andrea Güldenpfennig, die sich von ihrer internationalen „Tournee“ bei ihrer Truppe zurückgemeldet hat. Über den Jahreswechsel hatte sie an einem einwöchigen Lehrgang der Deutschen Jugendnationalmannschaft, der zusammen mit der französischen Auswahlmannschaft durchgeführt wurde, teilgenommen. Im Rahmen dieses Lehrgangs wurden auch vier Spiele des DHB-Teams gegen die Französinnen ausgetragen und in drei von diesen Spielen wurde auch Andrea eingesetzt.

Sie hinterließ dabei bei DHB-Trainer Kreienmeier und Bundesmädelwartin Marga Ohse einen so nachhaltigen Eindruck, daß sie auch gleich für ein Vier-Länderturnier über Ostern in Schweden mit den Nationalmannschaften Schwedens, Dänemarks, Norwegens und der Bundesrepublik nominiert wurde. Am letzten Wochenende weilte Andrea Güldenpfennig dann ebenso wie ihre drei Mannschaftskameradinnen in Kopenhagen, wo sie mit der schleswig-holsteinischen Juniorenauswahl aber ähnlich erfolglos blieb, wie die A-Jugend.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.1.1981

 

Sonntag, 18. Januar 1981

(st) … Die weibliche A-Jugend des VfL, die erst am nächsten Wochenende wieder mit den Punktspielen beginnt, trug ein Freundschaftsspiel bei der Damenmannschaft des SV Boostedt aus und kam zu einem 17:17-Unentschieden. Die Oldesloerinnen führten zur Halbzeit mit 11:8, hatten am Ende aber Schwierigkeiten mit der für sie ungewohnten Spieldauer von 2x30 Minuten und waren am Ende froh, eine Niederlage vermeiden zu können.

Den Ausgleich zum 17:17 stellte Andrea Struppek erst in der Schlußminute her. Die weiteren Tore für den Deutschen Meister erzielten Andrea Güldenpfennig (6), Susanne Paetz, Anja Bünger (je 3), Birgit Kelch, Wiebke Rickert, Katja Schoppenhauer und Deike Eumann. Außerdem kamen noch Torhüterin Anke Petersen und Astrid Küper zum Einsatz.

Nicht mit in Boostedt von der Partie waren Meike Schäfer, Heinke Juds und Martina Pusch, die mit der schleswig-holsteinischen A-Jugend-Landesauswahl in Berlin zu einem Sichtungsturnier des norddeutschen Handballverbandes weilten. Heinke Juds und Meike Schäfer wußten dabei in den vier anstehenden Spielen – Siege gegen Niedersachsen und Bremen, ein Unentschieden gegen Hamburg und eine Niederlage gegen Berlin – so gut zu gefallen, daß sie gute Chancen haben, für die Nord-Auswahl nominiert zu werden. Martina Pusch haue kaum Gelegenheit zu glänzen, denn sie wurde nur eine Halbzeit lang eingesetzt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.1.1981

 

Freitag, 23. Januar 1981

Die VfL-Mädchen haben eine Scharte auszuwetzen. Holstein Kiel morgen vorletzter Heimgegner.

(mth) Mit ganz besonderem Ehrgeiz wird der amtierende Deutsche Meister der weiblichen Handball-A-Jugend, der VfL Oldesloe, in das erste Punktspiel des neuen Jahres gehen. Gegner der Schützlinge von Trainer Ulli Meyer ist nämlich der KSV Holstein Kiel, der dem Tabellenführer der schleswig-holsteinischen Oberliga im Hinspiel im September des letzten Jahres den bislang einzigen Punktverlust zufügte.

12:12 trennten sich damals die beiden Mannschaften und die Kieler B-Jugend-Nationalspielerin Claudia Hartkopf war dabei die herausragende Spielerin auf dem Feld, denn sie erzielte fast alle Tore für ihre Mannschaft. Auf sie werden die Oldesloer auch am Sonnabend (Beginn 18 Uhr) in der Stormarnhalle besonderes Augenmerk richten müssen, um eine neuerliche Überraschung zu vermeiden.

Trainer Ulli Meyer wird für die Begegnung gegen die Landeshauptstädterinnen voraussichtlich auf seine Stammbesetzung zurückgreifen können, so daß eigentlich mit einem Sieg des VfL zu rechnen ist, wenn auch nur einigermaßen Normalform erreicht wird.

Für die Oldesloer Mädchen ist die Partie gegen den KSV Holstein schon das vorletzte Heimspiel in der laufenden Saison. Anschließend gibt nur noch der MTV Herzhorn in der Stormarnhalle seine Visitenkarte ab. Das Restprogramm (sechs Spiele) hat der VfL dann auswärts zu bestreiten. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.1.1981

 

Sonnabend, 24. Januar 1981

Die VfL-Mädchen hatten Mühe, siegten aber noch klar 15:10.

(mth) Der Deutsche Meister der weiblichen Handball-A-Jugend, der VfL Oldesloe, verteidigte in der Stormarnhalle mit einem 15:10 (7:6)-Erfolg über den KSV Holstein Kiel erfolgreich die Tabellenführung in der schleswig-holsteinischen Oberliga. Dem Spielverlauf nach war der Erfolg allerdings weit weniger klar, als es das Endergebnis ausdrückt. Die Mädchen aus der Landeshauptstadt, die in der Hinrunde den Schützlingen von Trainer Ulli Meyer den bisher einzigen Punkt abgenommen hatten, leisteten auch in Bad Oldesloe erheblichen Widerstand und gaben sich erst nach hartem Kampf geschlagen.

B-Jugendnationalspielerin Claudia Hartkopf, die im Hinspiel in Kiel den VfL fast allein in die Knie gezwungen hatte, eröffnete auch in der Stormarnhalle den Torreigen, anschließend aber wurde sie von Andrea Güldenpfennig, die vor der eigenen Deckung agierte, so eng beschattet, daß sie dem VfL nicht mehr allein „die Suppe versalzen“ konnte. Sie brachte es zwar trotzdem noch auf insgesamt fünf Tore, weil sie für ein Mädchen über einen unglaublich harten und präzisen Wurf aus der zweiten Reihe verfügt, aber das reichte nicht, um den VfL zu Fall zu bringen.

Andrea Güldenpfennig, die sich einmal mehr in prächtiger Verfassung befand, mußte in der ersten Halbzeit die Tore für den Deutschen Meister fast allein werfen. Sie erzielte dabei die ersten fünf Tore für den VfL in Reihenfolge und die zwischenzeitlichen 3:1- beziehungsweise 5:3-Führungen schienen auf einen standesgemäßen Sieg für die Stormarner Mädchen hinzudeuten. Die Kielerinnen aber dachten noch lange nicht daran, aufzugeben und bis zum Seitenwechsel waren sie wieder auf 6:7 herangekommen.

Im zweiten Spielabschnitt gelang den Holsteinerinnen dann sogar der 7:7-Ausgleich, als der VfL dann aber in wenigen Minuten auf 10:7 davonzog, schien ein zweitesmal alles auf einen klaren Sieg des Favoriten hinzudeuten. Aber erneut hatten sich die Optimisten zu früh gefreut. Die Oldesloerinnen blieben nun für gut zehn Minuten ohne Torerfolg, und nachdem die Kielerinnen auf 9:10 verkürzt hatten, wogte das Spiel minutenlang hin und her. Erst das 11:9 durch Meike Schäfer brach dann den Bann und der VfL kam noch zu einem so glatten Sieg, der dem Spielverlauf sicher ein wenig schmeichelte.

Andrea Güldenpfennig war mit sieben Toren erneut die erfolgreichste Torwerferin ihrer Mannschaft. Meike Schäfer (3), Heinke Juds, Anja Bünger (je 2), Andrea Struppek und Wiebke Rickert erzielten die restlichen Tore für den VfL, bei dem außerdem noch Katja Schoppenhauer, Susanne Paetz und Martina Pusch zum Einsatz kamen. Die zweite Torhüterin Anke Petersen und Deike Eumann kamen in diesem Spiel nicht zum Einsatz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.1.1981

 

Dienstag, 27. Januar 1981

VfL-Mädchen: RPJ hilft die Kanada-Reise zu finanzieren. Freitag „Super-Disco“ in der Masurenwegschule.

(mth) Der Ring Politischer Jugend Bad Oldesloe veranstaltet am Freitag dieser Woche von 19 bis 22 Uhr in der Dörfergemeinschaftsschule am Masurenweg in Bad Oldesloe eine „Super-Disco-Show“ mit der beliebten „Rollenden Discothek“.

Nun mag man sich fragen, was eine Ankündigung einer Musikveranstaltung auf einer Sportseite zu suchen hat, aber damit hat es seine besondere Bewandtnis. Zum einem sind natürlich auch junge Sportler eifrige Discothekenbesucher, wenn ihnen nicht gerade wichtige sportliche Ereignisse ins Haus stehen, und sie sind damit zum Besuch dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.

Aber dieser Aspekt ist in diesem besonderen Fall nicht die Hauptsache. Der Erlös dieser Veranstaltung kommt nämlich dem Deutschen Meister der weiblichen Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe zugute, der für den Sommer dieses Jahres eine dreiwöchige Reise nach Kanada plant, um sich dort an einem großen internationalen Turnier zu beteiligen.

Eine solche Reise kostet natürlich einen Batzen Geld und würde die finanziellen Möglichkeiten vieler Meistermädchen sicher übersteigen. Inzwischen sind zwar schon einige spontane Spenden bei Trainer Ulli Meyer und Manager Manfred Fandrey eingegangen, um den Eigenanteil der Mädchen auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, aber noch ist der Topf bei weitem nicht gefüllt.

So hoffen Veranstalter und Handballmädchen für den Freitag auf regen Besuch, um einen möglichst erklecklichen Betrag zusammenzubekommen. Ein Grundstein dafür ist schon gelegt, denn Schulverbandsvorsteher Bürgermeister Gottfried Baethge hat großzügig auf ein Nutzungsentgelt für die Räume verzichtet.

Und Peter Meyer, der Bruder des VfL-Erfolgstrainers, garantiert mit seiner „Rollenden Discothek“ ganz sicher für gute Stimmung und heiße Rhythmen. Die Discothek am Freitag ist im übrigen nur der Anfang von Sponsorveranstaltungen für die erfolgreichen VfL-Mädchen. Zwei weitere, ähnliche Unternehmen sollen in näherer Zukunft noch folgen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.1.1981

 

Freitag, 30. Januar 1981

Die VfL-Mädchen müssen in Bad Schwartau aufpassen. Die Schwartauerinnen sind für Überraschungen gut.

(mth) Beim alten Rivalen VfL Bad Schwartau muß am Sonntag die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe antreten. Der amtierende Deutsche Meister, der auch in dieser Saison noch immer ungeschlagen ist und die Tabelle der schleswigholsteinischen Oberliga mit 21:1 Punkten vor dem SV Itzehoe (18:2) anführt, tritt die Reise nach Bad Schwartau mit ein wenig gemischten Gefühlen an.

Im letzten Jahr verlor die Truppe von Trainer Ulli Meyer an gleicher Stelle knapp und diese Niederlage hätte den VfL um ein Haar den Landesmeistertitel gekostet. Die Schwartauerinnen liegen in dieser Saison mit 7:15 Punkten zwar im unteren Tabellendrittel, sie sind aber jederzeit für Überraschungen gut, wie der sensationelle 14:12- Erfolg am letzten Wochenende beim MTV Herzhorn, durch den dieser mutmaßlich mit nun 16:6 Punkten aus dem Rennen um die Meisterschaft ausschied, deutlich zeigte.

Entscheidenden Anteil an diesem Sieg hatte Christine Neumann mit acht Toren. Auf sie, die auch im Hinspiel in Bad Oldesloe mit neun Toren von den VfL-Mädchen kaum zu halten war, werden die Stormarnerinnen auch am Sonntag ab 15 Uhr ihr besonderes Augenmerk richten müssen. Mutmaßlich wird Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig, die allerdings unter einer leichten Daumenverletzung leidet, wieder vor der eigenen Deckung agieren, um die Kreise von Christine Neumann einzuengen.

Gelingt dieses Unterfangen und finden auch die anderen VfL-Spielerinnen zu guter Form, müßte der VfL eigentlich seine Spitzenposition in der Tabelle behaupten können. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.1.1981

 

Freitag, 30. Januar 1981

Auch ohne Jusos kamen 2000 Mark zusammen. VfL-Mädchen ein gutes Stück näher an Kanada.

(st) Mit einem Rekorderlös von 2000 Mark endete die erste von drei Sponsorveranstaltungen zugunsten der Oldesloer Handballmädchen. Mehr als 500 Jugendliche aus dem gesamten Kreisgebiet waren in die Masurenwegschule gekommen, um an der „Super-Disco-Show“ mit „Meyer's Rollender Discothek“ teilzunehmen.

Mit einem solchen Ansturm auf die Kassen waren selbst die kühnsten Erwartungen der Veranstalter übertroffen worden Dabei hatte alles denkbar schlecht begonnen. Zwei Tage vor der Veranstaltung erhielt der Vorsitzende des Ringes Politischer Jugend einen Brief der Oldesloer Jungsozialisten, in dem diese eine Finanzierung der Kanada-Reise der Oldesloer Meistermannschaft durch die geplante Disco-Veranstaltung strikt ablehnten.

Da die Satzung des Ringes Politischer Jugend aber bei allen Entscheidungen Einvernehmen zwischen den drei Nachwuchsorganisationen der im Stadtparlament vertretenen Parteien verlangt, wäre die Veranstaltung geplatzt, hätte nicht die Junge Union die finanziellen Verpflichtungen übernommen, die sich aus den längst abgeschlossenen Veranstaltungsverträgen ergeben hatten. So gelang es, die Veranstaltung doch noch stattfinden zu lassen.

Der eigentliche Musikabend verlief dann ungewöhnlich gut. Mitarbeiter einer Oldesloer Sicherheitsfirma und der Stadtjugendpfleger mit seiner Hausordnungsgruppe sorgten für einen störungsfreien Ablauf der Veranstaltung. Sie hielten ihre dem RPJ gegebene Zusage zur kostenlosen Mitarbeit auch unter den veränderten Vorzeichen ein. Als dann um 22 Uhr, Hausmeister Klüver und das anwesende Ordnungspersonal anläßlich des letzten Kontrollganges feststellten, daß es zu keinerlei Beschädigungen gekommen war, zeigten sich alle sichtlich zufrieden.

Nationalspielerin Andrea Güldenpfennig nahm am Ende des Abends sichtlich erfreut die 2000 Mark aus den Händen des Oldesloer JU-Vorsitzenden Harald Schäfer entgegen.

Für die nächste Veranstaltung zugunsten des amtierenden Deutschen Meisters ist es den beiden Sponsorenfirmen gelungen, den zur Zeit besten deutschen Discjockey unter Vertrag zu nehmen. Er wird am 6. März um 10 Uhr die Stormarnhalle in einen Rockpalast verwandeln.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.2.1981

 

Sonntag, 1. Februar 1981

VfL-Mädchen vergrößerten Vorsprung. Titelverteidigung ist greifbar nahe. Glatter 17:6-Erfolg der Oldesloerinnen in Bad Schwartau und Verfolger Itzehoe verlor.

(mth) Die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe ist auf dem besten Weg, erneut den Titel eines schleswig-holsteinischen Landesmeisters unter Dach und Fach zu bringen, und sich damit diese Meisterschaft zum viertenmal in ununterbrochener Reihenfolge zu sichern. Der amtierende Deutsche Meister gewann beim VfL Bad Schwartau sicherer als erwartet mit 17:6 und behauptete damit mit nunmehr 23:1 Punkten weiter souverän die Tabellenführung in der schleswig-holsteinischen Oberliga.

Der Vorsprung der Schützlinge von Erfolgstrainer Ulli Meyer vergrößerte sich – nach Minuspunkten gerechnet – am Wochenende sogar auf drei Punkte, denn Verfolger SV Itzehoe, zuvor nur mit zwei Minuspunkten belastet, unterlag beim TSV Nord Harrislee überraschend mit 5:9. Die Oldesloer Mädchen können sich nun in den sechs noch ausstehenden Spielen sogar eine Niederlage erlauben, ohne die erfolgreiche Titelverteidigung auf Landesebene in Gefahr zu bringen.

In Bad Schwartau hatte die diesmal glänzend aufgelegte VfL-Truppe einen hervorragenden Start. Es begann damit, daß Andrea Güldenpfennig schon in der ersten Minute bei einem Tempogegenstoß an der Mittellinie gefoult wurde. Ihre Gegenspielerin bekam dafür eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe und den fälligen Siebenmeter verwandelte Andrea Struppek zum 1:0. Susanne Paetz, Andrea Güldenpfennig (3) und Andrea Struppek bauten diesen Anfangsvorsprung bis zur 15. Minute auf 6:0 aus, ehe den Schwartauerinnen endlich der erste Gegentreffer gelang.

Die magere Torausbeute der Gastgeberinnen war auf die hervorragende Abwehrarbeit der Oldesloer Mädchen zurückzuführen, die sich so geschlossen wie noch selten zuvor in dieser Saison präsentierte. Angefangen bei Torhüterin Martina Pusch, die einen glänzenden Tag hatte, über eine sichere Blockarbeit am Kreis bis hin zu Andrea Güldenpfennig, die die gefährlichste Schwartauer Werferin, Christine Neumann. kurz nahm, klappte alles vorzüglich.

Christine Neumann, die im Hinspiel dem VfL doch sehr zu schaffen gemacht hatte und die am Wochenende zuvor den MTV Herzhorn fast alleine bezwungen hatte, kam erst kurz vor Halbzeit mit einem verwandelten Siebenmeter zu ihrem ersten Torerfolg. Insgesamt mußte sie sich mit zwei Treffern bescheiden. Meike Schäfer und Heinke Juds hatten vor diesem Tor zum 3:8-Halbzeitstand den Vorsprung der Oldesloerinnen noch weiter ausgebaut.

Nach dem Seitenwechsel trumpfte die enorm starke Andrea Struppek mit zwei weiteren Toren vom Kreis zum 9:3 und 10:3 als erste wieder auf. Susanne Paetz, Andrea Güldenpfennig und die immer stärker werdende Heinke Juds erhöhten nach einem einzigen Gegentor der Schwartauerinnen auf 13:4, und nach einem weiteren Gegentor und einem herrlichen Treffer von Anja Bünger zum 14:5 besorgte Heinke Juds mit drei Toren – darunter zwei Tempogegenstöße – den klaren 17:6-Endstand.

In der Oldesloer Mannschaft kamen außer den schon genannten Spielerinnen noch Katja Schoppenhauer, Wiebke Rickert und Anke Petersen, die in der zweiten Halbzeit vorübergehend Martina Pusch im Tor ablöste, zum Einsatz. Deike Eumann stand dem Deutschen Meister wegen einer Erkrankung nicht zur Verfügung. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.2.1981

 

Donnerstag, 5. Februar 1981

Briefe an die Redaktion. Handball ist nicht Politik.

Betr.: Artikel „Auch ohne die Jusos kamen 2000 Mark zusammen“ vom 2. Februar 1981 im Sportteil.

In diesem Bericht entsteht der Eindruck, daß die Jusos eine lange vorher geplante Veranstaltung des Ringes Politischer Jugend (RPJ) ohne Gründe kurz vorher torpediert hätten. Zur Erklärung ihres Verhaltens geben die Jungsozialisten Bad Oldesloe folgende Stellungnahme ab:

Wie in dem bezüglichen Artikel erwähnt, müssen alle Entscheidungen des RPJ im Einvernehmen mit den drei Mitgliedsorganisationen getroffen werdet. Diesen Grundsatz hat der RPJ-Vorsitzende (Mitglied der Jungen Union) bei der Vorbereitung der Disco-Veranstaltung nicht beachtet.

Die Jusos wurden erst neun Tage vor dem Veranstaltungstermin von ihm informiert, daß dort eine Sammlung für die Kanada-Reise der VfL-Handballmädchen stattfinden sollte. Wir Jungsozialisten gönnen den Handballmädchen ihren Aufenthalt in Kanada von ganzem Herzen. Es kann aber nicht Aufgabe des Ringes Politischer Jugend sein, bei der Finanzierung für andere in die Bresche zu springen. Der RPJ hat seine Hauptaufgabe darin, „die Einbeziehung junger Menschen in die aktive, verantwortliche politische Mitarbeit zu verstärken und die Bereitschaft zur staatsbürgerlichen Bildung zu wecken“ (Satzung des RPJ).

Zur Unterstützung der Kanada-Reise ist in erster Linie der VfL Oldesloe mit seinen Gönnern und Werbesponsoren, in zweiter Linie die Stadt Bad Oldesloe (nicht zuletzt auch aus Gründen der Werbung für unsere Stadt) verantwortlich.

Aus diesen Gründen informierten wir den RPJ-Vorsitzenden am selben Tag, daß wir mit der Veranstaltung nicht einverstanden sind. Damit jedoch begann für uns die große Überraschung:

Der RPJ-Vorsitzende hatte eigenmächtig die ganze Veranstaltung bereits vorher klargemacht, Geld für die Werbung ausgegeben etc... Und nun, so sagte er, sei das Ganze nicht mehr rückgängig zu machen.

Unseren Vorschlag, für ein den Aufgaben des RPJ eher entsprechendes Vorhaben zu sammeln, lehnte er mit dem Argument ab, daß Peter Meyer nur dann bereit wäre, gegen geringere Gage eine Disco durchzuführen, wenn für die Handballmädchen gesammelt würde (Zur Erklärung: Sein Bruder ist Trainer des Deutschen Meisters).

Dem Verhalten des RPJ-Vorsitzenden ist es zuzuschreiben, daß bedauerlicherweise kurz vor der Veranstaltung die Unklarheiten entstanden sind. Wären die Jusos rechtzeitig informiert worden, hätte im RPJ, wie es seinen Grundsätzen entspricht, über die Einwände diskutiert und ein vernünftiger Kompromiß gefunden werden können. Wir bedauern, daß dies nicht möglich war und uns unser Verhalten von anderer Seite in Form einer Entscheidung „Ja oder Nein“ kurzfristig aufgezwungen wurde.

Für die Jusos Bad Oldesloe: Joachim Mose.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.2.1981

 

Freitag, 6. Februar 1981

VfL-Mädchen wollen sich mit Sieg verabschieden. Morgen letztes Heimspiel gegen MTV Herzhorn.

(mth) Der vorjährige Vizelandesmeister MTV Herzhorn ist morgen um 15 Uhr in der Stormarnhalle Gegner der amtierenden Deutschen Meisters der weiblichen Handball-A-Jugend, VfL Oldesloe. Für die Truppe von Trainer Ulli Meyer ist es bereits das letzte Heimspiel in dieser Saison und zu gerne würden sich die Mädchen um Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig mit einem Sieg von ihrem treuen Publikum verabschieden.

Der noch immer ungeschlagene VfL führt die Tabelle in der schleswig-holsteinischen Oberliga mit 23:1 Punkten an, die Herzhornerinnen, die sich für diese Saison besonders viel vorgenommen hatten, liegen mit 18:6 Punkten hinter dem SV Itzehoe (18:4) auf dem dritten Platz. Sie müssen das Spiel in der Stormarnhalle unbedingt gewinnen, wenn sie sich noch eine kleine Chance auf den Gewinn der Meisterschaft ausrechnen wollen.

Im letzten Jahr setzten die Herzhorner Mädchen dem VfL gehörig zu. Nach Abschluß der Saison lagen sie mit den Oldesloerinnen gleichauf und das notwendig gewordene Entscheidungsspiel entschied der VfL in Bad Bramstedt ganz knapp mit 13:12 für sich.

In dieser Saison lief es für den MTV bislang nicht so glücklich. Niederlagen im Heimspiel gegen den VfL und in Itzehoe ließen sie nach Abschluß der Hinrunde nur auf dem dritten Platz erscheinen und die 12:14-Heimniederlage vor 14 Tagen gegen den VfL Bad Schwartau ließ sie möglicherweise schon entscheidend zurückwerfen.

Die Herzhornerinnen hatten dabei das Pech, daß sich ihre Nationalspielerin Kerstin Jönßon in diesem Spiel erheblich verletzte, so daß ihre Mitwirkung in der Stormarnhalle morgen noch fraglich ist.

Aber, ob der MTV mit oder ohne Kerstin antritt, sollte dem VfL egal sein. Die Mannschaft, die sich am letzten Sonntag in Bad Schwartau in glänzender Form vorstellte, strebt in jedem Fall einen Sieg an, denn anschließend kommen auf den Deutschen Meister noch fünf Auswärtsspiele in Reihenfolge zu, in die man gerne mit einem möglichst großen Punktvorsprung ginge. Trainer Ulli Meyer wird auch morgen voraussichtlich noch auf die erkrankte Deike Eumann verzichten müssen, hat aber ansonsten seine beste Formation zur Hand. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.2.1981

Sonnabend, 7. Februar 1981

Auch im letzten Heimspiel siegten die VfL-Mädchen.

(mth) Die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe blieb auch in ihrem letzten Heimspiel dieser Saison in der schleswig-holsteinischen Oberliga gegen den MTV Herzhorn ungeschlagen und kam vor gut 250 Zuschauern zu einem sicheren 13:6 (7:2)-Sieg. Der Tabellendritte aus Herzhorn hatte in Bad Oldesloe allerdings das Handicap zu tragen, ohne seine Jugendnationalspielerin Kerstin Jönßon auskommen zu müssen.

So hatte der amtierende Deutsche Meister leichtes Spiel und konnte auf dem Weg zu einer erfolgreichen Verteidigung des Landesmeistertitels einen weiteren Konkurrenten endgültig abschütteln. Die Truppe von Trainer Ulli Meyer, die nun noch fünf Auswärtsspiele zu bestreiten hat, hat nun nur noch die Konkurrenz des SV Itzehoe zu fürchten. Sollte der amtierende Deutsche Meister auch seine beiden nächsten Spiele – am nächsten Sonntag bei Riemann Eutin, eine Woche später beim SV Itzehoe – ohne Niederlage überstehen. ist an einer erfolgreichen Titelverteidigung wohl nicht mehr zu zweifeln.

Die Mädchen um Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig hatten keinerlei Mühe das Spiel sicher für sich zu entscheiden. Die Herzhornerinnen gingen zwar mit 1:0 in Führung, anschließend entpuppten sie sich ohne Kerstin Jönßon als so harmlos, daß der VfL mühelos auf 6:1 davonziehen konnte, ehe den Gästen mit einem verwandelten Siebenmeter der zweite Treffer gelang.

Auch im zweiten Spielabschnitt wurde der Widerstand. der Gäste, die in der letzten Saison dem VfL um ein Haar den Landesmeistertitel entrissen und damit den Weg zur Deutschen Meisterschaft verbaut hätten, nicht größer. Ohne selbst zu einer etwa hervorragenden Leistung zu finden, konnte der VfL den Vorsprung bis zum Schlußpfiff auf 13:6 erhöhen. Der 14. Treffer, der zugleich das 200. Saisontor bedeutet hätte, blieb den Oldesloer Mädchen allerdings versagt.

Andrea Güldenpfennig war auch in diesem Spiel mit fünf Toren die erfolgreichste Spielerin. Heinke Juds, Andrea Struppek und Susanne Paetz steuerten je zwei Treffer zum Erfolg bei und Anja Bünger und Meike Schäfer waren je einmal erfolgreich. Außerdem kamen noch die Torhüterinnen Martina Pusch und Anke Petersen sowie Wiebke Rickert und Katja Schoppenhauer zum Einsatz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.2.1981

 

Mittwoch, 11. Februar 1981

Nur ISV ist noch gefährlich. Chancen der VfL-Mädchen sind weiter gestiegen.

(st) In der schleswig-holsteinischen Oberliga der weiblichen Handhall-A-Jugend haben sich die Chancen des VfL Oldesloe, der den MTV Herzhorn mit 13:6 besiegte, auf eine erfolgreiche Titelverteidigung weiter verbessert. Nur der SV Itzehoe, der TS Riemann Eutin, den nächsten Gegner des amtierenden Deutschen Meisters, knapp mit 8:7 bezwang, kann der Truppe von Trainer Ulli Meyer die Meisterschaft noch streitig machen. … Die Tabelle hat nun folgendes Aussehen:

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.2.1981

 

Freitag, 13. Februar 1981

VfL-Mädchen: Sieg in Eutin wäre schon „halbe Miete“.

(mth) Mit dem Gastspiel bei TS Riemann Eutin, das am Sonntag um 11 Uhr beginnt, startet die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe eine Serie von fünf Auswärtsspielen, mit der der amtierende Deutsche Meister die Saison 1980/81 in der schleswig-holsteinischen Oberliga abschließt.

Die Aufgabe für die Truppe von Trainer Ulli Meyer in Eutin gehört dabei zweifellos in die Kategorie der schweren Aufgaben. Die Ostholsteinerinnen haben in dieser Saison zwar nicht ganz die Erwartungen erfüllen können – sie hatten sich zum Ziel gesetzt, im Meisterschaftskampf mitzumischen, rangieren aber nur im Mittelfeld –, aber ein zu unterschätzender Gegner sind sie deshalb auch für den noch immer ungeschlagenen Tabellenführer nicht.

So machten die Eutinerinnen am letzten Wochenende dem SV Itzehoe, einziger noch verbliebener Rivale des VfL im Kampf um die Landesmeisterschaft, das Leben denkbar schwer und überließen dem ISV nur einen 8:7-Erfolg.

Der VfL ist also gewarnt und wird gut daran tun, voll konzentriert an die Aufgabe heranzugehen, Gelingt der Truppe um Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig auch in Eutin ein Sieg, hat sie den unschätzbaren Vorteil, in das eine Woche später steigende Spitzenspiel beim SV Itzehoe mit einem Vorsprung von drei Punkten gehen zu können.

Dann könnte sich der VfL in Itzehoe sogar eine Niederlage erlauben, ohne deshalb die erfolgreiche Verteidigung des Landesmeistertitels ernsthaft in Gefahr zu bringen, denn die letzten drei Spiele in Tarp, Kremperheide und Altenholz sollten keine unüberwindlichen Hindernisse sein. VfL-Trainer Ulli Meyer wird in Eutin voraussichtlich auf die erfolgreiche Stammformation der letzten Spiele zurückgreifen können. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.2.1981

 

Sonntag, 15. Februar 1981

Meike Schäfer fällt längere Zelt aus. VfL-Mädchen: 13:8-Sieg fiel denkbar schwer. Erst in der Schlußphase gelang dem Deutschen Meister ein klarer Vorsprung.

(mth) Der amtierende Deutsche Meister der weiblichen Handball-A-Jugend, der VfL Oldesloe, tat sich beim 13:8-Erfolg bei TS Riemann in Eutin bei weitem schwerer, als es das noch klare Endergebnis ausdrückt.

Ausschlaggebend dafür war in erster Linie wohl der verletzungsbedingte Ausfall von Meike Schäfer, der die Mannschaft doch sehr schockte und sie nie zu ihrem Spiel finden ließ. Die Linkshänderin, die sich in den letzten Wochen und Monaten immer besser herausgemacht hatte und sich auch einen Stammplatz in der Landesauswahl gesichert hatte, zog sich schon nach knapp fünf Minuten eine böse Armverletzung zu und wird dem VfL voraussichtlich auch in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung stehen.

Unter diesen Vorzeichen schlichen sich in das Oldesloer Spiel viele technische Fehler, und die Führung wechselte bis zur Halbzeit ständig. Wenn zum Seitenwechsel schließlich der VfL knapp mit 6:5 die Nase vorn hatte, so war das in erster Linie ein Verdienst von Torhüterin Martina Pusch, die einziger Rückhalt in der Mannschaft war und beim Stande von 6:5 gleich drei (!!) Siebenmeter in Folge parierte.

Nach der Pause lief es für den VfL dann zunächst etwas besser, so daß die Führung auf 9:6 ausgebaut werden konnte, aber anschließend unterliefen den Schützlingen von Trainer Ulli Meyer dann zwei grobe Deckungsfehler, durch die TS Riemann noch einmal auf 8:9 herankam. In einer hektischen und zerfahrenen Schlußphase kam der VfL dann aber doch noch zum standesgemäßen 13:8-Vorsprung.

Mit je drei Treffern waren Heinke Juds und Andrea Struppek die erfolgreichsten VfL Werferinnen, wobei sich Andrea Struppek mit drei verwandelten Strafwürfen wieder einmal als Siebenmeterspezialistin entpuppte. Andrea Güldenpfennig mußte sich diesmal mit zwei Treffern begnügen, eine für ihre Verhältnisse bescheidene Ausbeute. Auf die gleiche Trefferzahl kamen Wiebke Rickert und Anja Bünger. Den 13. Treffer steuerte Susanne Paetz bei.

Für das Spitzenspiel am kommenden Sonnabend um 16.30 Uhr in Itzehoe besteht für Schlachtenbummler eine Mitfahrgelegenheit in einem modernen Reisebus. Abfahrt ist am Sonnabend um 13.30 Uhr an der Jugendherberge im Bürgerpark. Die Fahrtkosten betragen pro Person sechs Mark. Interessenten sollten sich möglichst umgehend bei Trainer Ulli Meyer anmelden. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.2.1981

Freitag, 20. Februar 1981

Vorentscheidung könnte fallen. VfL-Mädchen zum Spitzenspiel nach Itzehoe. Bei einem Sieg ist die Titelverteidigung im Land fast perfekt.

(mth) Inder schleswig-holsteinischen Oberliga der weiblichen Handball-A-Jugend wird am Sonnabend um 16.30 Uhr möglicherweise die Entscheidung über die Vergabe des Landesmeistertitels 1981 fallen. Spitzenreiter VfL Oldesloe, der diesen Titel in den drei letzten Jahren gewann, muß dann beim Tabellenzweiten SV Itzehoe antreten, und wenn die Truppe von Trainer Ulli Meyer auch ihr 15. Saisonspiel ohne Niederlage übersteht, wird ihr niemand die erfolgreiche Titelverteidigung mehr streitig machen können.

Die Mädchen um Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig führen im Moment die Tabelle mit 27:1 Punkten vor den Steinburger Kreisstädterinnen, die es auf 22:4 Punkte gebracht haben, an. Der SV Itzehoe, der in seiner ersten Oberliga-Saison eine erstaunlich gute Rolle spielt, hat bislang nur seine Spiele in Bad Oldesloe und in Harrislee verloren, und rechnet sich durchaus noch eine Meisterschaftschance aus.

Die Itzehoer Mädchen wissen zwar, daß sie, selbst wenn sie den amtierenden Deutschen Meister am Sonnabend schlagen, noch auf einen weiteren Ausrutscher des VfL in den dann noch ausstehenden drei Spielen hoffen müssen, aber gänzlich unverwundbar sind natürlich auch die Stormarnerinnen nicht und so sind die ISV-Hoffnungen zwar optimistisch, aber keineswegs utopisch.

Die Rechnungen im Lager des VfL allerdings laufen natürlich in eine ganz andere Richtung. Ein Zittern um den Landesmeistertitel wie im letzten Jahr, als man durch eine unerwartete Niederlage gegen den VfL Bad Schwartau in ein Entscheidungsspiel mit dem MTV Herzhorn gezwungen wurde, das dann nur denkbar knapp mit 13:12 gewonnen wurde, möchte man sich für dieses Jahr wenn irgend möglich ersparen.

Dazu hat sich die Mannschaft zum Ziel gesetzt, die gesamte Landesliga-Saison ohne Niederlage zu überstehen, was ihrer ohnehin schon einmaligen Erfolgsserie ein neues Glanzlicht aufsetzen würde. Trainer Ulli Meyer muß in Itzehoe zwar auf seine in der letzten Begegnung verletzte Stammspielerin Meike Schäfer verzichten, kann aber ansonsten seine Bestbesetzung auf's Feld bringen und sieht dem Spitzenspiel mit Zuversicht entgegen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.2.1981

 

Sonnabend, 21. Februar 1981

Die VfL-Mädchen sind fast am Ziel. Landesmeistertitel ist fast perfekt. Nach dem 10:8-Sieg in Itzehoe brauchen die Oldesloerinnen nur noch einen Punkt.

(mth) Die Oldesloer Handballfreunde werden auch in diesem Jahr wieder weiterführende Spiele ihrer Lieblingsmannschaft, der weiblichen A-Jugend des VfL, in der Stormarnhalle zu sehen bekommen. Nach dem 10:8-Erfolg im Spitzenspiel der schleswig-holsteinischen Oberliga beim Tabellenzweiten SV Itzehoe sind nämlich Zweifel an einer erfolgreichen Verteidigung des Landesmeistertitels für den amtierenden Deutschen Meister nicht mehr „erlaubt“.

Bei nun fünf Punkten Vorsprung – nach Minuspunkten gerechnet – und drei noch ausstehenden Spielen benötigt die Truppe von Trainer Ulli Meyer zwar theoretisch noch einen Punkt zum endgültigen Gewinn der Meisterschaft, aber das ist wirklich nicht mehr als eine reine Formsache. Die noch ausstehenden drei Gegner, TSV Kremperheide, TSV Altenholz und TSV Tarp, sind nicht von dem Kaliber, als daß sie den Mädchen um Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig, die jetzt 15 Spiele hintereinander unbesiegt sind und nur bei Holstein Kiel einen Punkt abgaben, noch stoppen könnten.

Man kann in Oldesloe also getrost davon ausgehen, daß der vierte Landesmeistertitel in Reihenfolge durch diese tolle Truppe an die Trave geht. Und so früh, wie in diesem Jahr, sind die Fronten zugunsten der Oldesloer Mädchen noch nie geklärt gewesen.

Für Erfolgstrainer Ulli Meyer hat diese frühe Gewißheit den unschätzbaren Vorteil, daß er mit seinen Schützlingen nun langfristig ein Ausbautraining für die ersten Spiele um die Norddeutsche Meisterschaft – Beginn ist eine Woche vor Ostern, Gegner und Ort stehen noch nicht fest – betreiben kann. In den letzten Jahren war dazu keine Gelegenheit, mußte man sich doch stets bis zuletzt voll auf den Gewinn des Landesmeistertitels konzentrieren.

In Itzehoe hatten die Oldesloer Mädchen, sonst nicht gerade als gute Starterinnen bekannt, einen glänzenden Auftakt. Nach kaum fünf Minuten führte der VfL schon durch Tore von Andrea Struppek (2), Anja Bünger und Andrea Güldenpfennig mit 4:1. Die Itzehoerinnen, die stets viel und lange vor der VfL - Deckung spielten und nur selten Druck auf den gegnerischen Kreis machten, hatten gegen die anfangs sehr konzentrierte Abwehrarbeit der Stormarnerinnen kaum eine echte Chance. zumal sich auch noch Martina Pusch in ausgezeichneter Verfassung präsentierte.

Die Erfolgskette des VfL-Angriffs riß dann aber durch einige Fehlversuche, ernsthaft in Gefahr geriet deshalb der Vorsprung aber nicht wieder. Über 5:2 (Güldenpfennig) zog der VfL durch zwei weitere Treffer (Bünger und Güldenpfennig) sogar auf 7:3 davon.

In der Schlußphase der ersten Halbzeit aber gesellte sich dann ein wenig Pech auf die Seite der Oldesloerinnen. Beim vierten Gegentreffer der Itzehoerinnen bekam Deike Eumann einen unglücklichen Schlag vors Brustbein, der ihr die Luft nahm und bis Spielschluß außer Gefecht setzte. Unmittelbar vor dem Treffer zum 7:5-Halbzeitstand bekam dann auch noch Anja Bünger einen unglücklichen und schmerzhaften Tritt auf die Hand ab.

Im Gegensatz zu ihrer Mannschaftskameradin konnte sie aber nach der Pause die Partie dann fortsetzen. Eine lange torlose Periode aber konnte auch sie nicht verhindern. Die erste große Chance zu einem Tor nach dem Seitenwechsel hatte in der 29. Minute Andrea Struppek, deren Siebenmeter aber vom Innenpfosten nicht den Weg ins Tor fand,

Wieder vier Minuten später machte es Andrea Güldenpfennig bei einem Siebenmeter dann besser und erhöhte auf 8:5. Obwohl in der Aktion vor diesem Siebenmeter eine Itzehoer Spielerin eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe aufgebrummt bekam und wenig später noch eine ISV-Spielerin strafweise den Platz räumen mußte, gelang dem nun nicht mehr überzeugenden VfL kein weiteres Tor gegen den zahlenmäßig schwächeren Gegner. Erst als der ISV wieder vollzählig war, erhöhte Andrea Güldenpfennig mit einem erfolgreichen Tempogegenstoß auf 9:5.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war das Spitzenspiel eigentlich endgültig entschieden. Aber als dem Gastgeber nach 17 Minuten in der zweiten Halbzeit erstmalig wieder ein Treffer zum 6:9 gelang, kam beim VfL überflüssigerweise noch Hektik und Unruhe auf. Auch Andrea Güldenpfennigs sechster Treffer zum 10:6 konnte diese Unruhe nicht bremsen. Insbesondere Heinke Juds, sonst eine der Stützen der Mannschaft, war völlig von der Rolle. Sie leistete sich unverständliche Abspielfehler und als sie dann auch noch für zwei Minuten vom Feld mußte, kamen die Itzehoerinnen noch auf 8:10 heran.

Damit hatte es dann aber auch sein Bewenden und als das Spiel wenig später dann abgepfiffen wurde, war nicht nur das Spitzduell, sondern – siehe oben – auch die schleswig-holsteinische Landesmeisterschaft endgültig entschieden. …

Die VfL-Mädchen planen, auch für das nächste Spiel am kommenden Sonntag in Kremperheide, in dem auch die letzten theoretischen Zweifel am Gewinn des Landesmeisterschaft beseitigt werden sollen, Schlachtenbummlern eine Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus zu geben. Abfahrt soll am Sonntag um 13.30 Uhr an der Jugendherberge im Bürgerpark sein. Anmeldungen sollten möglichst umgehend an Trainer Ulli Meyer erfolgen. Spätester Anmeldungstermin ist der Mittwoch dieser Woche. Am Mittwochabend können bis 20 Uhr Anmeldungen auch persönlich in der Stormarnhalle abgegeben werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.2.1981

 

Mittwoch, 25. Februar 1981

Ulli Meyer übernimmt nun künftig auch die VfL-Damen.

(mth) In der Handballabteilung des VfL Oldesloe hat man sich zu Beginn dieser Woche daran gemacht, sich die vielen Erfolge, die in den letzten Jahren mit der weiblichen A-Jugend errungen wurden (zwei Deutsche Meistertitel, zwei Nordmeisterschaften und – mutmaßlich – vier Landesmeistertitel) nun auch für die eigene Damenmannschaft zunutze zu machen.

Die Spartenleitung übertrug für die kommende Saison dem erfolgreichen Trainer der A-Jugend, Ulli Meyer, auch die Betreuung der Damenmannschaft. Meyer wird aber auch weiterhin die weibliche A-Jugend des Vereins in der schleswig-holsteinischen Oberliga trainieren und betreuen. Bei rechtzeitiger Terminabsprache sieht er bei dieser Doppelbelastung keine Probleme in Bezug auf Interessenkollisionen beider Teams.

Die Damenmannschaft des VfL, die in der Bezirksliga einen Mittelplatz einnimmt, wird bisher von Holger Winkler betreut. Mit seiner Ablösung will die Spartenleitung, wie uns versichert wurde, seine Arbeit keineswegs gering schätzen, nur ist man der Meinung, neue Impulse geben zu müssen, um auch in der Damenmannschaft die Früchte zu ernten, die mit der erfolgreichen Jugendarbeit gesät wurden.

Trainer Ulli Meyer, der an diesen Erfolgen maßgeblich beteiligt ist, scheint der Spartenleitung Garant dafür zu sein, nun auch der Damenmannschaft einen angemessenen Platz im Leistungsgefüge zu verschaffen. Meyer hat für den Neuaufbau einer schlagkräftigen VfL-Damenmannschaft dann auch schon ein klar umrissenes Konzept. Schon in nächster Zukunft will er alle Aktiven, die dafür in Frage kommen, um sich versammeln, um einen Mannschaftsstamm, die Saisonvorbereitung und die Zielsetzung abzustecken.

Er denkt dabei ebenso an Spielerinnen der jetzigen VfL-Damenmannschaft, wie an die Spielerinnen, die nach Abschluß dieser Saison aus seiner A-Jugend-Mannschaft ausscheiden, und nicht zuletzt an Spielerinnen, die zur Zeit in anderen Vereinen aktiv sind. Naturgemäß sind unter letzteren gerade die, die im VfL groß geworden sind, inzwischen aber anderswo spielen.

Er ist dabei optimistisch, eine schlagkräftige Truppe zusammen zu bekommen, mit der er sich über kurz oder lang ein Aufstieg in die schleswig-holsteinische Oberliga verwirklichen läßt, warnt aber davor, solche Erfolge nun unbedingt schon in der ersten Saison zu erwarten. Ein wenig Geduld, so erwartet er nach unserer Meinung zurecht, wird man dafür in Oldesloer Handballkreisen schon aufbringen müssen.

Ganz reibungslos ging im übrigen die oben genannte Entscheidung im Spartenvorstand der VfL-Handballer nicht vor sich. Der technische Leiter der Sparte, Dieter Kunze, konnte sich mit der Entwicklung nicht anfreunden und stellte seinen Posten zur Verfügung.

Mit der endgültigen Sicherung des vierten Landesmeistertitels in Folge bei der weiblichen A-Jugend wird sich Ulli Meyer im übrigen noch ein wenig gedulden müssen. Das für den kommenden Sonntag angesetzte Punktspiel der VfL-Mädchen bei Schlußlicht TSV Kremperheide, in dem man sich den letzten noch nötigen Punktgewinn sichern wollte, ist von Landes-Mädelwartin Eva Moers abgesagt worden. Die angekündigten Demonstrationen gegen den Bau des Kernkraftwerkes Brokdorf, an denen von verschiedenen Verbänden trotz des Verbotes festgehalten wird, lassen eine Reise in die schleswig-holsteinischen Elbmarschen am kommenden Wochenende zu risikoreich erscheinen. Das Spiel soll nun voraussichtlich am Ende der Saison (Ende März) nachgeholt werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.2.1981

 

Dienstag, 3. März 1981

Star-Disco für die VfL-Mädchen.

(mth) am Freitag dieser Woche steigt in der Stormarnhalle eine zweite Sponsorenveranstaltung, mit der die für den Sommer vorgesehene Kanada-Reise des Deutschen Meisters der weiblichen Handball-A-Jugend, VfL Oldesloe, finanziell unterstützt werden soll. Die beiden Sponsorenfirmen – Meyers „Rollende Disothek“ und der Sicherheitsdienst Stadion GmbH - haben für diese Discoveranstaltung den bekannten Discjockey „Vossi Bär“ verpflichtet, dem der Ruf voraus eilt, einer der besten Discjockeys in Deutschland zu sein. Seine Beliebtheit wurde auch schon im Kreis Stormarn erprobt, als er kürzlich bei einem Auftritt in Bargteheide mehr als 900 Fans anzog. Die Veranstalter hoffen auf einen ähnlich starken Andrang am Freitag in der Stormarnhalle. Seit sie die Veranstaltung, die sich von 19 bis 24 Uhr hinziehen soll, auf Plakaten angekündigt haben, stehen bei ihnen jedenfalls die Telefone nicht mehr still. Sie bitten aus diesem Grund auch darum, darauf hinzuweisen, daß es Karten für diese Veranstaltung nicht im Vorverkauf, sondern ausschließlich an der Abendkasse geben wird.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.3.1981

 

Freitag, 6. März 1981

VfL-Handballmädchen wollen in Altenholz den Landesmeistertitel endgültig sichern.

(mth) Eine ganze Reihe außerordentlich wichtiger Spiele haben am Wochenende die Handballmannschaften des VfL Oldesloe zu absolvieren. …

Zu den Mannschaften, die auswärts antreten müssen, zählt auch die weibliche A-Jugendmannschaft, die am Sonntag heim TSV Altenholz ihren vierten Landesmeistertitel in Reihenfolge endgültig unter Dach und Fach bringen will. Der amtierende Deutsche Meister benötigt nach dem 10:8-Erfolg vor zwei Wochen im Spitzenspiel beim SV Itzehoe bekanntlich nur noch einen einzigen Punkt, um die erfolgreiche Titelverteidigung endgültig perfekt zu machen.

Wenn irgend möglich soll dieser Punkt schon in Altenholz (Spielbeginn ist um 10 Uhr) „eingefahren“ werden, um sich anschließend ganz auf die Vorbereitung der Spiele um die Norddeutsche Meisterschaft, die am Wochenende vor Ostern beginnen, konzentrieren zu können. Trainer Ulli Meyer ist sich dabei darüber im Klaren, daß die Aufgabe in Altenholz die schwerste der drei noch ausstehenden Spiele darstellt.

Die Altenholzerinnen rangieren im Mittelfeld der Tabelle und sind gerade in eigener Halle zu Überraschungen fähig. Zeigt der VfL am Sonntag aber auch nur in etwa Normalform, müßte er eigentlich dennoch ungeschoren davonkommen. Die Mannschaft, in der die verletzte Meike Schäfer weiter fehlen wird, will schließlich nicht nur den Landsmeistertitel endgültig sicherstellen, sie hat dazu noch den Ehrgeiz, die ganze Serie in der schleswig-holsteinischen Oberliga ungeschlagen zu überstehen. Eine Leistung, mit der sie ihre erfolgreichen Vorgängerinnen – zumindestens auf Landesebene – noch übertreffen würde! …

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.3.1981

 

Freitag, 6. März 1981

Kanada-Reise der VfL-Mädchen nimmt immer mehr Gestalt an. Star-Disco wurde ein riesiger Erfolg.

(mth) Die Kanada-Reise der weiblichen Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe im Sommer dieses Jahres nimmt mehr und mehr Gestalt an. Die Star-Disco in der Stormarnhalle, deren Erlös zur Finanzierung dieser Reise von den Veranstaltern – Meyers „Rollende Discothek“ und die „Sicherheitsdienst Stadion GmbH“ – zur Verfügung gestellt wurde, gestaltete sich zu einem vollen Erfolg.

Schon Stunden vor der Veranstaltung hatten sich zahlreiche Jugendliche vor der Stormarnhalle eingefunden, und als um 19 Uhr die Tore geöffnet wurden, hatten die Ordnungskräfte alle Hände voll zu tun, um ein Chaos zu verhindern, denn Hunderte von Jugendlichen drängten in die Halle, um zunächst eine Stunde lang von der „Rollenden Discothek“ in Stimmung und Schwung gebracht zu werden, ehe dann der angekündigte Star-Discjockey „Vossi-Bär“ das Zepter übernahm und seine Fans in Rage brachte.

Bis Kassenschluß um 22.45 Uhr hatten dann 1058 Besucher ihren Obolus entrichtet und mit zu den 4235,75 Mark Reinerlös beigetragen, die Handball-Manager Manfred Fandrey freudestrahlend in Empfang nehmen konnte.

Trotz des großen Andrangs – es war wohl die größte Disco-Veranstaltung, die je im Kreis Stormarn stattgefunden hatte – verlief der Trubel reibungslos und ohne bleibende Schäden für die Stormarnhalle, wie man nach Abschluß um Mitternacht zufrieden feststellen konnte. Neben den professionellen Ordnungskräften der „Sicherheitsdienst Stadion GmbH“ gebührte dafür Hausmeister „Hein“ Kneese besonderer Dank, der durch großen persönlichen Einsatz zum guten Gelingen des Abends erheblich beitrug.

Am 31. Mai 1981 soll nun noch eine dritte Sponsorveranstaltung zugunsten der Kanada-Reise der VfL-Mädchen von den gleichen Veranstaltern durchgezogen werden. Die „Sky-devil“ vom Lübecker Fallschirmspringerverein und Modellflugvorführungen sollen dann möglichst viele Besucher auf den Sportplatz an der Grund- und Hauptschule am Masurenweg anlocken. Der Oldesloer Spielmannszug wird dabei für die musikalische Umrahmung sorgen, und die Auslosung von Freiflügen über den Kreis Stormarn bieten einen zusätzlichen Anreiz.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.3.1981

 

Sonntag, 8. März 1981

Die VfL-Mädchen sind wieder Landesmeister. 17:10-Sieg in Altenholz.

(mth) Die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe hat es wieder geschafft. Mit einem klaren 17:10 (7:6)-Erfolg sicherte sich die Truppe von Erfolgstrainer Ulli Meyer beim TSV Altenholz zum viertenmal hintereinander den Meistertitel des Landes Schleswig-Holstein. Die Oldesloer Mädchen sind nach diesem Sieg bei nunmehr 31:1 Punkten auch theoretisch nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen.

Die beiden noch ausstehenden Spiele des amtierenden Deutschen Meisters beim TSV Tarp und beim TSV Kremperheide sind damit bedeutungslos geworden. Die Oldesloer Mädchen haben sich damit erneut für die Spiele um die norddeutsche Meisterschaft qualifiziert. Im Halbfinale treffen sie dabei am 4./5. und 11./12. April auf den zur Zeit noch nicht feststehenden Niedersachsenmeister. Im ersten Spiel haben die Oldesloerinnen dabei Heimrecht. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.3.1981

 

Sonntag, 8. März 1981

VfL-Handballer im Freudentaumel. Neuer Triumph für die Mädchen. Die Truppe von Trainer Ulli Meyer steuert nun die Nordmeisterschaft an.

(mth) Außerordentlich erfolgreich verlief – wie schon kurz berichtet – das letzte Wochenende für die Handballsparte des VfL Oldesloe. Für den absoluten Höhepunkt sorgte dabei wieder einmal die weibliche A-Jugend von Trainer Ulli Meyer, die sich mit dem 17:10-Erfolg beim TSV Altenholz den vierten Landesmeistertitel in Folge holte.

Der Sieg in Altenholz war dabei keineswegs so ungefährdet, wie es das klare Endergebnis ausdrückt. Fast zwei Drittel der Spielzeit hielten die Altenholzer Mädchen, die streckenweise gegen den amtierenden Deutschen Meister über sich hinauswuchsen, mit, und erst in der Schlußphase, als die Gastgeberinnen sich völlig verausgabt hatten, konnten die Oldesloer Mädchen schalten und walten wie sie wollten.

Die Mädchen aus dem Kieler Vorort, das sah man von Anfang an, hatten sich gegen den VfL ganz besonders viel vorgenommen. Sie legten los „wie die Feuerwehr“ und sorgten mit temporeichem Laufspiel immer wieder für mächtigen Druck vor den Oldesloer Kreis. Bis kurz vor dem Seitenwechsel lagen die Altenholzerinnen dann auch ständig in Führung.

Wenn ihr Vorsprung aber dennoch nie mehr als einen Treffer betrug, so lag das an der aufopferungsvollen Arbeit in der VfL-Deckung, der zwar gelegentlich kleine Fehler unterliefen, die sich aber nie aus der Ruhe bringen ließ. Im Angriff der Schützlinge von Trainer Ulli Meyer wollte es dagegen lange Zeit nicht so wie gewünscht laufen. Wie eigentlich immer, wenn Andrea Güldenpfennig – wie in diesem Spiel – kurz gedeckt wird, dauerte es einige Zeit, bis sich die Mannschaft auf diese Situation eingestellt hatte.

Andrea Güldenpfennig war es dann auch selbst vorbehalten, die beiden ersten Treffer für den VfL mit einem Siebenmeter und einem erfolgreich beendeten Tempogegenstoß zum 1:1 und 2:2 zu erzielen. Anja Bünger, Deike Eumann und Susanne Paetz waren dann die Torschützinnen zu den drei nächsten Ausgleichstreffern nach jeweiliger Führung der Gastgeberinnen.

Vier Minuten vor der Pause brachte dann Andrea Struppek den VfL erstmalig mit 6:5 in Führung, aber das 6:6 folgte durch einen verwandelten Siebenmeter fast auf dem Fuß. Der Treffer zum 7:6-Halbzeitstand für die Stormarnerinnen war dann wieder einmal ein Kabinettstück á la Güldenpfennig. In der Schlußsekunde der ersten Halbzeit verwandelte sie einen direkten Freiwurf an der Mauer der hochaufgeschossenen Altenholzerinnen vorbei.

Trotz der nur knappen Führung zur Halbzeit konnte man nun eigentlich auf einen klaren Sieg des VfL setzen, denn die Altenholzerinnen schienen mit dem hohen Tempo über ihre Verhältnisse gelebt zu haben. Aber auch in der zweiten Halbzeit leisteten die Gastgeberinnen noch lange unerwarteten Widerstand. Auch weitere VfL-Tore durch Andrea Struppek (6:8), Andrea Güldenpfennig (7:9), Susanne Paetz (8:10) und Heinke Juds (9:11) ließen sie noch nicht verzagen.

Erst als dann Katja Schoppenhauer und Andrea Güldenpfennig nach dem 10:11 auf 10:13 erhöht hatten, und anschließend Martina Pusch einen Siebenmeter parierte, war es um ihren Siegeswillen geschehen. In den Schlußminuten trumpfte dann Heinke Juds, die zuvor eine lange Anlaufzeit benötigt hatte, gehörig auf. Sie warf drei Tore hintereinander zum 16:10 für den VfL. ehe dann Susanne Paetz den Schlußpunkt setzte.

Außer den schon erwähnten Spielerinnen kamen in Altenholz noch Anke Petersen und Wiebke Rickert zum Einsatz. Nicht eingesetzt werden konnte, wie erwartet, die noch immer verletzte Meike Schäfer, die aber natürlich ebenfalls mit nach Altenholz gekommen war und sich mitfreuen durfte über die erneute Erringung der Landesmeisterschaft, an der ja auch sie einen gehörigen Anteil hat. Sie hofft im übrigen, spätestens zu den Spielen um die norddeutsche Meisterschaft, die am 4./5. April in Bad Oldesloe gegen den Niedersachsenmeister beginnen werden, wieder mit dabei zu sein. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.3.1981

Freitag, 13. März 1981

Wichtige Handballentscheidungen. …

(mth) Eine ganze Reihe wichtiger Spiele steht auch am kommenden Wochenende wieder für die Handballmannschaften des VfL Oldesloe auf dem Programm. Nicht in diese Kategorie ist dabei das Spiel der weiblichen A-Jugend in der schleswig-holsteinischen Oberliga am Sonntag um 11 Uhr einzuordnen. Seit dem letzten Sonntag steht für den amtierenden Deutschen Meister der Gewinn der vierten Landesmeisterschaft in Folge ja unumstößlich fest, so daß der Begegnung in Tarp nur noch statistische Bedeutung zukommt. Auch für die Tarper Mädchen geht es um nichts mehr, denn ihr Abstieg aus der höchsten Klasse ist ebenfalls schon besiegelt.

Dennoch will die Truppe von Trainer Ulli Meyer die Aufgabe in Tarp konzentriert angehen. Seine Mannschaft hat schließlich den Ehrgeiz, die gesamte Saison ohne Niederlage zu überstehen, und außerdem gilt es, die Form bis zum ersten Halbfinalspiel um die Norddeutsche Meisterschaft zu konservieren oder, wenn möglich, sogar noch zu verbessern. Der Gegner der Oldesloerinnen für dieses Spiel, das am 5. April in der Stormarnhalle stattfindet, wird im übrigen an diesem und am nächsten Wochenende zwischen dem MTV Wolfenbüttel und dem VfL Oldenburg ermittelt. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.3.1981

 

Sonntag, 15. März 1981

(mth) Die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe blieb auch in ihrem vorletzten Saisonspiel in der schleswig-holsteinischen Oberliga unbesiegt. Beim TSV Tarp, der als Absteiger ebenso schon feststeht, wie die Oldesloerinnen als Landesmeister, allerdings boten die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer nur eine sehr mäßige Leistung, ehe ihr 18:16-Erfolg feststand.

Die Mannschaft tat gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Tarperinnen nicht mehr als irgendwie nötig. Immer nur dann, wenn die Gastgeberinnen bedrohlich nahe herangekommen waren – in der Anfangsphase hatten sie sogar kurzfristig einmal mit 2:0 geführt –‚ legte der VfL ein wenig zu und geriet so nie ernsthaft in Gefahr, das Spiel zu verlieren.

Zu dem Erfolg der Oldesloerinnen erzielten Andrea Güldenpfennig (6), Heinke Juds (3), Anja Bünger, Katja Schoppenhauer, Susanne Paetz (je 2), Deike Eumann, Wiebke Rickert und Andrea Struppek die Tore. Im Tor wechselten sich Martina Pusch und Anke Petersen ab, die auch je einen Siebenmeter parierten. ansonsten sich aber der mäßigen Form ihrer Mitspielerinnen anpaßten.

Betrüblich für den VfL in diesem Spiel aber war nicht so sehr die wenig überzeugende Leistung, sondern vielmehr die Tatsache, daß sich Anja Bünger am Fuß verletzte. Hoffen wir, daß sie ebenso wie die am letzten Wochenende noch immer nicht einsatzfähige Meike Schäfer ihre Verletzung bald überwunden hat, damit die Personaldecke für die Spiele um die Norddeutsche Meisterschaft nicht zu kurz wird. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.3.1981

 

Freitag, 20. März 1981

Bleiben die VfL-Mädchen ungeschlagen? Letztes Oberligaspiel in Kremperheide.

(mth) Die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe beschließt am Sonnabend um 14 Uhr beim TSV Kremperheide die Saison 1980/81 in der schleswig-holsteinischen Oberliga, die ihr den vierten Landesmeistertitel in Folge beschert hat.

Für die Truppe von Trainer Ulli Meyer ist das Spiel in Kremperheide nicht mehr als eine Pflichtübung, zumal der amtierende Deutsche Meister nicht seine Bestbesetzung aufbieten kann. Neben den den verletzten Stammspielerinnen Meike Schäfer und Anja Bünger wird in der Kremperheide auch Katja Schoppenhauer, die am Wochenende in Berlin weilt, nicht mit von der Partie sein.

Um überhaupt noch eine Auswechselspielerin auf der Bank zu haben, wird Ulli Meyer voraussichtlich seine erste Torhüterin Martina Pusch für diese Begegnung zur Feldspielerin umfunktionieren. Für das Tor steht mit Anke Petersen ja noch eine zweite Spielerin zur Verfügung.

Auch wenn die Oldesloerinnen, ähnlich wie am letzten Sonntag in Tarp, in Kremperheide sicher nicht mit letztem Einsatz zu Werke gehen werden, wollen sie nach Möglichkeit natürlich eine Niederlage vermeiden, denn die Mannschaft um Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig möchte zu gerne die Serie ungeschlagen abschließen, zumal im Anschluß an das Spiel auch noch die offizielle Meisterehrung, die für die im Urlaub befindliche Mädelwartin Eva Moers von Damenwart Klaus Parczany vorgenommen wird, stattfindet.

Im übrigen werfen bei den erfolgreichen Oldesloer Mädchen schon die Spiele um die Norddeutsche Meisterschaft ihre Schatten voraus. Der Gegner für die Spiele des Halbfinales wird am Sonntag zwischen dem VfL Oldenburg und dem MTV Wolfenbüttel ermittelt. Trainer Ulli Meyer wird sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, den kommenden Gegner unter die Lupe zu nehmen.

Das erste Spiel dieses Halbfinales findet im übrigen wie geplant am 5. April um 10.30 Uhr in der Stormarnhalle statt. Der Termin für das Rückspiel steht dagegen noch nicht endgültig fest. Wie ursprünglich vorgesehen am 11./12. April kann das Spiel keinesfalls ausgetragen werden, denn zu diesem Zeitpunkt weilt Andrea Güldenpfennig mit der Deutschen Jugendnationalmannschaft zu einem Vier-Länderturnier in Schweden, und der Deutsche Handballbund hat schon unmißverständlich erklärt, daß er auf Andrea dafür keinesfalls verzichten will.

Der norddeutsche Verband, der für diese Terminüberschneidung verantwortlich ist, hat den VfL nun wissen lassen, daß das Rückspiel bis spätestens Ostermontag über die Bühne gehen muß und den Karfreitag als Termin vorgeschlagen. Entschieden werden kann darüber aber erst, wenn der Niedersachsenmeister endgültig feststeht.

In jedem Fall aber werden die Oldesloerinnen auf ihren Start über die Osterfeiertage bei einem internationalen Turnier in Ravensburg verzichten müssen, für das alle Planungen eigentlich schon abgeschlossen waren. In Oldesloe und Ravensburg ist der Ärger darüber, für den wie gesagt der Regionalverband verantwortlich ist, gleichermaßen groß. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.3.1981

 

Sonnabend, 21. März 1981

Zum Abschluß noch ein Rekordsieg. VfL-Mädchen siegten In Kremperheide 24:5.

(mth) Mit einem Rekordsieg von 24:5 beim TSV Kremperheide beendete die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe die Saison 1980/81 in der schleswig-holsteinischen Oberliga. Die Schützlinge von Trainer Ulli Meyer schlossen damit eine Punktspielrunde ab, in der sie alle Rekorde brachen. Sie blieben in allen 18 Spielen ungeschlagen und kamen mit 278 Treffern auf eine Ausbeute, wie sie noch nie dagewesen ist Natürlich sicherten sich die Oldesloer mit dieser imponierenden Bilanz erneut den Landesmeistertitel und am Ende hatten sie acht Punkte Vorsprung vor dem SV Itzehoe, der ihnen als Neuling so lange auf den Fersen geblieben war.

Das Spiel in Kremperheide war für den amtierenden Deutschen Meister nicht mehr als eine Formsache, obwohl Trainer Ulli Meyer mit den verletzten Spielerinnen Meike Schäfer und Anja Bünger und der in Berlin weilenden Katja Schoppenhauer drei Stammspielerinnen nicht zur Verfügung standen.

Schon zur Halbzeit führte der VfL uneinholbar mit 11:0 (!!) und auch nach dem Seitenwechsel hatten die harmlosen Mädchen aus Kremperheide dem VfL nichts entgegenzusetzen, so daß der Vorsprung schließlich auf 24:5 anwuchs. Andrea Güldenpfennig (6), Susanne Paetz (5), Wiebke Rickert (4), Heinke Juds (3), Deike Eumann, Andrea Struppek und die aus der zweiten Mannschaft geholte Heike Büttner (je 2) erzielten die Tore für den VfL.

Seit Sonntag steht auch der Gegner des VfL im Halbfinale um die Norddeutsche Meisterschaft fest. Dem MTV Wolfenbüttel genügte im Rückspiel um die Niedersachsenmeisterschaft ein 12:12-Unentschieden beim VfL Oldenburg, nachdem er zuvor das Hinspiel klar mit 19:8 für sich entschieden hatte. Trainer Ulli Meyer, der Beobachter des Spiels in Oldenburg war, war von der Spielstärke der Wolfenbüttelerinnen sehr beeindruckt. Dennoch zieht er nicht unbedingt pessimistisch in das erste Spiel am 5. April um 10.30 Uhr in der Stormarnhalle. Über den Termin des Rückspiels besteht noch immer keine endgültige Klarheit. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.3.1981

 

Freitag, 27. März 1981

(mth) … Die andere Renommiermannschaft der VfL-Handballabteilung, die weibliche A-Jugend, trug ein Freundschaftsspiel bei der Damenmannschaft des MTV Elmshorn aus, und kam dabei zu einem deutlichen 26:18-Erfolg, obwohl Trainer Ulli Meyer in diesem letzten Testspiel vor dem Beginn der norddeutschen Meisterschaft am nächsten Sonntag (Spielbeginn um 10.30 Uhr in der Stormarnhalle) gegen den Niedersachsenmeister MTV Wolfenbüttel auf Wiebke Rickert, die beruflich verhindert war, und Heinke Juds, die zu einem DHB-Lehrgang in Essen weilte, verzichten mußte.

Mit von der Partie waren aber nach ihren Verletzungspausen Meike Schäfer und Anja Bünger, mit deren Mitwirkung Trainer Ulli Meyer auch für die kommenden Sonntage rechnen kann, auch wenn sie verständlicherweise noch Konditionsrückstände zu verzeichnen hatten. Dagegen wird der VfL-Coach auf Katja Schoppenhauer verzichten müssen, die sich in Elmshorn ohne Verschulden einer Gegenspielerin eine Gehirnerschütterung zuzog und für eine Woche das Bett hüten muß,

Die Tore für den VfL, für den Martina Pusch und Anke Petersen abwechselnd das Tor hüteten, erzielten Andrea Güldenpfennig (10), Susanne Paetz, Anja Bünger, Katja Schoppenhauer (je 4), Meike Schäfer (2), Heike Büttner und Deike Eumann. Außerdem kam noch Andrea Struppek zum Einsatz. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 31.3.1981

 

Freitag, 10. April 1981

(mth) …Die weibliche A-Jugend setzt ihre Spiele um die Norddeutsche Meisterschaft erst am Ostersonnabend mit dem Rückspiel beim MTV Wolfenbüttel fort, ist aber frei nach dem Motto „Wer rastet, der rostet!“ auch an diesem Wochenende im Einsatz. Die Mannschaft beteiligt sich, wie auch die VfL-Damenmannschaft, an einem Turnier des SC Langenhagen (Hannover). Trainer Ulli Meyer muß dabei neben Katja Schoppenhauer, die in dieser Woche das Krankenhaus in Elmshorn verlassen konnte, aber noch eine längere Pause einlegen muß, auch auf seine Mannschaftsführerin Andrea Güldenpfennig verzichten, die mit der deutschen Jugend-Nationalmannschaft seit Dienstag dieser Woche bei einem Vier-Länder-Turnier in Schweden weilt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.4.1981

 

Freitag, 29. Mai 1981

Eine Luftsportshow mit Knüllern und Überraschungen. Erlös fließt Kanada-Reise der VfL-Mädchen zu.

(st) Am kommenden Sonntag findet ab 15 Uhr auf dem Sportplatz am Masurenweg eine große Luftsportshow statt, deren Erlös der weiblichen Handball-Jugend A des VfL Oldesloe zur Finanzierung ihrer Kanada-Reise zufließen soll.

Dem Veranstalter ist es gelungen, ein außergewöhnliches Programm zusammenzustellen, in dessen Mittelpunkt ein Fallschirm-Schauspringen steht. Aus unterschiedlichen Höhen steigen die Springer des Fallschirm-Sport-Clubs Lübeck aus ihrem Flugzeug vom Typ Do 27 über der Stadt aus, um dann mit ihren Spezialschirmen den Sportplatz am Masurenweg anzusteuern.

Eine weitere Attraktion dürfte der Auftritt der „Cartoon-Staffel-Lübeck“ sein, die neben ihren Segelflug- und Großmodellen einen spektakulären Hochgeschwindigkeits-Synchronflug zeigt, bei dem die Modelle vom Typ „Cartoon“ mit 160 km/h und mehr in geringem Abstand aneinander vorbeifliegen, Sturzflüge und Verfolgungsjagden vorführen. Im Rahmen dieses Programmes tritt der Deutsche Vizemeister im Hubschrauber-Kunstflug mit seinem Modellhubschrauber Marke Eigenbau auf, um eine Kostprobe seines erstaunlichen Könnens zu präsentieren.

Unter den erwachsenen Teilnehmern werden Rundflüge über den Kreis Stormarn verlost. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Oldesloer Spielmannszug, der eine bunte Musikparade vorführt.

Für Kinder, die an der Veranstaltung teilnehmen, findet ein Luftballon-Weitflug-Wettbewerb statt, bei dem es viele Preise zu gewinnen gibt. Wer daran teilnehmen möchte, sollte einen Zettel mitbringen, auf dem Name, Anschrift und Alter deutlich lesbar geschrieben stehen.

Weil das Programm stark witterungsabhängig ist, behält sich der Veranstalter Programmänderungen vor. Da bei guter Witterung mehrere Tausend Gäste erwartet werden, bittet der Veranstaltungsleiter Oldesloer Besucher, auf die Benutzung ihrer Kraftfahrzeuge zu verzichten. Zu dem Veranstaltungsort, der in der Nähe der Ortseinfahrt Bad Oldesloe von der Autobahnanschlußstelle Bad Oldesloe kommend liegt, werden auswärtige Gäste durch Hinweisschilder geführt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.5.1981

 

Sonntag, 31. Mai 1981

Die vier Springer vom Fallschirm-Sport-Club Lübeck waren eine der Attraktionen bei der Luftsportshow auf dem Sportplatz am Masurenweg. Sie sprangen mit Spezialfallschirmen ab und landeten zielgenau auf dem Platz. Mit der Veranstaltung wollte der VfL Geld für die Reise der Handballmädchen nach Kanada einnehmen. Beachtet wurde auch der deutsche Vizemeister Im Hubschrauber-Kunstflug, der mit einem von ihm selbst entwickelten Modell eine Kostprobe seines Könnens gab. Weitere Vorführungen mit Modellflugzeugen, die Musik des Oldesloer Spielmannzuges und vieles mehr gehörten zu dem abwechslungsreichen Programm.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.6.1981

 

Freitag, 19. Juni 1981

Alte Kontakte wurden neu belebt. VfL-Handball-A-Jugend weilte In Oberlahnstein.

(st) Die weibliche Handball-A-Jugend des VfL Oldesloe, Deutscher Meister in den beiden letzten Jahren und 1981 wiederum Landesmeister und norddeutscher Vizemeister, weilte kürzlich mit einer allerdings ersatzgeschwächten Truppe bei Westmeister TG Oberlahnstein, um die Kontakte, die im letzten Jahr im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft geknüpft wurden, neu zu beleben.

Im Mittelpunkt der Begegnung stand natürlich ein Handballspiel, das mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden endete. Der Ausgleich für die Truppe von Trainer Ulli Meyer fiel dabei erst Sekunden vor Schluß durch Wiebke Rickert. …

 

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.6.1981

 

Dienstag, 23. Juni 1981

Abschluß der Handballsaison. Noch einmal Turniererfolge. Noch eine Sponsorveranstaltung für Kanada-Reise.

(mth) Die beiden in der kommenden Saison von Ulli Meyer trainierten Mannschaften – die Damen und die weibliche A-Jugend – der Handballabteilung des VfL Oldesloe beteiligte sich am letzten Wochenende noch einmal an Kleinfeldturnieren.

Dabei kam die weibliche A-Jugend, die bis auf die verhinderte Meike Schäfer in der Besetzung spielte, die auch im nächsten Jahr das Rennen in der schleswig-holsteinischen Oberliga aufnehmen wird, in Kremperheide zu einem Turniersieg. Im Finale schlugen die Oldesloerinnen, für die Martina Pusch, Heinke Juds (9 Tore während des Turniers). Katja Schoppenhauer (6), Anja Bünger (2), Bettina Witten (2), Kirstin Timm, Kerstin Steffek, Sonja Plath, Heike Büttner (alle 1) und Anke Petersen zum Einsatz kamen, Gastgeber Kremperheide glücklich mit 2:1.

… Für die erfolgreiche weibliche A-Jugendmannschaft der letzten Jahre rückt die Kanada-Traumreise nun langsam immer näher. Abflug ist am 2. Juli. Da die letzte Sponsor-Veranstaltung (Luftsportshow) nicht den erhofften finanziellen Erfolg brachte, klafft in der Reisekasse noch immer ein beträchtliches Loch. Dieses wenigstens zum Teil stopfen zu können, hofft die Truppe am Mittwoch dieser Woche, wenn um 20 Uhr im Schützenhof eine Star-Disco mit „Vossi-Bär“ und Meyers Rollender Diskothek veranstaltet wird, deren Reinerlös der Reise der Mädchen zufließt.

Hoffen wir mit den Mädchen, daß sich möglichst viele Discofreunde auf den Weg zu dieser Veranstaltung machen, damit die große Reise nicht zu einem finanziellen Abenteuer wird.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.6.1981

 

Mittwoch, 24. Juni 1981

Star-Disco zu Gunsten der Kanada-Reise für die weibliche VfL-Handball-A-Jugend

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