Die Nordeutsche Meisterschaft - Finalturnier in Malente

 

Zum Titelgewinn fehlte ein wenig Glück - 28.4.1981 (ST)
VfL B-Jugend wurde Vize-Nordmeister

Nur der Elsflether Turnerbund konnte die Mannschaft von Dieter Kunze stoppen

Die Handballmädchen des VfL verfehlten am Sonntag in Malente nur knapp den Nordtitel bei der weiblichen Jugend B. Die Meisterschaft wurde in Turnierform, bei Spielen jeder gegen jeden über 2x15 Minuten ausgetragen. Außer dem VfL nahmen noch die Mannschaften von TUS Alstertal (Hamburg), Werder Bremen und dem Elsflether Turnerbund (Niedersachsen) teil.

Im ersten Spiel des Turniers traf der VfL auf den Elsflether TB. In diesem Spiel musste der VfL auf die Mannschaftsführerin Eike Fröhlich verzichten, die an diesem Tag konfirmiert wurde. Zu den nächsten Spielen kam sie jedoch nachgereist.

Das Fehlen der Oldesloer Mannschaftsführerin machte sich besonders in der Deckung bemerkbar, sie stand nicht so sicher wie gewohnt. So war es nicht weiter verwunderlich, dass der VfL bereits nach 8 Minuten mit 1:3 im Rückstand lag. Bis dahin war nur Bettina Witten mit einem verwandelten Siebenmeter erfolgreich. Die VfL-Mädchen fanden in keiner Phase des Spieles ihren gewohnten Spielrhythmus, selbst die einstudierten Spielzüge blieben (fast) ohne Erfolg.

Kerstin Steffek schaffte aber trotzdem mit einem herrlichen Rückraumtor und einem Tor durch einen gelungenen Freiwurftrick den Ausgleich zum 3:3. Kurz vor der Pause ging Elsfleth dann nochmals mit 4:3 in Führung. Im zweiten Spielabschnitt konnte der VfL das Spiel ausgeglichener gestalten. Birgit Warncke erzielte mit einem sehenswerten Treffer den 4:4 Ausgleich. Die Mädchen aus Elsfleth, sie waren dem VfL körperlich eindeutig überlegen, konnten jedoch immer wieder in Führung gehen. Kurz vor Ende des Spieles stand es aber nach Toren von Susanne Pommerening und Kerstin Steffek 6:6 Unentschieden.

Als nur noch eine Minute zu spielen war, hatte der VfL sogar die Möglichkeit, erstmals in Führung zu gehen. Durch einen Abspielfehler im Angriff kamen die Elsfletherinnen jedoch zu einem Tempogegenstoß, welchen sie auch zum 7:6 Siegtreffer ausnutzten. Mit ein wenig mehr Glück und besserer Konzentration hätte der VfL das Spiel aber durchaus gewinnen können.

Nun musste der VfL gegen den SV Werder Bremen spielen, der zuvor den TUS Alstertal mit 9:8 bezwungen hatte. Die VfL-Mädchen wollten ihre erste Saisonniederlage wettmachen und gingen dementsprechend konzentriert zu Werke. Der SV Werder Bremen konnte zwar mit 1:0 und 2:1 jeweils in Führung gehen, das 1:1 erzielte Bettina Witten), hatte dann aber sein Pulver schon verschossen. Der VfL war die eindeutig dominierende Mannschaft und war gegenüber dem ersten Spiel wie umgewandelt. Je zwei Tore von Birgit Warncke und Bettina Witten und einem Tor von Susanne Pommerening brachte den VfL zur Halbzeit mit 6:2 in Front. Das schönste Tor des Tages erzielte dabei wohl Bettina Witten (zum 5:2), die ein Tempogegenstoß mit einem sehenswerten Heber über den gegnerischen Torwart abschloss.

Auch nach der Halbzeitpause wusste der VfL zu gefallen. Durch zwei Tore von Susanne Pommerening und je einen Treffer von Eike Fröhlich und Sonja Plath erhöhte der VfL seinen Vorsprung auf 10:3. In der Schlussphase des Spieles kamen dann die vermeintlich "schwächeren" Spielerinnen zum Einsatz, und die Bremerinnen verkürzten auf 5:10. Den Schlusspunkt machte dann wieder Bettina Witten, die mit einem erfolgreich abgeschlossenen Tempogegenstoß den Endstand von 11:5 sicherstellte.

Der nächste Gegner für den VfL war nun die Mannschaft von TUS Alstertal, die zuvor gegen Elsfleth 5:11 verloren hatte. Der VfL startete furios und lag schnell 5:0 in Führung. Die Tore erzielten Kerstin Steffek (2), Birgit Warncke, Bettina Witten und Susanne Pommerening. Nach diesem beruhigenden Vorsprung ließ der VfL die Zügel schleifen und Alstertal kam bis zur Pause auf 3:5 heran. Im zweiten Spielabschnitt gingen die VfL-Mädchen jedoch scheinbar unmotiviert zu Werke, obwohl der Nordtitel noch nicht verloren war, da Elsfleth noch gegen Bremen spielen musste.

Der TUS Alstertal konnte dann auch zum 6:6 ausgleichen. Durch Tore von Bettina Witten und Birgit Warncke zog der VfL dann noch einmal auf 8:6 davon. Doch die Alstertalerinnen steckten nicht auf und erzielten eine Minute vor Spielende den erneuten Ausgleich zum 8:8. Einer Susanne Pommerening war es dann vorbehalten, eine Sekunde vor dem Schlusspfiff durch einen direkt verwandelten Freiwurf den glücklichen aber verdienten Endstand von 9:8 herzustellen.

Im letzten Spiel des Turniers besiegten die Mädchen vom Elsflether TB den SV Werder Bremen mit 11:4 Toren. Der VfL musste sich damit mit der Vizemeisterschaft begnügen.

Fazit: Die VfL-Mädchen hätten zwar durchaus Nordmeister werden können, scheiterten aber im entscheidenden Spiel gegen Elsfleth an den eigenen Nerven sowie an dem Umstand, das eine deckungsstarke Spielerin wie Eike Fröhlich in diesem Spiel nicht zur Verfügung stand. Trotzdem hat die Mannschaft in dieser Saison viel erreicht, und auch die Vizemeisterschaft sollte als ein großer Erfolg angesehen werden.

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